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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

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    Benjamin Disraeli

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Syriens Präsident Assad positioniert sich

Das ganze Interview mit Präsident Assad vom 19.01.2009 findet man unter http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,601838,00.html

Hier ein paar interessante Ausschnitte:

… Assad: Wenn die Menschen in Gaza nur die Wahl haben zwischen einem langsamen Sterben durch die Blockade oder den Tod im Kampf, dann wählen sie den Kampf. Deshalb ist die Aufhebung des Embargos ein unverzichtbarer Bestandteil eines Abkommens. Darin sind wir uns mit der Hamas einig. Grundsätzlich gilt in diesem Konflikt: Nicht die Hamas ist das Problem, sondern Israel. …

Das man in diesem komplexen Konflikt schwarz-weiß malt, ist schon ein starkes Stück. Völliger Freispruch für die Hamas, volle Schuld für Israel. Hmmm.

Assad: Doch in der Politik geht es nicht um Logik, da zählen die Realitäten. Und Fakt ist, dass sich die Hamas immerhin sechs Monate an den vereinbarten Waffenstillstand gehalten hat. Israels Regierung dagegen hat in dieser Zeit den Gaza-Streifen weiterhin eingeschnürt – das ist die Vorgeschichte, die man kennen muss. …

Lüge. Die Hamas hat weder 6 Monate still gehalten noch hat Israel den Gazastreifen in dieser Zeit eingeschnürt. Es gab Raketen der Hamas auf Israel, es gab Hilfslieferungen in den Gazastreifen, die Grenzübergänge waren teilweise geöffnet, es wurden Tunnel gegraben, um weitere Soldaten zu entführen. Genau, Herr Assad – man sollte die Vorgeschichte kennen!

Assad: Ob Sie es Terrorismus nennen oder Widerstand, ob man die Hamas mag oder nicht: Sie ist eine politische Größe, die niemand ignorieren kann. Es kann keine Rede davon sein, dass die Hamas das Volk als Geisel nimmt, wie manche behaupten. …

Was ist mit menschlichen Schutzschilden? Was ist mit Überfällen auf Lebensmitteltransporte, bei denen die Hamas die Lebensmittel gestohlen hat? Was ist mit Angriffen – vor und auch während des Krieges – der Hamas mitten aus dicht besiedelten Wohngebieten?

Assad: Wie können Sie die Hamas des Terrorismus bezichtigen, ohne Israels Taten auch als Terror zu bezeichnen? …

Weil es einen Unterschied gibt zwischen Terrorangriffen, die ausschließlich auf Zivilisten zielen und dem militärischen Vorgehen eines demokratischen Staates, der sich nach 8 Jahren Terror wehrt. Aber das mit der Demokratie ist vielleicht nicht so ganz Assads Sache …

Assad: Ich persönlich unterstütze das Konzept der Selbstmordattentate nicht, das ist nicht Teil unserer Kultur. Ob man sie verurteilt oder nicht – Selbstmordattentate sind eine Realität. …

Tolle Einstellung. Ich bin zwar eigentlich dagegen, aber sie sind nun mal da. Da kann man wohl nichts machen …

Assad: Wir Syrer halten es so: Wir erkennen Israel nicht an, Israel ist noch immer unser Feind, der einen Teil unseres Landes besetzt hält, die Golanhöhen. Wenn die Israelis sich vom Golan zurückziehen, werden wir sie anerkennen. Erst kommt der Frieden, dann die Anerkennung – nicht umgekehrt. …

Aha. Und warum nicht umgekehrt?

Assad: Was die kommende israelische Regierung betrifft – wir verlieren die Hoffnung nicht. Die Tendenz scheint allerdings zu sein, das sich jede nachfolgende Generation in Israel mehr radikalisiert. Vielleicht will die nächste gar keinen Frieden mehr. Sondern nur noch kämpfen. …

Wer sich radikalisiert, sind bestimmt nicht die Israelis.

Assad: Die Hisbollah ist für niemanden eine Gefahr. …

Interessante These. Deshalb haben sie auch jahrelang Raketen nach Israel geschossen und ihr Führer Nasralla redet immer von „Tod für Israel“. Aber wie heißt es: Wenn man ein bestimmtes Weltbild hat, das man nicht zu ändern bereit ist, dann dreht man die Fakten solange, bis sie in das Weltbild passen.

Ich möchte Herrn Assad hier nicht diskreditieren. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass er der Welt ein Theaterstück vorspielt, so wie es schon so oft geschehen ist.

Das Stück heißt: „Die Juden sind an allem Bösen Schuld“, der Eintritt ist frei und egal, wie man sich als Zuschauer oder Schauspieler während des Stückes verhält, Schuld haben immer die Anderen.

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