In den vergangenen Wochen hat sich Israels Politik bezüglich der Straßensperren dramatisch geändert, berichtet Haaretz. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben einige der wichtigsten Straßensperren in Judäa und Samarien abgebaut, die eine zentrale Rolle bei der Einschränkung der Bewegungen palästinensischer Terroristen spielten. Die meisten dieser Sperren lagen zwischen Städten, die unter palästinensischer Verwaltung stehen. Zur Zeit gibt es noch 10 bemannte Straßensperren in Judäa und Samarien (ausgeschlossen sind die Sperren, die diese Gebiete mit Israel verbinden). Vor eineinhalb Jahren waren noch 35 bemannte Straßensperren vorhanden. Darüber hinaus haben die Sicherheitskräfte einigen hundert palästinensischen Geschäftsleuten freien Zugang nach Israel gestattet.
Der Sprecher des US-amerikanischen Außenministeriums, Ian Kelly, teilte Donnerstag mit, dass die Administration die jüngsten Schritte Israels zur Verringerung der israelischen Präsenz in palästinensischen Städten und die Beseitigung von Kontrollposten zu schätzen wisse: „Wir schätzen diese positiven Schritte, die mit der Verpflichtung der israelischen Regierung einher gehen, das Leben der Palästinenser zu erleichtern.“
Gleichzeitig würden Israels Sicherheitsinteressen anerkannt: „Israel hat berechtigte Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheit, die weiterhin gewährleistet werden muss“, so Kelly zu dem Einwand der Palästinensischen Autonomiebehörde, dass Israel nicht länger das Recht haben solle, die palästinensischen Städte in einem Bedrohungsfall zu betreten.
Die Bemühungen für eine Lösung, die Sicherheit Israels aufrecht zu erhalten und derweil die Bewegungsfreiheit von Palästinensern und Waren zu maximieren seien entscheidend, denn das Ziel sei ein einvernehmlicher Frieden, basierend auf einer Zwei-Staaten-Lösung, die von den USA weiterhin energisch angestrebt werde, so Kelly. „Wir fordern alle Beteiligten dazu auf, Schritte zu unternehmen, die die Verhandlungen wiederbeleben“, sagte er in Richtung Khaled Mashaal, den politischen Führer der Hamas.
Israel hatte gestern zugestimmt, seine Kräfte aus vier Westbank-Städten größtenteils abzuziehen, um die US-gestützte Sicherheitskampagne der Palästinenser zu unterstützen.
Demnach haben sich israelische und palästinensische Sicherheitskräfte am Mittwochabend darauf geeinigt, dass Israel sich aus Bethlehem, Ramallah, Jericho und Qalqilia zurückzieht, es sei denn, die Armee habe akute Hinweise auf Terroranschläge.
Darüber hinaus sind eine Vielzahl Checkpoints aus den Gegenden um Nablus, Ramallah und Jericho entfernt worden.
via ynetnews.com, 26.6.09
Die palästinensischen Araber, die in westlichen Medien hauptsächlich als die unterdrückten und verarmten Flüchtlinge dargestellt werden, die unter der israelischen Besetzung leben müssen, können sich an einem neuen, luxuriösen Einkaufszentrum in Jenin erfreuen, berichtet Israel Heute. Das fünfstöckige Einkaufszentrum wurde mit einem Feuerwerk im letzten Monat eingeweiht. Die Gewinnaussichten sind so gut, dass der Besitzer die Eröffnung von vier weiteren Zentren in Judäa und Samarien plant – in Ramallah, und später in Shechem, Hebron und Tulkarm. „Wir glauben, einen sehr ansehnlichen Gewinn machen zu können,“ sagt der Vorsitzende der Kette, Ziad Turabi. Viele Leute haben Geld, aber es fehlt der Ort, es auszugeben, wenn man Qualität sucht. Und „wir bieten ihnen die beste Qualität die es gibt,“ schließt er.
Machte sich Martin Durm vom ARD-Hörfunk vor knapp 2 Wochen noch Sorgen um die Bewohner des Gazastreifens und zitierte die Bewohner mit folgenden Worten:
„Unser Leben ist zerstört. Wir haben alles verloren in diesem Krieg: Unsere Kinder, unsere Häuser, unsere Arbeit. Keiner hilft uns; nicht die Araber und auch nicht Europa. Wir werden allein gelassen von der Welt.“
„Hör mal, ich will Dir was sagen“, meint einer der Männer im Flüchtlingslager Musajarat: „Ihr aus Europa, ihr habt uns doch immer wieder Geld gegeben. Wir haben Straßen damit gebaut und einen Flughafen und einen Schiffshafen. Es war dumm von euch, uns soviel Geld zu geben. Die Israelis sind mit ihren Flugzeugen gekommen und haben alles wieder kaputt gemacht. Schade um euer Geld“, sagt er, behaltet es. Hier sei es nur rausgeworfen.
(nicht dass die Hamas irgendetwas damit zu tun hatte), werden solche Meldungen wie oben von der ARD völlig ignoriert. Sie passen eben nicht ins Bild.
Das Geld scheint eher im Westjordanland anzukommen. Warum wohl bloß?
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