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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Was bringen uns die Medien?

Wie funktionieren die heutigen Mechanismen der Berichterstattung? Ist alles besser, weil wir heutzutage zig Reporter und Fernsehteams innerhalb weniger Stunden an fast jedem Ort der Erde haben? Weil wir über das Internet diverse Berichte, Bilder + Videos  abrufen können? Ist dadurch die Wahrheit klarer, einfacher und besser zu erkennen?

Nein. Jedenfalls nicht automatisch. Es stimmt schon, dass wir über Fakten nicht mehr so leicht getäuscht werden können, wie es früher der Fall war, als es keine Bilder gab oder diese lange nicht so schnell beim Leser waren. Wir haben also viel mehr Möglichkeiten, an Informationen zu kommen. Sie werden uns frei Haus geliefert und wir lassen uns oft – bequem wie man ist – davon einlullen, was uns die verschiedenen Bildschirme so liefern.

Denn nur deshalb, weil Informationen freier verfügbarer sind als früher, heißt das noch lange nicht, dass die Wahrheit – und darauf kommt es an! – leichter zu erkennen ist.

Warum nicht?

  1. In der Fülle der Informationen müssen wir sortieren, was wirklich wichtig ist.
  2. Dieser Prozess ist nicht einfach und auch zeitaufwendig, deshalb sind wir froh, wenn andere das für uns tun. Wir vertrauen daher gerne unserer Tageszeitung, unserer Tagesschau, anerkannten Hilfsorganisationen, staatlichen Stellen und internationalen Organisationen wie der UNO.
  3. Es fehlt uns  an Hintergrundwissen. Deshalb glauben wir manchen Leuten, wenn sie etwas sagen, das logisch erscheint. Wenn wir ihren Hintergrund/Ideologie/Zielrichtung kennen würden, wären wir kritischer.
  4. Und daher glauben wir manchmal nicht, dass wir schlicht angelogen werden. Wir bekommen sehr viel falsche, erlogene und verdrehte Informationen, oft als Halbwahrheiten getarnt, ins Haus.

Wer morgens seine Tageszeitung ließt und abends die Tagesschau sieht und sich dann umfassend informiert fühlt, irrt sich gewaltig. Leider informieren sich viele Menschen so und man steht deshalb oft alleine da mit seiner Meinung. Aber es gilt, nicht im Strom mitzuschwimmen, sondern die Wahrheit hochzuhalten.

Man findet die Wahrheit manchmal in den Weiten des Internets. Aber erkennt man sie unter den vielen anderen Berichten auch als solche? Viele haben keine Hemmungen, im Interesse ihrer eigenen Sache auch hemmungslos zu lügen und zu übertreiben.

Mark Twain sagte einmal: „Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.“

Als Durchschnittsbürger glaubt man, dass die Zeitungen daran interessiert sind, mehr oder weniger die Wahrheit zu schreiben. Das ist falsch. Man muss verstehen, wie heute kommerzielle Medien wie Zeitungen, Fernsehsender und Onlinemedien funktionieren, um zu verstehen, warum sie so schreiben wie sie schreiben.

  1. Es geht darum, Geld zu verdienen. Deshalb schreiben die Medien das, was die Leute interessiert, weshalb diese wiederum das Medium konsumieren. Und die Leute interessieren sich wesentlich stärker für Israel und die Palästinenser und ein paar Hundert Kriegs­­­opfer als für Tausende von Somalis und die Menschen in Darfur. U.a. wird deshalb über Israel viel intensiver und kritischer berichtet.
  2. Die Wahrheit ist ein kostbares Gut. Und viele haben das Interesse, die Deutungshoheit über die Wahrheit zu besitzen, d.h. sie wollen aus verschiedensten Gründen (politische, religiöse, ideologische) bestimmen, was die Wahrheit ist. Ich habe mich schon öfter gefragt, was die Bibel meint, wenn sie von „Verblendung“ spricht. Wenn man sich damit beschäftigt, bekommt man eine Ahnung. Denn jeder schreibt so, wie es seinem Weltbild entspricht und deutet die Fakten entsprechend. Die werden dann solange umgebogen, bis es passt. Es wird gelogen und Dinge werden verschwiegen; Hauptsache, man deutet die Fakten so, dass die eigene Weltsicht stimmt. So kann man sich sein Weltbild zurechtlügen. Man braucht in dieser Zeit – gerade was Israel betrifft – eine klare und biblisch-fundierte Sicht der Dinge und der Endzeit, um einordnen und beurteilen zu können, was da passiert und warum Menschen Israel und die Juden angreifen.
  3. Es gibt auch in den Medien und deren Redaktionen Menschen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, weil sie persönliche Vorbehalte haben. So gibt es dort eindeutig Leute, die Vorbehalte gegen Israel und Juden haben und die sich heute nicht einmal mehr scheuen, damit hinter dem Berg zu halten. Und das sind nicht nur die Hinterhof-Medien, sondern auch die Großen.

