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Antisemitismus in Deutschland – arabische Spielart

Judenhetze – ZDF Frontal 21 vom Januar 2008    YouTube – Judenhetze ZDF

Dieser Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber zeigt nichtsdestotrotz sehr eindrucksvoll, was in den arabischen Fernsehsendern abgeht – von Karikaturen bis hin zu jüdischen Ritualmorden.

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6 Antworten

  1. Im Ernst: “Umfassend” würde für mich bedeuten, dass sie ihren Worten auch Taten folgen lassen und aktiv gegen Juden vorgehen.

    Aber es geht hier ja „nur“ um eine „Weltanschauung“ und folglich nur bedingt um das Verhältnis von Worten und Taten! Ob eine Weltanschauung „umfassend“ ist oder nicht hat meines Erachtens wenig mit Taten zu tun, sonndern vielmehr mit ihrer „logischen Geschlossenheit“.

    Abgesehen davon halte ich die Trennung von Worten und Taten nur bedingt für sinnvoll: Wenn „Jude“ als Beleidigung gilt, dann hat sind dies eben nicht nur „Worte“, sondern dann haben diese „Taten“ ganz reale Konsequenzen (etwa, dass Juden sich nicht offen zu erkennen wagen, eigene Ansichten permanent verstärkt werden oder Juden im Zweifelsfall dann eben doch tätlich angegrffen werden).

  2. „Umfassend“ würde ich definieren als – umfassend 🙂
    Im Ernst: „Umfassend“ würde für mich bedeuten, dass sie ihren Worten auch Taten folgen lassen und aktiv gegen Juden vorgehen.

    Das scheint mir zumindest nicht die Regel zu sein, obwohl schon über Übergriffe auf Juden (gerade in Berlin) berichtet wurde.

    Du hast natürlich Recht, jede Art von Antisemitismus ist schlimm. Aber schlimmer ist es, wenn Juden nicht mehr nur beleidigt und verhöhnt werden – was schlimm genug ist! -, sondern aktiv schikaniert, verfolgt und drangsaliert werden.

    Der Antisemitismus dieser Jugendlichen scheint eher im Entwicklungsstadium zu sein, beruht wohl auf Desinformation, Gruppendynamik und Lebensfrust.

    Wenn der allerdings „erwachsen“ wird…

  3. Vielen Dank für die Hinweise! Das von mir genannte Zitat stammt aus einem Artikel aus der WELT. Offenbar bin ich in diesem Fall einem Trugschluss erlegen und habe aus diesem Zitat voreilige Schlüsse gezogen.

    Ich bin schon für eine ausgewogenere Sichtweise, auch wenn diese gefährlicher ist, weil sie des öfteren Verständnis zu zeigen scheint. Es geht mir aber nicht um Verständnis – für Antisemitismus in jeder Form habe ich absolut kein Verständnis -, sondern um das Vermeiden von Schwarz-Weiß-Malereien.

    Das scheint mir hierbei in der Tat das Problem zu sein. Denn natürlich denke ich nicht, dass alle arabischen/muslimischen Jugendlichen eine „umfassende antisemitische Weltanschauung“ haben. Und natürlich sind Müllers weitere Äußerungen anderer Natur, als die nach Kleinreden des Problems klingenden Worte aus dem WELT-Artikel. Wobei ein einziger in einem Artikel auf einer viel gelesenen Seite einer überregionalen Tageszeitung geäußerter Satz (leider) von mehr Menschen wahrgenommen wird, als eine längere Studie.

    * Ich denke, dass er schon recht hat, weil die meisten arabischen Jugendlichen hier in Deutschland kaum persönliche Kontakte zu Juden haben
    * durch die arabischen Fernsehsender (z.B. al-Manar) gezielt einseitig informiert
    und verhetzt werden
    * sich stark mit den Arabern im Libanon und den Palästinensern identifizieren –
    sozusagen als Stellvertreter aller Araber

    Hier würde ich aber widersprechen: Dies sind keine Argumene gegen eine „umfassende antisemitische Weltanschauung“. Und was genau soll dieser Begriff „umfassend“ überhaupt aussagen? Reicht es nicht aus, dass das Wort „Jude“ als Beleidigung gilt und sich über tote Juden gefreut wird?

