Eine Gruppe von Abgeordneten aus allen Fraktion hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für den Schutz von Christen in der Welt einzusetzen. Die Zahlung von Entwicklungshilfe müsse auch davon abhängig gemacht machen, ob in den Empfängerländern Christen verfolgt würden, heißt es in der Erklärung.
In Ländern wie Pakistan und Indien würden Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert und seien Opfer von Übergriffen, heißt es in der Erklärung. Deutschland müsse der Verfolgung religiöser Minderheiten entschieden entgegentreten. Die Verfasser des Papiers weisen darauf hin, dass fast 90 Prozent der Opfer von religiösen Verfolgungen Christen seien.
Die Bundesregierung müsse eine kohärente Außenpolitik mit dem Ziel betreiben, weltweit Glaubensfreiheit durchzusetzen.
Das Positionspapier wurde von einem Kreis von rund 30 christlichen Abgeordneten erarbeitet, dem unter anderem die stellvertretenden Unionsfraktionschefin Ilse Falk, der SPD-Bildungsexperte Dieter Grasedieck und der Linken-Politiker Bodo Ramelow angehören.
Ich freue mich als Christ darüber, dass meinen Glaubensgenossen durch diese Maßnahmen hoffentlich geholfen wird und der Fokus auch auf dieses sonst eher unterbelichtete Thema rückt. Es ist dringend notwendig, dass man Verfolgung und Verletzung der Menschenrechte nicht regional, religiös oder sozial trennt:
Es ist schlimm, wenn in Land A die Gruppe B verfolgt wird, aber die Leiden der Gruppe C in Land D ignorieren wir, weil das gerade nicht ins emotionale Gefüge passt.
So nicht.
Und da sind die Christen – ob man sie nun mag oder nicht – in den letzten Jahren durch verschiedene Raster gefallen. Die Verfolgung und Unterdrückung hat weltweit – und Überraschung: vor allem in den islamischen Ländern – stark zugenommen. Und damit meine ich nicht, ob irgendjemand irgendwo seine Kirchenglocken läuten darf oder nicht …
Aber wenn – und das tun wir Christen – man sich nicht um seine eigene Gruppe kümmert, sondern Rechte und Fürsorge für alle Menschen beachtet, dann kann und darf man diese Maßnahmen nicht allein auf die Christen beschränken.
Denn wie schrieb Paul13:
Also, liebe Tyrannen, lasst bei Eurem nächsten Völkermord zur Abwechslung einfach mal die Christen außen vor, dann füllen Euch die Gutmenschen die Lücken im Budget auch weiterhin brav auf, damit Ihr Euch wieder die neueste S-Klasse leisten könnt.
Wenn man sich für die verfolgten Menschen weltweit stark machen möchte – was sehr gut ist! – dann bitte auch ohne Unterschied. Auch für Christen, Juden, Moslems, Buddhisten, etc..
Denn – auch das vielleicht eine Überraschung – die Opfer sind ethnisch, religiös und sozial stark gestreut. Die Täter nicht.
Aber – Achtung: Ironie – haben wir ja den UNCHR, in dem solch unverdächtige Staaten wie Saudi-Arabien, Pakistan, China und Kuba sitzen.
Nein, es braucht solche Initiativen gegen Verfolgung und Unterdrückung. Wir leben in einer globalisierten Welt und kein Staat kann sich die „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ mehr verbitten, wenn es um Menschenrechte geht.
In diesem Sinne wünsche ich mir mehr solche Politiker und ihren Initiativen Erfolg!
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