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Die Juden im Koran

Was sagt eigentlich der Koran über Juden (oder auch Christen)? Ist er wirklich judenfeindlich? Oder doch eher judenfreundlich? Werden Juden überhaupt explizit erwähnt?

Um es vorwegzunehmen: Ja, im Koran finden sich eindeutig feindlichen Aussagen gegen Juden (Volk des Buches) und auch gegen andere Ungläubige, aber die Juden werden expliziter hervorgehoben.

Es finden sich auch freundliche Aussagen über Juden und das erklärt sich wohl aus der Geschichte, in der Mohammed am Anfang die Juden freundlich betrachtete und sich später nach seiner Wanderung von Mekka nach Medina immer stärker gegen die Juden wandte, bis dann die dort ansässigen jüdischen Stämme seinen Herrschaftsanspruch zurückwiesen, woraus sich eine zunehmende Feindschaft zwischen den Anhängern beider Religionen entwickelte.

Als die neue Religion sich unter den Arabern ausbreitete, wurden diese von einer leidenschaftlichen Hingabe ergriffen. Sie glaubten, sie könnten die Andersdenkenden durch das Schwert zur Einwilligung zwingen. So fielen die Araber über eine Gemeinschaft nach der anderen her. Die Juden, die sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, wurden erschlagen. Viele andere waren gezwungen, Arabien zu verlassen und sich an anderen Orten der Diaspora niederzulassen.

Ich habe ein wenig gegraben – erhebe aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wie so oft ist manches auch eine Sache der Auslegung. Deshalb sind auch einige Ausführungen islamischer Geistlicher beigefügt.

  • „Wegen der Sünde der Juden und weil sie Wucher nahmen, wiewohl er ihnen verboten war, haben wir ihnen gute Dinge verwehrt, die ihnen erlaubt waren,“ Sure 4, Vers160.
  • „Und verwandelt hat er einige von ihnen [die Juden] zu Affen und Schweinen“ Sure 5/60
  • „Und sie [die Juden] betreiben auf Erden Verderben“ Sure 5/64.
  • „Wahrlich, du wirst finden, dass unter allen Menschen die Juden … den Gläubigen am meisten Feind sind.“ Sure  5/82

Kommentare zum Koran werden tafsir genannt und der wichtigste tafsir ist der von Ibn Kathir. So in etwas wie „Der Raschi“ der Koran-Exegese – aber weit maßgebender.

Im Koran heißt es in At-Tauba [Sure 9], Verse 29-30:

[29] Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.

[30] Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet!

Ibn Kathir kommentiert:

„Dieser ehrenhafte Vers (29) wurde mit dem Befehl offenbart, die Völker des Buches zu bekämpfen, nachdem die Heiden besiegt waren, die Menschen in großer Zahl in Allahs Religion eintraten und die Arabische Halbinsel sich sicher unter der Kontrolle der Muslime befand. Allah befahl Seinem Botschafter die Völker der Schriften, die Juden und Christen, im neunten Jahr der Hedschra [HE: auch Hidschra, Hijra – die „Auswanderung“ Mohammeds nach Medina] zu bekämpfen und er bereitete seine Armee vor die Römer zu bekämpfen und rief die Menschen zum Jihad, womit er seine Absicht und sein Ziel verkündete.“

Im Koran heißt es in At-Tauba [Sure 9], Vers 5:

„Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig; und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.“

Ibn Kathir erklärt:

„Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“ bedeutet „überall auf der Erde… einige hinrichten und einige als Gefangene behalten.“ Die Ermahnung durch den Koran „belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ besagt: „Wartet nicht, bis ihr sie findet. Sondern sucht sie und belagert sie in ihren Regionen und Festungen, sammelt Informationen über sie auf verschiedene Wege und in guten Zeiten, damit, was weit gemacht ist für sie immer schmaler aussieht. Auf diese Weise werden sie keine Chance haben als zu sterben oder den Islam anzunehmen“, gibt Ibn Kathir an.

