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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
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Etiketten

Ich empfinde die Verwendung von Etiketten schwierig, denn sie machen es den Menschen so einfach, Feindbilder zu entwickeln, ohne zu wissen, was eigentlich dahinter steckt. Und weil sie nichts oder nur sehr wenig wissen, kommt jeder in diese Schublade, der irgendwie so aussieht.

Ein Beispiel dafür ist das Etikett „Fundamentalist“. Was früher als ein positiver Begriff verstanden wurde für jemanden, der zu seinen Überzeugungen steht und sie auch verteidigt, der auf einem Fundament steht und sich nicht von jedem Windstoß umpusten läßt, ist heute ein fast durchweg negativ besetzter Begriff für jemanden, der blind – und gegen alle Vernunft – an etwas glaubt und bereit ist, diesen Glauben auch mit Gewalt durchzusetzen/zu verteidigen. Einer, der uneinsichtig ist, mit dem man nicht reden/diskutieren kann, dessen Weltbild schon festgelegt ist, egal, was die Fakten sagen, dessen Demokratieverständnis höchst fragwürdig ist.

Nun gibt es ohne Zweifel solche Menschen, die zurecht solch ein Etikett angeheftet bekommen. Aber sicherlich auch viele, die das zu Unrecht haben. Man spricht heute ohne große Scheu von christlichen Fundamentalisten in recht negativer Form. Das ist für mich eine unzulässige Etikettierung.

Denn wo – sehen wir mal von den durchgeknallten Leuten ab, die Abtreibungsärzte umgebacht haben und wo ich teilweise ernsthaft bezweifle, dass das wirklich nur überzeugte Christen waren – haben Christen in den letzten Jahren Gewalt eingesetzt, um ihre Ziele zu erreichen? Zu den Vorfällen in den Abtreibungskliniken gibt es übrigens eine gute Kritik von Prof. Dr. Thomas Schirrmacher. Hier eine kurze Zusammenfassung:

  1. Es handelt sich um ein statistisch gesehen sehr seltenes Problem.
  2. Es handelt sich vor allem um ein Problem der Jahre 1991-1998, nicht der Gegenwart.
  3. Es handelt sich um ein US-amerikanisches Problem mit Ausläufern in Kanada, nicht aber um ein internationales Problem.
  4. Es handelt sich um ein Problem von Einzeltätern, die nie Unterstützung irgendeiner Kirche oder größeren religiösen Institution fanden.
  5. Es handelt sich nicht um ein rein christliches Problem, da es in den USA auch viele säkulare und nichtchristliche (z. B. Mormonen, Muslime) Antiabtreibungsorganisationen gibt und viele Täter dem rassistischen Umfeld (zum Beispiel dem Ku-Klux-Klan) zuzuordnen sind.
  6. Es handelt sich bei den religiös motivierten Taten um kein rein evangelikales und kein rein konservativ-katholisches Problem, da der Teil der Täter, der überhaupt Kirchen angehörte, nicht nur evangelikalen Kirchen angehörte, sondern auch anderen evangelischen Kirchen oder der katholischen Kirche.

Und das Christen nicht alles hinnehmen, was sich in der Gesellschaft so abspielt, das liegt in der Natur unseres Glaubens!
Viele Leute sagen, Homosexualität sei richtig und leben
sie offen. Für Christen ist – neben anderen Dingen auch – Homosexualität aber Sünde und das sagen wir auch. Nicht um jemanden zu dikriminieren, nicht um beleidigt und gewalttätig zu sein, sondern um deutlich zu machen, was unsere Werte und Vorstellungen sind.
Da fühlen sich dann aber einige auf die Füße getreten, sprechen von Fundamentalisten. So z.B. Volker Beck, der im letzten Jahr anlässlich eines Seminars für Homosexuelle auf dem Christival in Bremen sagte:

Frau von der Leyen muss sich von christlich-fundamtentalistischen, selbsternannten „Homosexuellenheilern“ distanzieren!

(Frau von der Leyen hat als Familienministerin das Christival finanziell unterstützt)
Haben wir in Deutschland Meinungs- und Redefreiheit? Gibt es in Deutschland nicht inzwischen das Recht, seine Religion und seine sexuelle Orientierung frei zu wählen?

Da stellt sich die Frage, warum aus „grüner“ Sicht zwar der Wechsel der Religion als ein Menschenrecht anerkannt wird, aber nicht der Wechsel einer sexuellen Orientierung. Genauer gesagt: Warum soll es einerseits in Ordnung sein, dass – wie zum Beispiel auf Evangelischen Kirchentagen – für einen homosexuellen Lebensstil geworben wird, andererseits aber verwerflich, dass ein Homosexueller heterosexuell werden will und er dabei Unterstützung in Anspruch nimmt? […] Ganz ohne jede böse Absicht kann man sagen, dass Herr Beck und die Grünen-Fraktion mit zweierlei Maß messen.

Was hier geschehen ist und auch oft passiert: Hefte einem Menschen oder einer Gruppe ein negativ besetztes Etikett an und diffamiere sie damit. Schon läuft der Rest von alleine, denn die Mehrheit wird nur das Etikett hören und sich entsprechend eine Meinung bilden.

Halten wir es in unserer freiheitlichen Gesellschaft nicht mehr aus, dass es unterschiedliche Meinungen, Ansichten, Werte, Überzeugungen und Glaubensrichtungen gibt, solange gewisse Regeln wie der Verzicht auf Gewalt, Diffamierung und Verleumdung eingehalten werden?

Müssen gewisse Gruppen – wie es immer mehr und öfter geschieht – unter Artenschutz gestellt  und auf jede nicht zustimmende Meinung mit Beleidigtsein und aggressiver Gegenwehr reagiert werden?

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