• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
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Deutsche (und andere) Antisemiten

Ups, darf man das? Andere als Antisemiten bezeichnen? Immerhin verstehen das einige als „Totschlagargument“ und Rufschädigung, wenn man sie als Antisemiten bezeichnet.

Die sogenannte „Antisemitismuskeule“, d.h. der ungerechtfertigte Vorwurf an israelkritischen Personen, antisemitisch zu sein, wurde in den letzten Jahren immer öfter in Kreisen der Politik, Medien und Wissenschaft verwendet.
Dies ist meines Erachtens eine ziemlich unfaire Vorgehensweise, da dies den Ruf der Person, die so bezeichnet wird, schädigt und sie in eine defensive Position befördert.
Deswegen ist es schwierig sich gegen diesen Vorwurf zu wehren.
Damit einhergehend ist eine gewisse soziale Ächtung. Das gilt insbesondere für Politiker, von denen Parteigenossen sich oft distanzieren. Insofern kann es vorkommen, dass Politiker durch Israelkritik ihre Aufstiegschancen in der Partei gefährden.                  aus http://morgendaemmerung.blogspot.com

Dies ist eine Verdrehung der Tatsachen, wie sie heutzutage gerne praktiziert wird: Nicht der Antisemitismus (Anti-Israelismus, Anti-Zionismus) ist das Problem, sondern der Vorwurf. Er wird zum Karrierehindernis und zur Rufschädigung. Henryk Broder hat dazu einen sehr guten Artikel in der F.A.Z. geschrieben.

Ich möchte hier ein paar Beispiele deutschen Antisemitismus dokumentieren – nicht, um in erster Linie die Leute zu diskreditieren – das tun sie selbst -,  sondern um zeigen, dass Antisemitismus kein Phänomen der Nazizeit und kein Vorrecht der Rechten ist. Denn der moderne Antisemitismus kennt keine politische Farbe mehr.

Norman Paech

15.01.2009

  • Gelegentlich hielt dort zudem einer von ihnen eine Rede, wie etwa Norman Paech, der außenpolitische Sprecher der Linkspartei. Anfang Januar bezeichnete er auf einer Demonstration in Hamburg die Operation »Cast Lead« als einen »von langer Hand vorbereiteten Angriff«. Die ­israelische Politik sei »kriminell« und habe nun zu einem »Massaker unter der palästinen­sischen Bevölkerung im Gaza-Streifen« geführt. Dieser »barbarische Akt« sei »durch kein Recht auf Selbstverteidigung oder Notwehr legitimiert«. Überhaupt gebe es für Israel »kein Recht auf Verteidigung, sondern nur die Verpflichtung, die Besatzung vollständig aufzuheben«, während die Palästinenser, »wie jedes Volk ­unter rechtswidriger Besatzung«, ein »Recht auf Widerstand« hätten. Die Hamas habe eine Waffenruhe angeboten, doch Israel sei dazu nicht bereit gewesen, weshalb man den Beschuss mit Qassam-Raketen verstehen müsse: »Wer eine Politik der Strangulierung und Entwürdigung verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Verzweiflung und Ohnmacht der Opfer Terrorakte entstehen, die die israelische Bevölkerung in der Nachbarschaft des Gaza-Streifens treffen.«
  • „Ein letztes Schlaglicht auf die merkwürdige Schieflage der „Israel-Kritik“ 2009: Norman Paech, Politiker der „Linkspartei“, Mitglied von „Attac“ und des „Auschwitz-Komitees“, sprach am 2. Januar auf einer Demonstration in Hamburg von einem „Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens“ und einem „furchtbaren Gemetzel“. Der Zeitpunkt sei genau kalkuliert: „Es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern soll – und in Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor.“
  • Drei Tage vorher erschien ein anderer Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den Palästinensern“ sei nicht zufällig gewählt, heißt es darin. Israelische Politiker, die bei den Umfragen weit zurück gelegen hätten, erreichten durch „das blutige Gemetzel unter der palästinensischen Bevölkerung einen enormen Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist eine Mitteilung der NPD.“