Und dann klärt Ibn Kathir unser Verständnis des Islam weiter auf:

Diese Verse erlaubten die Bekämpfung von anderen, außer und bis sie den Islam annehmen und seine Herrschaft und Verpflichtungen einführen.“

Aber Ibn Kathir verlässt sich nicht nur auf seine eigene Interpretation; er zitiert den islamischem Propheten Mohammed, wie er im am stärksten akzeptierten Hadith-Buch (Hadithe sind die islamische Sammlung der Anweisungen Mohammeds und seines persönlichen Vorbildshandelns):

„Ibn Umar sagte, dass der Boschafter Allahs sagte: ‚Mir ist befohlen worden die Völker zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keine anbetenswerte Gottheit außer Allah gibt und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist, das Gebet eingeführt und die Armensteuer gezahlt ist.'“

Ibn Kathir sagt, Sure 9,5 werde

„Der Vers des Schwertes“ genannt und dass sie „jede Friedens-Vereinbarung zwischen dem Propheten und jeglichem Götzendiener, jeder Vertrag und jede Laufzeit außer Kraft setzte.“

Er zitiert aus anderen Teilen der Hadithe, die besagen:

Kein Götzendiener verfügte jemals mehr über Verträge, Versprechen oder Sicherheit, seitdem [dieser Vers] offenbart wurde.“

Ein anderer Text beschreibt Folgendes:

Zentrales Thema der ersten Suren ist jedoch zunächst nicht die Verfeindung, sondern die Ungläubigkeit der Juden, von denen Mohammed annahm, sie hätten die Offenbarung gefälscht, um ihm nicht folgen zu müssen. In Sure 2, Vers 39 heißt es dazu:

„Und kleidet nicht die Wahrheit in die Lüge und verbergt nicht die Wahrheit wider euer Wissen [indem ihr die Schrift fälscht und verkehrt]“.

Weiter in Sure 2:61:

„Sie waren geschlagen mit Demütigung und Armut, und sie fühlten den Zorn Gottes. Dies geschah, weil sie den Zeichen Gottes nicht glaubten und seine Gesandten ungerecht töteten. Dies geschah,  weil sie ungehorsam waren und sich vergingen.“

Neben der hier zutage tretenden Ungläubigkeit in beiden rezitierten Suren kommt in letzterer ein weiterer Vorwurf hinzu, der sich auf die ungerechtfertigte Tötung der Gesandten von Gott bezieht. Der Vorwurf, Juden sein Mörder der Propheten, taucht noch häufiger im Anschluß an diese Sure im Koran auf, z.B. in Sure 3:20:

„Siehe jene [die Juden, Anm. des Verf.], die nicht an Allahs Zeichen glauben und die Propheten ohne Grund morden […].“

Er wird auch heute noch gern als emotional aufputschendes Mittel des islamistischen Antisemitismus eingesetzt. Mit fortlaufender Dauer des Konfliktes um die Anerkennung des muslimischen Herrschaftsanspruchs nimmt die feindselige Darstellung der Juden immer mehr zu.

„Im Koran gelten die Juden neben den Polytheisten als die eigentlichen Widersacher.“

In Sure 5:82 heißt es:

„In der Tat wirst du [Mohammed, Anm. des Verfassers] herausfinden, daß von allen Menschen, die den Gläubigen eine feindliche Haltung entgegenbringen, die heftigsten die Juden und die Polytheisten sind.“

Am Ende dieser Kette voller Haßtiraden, steht dann die folgenschwere Aussage in Sure 5:57, Juden nicht zu Freunden zu nehmen:

„Oh ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden […] zu Freunden“,

was soviel bedeutet, daß sie damit vertragsbrüchige Feinde sind. Das Wort „Freund“ hat im arabischen einen mehr vertraglich bindenden, als einen emotionalen Charakter.  Hier werden dem zugetanen Leser bei „richtiger Betrachtungsweise“ die verschlagene Tücke und Mutwilligkeit jüdischer Handlungsweise vor Augen treten. Auch für das Umgehen mit den Feinden liefert der Koran einschlägige Passagen.

