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Deutsche (Halb-)Antisemiten II

Talkrunde bei Frank Plasberg »Hart aber fair« zum Thema „Blutige Trümmer in Gaza – wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?“ am 21.01.2009

In der ARD-Talkrunde quoll die anti-israelische Erregung aus allen Ecken. In diesen standen so honorige Gesellschaftsvertreter wie der Journalist Ulrich Kienzle, der langjährige Bundesminister Norbert Blüm und der Islam-Wissenschaftler Udo Steinbach.

Norbert Blüm zeigte, wohin schon ein wenig christliche Einfalt in Verbindung mit deutscher Anständigkeit führen kann. Nicht nur, dass er so kreuzdumme Sätze von sich gab wie: »Eigentlich können doch Christen nicht Antisemiten sein.«

Oh doch – das geht. Wer das sagt, kennt die Realitäten nicht.

Er eröffnete den Abend auch damit, dass er sich von seiner eigenen Distanzierung von der Vokabel »Vernichtungskrieg«, die er 2002 gemünzt auf Ariel Sharons Politik gebraucht hatte, wieder distanzierte. An dem Begriff »Vernichtungs­krieg« wolle er nicht festhalten, in der Sache, betonte er, habe er aber nichts zurückzunehmen. »Vernichtungskrieg« bedeutet, dass ein Krieg in genozidaler Absicht geführt wird. Es ist nicht möglich, das Wort zurückzunehmen, aber nicht dessen Bedeutung.

Genozidale Absicht? Meine Güte, Herr Blüm! Wie verblendet muss man sein, um so etwas zu behaupten???

Und Blüms emotionale Aufwallung verriet: Er sieht wohl tatsächlich vor seinem geistigen Augen die Israelis die Palästinenser ausrotten.

Dann konnte [Ulrich Kienzle] er auch die Gefühle nicht mehr kontrollieren und brüllte den neben ihm sitzenden Juden Michel Friedman an »Haben Sie das vergessen? … Damals wurden sie vertrieben. Und (direkt zu Friedman gewandt) Sie lassen sie nicht zurück!« Nachdem ihn Friedman aufgeklärt hatte, dass er als Jude noch lange nicht Sprecher der israelischen Regierung sei, konterte Kienzle »Jetzt kommen Sie mit der alten Antisemitismuskeule.«

Das ist immer das gleiche Muster. Beschuldigt man (Halb-)Antisemiten ihrer Überzeugungen, dann kommen mit der „tödlichen Antisemitismus-Keule“.

Lieber wollte er über israelischen Terrorismus reden. Kienzle: »Wenn Palästinenser Zivilisten töten, sind sie Terroristen. Wenn Israelis Zivilisten töten, dann ist das Selbstverteidigung. Hier ist wirklich ein Double-Standard vorhanden. (…) Ist Israel alles erlaubt? Man hat den Eindruck.« Und noch ein Gefühl hatte er: »Ich habe das Gefühl, die Israelis wollen keinen Frieden mehr.«

Alle Tatsachen verdreht. Die Hamas hat absichtlich Zivilisten getötet, Israel hat versucht, es zu vermeiden. Doppelstandards werden gegen Israel angewendet. Die Hamas will keinen Frieden (siehe ihre Charta).

Udo Steinbach: »Wer spricht denn von unseren Verletzungen, und da mein’ ich mich selbst (…) Unsere Verletzungen liegen darin, dass wir nach dem Dritten Reich bona fide (in gutem Glauben, d. Red.) versucht haben, eine neue Ordnung zu gründen, uns in die internationale Ordnung einzufädeln, ins Recht, in die Humanität. Und jetzt erleben wir einen Staat, der sich über all das hinwegsetzt, und da liegt unsere Verletzung und da liegt auch unser Protest. Und deshalb sagen wir, wir verbinden die Israel-Problematik, die Gaza-Problematik mit der Frage nach dem Ansehen der Juden in Deutschland.«

Er verbindet die Israel-Problematik und die Gaza-Problematik mit der Frage nach dem Ansehen der Juden in Deutschland? Sprich, wenn Israel „Mist“ macht, dann kriegen das die Juden hier in Deutschland ab? Oder wie?

Ausschnitte aus jungle-world.com

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