Udo Steinbach

15.01.2009

  • Ähnlicher Meinung war Udo Steinbach, der Islamwissenschaftler und ehemalige Leiter des Deutschen Orient-Instituts, auf den sich auch Linke gerne berufen. Auf einer vom »Islamischen Kulturverein Hadara« organisierten Kundgebung in Marburg »gegen die israelischen Massaker in Gaza« sagte er: »Die Raketen der Hamas reichten erst 20 Kilometer weit, dann reichten sie 40 Kilometer weit, und jetzt reichen sie 60 Kilometer weit. Es ist klar: Eines Tages wird auch Tel Aviv bedroht sein können.« Diese Aussicht freute die Demonstrationsteilnehmer so sehr, dass sie Steinbach frenetischen Applaus spendeten, worüber dieser sich sichtlich freute, wie in einem Youtube-Video erkennbar ist. Zuvor hatte Steinbach bereits in einem Interview in den »Tagesthemen« Israels »Untergang« prophezeit. »Am Ende sind sie es vielleicht selbst, die ein bitteres Ende zu ertragen haben werden«, sagte Steinbach über die Israelis, denn die »arabischen Massen« stünden auf der Seite der Palästinenser und der geballte Volkszorn könne sich gegen Israel richten.

Linke auf der Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration 2009

15.01.2009

  • Auch auf der traditionellen »Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration«, die am Sonntag in Berlin stattfand, war der Gaza-Krieg das beherrschende Thema. Es gab sogar einen eigenen »Palästina-Block«, der den »Widerstand gegen den israelischen Staatsterror und seine Unterstützung durch die Bundesregierung« entfachen wollte. Bereits die vorangegangene »Rosa-Luxemburg-Konferenz« war zu einer einzigen Palästina-Solidaritätsveranstaltung und zu einem Tribunal gegen Israel geworden. Der italienische Philosoph Domenico Losurdo beispielsweise sprach unter dem Beifall der 1 600 Teilnehmer von einem »barbarischen Einsatz der israelischen Kriegsmaschinerie«, der das »palästinensische Volk« »heldenhaft« widerstehe. »Die Solidarität mit dem Märtyrervolk unserer Tage schlechthin ist ein wesentliches Element des Internationalismus«, befand er weiter. Und Sara Flounders vom »International Action Center« in New York forderte: »Wir müssen die Intifada zu uns nach Hause bringen und eine Kampagne zum Boykott Israels starten.«

Irans Präsident AchmachmirdenDschihad

Rede vor den UN am 23.09.08:

  • Obwohl sie nur eine unbedeutende Minderheit seien „beherrschen sie in einer tückischen, komplexen und verstohlenen Art und Weise einen wichtigen Teil der finanziellen Zentren sowie der politischen Entscheidungszentren einiger europäischer Länder und der USA.“ Zionistische Juden seien weltweit derart einflussreich, „dass einige Präsidentschafts – oder Ministerpräsidentschaftskandidaten gezwungen seien, diese Leute zu besuchen, an ihren Zusammenkünften teilzunehmen und ihre Treue und Verpflichtung gegenüber ihren Interessen zu schwören, um finanzielle und mediale Unterstützung zu erhalten.“ …
  • Sie „müssen einer kleinen Zahl habgieriger und aggressiver Leute gehorchen. Obwohl sie es nicht wollen, überlassen diese Nationen ihre Würde und ihre Ressourcen den Verbrechen, Besatzungen und Bedrohungen des zionistischen Netzwerks.“ …
  • Unaufhaltsam „schliddert das zionistische Regime in den Zusammenbruch.“ Es habe nicht die geringste Chance, „aus der von ihm selbst und seinen Unterstützern erzeugten Jauchegrube wieder herauszukommen.“

Irans Präsident redet voller Antisemitismus vor den Vereinten Nationen – kommt damit durch und erhält großen Beifall. Der Präsident der UN-Vollversammlung Miguel d’Escoto Brockmann, katholischer Geistlicher aus Nicaragua, nahm ihn in den Arm. Hier werden klassische Vorurteile und Ressentiments gegen Juden vorgetragen:

  • Verschwörung zur Erlangung der Weltherrschaft – zionistisches Netzwerk rund um die Welt
  • Kontrolle der Finanzströme
  • Kontrolle der Regierungen – USA als Land unter der Kontrolle der Juden
  • Kontrolle der Medien

t.b.c.

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