• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

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Der gemeine Israelkritiker

Ein wunderbarer Text: Er liefert zwar keine „harten“ Fakten, bringt es aber so gut auf den Punkt, wie und warum Leute Israel kritisieren. Sehr zu empfehlen.

Versuch eines Psychogramms

Einleitung

Jeder kennt ihn. Vielleicht nur durch zufällige Begegnungen, etwa nach dem Aufschlagen der Tageszeitung seines Vertrauens, dem Belauschen  des Nachbartisches im Café oder dem neugierigen Blick in Online-Diskussionsforen. Unter Umständen hatte man sogar das zweifelhafte Vergnügen, in eine direkte Auseinandersetzung mit ihm geraten zu sein. Die Chancen stehen rein statistisch gesehen sogar gut, dass man er selbst ist. Die Rede ist vom – Israelkritiker.

Was rechtfertigt den Versuch gerade ihm eine nähere Analyse zu widmen?Im Prinzip wäre Israelkritik bloß eine Facette einer unbegrenzten Anzahl an möglichen politischen Standpunkten. Sie müsste auf gleicher Ebene mit Tibet-Unterstützung, Kosovo-Verurteilung, Venezuala-Skepsis, Kuba-Sympathie und Russland-Belehrung stehen. Sowohl quantitativ, also in Porportion zu allen anderen aktuellen weltpolitischen Angelegenheiten, als auch qualitativ, also etwa hinsichtlich Konsequenz, Beharrlichkeit und Ausdrucksform. In beiden Kategorien fällt Israelkritik aber deutlich aus dem Rahmen. Es ist gerade diese Unverhältnismäßigkeit, die den Israelkritiker auszeichnet und von allen anderen Leuten abhebt, die sich sonst politisch betätigen und/oder entsprechend äußern.

Der Leser ist angehalten, einen Selbstversuch zu starten: Man pflücke sich ein beliebiges Online-Portal (ganz gleich ob es von vornherein politisch ausgerichtet ist oder ob es ein Sammelbecken für Hobbyköche oder Dackelfreunde ist) und platziere dort einen Diskussionsbeitrag zum Thema „Nahostkonflikt“. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich die überwiegende Mehrheit der Leser zum Thema äußern, und zwar in einer Art und Weise, die bei allen sonstigen (zumindest außen-)politischen Debatten unvorstellbar wäre. Die Penetranz, der Drang, seine Meinung einem breiten Publikum zugänglich zu machen, und die schier verblüffende Bereitschaft, Gesagtes ein ums andere Mal zu wiederholen, ist in dieser Form in keiner anderen gleichartigen Debatte gegeben.

Das geht regelmäßig so weit, dass vermeintlich „artverwandte“ Diskussionen letzten Endes von Israelkritikern gekapert werden. Man kann die Augen schließen und bis zehn zählen – und wenn man sie öffnet, ist wieder ein Meinungsaustausch zu den Themen Irak oder Pakistan oder US-Wahlkampf oder Restitutionszahlungen an Nachkommen von Shoah-Überlebenden entgleist und mitten in Ramallah gelandet.Der homo israelus criticus ist also –  entgegen seines eigenen Selbstverständnisses (Tabubrecher, allein auf weiter Flur, stets verfolgt, am Rande des Erlaubten)  – eine weit verbreitete Ausprägung der menschlichen Spezies. Er schillert zwar in verschiedenen Farben, die es näher zu untersuchen gilt. Trotzdem ist allen Variationen ein gewisser „Grundstock“  gemein.

