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Was macht die UNO im Nahen Osten?

Gute Koexistenz, Informationsaustausch und […] auch Kooperation

Uno-Kommandeure über ihr Verhältnis zur Hisbollah

Nach den Ausführungen der letzten Kapitel dürfen wir die Antwort auf die Frage, welche Funktion die diversen UNO-Einheiten in der Region in Wahrheit haben, vorwegnehmen: die UNO erfüllt die Aufgabe des »Sozialarbeiters« für die antiisraelischen Banden, sie finanziert, hätschelt, beaufsichtigt (und manchmal: bremst) ihre Aktivitäten, kurz: sie macht den Aufpasser und Schutzherrn.

Als im Herbst 2006 die Entsendung einer 12 000 Mann starken UN-Truppe beschlossen wurde (United Nations Interim Force in Lebanon, kurz »UNIFIL«), hieß es, sie solle den Waffenschmuggel an die Hisbollah unterbinden, den regulären libanesischen Streitkräften ihre Souveränität im Süden des Landes ermöglichen und so »den Frieden sichern«. Dies war der durchgängige Tenor der Darstellung und dementsprechend auch die Tendenz des allgemein verbreiteten Bildes, nach welchem die Palästinenser bzw. die Hisbollah selbstredend niemals Schützlinge der UN sein können.

Jedoch finden sich schon bei aufmerksamer Lektüre der Zeitungen genügend Hinweise, die diesem Bild widersprechen. Als unappetitliches Beispiel sei Jürgen Trittin vorangestellt, der im Sommer 2007 eine Dienstreise in den Libanon unternommen hatte, anläßlich der es auch zu Treffen mit Vertretern der »Partei Gottes«, der faschistischen Hisbollah, gekommen war. Nicht nur beim Göttinger, sondern auch beim Beiruter »Schwarzen Block« fühlt sich Trittin offensichtlich wohl. Der ›taz‹ gab er anschließend ein Interview:

›taz‹: »Die Hisbollah hat mit der Entführung von zwei israelischen Soldaten den Krieg im letzten Sommer ausgelöst. Sehen Sie nicht die Gefahr, daß ihre Milizen erneut eine solche Aktion durchführen?«

Jürgen Trittin: »Ich habe eher den Eindruck, daß die Hisbollah sich sehr positiv in die Gestaltung des politischen Prozesses im Libanon einbringt. Auch aus meinen Gesprächen mit Gegnern der Partei habe ich herausgehört, daß niemand mit einer solchen Aktion rechnet. Ihre Führung hat sich außerdem klar und deutlich für die Unterstützung der UN-Truppe Unifil ausgesprochen – und umgekehrt berichtet die Unifil von sehr guter Kooperation mit den lokalen Verantwortlichen im Süden. Die sind bei der Hisbollah.«[351]

UNO und Hisbollah verstehen sich also prächtig, jetzt müßte die UNO nur noch Dosenpfand für Hisbollah-Raketen einführen (irgendeine NGO ließe sich für die Umsetzung gewiß anheuern), und Trittin wäre vollends zufrieden. Auf seiner Webseite berichtet er, was er von den UNO-Kommandeuren gehört hat:

»Mit His­bol­lah, die aufgrund ihrer Popularität in der Bevölkerung im Süden hohe Legitimität genieße, besteht gute Koexistenz, Infor­mations­austausch und – wo sie lokale Verwaltung stellt – auch Kooperation.«[352]

Die UNIFIL hatte indessen schon lange zuvor ihre Stellungen im Süden des Libanon errichtet, die ersten im Jahre 1978; sie hatte währenddessen nicht nur ein Erstarken der Hisbollah ermöglicht, sondern Angriffe auf Israel auch tatsächlich begünstigt. Im Libanonkrieg 2006 – etwa 2000 »Blauhelme« befanden sich damals im Libanon – hatte die Hisbollah ihre Raketen auf Israel jedenfalls aus der unmittelbaren Nachbarschaft dieser UN-Posten abge­schossen, und damit lüftet sich auch das Geheimnis hinter den Vorfällen, bei denen die Israelis damals einen UN-Stützpunkt getroffen und zerstört hatten, denn das eigentliche Ziel waren natürlich die Abschußrampen der Hisbollah. Die UNO gab in einer Erklärung zu der Zerstörung dieses UN-Postens selbst zu, daß währenddessen Hisbollah-Angriffe auf Israel »aus unmit­telbarer Nähe der UN-Stellungen« erfolgten.

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