3 Beispiele aus der jüngeren Zeit:

a) Kommentar von Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio Amman:

„Das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Widerstand gegen eine Besatzungsmacht … „

schreibt er über die Hamas am 05.01.2009. Raketen auf Zivilisten = Recht auf Widerstand? Besatzungsarmee? Israel hat sich übrigens Ende 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen.

„Deshalb hielt Hamas nicht mehr still, das Verhängnis nahm seinen Lauf.“

schreibt er zum Beginn des Gazakrieges. Kein Wort darüber, dass Israel die am 19.12.2008 auslaufende Waffenruhe verlängern wollte und die Hamas abgelehnt hat.

„Die Geschichte des Nahen Ostens hat unzählige israelisch-palästinensische Vereinbarungen gesehen, die stets das israelische Interesse höher hingen als das palästinensische. Gescheitert sind sie alle wegen genau dieses Grundfehlers.“

Es wurde das israelische Interesse höher gehängt als das palästinensische? Interessante Deutung der historischen Ereignisse. Auch das ist eine völlige Verdrehung und eine Lüge.

  • Wer hat Land (z.B. den Gazastreifen) hergegeben? Israel.
  • Wer hat tausende Gefangene freigelassen, darunter erwiesene Mörder ? Israel.
  • Wer hält Gilad Schalit gefangen und gewährt keinem – nicht einmal dem Roten Kreuz, obwohl dies laut den Genfer Konventionen geboten ist – Zutritt zu ihm? Die Hamas.

b) Naomi Klein, Reporterin und Kommentatorin des Guardian, einer großen, politischen Zeitung in England, ruft am 10.Januar 2009 ganz offen zum Boykott gegen Israel und seiner Wirtschaft auf.

Sie schreibt:

„Es ist an der Zeit. Es ist überfällig. Die beste Strategie, um die zunehmend blutige Besatzung  zu beenden, ist, Israel zum Ziel einer weltweiten Bewegung zu machen, die auch die Apartheid in Südafrika beendet hat … Der Boykott gegen Südafrika war effektiv, aber Israel wird mit Samthandschuhen angefasst … Die internationale Zurückhaltung muss aufhören.

Boykott ist kein Dogma, es ist eine Taktik. Der Grund, warum diese Strategie ausprobiert werden sollte, liegt auf der Hand: Sie könnte in einem solch kleinen und handelsabhängigen Land funktionieren.“

Boykott gegen Juden und ihre Geschäfte? Kennen wir das nicht irgendwoher? Und selbst wenn man diesen Teil aus der deutschen Geschichte weglässt, ist dieser Aufruf eine klare Schuldzuweisung an Israel. Denn die Palästinenser werden nicht boykottiert und es wird auch nicht dazu aufgerufen, das zu tun, sondern im Gegenteil sind sie die Volksgruppe, die weltweit am meisten Hilfsgelder pro Einwohner erhält.

c) Der Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen durch die israelische Armee.

Was wurde alles über Israel geschrieben. Sogar UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte Israel scharf.

Solange der Krieg andauerte, hatte die UNRWA ungeprüft allein Israel für dramatische Vorfälle verantwortlich gemacht, darunter dem Beschuss der UNRWA-Schule beim Flüchtlingslager Sadschaije, wo mindestens 41 Menschen umkamen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte Israel scharf.

Inzwischen stellt sich heraus, dass die Schule gar nicht getroffen wurde. Israelische Granaten explodierten außerhalb des Geländes, weil angeblich israelische Truppen beschossen worden seien. Ein palästinensischer Taxifahrer, der westliche Journalisten herumfährt und Interviews organisiert sagte: „Es ist doch völlig überflüssig, diese Schule zu besuchen, weil längst erwiesen ist, dass sie von den Israelis nicht beschossen wurde.“ Auch die Behauptungen der UNRWA und der Hamas, dass die israelische Armee ein Versorgungslager der UNRWA beschossen habe, wobei viele Tonnen nicht verteilter Versorgungsgüter verbrannt seien, wurden längst von einem UNWRA-Sprecher relativiert.

(Wenn man übrigens den Umgang mit der Wahrheit seitens israelischer Seite sehen möchte, kann man das hier lesen.)

Ok. Es ist also vieles relativiert, zurückgenommen und widerlegt worden. Also alles wieder in Butter?

Nein. Nicht wirklich. Denn medienseitig wird das anders behandelt. Der angebliche Beschuss der UN-Schule war ein großer Aufmacher in der Presse. Alle großen Medien haben darüber berichtet – bestenfalls neutral. Alle waren entsetzt und haben auch das Entsetzen und die Verurteilung der UN meist unkommentiert wiedergegeben.

Die Klarstellung, dass alles etwas anders war, bringen viele Medien nicht oder verstecken sie weiter hinten. Was bleibt dann beim „normalen“ Zeitungsleser und Tagesschaugucker hängen? Genau.

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