  1. Der Israelkritiker ist routiniert. Durch regelmäßiges Abspulen immer gleicher Aussagen ist er geeicht und tritt entsprechend selbstbewusst auf. Zögerlichkeit, die Leute an den Tag legen, die sich zu „exotischen“ Themen wie dem Balkan oder Tschetschenien äußen, ist ihm fremd. Das Eingeständnis mangelnder Sachkenntnisse wird man ihm niemals entlocken, denn offensichtliche Wissenlücken werden elegant übersprungen oder durch Vereinfachung des Sachverhalts zugestopft. Was nicht passt, wird passend gemacht.
  2. Der Israelkritiker „kritisiert“. „Kritik“ ist Dreh-und Angelpunkt, Daseinsberechtigung und wesentlicher Wesenszug des Israelkritikers. Das ist insofern bedeutsam, als er sich dadurch scharf von jenen abgrenzt, die ernsthaft diskutieren (wollen), sprich an einem Dialog mit Andersdenkenden interessiert sind. Die Beiträge des Israelkritikers sind Monologe, keine Einladungen auf das Gesagte einzugehen. Die „Kritik“ auch keine der konstruktiven Art, kein „Feedback“, sondern ein Attackieren um des Attackierens willen. Konsequenterweise fordert der Israelkritiker auf und schlägt nie vor.
  3. Der Israelkritiker „kritisiert“ bloß. Um das oben Geschilderte von sich zu weisen, pocht der Israelkritiker, wie kein anderer politischer Kommentator, darauf, bloß „legitime Kritik“ zu üben. Gerade im deutschsprachigen Raum wirde diese Attitüde makaber als „Freundschaftsdienst“ an den Staate Israel verkauft. Diesen Schutzmantel zieht sich der Israelkritiker selbst dann an, wenn es keine anderslautenden Vorwürfe regnet. Präventiv stellt er klar, dass das, was nun folge, das grüne Licht des Rechtsinstitutes der freien Meinungsäußerung genieße. Damit wird der Boden für jedes noch so vernichtende, einseitige Bashing geebnet, die Freifahrkarte in die antiisraelische und antisemitische Geisterbahn gelöst.
  4. Der Israelkritiker fühlt sich allein. Er glaubt oder gibt zumindest vor zu glauben, allein auf weiter Flur „Tabus“ zu brechen. Dieser Glaube kann angesichts der oben geschilderten Omnipräsenz seiner Widergänger Symptom fortgeschrittenen Realitätsverlustes sein. Er könnte aber auch schlicht Methode sein, um gepaart mit dem „Kritik“-Schutzmantel als ehrenhafter und wagemutiger Kämpfer für die Gerechtigkeit durchzugehen. Das vermeintliche „Rebellendasein“ ist jedoch genauso individualistisch wie der Besitz eines iPods. Machts nichts, denn genau diese Ausgangsposition des angeblich Unmündigen, der sich endlich ein Herz fasst und sich an das ganz heiße Eisen wagt, treibt den Israelkritiker zu wahren Höchstleistungen. Jetzt wo die Dämme gebrochen seien, könne man all das ansprechen, was sich sonst niemand zuvor zu thematisieren getraut hätte. Dass genau das Gegenteil eintritt, und die resultierenden Argumentationslinien nicht abgelutschter sein könnten, ist genau Thema dieses Psychogramms.

Folgende spezifische Phänotypen des Israelkritikers, oftmals auch als hybride Zusammensetzung mehrerer Erscheinungsformen auftretend, wurden bislang gesichtet:

Der Guten-Tag!-Gast

Der Guten-Tag!-Gast schaut einfach mal kurz vorbei, hinterlässt ein intellektuelles Häufchen und ward danach nicht mehr gesehen. Im Grunde politische desinteressiert, ist der „Nahe Osten“ dann doch ein Thema bei dem er seinen Senf dazugeben muss. Oft gehen seine Beiträge nicht über ein paar Phrasen aus der Mottenkiste hinaus. Putin hält er für einen Stürmer bei Schalke 04, von den Osloer Abkommen hat er genau so viel Ahnung wie von kenianischer Folklore. Trotzdem: Dass Israel die „armen Palästinenser“ endlich in Ruhe lassen soll, ist etwas, dass auch er dringend klarstellen muss. Dafür nimmt er schon mal 40 Sekunden Mühe in Kauf.

Der Professor

Der Professor ist eine harte Nuss. Er unterscheidet sich vom Rest der Truppe durch vermeintliche Belesenheit und eine Fülle an unter „Strg+V“ bereitliegenden „Zitaten“, Buchempfehlungen und geschichtlichen Anekdoten. Lieblingsthemen: Briefe und Aussagen der zionistischen Gründerväter, jüdische „Terroroganisationen“ vor 1948, „Berichte“ von angeblichen ethnischen Säuberungen, „Geheimdienstdokumente“, die die israelische „Aggression“ von 1967 belegen, rassistische O-Töne unbedeutender israelischer Abgeordneter etc. etc.

Professor hat sich durch akribische Selektion eine eigene obskure Chronologie des Konfliktes zusammengezimmert, die an einem roten Faden israelischer Böswilligkeit entlangläuft. Häufige gerät er dabei in die Nähe des Typs „Verschwörungstheoretiker“ (siehe unten). Jegliche vorgebrachte Fakten, die Israel in einem besseren Licht erscheinen lassen, werden von ihm kritisch hinterfragt, ihre „Authentizität“ in Zweifel gezogen. Der Professor vertritt stets die Mindermeinung. Er verliert spätestens dann an Glaubwürdigkeit, wenn offensichtlich wird, dass seine vorgefasste Meinung zum jüdischen Staat seine geschichtliche Betrachtung des Nahostkonflikts diktiert, nicht umgekehrt.