So heißt es z.B. in Sure 9:29:

„Bekämpft diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde [Juden und Christen], die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben, […]und sich nicht zur Religion der Wahrheit bekennen, so lange bis sie erniedrigt sind“.

„Wenn ihr auf die Ungläubigen trefft, dann schlagt ihnen den Kopf ab, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt. Die übrigen legt in Ketten.“

Zusammen mit den Aussagen zur oft diskutierten Tötung von unschuldigen Menschen innerhalb religiös motivierter Terroranschläge und Selbstmordattentate im Zuge des Palästinakonfliktes, die vom Koran durch die Sure 4:91,

„Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet“,

begründet werden können, entsteht unter Berücksichtigung der Bedeutung dort getroffener Aussagen eine gefährliche, tief verankerte Abneigung gegenüber Juden. Verstärkend auf dieses sogenannte Märtyrertum wirkt sich zudem die Verheißung von Entlohnung aus:

„Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle oder siege er, wahrlich, dem geben wir gewaltigen Lohn.“

Diese Sure kann, setzt man es denn mit dem zu erwartenden Lohn gleich, zu der oft genannten und deshalb nicht weniger irrwitzigen Glaubensvorstellung, dem Märtyrer winken im Paradies 72 Jungfrauen, angeführt werden. Heißt es doch im weiteren Verlauf des Korans zur paradiesischen Vorstellung zudem bildlich:

„Ihnen (den Gläubigen) werden aufwarten Jünglinge, die nicht altern mit Bechern und Krügen und Trinkgefäßen gefüllt aus einem fließenden Born. […] Und holdselige Mädchen mit großen herrlichen Augen, gleich verborgenen Perlen, als Belohnung für das, was sie zu tun pflegten.“

Der letzte Abschnitt des Koranverses bezieht sich dabei auf den Dschihad, auf den im folgenden Kapitel noch ausführlicher einzugehen sein wird. Andere, im heutigen Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn gern angeführte Vorwürfe gegen Juden sind u.a. der, der Kriegstreiberei und der, des Wucherns.

Ersterer findet sich in Sure 5:69, wo es heißt:

„Sooft sie anzünden ein Feuer zum Krieg, wird es Allah verlöschen.“

Weiterhin werden sie kurz zuvor mit einer ebenfalls aktuellen Schmähung bedacht. In Sure 5:65 werden sie mit Affen und Schweinen gleichgesetzt.

Zusammenfassend kann anhand der oben genannten Koranpassagen festgehalten werden, daß die antijüdischen Aussagen, die in ihm zu finden sind, bei entsprechender Betonung durchaus antisemitischen Unterton enthalten. Die dauerhafte Hetze auf die Juden, die dort als vertragsbrüchige Ungläubige zu Feinden stilisiert werden, ist schlichtweg als verheerend zu bezeichnen. Ein im Grunde subjektiver, zeitlich und örtlich begrenzter Bericht, über einen, mit einem winzigen Teil des Judentums stattgefundener Konflikt, bekam so einen vom Kontext losgelösten Charakter und fungiert somit als „immer gültige Offenbarung über die Feinde Gottes“. Er liefert zusätzlich ideologisch den religiösen Hintergrund für die kämpferische Auseinandersetzung im Palästinakonflikt, leben doch in Israel diese dort ausgemachten Feinde in unmittelbarer Nähe auf einem Boden, auf welchen von Alters her eigene Ansprüche erhoben  werden.

