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Iran auf der Müncher Sicherheitskonferenz

… Also alles sehr friedlich im Jahr 2009. Bis der Mann mit dem sorgfältig gestutzten Vollbart das Wort erhebt.

Auftritt Ali Laridschani, der als enger Vertrauter des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei gilt, außerdem iranischer Parlamentspräsident und Ex-Atomunterhändler.

„Glauben Sie, dass das Leid nur durch einen neuen Tonfall wieder gut gemacht werden kann?“,

wies er alle Gesprächsangebote des neuen US-Präsidenten in Sachen Atomprogramm brüsk zurück. Die USA seien verantwortlich für Krieg und Tod im Nahen Osten.

… Bewegt sich Amerika, braucht Iran nur stur zu bleiben. Er sprach sogar von einer „goldenen Chance“ – und zwar für die USA.

Steinmeier konterte: Die Dialogbereitschaft Obamas nach „30 Jahren völliger Funkstille“ zwischen den beiden Ländern solle im Iran nicht missverstanden werden. Denn es gehe Obama um Gespräche, nicht um Zugeständnisse:

„Wir müssen ausschließen, dass der Iran ein nukleares Waffenprogramm entwickelt. … Es geht nicht darum, dem Iran das Recht zur friedlichen Nutzung von Atomenergie abzusprechen, sondern darum zu verhindern, dass unter dem Deckmantel einer friedlichen Nutzung ein militärisches Programm vorangetrieben wird.“

Laridschani flüchtete sich in Hetze gegen Israel und ins Beklagen „doppelter Standards„. So hätten Inder und Pakistani ihre Atombomben getestet, ohne danach mit Sanktionen belegt worden zu sein. Die USA habe Israel sogar aktiv dabei geholfen, warf Laridschani Washington vor: „Wer kann den USA da noch glauben“. Zugleich habe es „alle diplomatischen Versuche zur Lösung des Atomproblems mit dem Iran sabotiert“ und „will jetzt sogar 1,5 Milliarden Moslems die Nutzung von Nukleartechnik verbieten“. Zudem seien Nuklearwaffen kein Bestandteil der iranischen „Abwehrdoktrin“, man wolle keine anderen Staaten angreifen.

Doch Laridschani ging in seiner Generalabrechnung noch weiter: „Die Politik von Zuckerbrot und Peitsche ist irrational und deshalb folgen wir ihr nicht. Das ist gut für Esel und Tiere, aber doch nicht für Menschen“, sagte Laridschani. Zugleich warf er den USA und dem Westen vor, den Kampf gegen den Terrorismus zu Massakern gegen Unschuldige verwandelt zu haben, in Afghanistan und im Gaza-Streifen. … Dann holte Laridschani mild lächelnd verbal mit seiner Keule aus:

„Die Zeit, dass der Westen koloniale Kontrolle über den Osten ausübte, sind vorbei. Die Menschen im Osten sind keine Menschen der zweiten Klasse.“

Doppelte Standards und friedliebende Mullahs? Immer wieder musste Laridschani Interventionen aus dem mit rund 300 Politikern und Experten aus aller Welt besetzten Auditorium hinnehmen.

Zum Beispiel die des konservativen französischen Parlamentsabgeordneten Pierre Lellouche.

Wie Laridschani denn auf die Idee doppelter Standards komme? Er, Lellouche, habe nie gehört, dass etwa der indische Premierminister verlangt hätte, „dass ein souveräner Staat schlichtweg von der Landkarte gelöscht wird“, so der Franzose mit Blick auf Irans Position zu Israel. „Und Ihre Rhetorik ist nicht gerade sehr ermutigend, was den Weltfrieden angeht.“

Eckart von Klaeden wurde noch deutlicher.Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag konterte mit einer eindrucksvollen Philippika.

„Sie wissen, dass über 8.000 Raketen vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgeschossen wurden“, hielt von Klaeden Laridschani entgegen. „Sie wissen, dass die Hamas einseitig den Waffenstillstand aufgekündigt hat“, so der CDU-Politiker. Und weiter: „Sie wissen, dass wir bereit wären mit der Hamas zu verhandeln, wenn die Hamas Israel anerkennen würde.“ Und der iranische Präsident leugne den Holocaust, der Iran versorge Hisbollah und Hamas mit Raketen: „Dies lässt Ihr Land zu einer Gefahr für die Region werden.“

Eisige Miene bei Laridschani. Dann die Reaktion:

Für uns ist es eine Ehre, die Hamas zu unterstützen, weil sie so unterdrückt wird.“

Zuvor hielt er zwei Farbfotos von Kindern in die Höhe, die Opfer israelischer Angriffe im Gaza-Streifen seien.

Und was den Holocaust angehe?

Nun, er sei „doch etwas überrascht, wie sensibel Sie reagieren“. In westlichen Ländern dürfe der Prophet Mohammed ungestraft beschimpft werden, im Iran seien Aussagen über den Holocaust nicht strafbar. Es gebe da eben „unterschiedliche Sichtweisen“. Er sei kein Historiker: „Ich bin Politiker, ich möchte jetzt nicht über das Thema sprechen.“

via SPon und Handelsblatt

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