Der Verschwörungstheoretiker

Der Verschwörungstheoretiker ist kein reiner Israelkritiker, sondern bedient sich des Nahostkonfliktes lediglich, um seinen Durst nach „mind-boggling conspiracies“ zu löschen. Ihm sind beide Parteien schnurz, solange es weitere potenzielle Verschwörungen gibt, die aufzudecken er zu seiner Berufung gemacht hat. Der Mossad bietet sich als Drahtzieher so ziemlich aller Todesfälle, Taucherunfälle oder südostasiatischer Naturkatastrophen an.

Da der Verschwörungstheoretiker am allerliebsten den USA auf den Zahn fühlt, ergeben sich auch hier mitunter erhellende Querverbindungen. Evergreen schlechthin ist alles, was eine skandalöse Verbindung zwischen Nationalsozialisten und Zionisten aufdeckt. Diese Königin aller conspiracy theories hat zudem den Vorteil, Opfer nachträglich in Täter zu verwandeln. Verschwörungstheoretiker gibt sich oft innerhalb kürzester Zeit der totalen Lächerlichkeit preis, und wird schon bald nicht mehr wahrgenommen. Dass dieses Ignorieren Teil einer größeren Verschwörung der „Anderen“ ist, versteht sich dabei von selbst.

Der Jurist

Der Jurist kennt nur einen Gerechtigkeitsmaßstab: Das (internationale) Recht. „Völkerrechtswidrig“ ist das Attribut, mit dem er lückenlos jede Handlung des israelischen Staates versieht, kausale Zusammenhänge werden dabei nonchalant vernachlässigt. Sein großzügiger Umgang mit diesem Wort macht jedoch unter ominösen Umständen an der israelischen Grenze (zumindest nach seinem „völkerrechtlichen“ Verständnis) halt. Ab dort beginnt anscheinend ein rechtsfreier Raum, in dem selbst die moralisch abstoßendsten Handlungen seinen Segen erfahren. Sein Lieblingsargument ist dabei eine mühsam konstruierte „mangelnde Zurechenbarkeit“ der Taten. Demgegenüber stehen die staatlichen Maßnahmen Israels, die es kompromisslos unter die völkerrechtliche Lupe zu nehmen gilt.

Alternativ werden zwar palästinensiche Verbrechen durchaus rechtlich wahrgenommen, jedoch mit dem juristischen Fingerspitzengefühl eines Metzgers unter „Notwehr“ oder „legitimer Kampf gegen eine Besatzungsmacht“ subsumiert. Hier besticht der Jurist abermals durch das Messen mit zweierlei Maß. Charakteristisch ist schließlich auch das leidenschaftliche Auftischen von UN-Resolutionen, deren präziser Inhalt oder Entstehungsgeschichte jedoch routiniert unter den Teppich gekehrt wird. Der Jurist ist penetrant und besonders rechthaberisch. Eine Diskussion mit ihm zieht sich für gewöhnlich wie ein zuckerfreier Kaugummi. Sehr häufig ist er akrobatisch (siehe unten) gefärbt.

Schnauze-voll-Typ

Der Schnauze-voll-Typ hat vor allem eines: die Schnauze voll. Und zwar von allem und jedem, in besonderem Maße aber von „den Juden“ und dem was „in Palästina abgezogen wird“. Ja, richtig gelesen: er besticht vor allem durch konsequente Vermischung von israelischen Staatsbürgern und Diasporajuden in aller Welt. Seine Wut über „die da drüben“ legt die Fähigkeit zum Differenzieren vollkommen lahm und lässt ihn schnell auch noch so Zusammenhangloses in einen Topf werfen. Da überrascht es auch nicht, wenn seine Frustration über den andauernden Kriegszustand ihn zum Schluss bewegt, die Juden seien im Endeffekt um nichts unschuldiger als ihre ehemaligen Peiniger.

Überhaupt besteht er darauf, in Anbetracht der „fortgesetzten Unterdrückung“ auch im eigenen Land das Verhältnis zu den jüdischen Mitbürgern neu zu definieren, und sich ihnen gegenüber auch mal „kritisch“ äußern zu dürfen. Gekrönt wird das Lamentieren erfahrungsgemäß vom Appell endlich den legendären „Schlusstrich“ zu ziehen und sich nicht mehr „mundtot“ machen zu lassen. Schließlich komme diese neue Ehrlichkeit auch Israel/den Juden zugute. Ständig in petto: das Jammern über Entschädigungsforderungen, welche der Schnauze-voll-Typ gekonnt durch den Hinweis auf das Geschehen in Gaza delegetimiert.