Neben den oben genannten, zahlreichen Vorwürfen enthält der Koran jedoch auch die ausdrückliche Einräumung eines Dhimmi („Schutzbefohlene“) genannten Sonderstatus, zu denen Juden und Christen zählen. Er gilt für die Angehörigen der monotheistischen Religionen mit entsprechenden Offenbarungsschriften (Juden und Christen), welche im Islam „Schriftbesitzer“ oder auch „Leute des Buches“ genannt werden. Während gänzlich Ungläubige und Polytheisten mittels des Dschihad bekämpft werden sollten, wurden die Dhimmis unter Erhebung einer gesonderten Steuer im Kreis der Muslime geduldet. Sie durften eingeschränkt ihre Religion ausüben und auch Eigentum erwerben. Sie waren frei in der Wahl ihres Wohnortes und der beruflichen Tätigkeit, mussten allerdings in einigen Regionen bestimmte Kleidung tragen, die sie als Andersgläubige zu erkennen gab. Dieses Beispiel macht deutlich, dass es regional oft unterschiedliche Auslegungen des Status der „Schriftbesitzer“ gab. Waffenbesitz war ihnen aber generell untersagt, was den Juden eine explizite Zuschreibung von Feigheit unter den Muslimen einbrachte. Wie mit dem Besitz von Waffen, verhielt es sich auch mit dem von Pferden. Zudem durften sie keine neuen Gotteshäuser bauen.

Dhimmis dürfen (bis zum heutigen Tage) die heiligen Städte Medina und Mekka nicht betreten. Männliche Dhimmis dürfen keine Muslimin heiraten – umgekehrt jedoch ist es möglich (die geheirateten weibliche Dhimmis wurden bis heute stets zwangsislamisiert) Eine Zeugenaussage eines Dhimmis gegenüber einem Muslimen hat vor Gericht keinen Wert.

Ein besonders groteskes Beispiel fiel Napoleon auf: Bei seinem Ägypten-Feldzug bemerkte er Männer, die verkehrt herum auf ihren Pferden saßen. Auf seine Nachfrage, was dies für eine merkwürdige Sitte sei, erfuhr er, dass dies die in Ägypten vorgeschriebene Reiterhaltung für Ungläubige (Dhimmis) sei.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass den Juden eine gewisse, wenngleich auch diskriminierende Toleranz entgegengebracht wurde, die aber eher dem „Bürger zweiter Klasse“ innerhalb der Gesellschaft im Verbreitungsraum des Islam gleichkam.

„Juden […] genossen als monotheistische Buchreligion Toleranz und verbürgte Rechte in der vom Islam vorgeschriebenen Form, während sie gleichzeitig als minderwertig und verächtlich galten.“

So fassen Thomas von der Osten – Sacken und Thomas Uwer in ihrem Aufsatz über den „Arabischen Antisemitismus“ den Status der Dhimmi besonders treffend zusammen. Ein Umstand, der sich fast zwangsläufig aus der Selbstlegitimation, die sich der Koran gibt, erklären läßt und keine anderen Glaubensrichtungen neben sich duldet. „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen entstand.“ Nun die Einzigartigkeit dieser Toleranz übermäßig zu betonen, wäre zwar verfehlt, sie allerdings im Rahmen ihrer Zeit im Gegensatz zu der des Christentums betrachtet als geradezu fortschrittlich zu bezeichnen, durchaus legitim.

Sehen wir das Ganze mal so: Der Koran bietet judenfeindlichen Kräften eindeutig eine Grundlage, über Details lässt sich streiten.So lässt sich der Koran durchaus in verschiedene Zeiten aufteilen, in der auch unterschiedliche Aussagen gemacht wurden. Welche gelten dann heute? Und da ist es wohl so, dass die späteren Aussagen die Früheren überstimmen.

Viele Moslems lesen den Koran nicht selber oder nur in Teilen. Sie überlassen die Interpretation ihren Imamen.

Und mitentscheidend ist doch auch:

  1. Wie interpretieren, wie leben die heutigen Moslems den Koran?
  2. Dient der Koran als Grundlage und Rechtfertigung für jede Art von „Krieg“ gegen Juden?
  3. Interpretieren auch hohe Geistliche den Koran so, dass der „Krieg“ gegen Juden gerechtfertigt wird?
  4. Steht eine große Masse von Moslems auf, wenn andere Moslems den Koran angeblich missbrauchen?

Die Antworten auf die Fragen 2-4 lauten: Ja – Ja – Nein.

