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Die linke Hamas-Solidarität – Mitleid für Gaza?

Auch die europäische Linke versteht nicht, warum Israel sich wegen ein paar Raketen so aufregt. Die Antiglobalisierungsikone Naomi Klein rief im Guardian zu einem Boykott Israels auf. »Kauft nicht bei Juden« auf der Seite der Linken ergänzte sich hier auf geniale Weise mit der Warnung der NPD vor einem »Holocaust an Palästinensern«.

Auch in den Redaktionsräumen der taz und der jungen Welt wird das Tun Israels genau überwacht; manchmal hat man den Eindruck, genauer als es den Israelis mit ihren Aufklärungsdrohnen über dem Gaza-Streifen gelingt. Aufgedeckt wurden dabei jedoch weniger irgendwelche hilfreichen In­formationen, sondern Latrinenparolen, die selbst Kai Diekmann eine gewisse Bewunderung abgenötigt haben dürften. »Mittags ist Mordpause«, »Gezielter Terror«, »Wer stoppt Israel?«, »Phosphor auf Kranke«, »Israels sinnloser Krieg«, »Israel schießt auf die Uno« lauteten die Aufmacher der beiden Blätter.

Zudem bediente man sich aus dem Fundus der Bilder, die die Hamas reich­lich zur Verfügung stellte: verletzte Kinder, Menschen auf der Flucht, zerstörte Häuser. Bilder, die nichts beweisen, sondern mit denen ausschließlich auf der emotionalen Klaviatur des Mitleids geklimpert wird.

Die propalästinensische Seite hatte erstaunlich wenig Argumente zu bieten. Eins davon war, dass Israel die »Verhältnismäßigkeit der Mittel« nicht wahre. Aber worin bestünde die eigentlich, fragte sich auch André Glucksman in Le Monde. Ist sie gewährleistet, wenn Israel mit selbstgebastelten Qassams zurückschießt? Wenn Israel Selbstmordattentäter auf einen belebten Markt in Gaza-Stadt schickt? Wäre das eine angemessene Reaktion auf die Politik der Hamas?

via http://jungle-world.com/artikel/2009/05/32528.html

aus einem Israel-Rundbrief:

„Europa ist heute erfüllt von Mitgefühl für die unschuldig Leidenden in Gaza, und das ist richtig so. Die Fähigkeit, sich mit den Leiden anderer zu identifizieren und etwas dagegen zu tun, ist eine wertvolle Eigenschaft, die eine lange Tradition in Europa und vielen anderen Kulturen hat. Das Nachgeben gegenüber der Hamas wird jedoch keine Perle in der Krone des europäischen Erbes von Toleranz und Humanismus sein. Im Gegenteil, es wird sich als Verrat an den Grundwerten und moralischen Prinzipien erweisen, auf die Europa gegründet ist. Der Hamas nachzugeben ist gleichbedeutend damit, eine Kultur von Hass, Intoleranz und Gewalt nicht nur zu entschuldigen, sondern sogar willkommen zu heißen. Das Ergebnis einer solchen Beschwichtigungspolitik ist nicht, wie Erfahrungen zeigen, der erhoffte Frieden, sondern mehr Terror.“

Mitleid mit den Menschen in Gaza? Ja, auf jedem Fall! Die Menschen, Kinder und Familien dort können größtenteils nichts für das ganze Chaos und leiden unter Entbehrungen, Angst und Hoffnungslosigkeit. Wenn ich eine Möglichkeit hätte, dort zu helfen und das zu beenden, ich würde es sofort tun. Diese Menschen sind genauso Gottes Kinder wie alle anderen Menschen auch und brauchen dringend Hilfe und Barmherzigkeit.

Aber die Ideologie (u.a. die der Hamas), die dort viele Menschen treibt, verdient kein Mitleid, denn sie will zerstören und vernichten. Und die Menschen, die diese Ideologie trotz besseren Wissens vertreten und auch danach handeln – indem sie z.B. Raketen auf israelische Kindergärten und Schulen schiessen – verdienen auch kein Mitleid, solange sie nicht bereit sind, ihre Vorgehensweise  zu verändern und an ihrer Ideologie trotz allem festhalten. Hier gilt es, fest zu sein und nicht einzuknicken.

Denn der Kampf gegen eine Ideologie mit solchen Zielen ist ein Kampf, in dem man keine Schwächen zeigen darf. Wenn Menschen dahinter durch diesen Kampf unschuldig in Mitleidenschaft gezogen werden, verdienen sie absolut mein vollstes Mitgefühl und ich unterstütze alle Hilfsmaßnahmen.

Aber man sollte sich klar machen, durch wen diese Menschen warum leiden müssen. Ist es legitim, Israel für das Leid der Menschen im Gazastreifen verantwortlich zu machen, wenn man sich Folgendes bewußt macht:

  • Die Hamas benutzt die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde, d.h. Menschen bleiben extra in Häusern, von denen bekannt ist, dass sie angegriffen werden (sollen).
  • Trotz israelischer Warnungen (durch SMS und Flugblätter) vor einem Angriff dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen.
  • Sie richtet Waffenlager in privaten Häusern, Moscheen, UN-Gebäuden und Schulen ein. Durch die Sekundärexplosionen nach einem israelischem Angriff sterben manchmal mehr Menschen als durch den Angriff selber.
  • Sie feuert auf israelische Ziele aus dichtbesiedelten Gegenden, so dass eine militärische Antwort der Israelis oft zu Opfern führt.
  • Einige haben eine Ideologie des Todes entwickelt, mit der sie das Leben verachten und den Tod regelrecht suchen.
  • Die Medien werden von der Hamas dazu benutzt, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Die Bilder verletzter  Kinder machen sich in einem solchen Zusammenhang besonders gut. Tote Hamas-Kämpfer waren dagegen kaum zu sehen. Warum wohl?
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