• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Wer hat Angst vor der Hamas?

Oft wird die Hamas von allen möglichen Leuten, Politikern und Medien als in Wahrheit gar nicht so schlechte Organisation dargestellt.

Sie mache Politik für arme Menschen, engagiere sich sozial und sei überhaupt nur ein Produkt der israelischen Besatzungspolitik und daher eine legale Widerstandsgruppierung. Damit wird der Hamas eine Reaktion bescheinigt – sie reagiere nur auf das Böse von außen, sie ist der passive Teil. Andere zwingen sie, so zu handeln wie sie handeln.

Aber was ist die Hamas wirklich? Was haben ihre Führer und Politiker gesagt? Wofür steht sie? Die Charta der Hamas gibt schon einmal Aufschluss. Aber wichtig ist auch, wie sie gelebt wird.

Ein paar Beispiele:

Am 29.02.08 sagte Fathi Hammad, Parlamentarier der Hamas:

„Die Feinde Allahs wissen nicht, dass das palästinensische Volk seine Methoden, den Tod zu suchen, entwickelt hat. Für das palästinensische Volk ist der Tod zu einer Industrie geworden, bei der Frauen und alle anderen, die in diesem Land leben, sich auszeichnen. Die Alten tun sich hervor, und so auch die Krieger Allahs (Mudschaheddin) und die Kinder. Dies ist der Grund, warum sie menschliche Schutzschilde aus Frauen, Kindern, Alten undIsraelis und Palästinenser - der kleine Unterschied ... den Kriegern Allahs gebildet haben, um den zionistischen Bombenapparat herauszufordern. Es ist so, als würden sie zum zionistischen Feind sagen: Wir begehren den Tod wie ihr das Leben.“

Am 07.01.09 sagte Musa Abu Marzook, stellvertretender Vorsitzender des Politbüros der Hamas in Damaskus, Syrien:

„Die Hamas hat die gleiche Position wie die, als Israel die Angriffe begann. Wir haben drei Bedingungen für eine Friedens-Initiative jeden Staates. Zunächst einmal soll die Aggression der Israelis aufhören. Alle [Grenzübergänge] sollen geöffnet werden, auch der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Schließlich muss sich Israel aus dem Gaza-Streifen zurückziehen.

Wir sagen nicht, dass wir den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel stoppen werden. Wir reden nur über die Einstellung der israelischen Aggression gegen die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen. Wenn andere von einem Waffenstillstand reden, sagen sie, dass alle militärischen Operationen beendet werden sollen.

Aber wir senden eine Nachricht [durch Raketenbeschuss, die ist:] „Wir werden nicht aufgeben. Wir müssen gegen die Israelis kämpfen, und wir werden diesen Kampf gewinnen.“ Wir wissen, dass wir viele Menschen auf unserer Seite verlieren werden, aber wir werden gewinnen inschallah [so Gott will].“

2004 sagte der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasralla:

“Wir haben gelernt, die Juden an ihrem wunden Punkt zu treffen… Wir werden siegen, weil sie das Leben lieben und wir lieben den Tod.”

(Nun ist die Hamas nicht die Hisbollah, ist aber – was Ideologie, Zielsetzung und Ausrichtung betrifft – der Hisbollah sehr stark angelehnt. Beide werden vom Iran finanziert.)

Ein 3-minütiges Video über die Hamas und ihre Aussagen:

Unter anderem alle Aussagen in diesem Video sind aus 2008- von

  • Chalid Maschal, Führer der Hamas in Damaskus
  • Yunis Al-Astal, Hamas-Geistlicher und Mitglied des Parlaments in Gaza-Stadt
  • Scheich Ahmed Bahr, Palästinensischer Gesetzesrat
  • Ismail Haniya, palästinensischer Ministerpräsident
  • Ausschnitten aus Al-Aksa-TV (Hamas-Fernsehsender)
  • anderen Geistlichen und Mitgliedern des Parlaments in Gaza-Stadt

Am 31.03.77 sagte PLO-Exekutivratsmitglied Zahir Muhsein:

„Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, unseren Kampf gegen Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syriern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, da die arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen „palästinensischen Volkes“ fordern, um uns dem Zionismus zu widersetzen.
Aus taktischen Gründen kann Jordanien als souveräner Staat mit festgelegten Grenzen keine Ansprüche auf Haifa und Jaffa geltend machen, während ich als Palästinenser unzweifelhaft Haifa, Jaffa, Beer-Sheba und Jerusalem beanspruchen kann. In dem Augenblick aber, in dem wir unser Recht an ganz Palästina wieder gewonnen haben, werden wir nicht eine Minute zögern, Palästina und Jordanien zu vereinen.“

Interview in der niederländische Zeitung Trouw

Ein 15-minütiger Film über die Hamas, ausgestrahlt am 20.01.09 auf ARTE

Er ist weder sehr kritisch noch sehr anbiedernd. Aber es kommen diverse Leute (von der Hamas und von Fatah) zu Wort, die interessante Einblicke gewähren.

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2 Antworten

  1. […] und mancher Araber ist vielleicht nicht jedem bekannt. Daher ein paar  Worte dazu. Über das Menschenbild der Hamas wurde hier geschrieben, hier einiges über das der […]

  2. […] Warum? Weil Hamas-Kämpfer keine Uniformen getragen haben. Weil sie sich bewusst in zivilen Einrichtungen (Häuser, Schulen, Krankenhäusern, …) verschanzt haben und damit die Zivilisten in Gefahr gebracht haben. Sie haben Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt. […]

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