UPDATE:

Bei den Suren handelt es sich um sog. „Verbalinspirationen“ – also um wortwörtliche Einflüsterungen Allahs, des „einzigen und wahren Gottes“. Für die strenggläubigen saudischen Wahabbiten spricht Allah die Sprache des Koran, arabisch also. Folgerichtig muss Allah Araber und die arabische Nation das auserwählte Volk Gottes sein.

Jede Kritik an auch nur einem Wort des Koran, und mag es noch so unbedeutend erscheinen, wird noch heute als Gotteslästerung in den meisten muslimischen Staaten bestraft, in Saudi-Arabien etwa gar mit der Todesstrafe. Im Prinzip darf der Koran auch heute nicht in andere Sprachen übersetzt werden, da eine solche Übersetzung allein schon die arabische Sprache Allahs verfälsche und eine Interpretation des arabischen Ursprungstextes beinhalte. Weltweit mussten und müssen die Koranschüler den Koran daher in seiner Ursprungssprache lerne. Meist verstehen sie davon nicht mehr als eine phonetische Lautfolge einer fremden Sprache. Die Übersetzung und Interpretation der koranischen Inhalte war jahrhundertelang ausschließlich Korangelehrten vorbehalten. Die Gläubigen hatten kritiklos das zu glauben, was ihnen vorgetragen wurde. Die interpretatorische und theologische Machtstellung der Imame und Ajatollahs war und ist bis zum heutigen Tage unumstritten.

Eine Adaption der Inhalte des Koran an die sich verändernden Zeiten hat es nie gegeben. Und genau hier liegt das Problem:
Denn an mehr als 200 (!) Stellen ruft der Koran zur Verfolgung, ja zum Mord an „Ungläubigen“ auf. Das ist einzigartig innerhalb der Weltreligionen und ohne Frage eine der Hauptursachen für den weltweiten islamistischen Terrorismus. Gewiss, es gibt auch Verse aus der mekkanischen Ära Mohammeds, in welcher er versucht hat, mit relativ friedlichen Mitteln die schon lange vor der Entstehung des Islam im Vorderen Orient lebenden Juden und Christen für seine neue Religion einzunehmen.

Doch nach seiner Vertreibung nach Medina durch eben jene Christen und Juden (622) änderte Mohammed radikal seine Strategie gegenüber den „Ungläubigen“, wie der muslimische Sammelbegriff gegenüber allen Nicht-Muslimen bis auf den heutigen Tag lautet. Wer nicht zum Islam übertrat, wurde verfolgt, getötet oder versklavt. Ein besonders brutales Vorgehen zeigte Mohammed dabei im Jahre 627 n.Chr. gegenüber dem jüdischen Stamm der Quraiza (Banu Kureiza): in seinem Bestreben, Medina „judenrein“ zu machen, ließ er 700 Männer dieses jüdischen Stammes (andere Quellen berichten von über 1.000 Männern) enthaupten und deren Frauen und Kinder versklaven. Es wird berichtet, dass Mohammed bei diesem Massaker selbst aktiv teilgenommen haben soll.

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22 Antworten

  1. […] Die Juden im Koran | Nach der Wahrheit graben – Was sagt eigentlich der Koran über Juden (oder auch Christen)? Ist er wirklich judenfeindlich? Oder doch eher judenfreundlich? Werden Juden überhaupt explizit …… […]