Der Akrobat

Der Akrobat macht seinem Namen alle Ehre, indem er die Gestze der Logik meisterhaft aushebelt und Kausalketten derart vertauscht, dass es selbst einem Pariser Hütchenspieler die Kinnlade runterzöge. Um sein Gut-Böse/ Schwarz-Weiß Weltbild aufrechtzuerhalten, nimmt er schon mal lebensmüde Verrenkungen in Kauf. Da werden Maßnahmen, die dem zeitlichen Kontext, dem Zweck und der Durchführungsart nach selbst für einen Blinden mit Krückstock als Gegenschlag und Reaktion erkennbar sind, prinzipiell als „Aggression“ – und vor allem: Vergeltung –  abgetan. Unzweifelhaft selbst herbeigeführte und destruktive Handlungen der Palästinenser (etwa die Aufhetzung und Verheizung ganzer Generationen) rechnet er dennoch der Gegenseite zu.

Des Akrobats Meisterstück ist es aber, den Riesenbogen von heutigen zerstörerischen Akten muslimischer Terroristen zu der für ihn als „Verbrechen“ feststehenden Staatsgründung Israel (alternativ: Besatzung anno 1967) zu spannen. Das ist für ihn der argumentative Urknall, auf den er alles zurückführt, der aber gleichzeitig auch die Endstation markiert – ganz gleich was sich zuvor oder danach ereignet haben mag.

Der Emotionale

Dem Emotionalen würden Fakten nicht einmal auffallen, wenn sie als Clown verkleidet neben ihm aufwachten. Für ihn zählt nur eines: Leid. Genauer gesagt geht es ihm lediglich um 50% des Leides, denn negative Empfindungen auf Seiten der Israelis nimmt er partout nicht wahr. Der Emotionale brilliert durch die „Vermenschlichung“ des Konfilktes, indem er selektiv „Einzelschicksale“ herausgreift, um ein schauerhaftes Gesamtbild zu skizzieren. Bervorzugt spricht er von palästinensischer „Hilflosigkeit“, „Verzweiflung“ oder „Perspektivlosigkeit“. Den Israelis wiederum unterstellt er traditionell „Gier“, „Kalkül“, „Arroganz“ oder „Gewaltbereitschaft“. Während er die Palästinenser in Schutz nimmt, indem er sie als vernunftunbegabte emotionale Marionetten darstellt, bekommen die Israelis als mal skrupellos-gefühlskalt agierend, mal nach Blut lechzend, amoklaufend ihr Fett weg.

Der Emotionale ist aber vor allem eines: Selber emotional. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit seinen Argumenten kann schon mal in einen unschönen Tobsuchtsanfall münden, der ihn schnell zum Schnauze-voll-Typ oder Verschwörungstheoretiker mutieren lässt.

Wie man sieht, sind die Trennlinien unscharf und sollten eher als Orientierungshilfe denn als präzise Abgrenzung dienen. Der Israelkritiker ist bei all der oben gezeigten Vielfalt letzten Endes aus einem eher simplen Holz geschnitzt. Seine Schachzüge sind in etwa so vorhersehbar wie Bruce Darnells nächster Weinkrampf. Trotzdem ist das vorliegende Psychogramm ein nützlicher Kompass, um den Israelkritiker als solchen zu identifizieren und schnell das Weite zu suchen. Der „Einwand“, Kritik an Israel sei legitim und müsse erlaubt sein, ist so entbehrlich, wie der prophylaktische Hinweis des Xenophoben „einen Haufen ausländischer Freunde zu haben“.

Kritik kam über das französische critique (ursprünglich griechisch κριτική [τέχνη], kritiké [téchne], „die Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung“, von altgriechisch κρινειν krinein, „[unter-]scheiden, trennen“) ins Deutsche.

Kritik in Reinkultur ist gerade deswegen wünschenswert und willkommen, weil sie das genaue Gegenteil von all dem oben Geschilderten darstellt. Authentische Kritik ist positiv zweckgerichtet und soll zu einer Verbesserung des Gegenstandes beitragen. Wer sich als (oft einzigen) Gegenstand ausgerechnet den israelischen Staat aussucht, muss aber darlegen können, was ihn antreibt und worauf er hinauswill. Dass Israel kritikwürdig, sprich verbesserungsfähig, handelt, wird niemand ernsthaft bestreiten. Der Ton macht aber immernoch die Musik. Und alles was der angeblich so einsame Israelkritiker macht, ist im Gleichschritt mit Legionen von Gleichgesinnten ohrenbetäubenden Lärm zu produzieren.

via SpiritofEntebbe

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