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3 Betrachtungen zum Antisemitismus – aus dem linken Spektrum

Jean-Paul Sartre: „Betrachtungen zur Judenfrage“ (Reflections sur la question juive), erschienen 1945 (auf Deutsch: 1948). Darin heißt es:

„So erscheint uns die antisemitische Gesinnung als Molekül, das man mit was immer für anderen Molekülen kombinieren kann, ohne dass es sich verändert. Somit kann jemand ein guter Gatte und Vater, ein Musterbürger, hochgebildet, ein Philanthrop und andererseits ein Antisemit sein. Er kann die Freuden der Liebe und die Freuden des Angelsports lieben, in religiösen Dingen tolerant, voll großmütiger Ideen über die Lebensbedingungen der Eingeborenen Zentralafrikas sein und andererseits die Juden verabscheuen.“

Jean Amery: „Der ehrbare Antisemitismus“, erschienen 1969.

„Doch neu ist in der Tat die Ansiedlung des als Anti-Israelismus sich gerierenden Antisemitismus auf der Linken. Einst war das der Sozialismus der dummen Kerle. Heute steht er im Begriff, ein integrierender Bestandteil des Sozialismus schlechthin zu werden, und so macht jeder Sozialist sich selber freien Willens zum dummen Kerl. (…) Jahrelang hat man – um einmal von Deutschland zu reden – den israelischen Wehrbauern gefeiert und die feschen Mädchen in Uniform. In schlechter Währung wurden gewisse Schuldgefühle abgetragen. Das musste langweilig werden. Ein Glück, dass für einmal der Jude nicht verbrannt wurde, sondern als herrischer Sieger dastand, als Besatzer. Napalm und so weiter. Ein Aufatmen ging durchs Land. Jedermann konnte reden wie die „Deutsche National- und Soldaten-Zeitung“; wer links stand, war befähigt, noch den Jargon des Engagements routinemäßig zu exekutieren.“

Theodor W. Adorno: „Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute“, Vortrag von 1962:

„Ein besonders hintersinniges Argument ist: ,Man darf ja gegen die Juden heute nichts sagen.‘ Es wird sozusagen gerade aus dem öffentlichen Tabu über den Antisemitismus ein Argument für den Antisemitismus gemacht: Wenn man nichts gegen die Juden sagen darf, dann – so läuft die assoziative Logik weiter – sei an dem, was man gegen sie sagen könnte, auch schon etwas dran. Wirksam ist hier ein Projektionsmechanismus: Dass die, welche die Verfolger waren und es potenziell heute noch sind, sich aufspielen, als wären sie die Verfolgten.“

via Die Juden und wir.

Wenn man sich bewußt macht, dass diese Ausführungen 40-60 Jahre alt sind und manche Leute sich heute trotzdem so gern aufführen, als wäre alles neu („Man darf heutzutage Israel nicht kritisieren“) …

Geschichte wiederholt sich. Und manche Leute lernen trotzdem nicht aus der Vergangenheit.

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