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Boykott der Gedenkfeier im Bundestag

Die Vertreter des Zentralrats der Juden (ZdJ) sind der Gedenkfeier im Bundestag zum Holocaust-Gedenktag ferngeblieben. Im Fernsehen habe ich ein Interview mit Stephan Kramer, dem Generalsekreatär des ZdJ gesehen und fand es eigentlich nur schade, dass die Begründung so schal war. Sie seien nicht persönlich begrüßt und zu wenig gewürdigt worden.

Aber zum Glück gibt es Broder. Er rückt das Ganze in einem offenen Brief an Stephan Kramer in SpOn wieder gerade:

Es gäbe noch einen anderen guten Grund, die Teilnahme an den Exerzitien des Gedenkens zu verweigern. Du selbst erwähnst den wachsenden Antisemitismus, der sich in einer steigenden Anzahl von Hass-Mails an den Zentralrat artikuliert. Wenn das alles wäre, müsste man sich keine Sorgen machen.

Schlimmer ist, dass man in Deutschland den letzten Holocaust nachträglich verhindern möchte („Wehret den Anfängen!“ „Nie wieder ’33!“), ohne sich dabei die gute Laune von einem möglichen nächsten Holocaust verderben zu lassen, der sich am Horizont abzeichnet. Egal, wie klar, eindeutig und unmissverständlich der iranische Präsident das baldige Ende Israels verkündet, man will seine Drohungen in Deutschland nicht ernst nehmen und tut sie als politische Rhetorik für den Hausgebrauch ab.

Orientexperten wie Professor Udo Steinbach behaupten, Israel würde den Iran bedrohen und nicht umgekehrt, während die Papp-Kameraden von der Antifa sich über „Übersetzungsfehler“ zu Lasten des iranischen Präsidenten aufregen, der Israel nicht „von der Landkarte“ ausradieren, sondern nur „aus den Annalen der Geschichte“ tilgen möchte, was nur Böswillige als eine Drohung missverstehen könnten.

Zwischendurch wird ein wenig um die toten Juden getrauert, und dann geht’s weiter – in den Medien und auf der Straße – gegen die „zionistischen Faschisten“, die völlig „unverhältnismäßig“ gegen den Beschuss mit „selbst gebastelten“ Raketen reagieren, statt sich höflich aus der Geschichte zu verabschieden.

Das, lieber Stephan, wären lauter Gründe, die Teilnahme an den Gedenkfeiern zu verweigern. Sie sind wohlfeile Übungen des schlechten Gewissens, retroaktive Ablassrituale, die nichts mit der Gegenwart und der Wirklichkeit zu tun haben.

Richtig! Denn so wichtig es ist, sich an den vergangenen Antisemitismus zu erinnern: Noch wichtiger ist es, den heutigen Antisemitismus klar zu benennen und Position zu beziehen.

Obama will wieder mit dem Iran und „AchmachmirdenDschihad“ reden? Soll er. Aber mit einer klaren Botschaft: Israel hat das gleiche Recht zu existieren und zu leben wie jeder andere Staat dieser Erde.

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