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Unheilvolle Allianz: Iran und Venezuela

Von irgendwelchen Achsen zu sprechen finde ich wenig hilfreich, das sind meist nur Schubladen. Aber Übereinstimmungen zwischen gewissen Staaten und ihren Ideologien findet man schon und es ist interessant, welche Kräfte sich zusammenfinden, wenn sie nur etwas Gemeinsames finden, gegen das sie sein können – wie so oft bei politisch Linken.
So z.B. Irans Ahmadinedschad und Venezuelas Chávez: Gegen Amerika, gegen Israel/Juden, gegen den Kapitalismus.
Beide stellen sich recht „geschickt“ an: Ihr Antisemitismus ist oft rhetorisch gut verpackt, sie können die Massen begeistern und ihre Aussagen sind anscheinend mehrfach von eigenen Leuten überprüft, damit man sie nicht festnageln kann – so wie z.B. AchmachmirdenDschihad mit seinem angeblich falsch übersetzten Spruch

„Israel muß von der Landkarte getilgt werden den Seiten der Geschichte verschwinden“.

Seine Anhänger haben schon verstanden, was er meinte. Auch Israel hat das inzwischen verstanden und erklärte:

Der jährliche Arbeitsplan der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) für 2009 hat den Iran offiziell als „eine Bedrohung für Israels Existenz“ definiert. Seit Jahren war im israelischen Sicherheitsapparat nicht mehr erklärt worden, dass der Staat existentiell bedroht sei.

In der Kurzfassung des Plans, der Verteidigungsminister Ehud Barak vorgelegt wurde, bezeichnet Generalstabschef Gabi Ashkenazi die vom Iran ausgehende Gefahr als „die Bedrohung Nr. 1, auf die sich ZAHAL nun vorbereitet“.

Und so wächst die Saat, die gesät wurde – langsam, aber stetig. Und auch einige Menschen in Venezuela verstehen genau, was ihr Präsident meint, wenn er von „jüdischen Oligarchen“ spricht:

„In Russland wird der Begriff Oligarch … verwendet, um Geschäftsleute zu bezeichnen, von denen die Allgemeinheit annimmt, dass sie in der chaotischen Zeit nach dem Ende der Sowjetunion durch unsaubere Mittel zu großem Reichtum und politischem Einfluss kamen.“

Ein Schelm, wer dabei an antisemitische Vorurteile denkt.

Hier ein Bericht, der zeigt, wie sich diese Rhetorik dann in die Praxis übersetzt:

Eine schwere Schranke versperrt die Einfahrt zum jüdischen Club von Caracas. Der Wärter lässt sich die Ausweise zeigen, vergleicht sie mit seiner Liste, notiert das Autokennzeichen und lässt den Fahrer den Kofferraum öffnen. Erst dann hebt sich der Schranken. „Früher waren die Kontrollen nicht so streng“ , sagt Clubbesucherin Mireya Katz. Das war vor dem Anschlag auf die Synagoge. Das Attentat, bei dem ein Dutzend Schwerbewaffnete die Synagoge verwüsteten, hat die jüdische Gemeinde Venezuelas aufgeschreckt. Es war der Höhepunkt einer Reihe von Angriffen, denen die rund 30.000 Mitglieder der Gemeinde in den vergangenen Jahren ausgesetzt waren. Zweimal schon wurde der Club auf Waffen gefilzt, nachdem Präsident Hugo Chávez ein Mordkomplott gegen sich heraufziehen sah. Beide Male wurde nichts gefunden.

Die Beziehungen zwischen dem Linkspopulisten, der sich Sonntag per Referendum die Ausdehnung seiner Amtszeit genehmigen lassen wollte [Anmerkung: und das auch geschafft hat], und der jüdischen Gemeinde waren von Beginn an schlecht. Der Präsident ordnete diese, aus der einige der reichsten Unternehmer Venezuelas stammen, rasch in die Reihe der „oppositionellen Oligarchen“ ein. Er verbrüderte sich mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadi-Nejad, der den Holocaust leugnet und zur Vernichtung Israels aufgerufen hat. Wegen des jüngsten israelischen Angriffs auf Gaza brach Chávez sogar die Beziehungen zu Israel ab und verwies den israelischen Botschafter des Landes.

„Mit seiner äußerst aggressiven Rhetorik bereitet Chávez den Boden für antisemitische Übergriffe, auch wenn er selbst die jüdische Gemeinde nie direkt angegriffen hat“ ,

sagt Miguel Truzman, Anwalt der israelitischen Verbände in Venezuela. „Eigentum des Islam“ und „Tod allen“ sprühten die Täter bei dem Einbruch Ende Jänner an die Wände der Synagoge.

Nach Protesten im In- und Ausland verurteilte Chávez den Anschlag, und die Regierung präsentierte die Verdächtigen: sieben Polizisten, drei bekannte Kriminelle und ein Wachmann der Synagoge. Es habe sich um einen Raubüberfall gehandelt, die antisemitischen Parolen sollten die Ermittler auf eine falsche Piste locken, erklärte Außenminister Nicolas Maduro.

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