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Die Protokolle der Weisen von Zion

Die „Protokolle der Weisen von Zion“ – eine der übelsten Hetzschriften gegen Juden aus dem 20.Jahrhundert und Grundlage vieler heutiger Vorurteile – und über deren Verbreitung in der arabischen Welt. So werden die Protokolle dort teilweise als Lehrbücher an Schulen und Universitäten benutzt.

Zusammenfassend sagen die Protokolle Folgendes:

  • Juden wollen die Weltherrschaft übernehmen – diese wird eine Gewalt- und Terrorherrschaft sein.
  • Die Mittel dazu sind Macht und Hinterlist.
  • Durch Not, Hunger und Leid der Arbeiter und ganzer Bevölkerungsteile soll das Kapital gestärkt werden und die Massen leichter zu lenken sein.
  • Für die Pläne der Weltherrschaft sind Kriege und notfalls auch Weltkriege legitim.
  • Den Antisemitismus haben die Juden selber erfunden, um untereinander einen stärkeren Zusammenhalt zu erzeugen.
  • Auch die Pressefreiheit wurden von den Juden durchgesetzt, um Einfluss auf die Politik auszuüben.
  • Juden sollen die ganze Gesellschaft durchsetzen, damit sie an allen Stellen Einfluss ausüben und als Spitzel arbeiten können.
  • Die U-Bahnen (die damals gerade in London und Paris gebaut wurden), sollen ebenfalls von den Juden geplant worden sein, damit sie ganze Städte leichter in die Luft sprengen können.
  • Herkunftsorte der gefälschten Protokolle sind Frankreich, Deutschland und v.a. Russland.

Wikipedia.de schreibt:

Die Protokolle der Weisen von Zion sind ein seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitetes antisemitisches Pamphlet, das eine jüdische Weltverschwörung belegen soll. Es wurde von unbekannten Redakteuren auf der Grundlage der satirischen Schrift Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu von Maurice Joly und weiteren fiktionalen Texten zusammengestellt. Trotz mehrfach erbrachter Beweise, dass es sich bei den Protokollen um Fälschungen handelt, findet sich der Glaube an ihre Authentizität oder Wahrheit noch heute unter Antisemiten und Anhängern von Verschwörungstheorien in der ganzen Welt.

… Der etwa achtzig Seiten lange Text ist in 24 Abschnitte unterteilt, jeder entspricht einer angeblichen Sitzung und enthält eine fiktive Rede, die ein jüdischer Führer vor der Versammlung der „Weisen von Zion“ gehalten haben soll.

Der anonyme Sprecher erläutert, wie das angebliche Weltjudentum plane, die Regierungen in den verschiedenen Staaten und damit die Weltherrschaft zu übernehmen, die er als „Gewaltherrschaft“ und „allumfassenden Terror“ beschreibt. Unter anderem führt er aus:

„Unsere Losung ist: Macht und Hinterlist. Nur die Macht erringt den Sieg in staatsrechtlichen Fragen, namentlich wenn sie sich an solche Persönlichkeiten heranmacht, die etwas im Staate zu sagen haben. Die Gewalt bildet die Grundlage, aber List und Verschlagenheit wirken als Machtmittel für solche Regierungen, die nicht gewillt sind, ihre Krone den Vertretern irgend einer neuen Macht zu Füßen zu legen.“

„Durch Not, Neid und Hass werden wir die Massen lenken und uns ihrer Hände bedienen, um alles zu zermalmen, was sich unseren Plänen entgegenstellt.“

Um ihre Weltherrschaftspläne durchsetzen, lässt der Text die fiktiven Verschwörer auch vor Kriegen nicht zurückschrecken:

„Sobald ein nichtjüdischer Staat es wagt, uns Widerstand zu leisten, müssen wir in der Lage sein, seine Nachbarn zum Krieg gegen ihn zu veranlassen. Wollen aber auch die Nachbarn gemeinsame Sache mit ihm machen und gegen uns vorgehen, so müssen wir den Weltkrieg entfesseln.“

Der Antisemitismus sei eine Erfindung der Juden selbst. Er diene dem Zweck, „unsere Brüder aus den unteren Schichten zusammen zu halten“. Die Pressefreiheit sei ebenfalls ihre Erfindung, nicht nur zum Zweck, Reichtum aufzuhäufen, sondern auch um entscheidenden Einfluss auf die Politik der souveränen Nationalstaaten zu ausüben:

„Zeitungen und Zeitschriften sind die beiden wichtigsten Mittel zur Beherrschung des Geisteslebens. Aus diesem Grunde wird unsere Regierung das Eigentumsrecht der meisten Zeitungen und Zeitschriften erwerben. Sie wird dadurch vor allem den schädlichen Einfluß der nicht amtlichen Presse ausschalten.“

Auf diesem Wege würden die Juden die gesamte Gesellschaft mit ihren Spitzeln, Zuträgern und Helfern durchsetzen, die bewusst oder unbewusst ihre Herrschaft sicherten:

„Wie der indische Götze Wischnu mit hundert Händen abgebildet wird, die seine Allgewalt versinnbildlichen sollen, so werden auch wir über unzählige Hilfskräfte verfügen. […] Unsere Helfershelfer werden den verschiedensten Gesellschaftsschichten angehören: Höhere Verwaltungsbeamte, Verleger, Druckereibesitzer, Buchhändler, Kaufleute, Arbeiter, Dienstboten, Kutscher und viele andere Personen werden unter ihnen zu finden sein.“

Heutige Verbreitung:

  • Gleichzeitig hat sich der Glaube an das jüdische Welteroberungsprogramm insbesondere in islamischen Ländern verbreitet. Bis 1970 wurden mindestens neun Ausgaben der Protokolle in der arabischen Welt gedruckt. Heute schätzt man ihre Zahl auf mindestens sechzig. Sie kursieren auch im Internet.
  • König Faisal von Saudi-Arabien verschenkte die Protokolle verschiedentlich an Staatsgäste wie etwa Aldo Moro oder dem französischen Außenminister Michel Jobert.
  • In Ägypten wurde 2002 eine Fernsehserie ausgestrahlt, die auf den „Protokollen“ beruhte; 2004 folgte ein libanesischer, Hisbollah-naher Sender. Aus arabischen Ländern stammende fremdsprachige Ausgaben wurden für das Ausland gedruckt, unter anderem für Schwarzafrika und Länder, in denen israelische Entwicklungshelfer tätig waren. Sie erlebten dabei zahlreiche Bearbeitungen: ein arabischer Publizist beschrieb sie als Protokolle einer zionistischen Geheimversammlung, die 1954 in Budapest stattgefunden habe; ein anderer als Protokolle des ersten zionistischen Weltkongresses 1897 in Basel.
  • Schüler der 10. Jahrgangsstufe in den Palästinensischen Autonomiegebieten nehmen die „Protokolle“ als „geheime Entscheidung des ersten zionistischen Kongresses“ im Unterricht durch. Die Hamas beruft sich in Artikel 32 ihrer Charta auf die Protokolle.
  • Auf der Frankfurter Buchmesse 2005 wurden am Stand des Iran die Protokolle in einer von der staatlichen Islamic Propaganda Organisation herausgegebenen Fassung unter dem Titel „Jewish Conspiracy“ zum Verkauf angeboten, ohne dass Messeleitung oder Polizei einschritten.
  • Die Protokolle der Weisen von Zion tauchten Mitte der 1990er Jahre auch in Osteuropa wieder auf und wurden zuvor in Afrika und Südamerika, Pakistan, Malaysia und Japan veröffentlicht. Im Jahr 2001 wurden sie in Deutschland durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. In den USA sorgten in den 1970er Jahren die rechtsextremen Gruppierungen National States‘ Rights Party und die California Noontide Press für den Vertrieb der Verschwörungstheorie. Von Vertretern der rechtsextremen Militias werden sie heute ebenso propagiert wie von den Anhängern der sektiererischen Nation of Islam.
  • Der wegen seiner Holocaustleugnung berüchtigte Bischof der Piusbruderschaft, Richard Williamson, beruft sich in seinen Predigten und Rundschreiben seit Jahrzehnten auf die „Protokolle“, die er auch schon als „gottgesandt“ bezeichnet hat. Auch andere Vertreter der Piusbruderschaft, auch der Gründer, der verstorbene Erzbischof Lefebvre, benutzten gerne das Konzept einer „jüdisch-freimaurerisch-atheistischen“ Weltverschwörung.
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2 Antworten

  1. […] Nationalismus predigte, propagierte einen Antisemitismus der europäischen Art: Er verbreitete die Protokolle der Weisen von Zion ohne religiösen Pomp. Nach der Niederlage im 6-Tagekrieg von 1967 wurde der Antisemitismus jedoch […]

  2. […] der Nazis, Gamal Abdel Nasser, fing als einer der ersten arabischen Staatschefs an, die “Protokolle der Weisen von Zion” nachzudrucken und zu verbreiten. Fast zur selben Zeit veröffentlichte die jordanische […]

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