  4. Ich habe nochmal weiter geschaut und folgendes gefunden:

    „Dr. Jochen Müller ist ehemaliger Leiter des Berliner Büros von MEMRI (The Middle East Media Research Institute).
    Er arbeitet heute als Vorsitzender des Vereins ufuq.de (Medienforschung und politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft) und beschäftigt sich seit langem mit dem Phänomen des arabischen Antisemitismus.“

    .

  5. Er schreibt aber auch später (S.30 ff.):

    Trotzdem erfolgen auch Beschimpfungen nicht zufällig. Vielmehr verweisen sie auf die Verbreitung eines zwar oft unbestimmten, aber latent vorhandenen antisemitischen Ressentiments, das in entsprechenden Situationen abgerufen wird. Dabei werden »die Juden« meist als Ursache von persönlichen oder gesellschaftlichen Problemen angeführt und dienen wie im obigen Fall als Sündenbock.
    Hinzu kommt die oft einseitige Medienberichterstattung einiger arabischer Satellitenkanäle wie dem auch in Deutschland populären Sender der Hizbullah, Al-Manar. Auf diese Weise entsteht bei vielen auch noch in der
    zweiten und dritten Einwanderergeneration ein Feindbild von Israel. Und dies gilt auch, wenn in den Einwandererfamilien nie jemand direkt vom Nahostkonflikt
    betroffen war. Denn in dem weit verbreiteten arabisch-nationalistischen und religiösen Gemeinschaftsdenken steht das Schicksal der Palästinenser in den Augen vieler stellvertretend für die gesamte Gruppe der Araber und Muslime.

    Ich denke, dass er schon recht hat, weil die meisten arabischen Jugendlichen hier in Deutschland

    * kaum persönliche Kontakte zu Juden haben
    * durch die arabischen Fernsehsender (z.B. al-Manar) gezielt einseitig informiert
    und verhetzt werden
    * sich stark mit den Arabern im Libanon und den Palästinensern identifizieren –
    sozusagen als Stellvertreter aller Araber

    Später schreibt er weiter:

    Als Sündenbock dienen Israel oder »die Juden« der Kompensation und Aggressionsabfuhr im Sinne eines als gerecht empfundenen Zorns, der seine Ursachen aber nur bedingt im Nahen Osten hat.

    Das Feindbild stiftet Gemeinschaft und erleichtert somit das Gefühl von Zugehörigkeit als Palästinenser, Libanesen, Araber oder Muslime – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, in Deutschland nicht akzeptiert zu werden.

    Durch die Denunzierung anderer fühlen sich Jugendliche stark, die sich in ihrem Alltag als schwach und ohnmächtig erleben.

    Die im Blick auf den Nahostkonflikt meist eingenommene und in der Situation in Deutschland bestätigt gesehene Opferperspektive kann die eigene Lage erklären und entschuldigen und von eigener Verantwortlichkeit befreien.

    Äußerungen von Hass auf Israel und die Juden dienen als gezielte Provokation der deutschen Mehrheitsgesellschaft – einschließlich ihrer Pädagogen, deren Unsicherheit an diesem Punkt wahrgenommen und mitunter ausgenutzt wird.

    Ich bin schon für eine ausgewogenere Sichtweise, auch wenn diese gefährlicher ist, weil sie des öfteren Verständnis zu zeigen scheint. Es geht mir aber nicht um Verständnis – für Antisemitismus in jeder Form habe ich absolut kein Verständnis -, sondern um das Vermeiden von Schwarz-Weiß-Malereien.

  6. Schon interessant, dass jener Jochen Müller, der in dem Video noch für Memri arbeitet, heute sagt:

    „Nur in seltenen Fällen sind solche Positionen wohl als Ausdruck einer umfassenden antisemitischen Weltanschauung unter Jugendlichen arabischer, türkischer oder muslimischer Herkunft zu werten“, sagt der Islamwissenschaftler Jochen Müller.

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