  2. Mit Absicht den Ruf von Islam falsch presentieren, Jeder Verse hat bestimmten Gründen , Moslems damals waren in Gefahr, Juden & Christen waren nicht begeistert von Existanz von Islam, Juden haben friedlich mit Moslime gelebt aber Juden haben eine muslimische Frau nackt gemacht in Straße , und haben mit Islam feinde geplant moslime zu zerstören.. Moslime waren sauer auf Heimtükischen Juden , und haben Juden nicht mehr akzeptiert in Arabischen Halb Inseln..sie haben falsche Informationen über Coran und Islam.. In Coran Islam fördert Respekt und Harmonie mit nicht Moslime, wenn sie uns nicht angreifen…Mohammad hat gesagt, wer einer Demmi weh tut, tut mir auch weh“ Demmi bedeutet Juden u. Christen die zwischen uns Moslime leben.. Man muss sie respektieren und lieben und nicht zwingen Islam anzunehemen.. Aber Moslime sind wie jeder Volk, sich Verteiligen gegen Besatzer ..nur im Fall dass Feinde der Islam , Mislime angreifen , denn muss man sich hart verteiligen aber Christen und Juden töten nur so , steht nicht in Koran… Sie haben mit Absicht Versen ausgesucht , wollen Gehirnwäsche auf Ahnungslosen üben .. Islam ist Frieden und Harmonisch mit Nicht Moslime leben, ich bin für Frieden, zwischen alle Religionen und für nicht lügen orientierte Medien die Hetzen die Welt gegen Moslime…ich liebe Frieden und Wissen…aber Kriege, Lüge, K.o in Welt sind Jobs die Kriminelle…und Geldgier..

  3. Selbst der Koran, wie er heute besteht wurde in frühen Jahren seiner Entstehungsgeschichte geteilt und verändert. Das haben Menschen getan! Dies ist fundiert!

  4. Naj, *sagen* kann man ja viel … aber bezüglich des Verhältnisses der Moslems zu Juden (aber auch Christen) halte ich es eher mit dem „an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ 😉

  5. Hier ist aber einiges falsch interpretiert worden. Zudem kommen fatale Übersetzungsfehler hinzu.
    Daher werde ich NUR einen Fehler korrigieren und darum bitten, wissenschaftlich zu forschen und nicht immer alles zu glauben:
    Die besagte Sure ist nicht 5/56, sondern 5/57.
    Und da heißt es, „…nehmt euch keine Freunde von denen, die über euren Glauben spotten und scherzen, sei es von denen, denen die Schrift vor euch gegeben wurde, oder von den Ungläubigen…“
    Die Wahrheit siegt immer (Gandhi)
    Selam Aleikum

    • Ok, 5,57, das stimmt. Aber es steht sogar in ihrer Übersetzung:
      „nehmt euch keine Freunde von denen, … oder von den Ungläubigen”.
      Die Ungläubigen sind alle Nicht-Muslims und damit auch Juden.

      In einer anderen Übersetzung heißt es:
      „Nehmt euch nicht diejenigen, die mit euer Religion ihren Spott und ihr Spiel treiben, – (Leute) aus dem Kreis derer, die (schon) vor euch die Schrift erhalten haben, – und (auch nicht) die Ungläubigen zu Freunden!“
      http://www.koransuren.de/koran/sure5.html

      Über Übersetzungen lässt sich streiten. Aber schauen Sie doch mal nach Pakistan oder Indonesien oder nach Nigeria oder Ägypten (Christenverfolgung). Da sieht man, wie die Muslims diese Worte verstehen. Und keiner aus der muslimischen Welt protestiert dagegen – ich habe jedenfalls niemanden gehört.

    • Die Wahrheit des Korans ist die die Wahrheit von bereits vorhandner Schriften, wie Apokryphen, wie Fragmente von dem alten Testament, vom neuen Testament, sowie griechischen Fragmenten in Arabischen übertragen sowie Stellen die aus der Fantasie eines Arabers stammen. Daher ist der Koran kein Wunder und auch keine Offenbarung sondern eine Sammlung von Texten die zu jener Zeit schon existierten und dann auch noch Texten die auch noch falsch abgeschrieben worden sind.

      http://www.koransuren.de/koran/sure2.html

      30 „Und (damals) als dein Herr zu den Engeln sagte: „“Ich werde auf der Erde einen Nachfolger (khaliefa) einsetzen““! Sie sagten: „“Willst du auf ihr jemand (vom Geschlecht der Menschen) einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir (Engel) dir lobsingen und deine Heiligkeit preisen?““ Er sagte: „“Ich weiß (vieles), was ihr nicht wißt.“““

      Dies wäre zu verstehen er setzt einen Nachfolger ein auf Erden, sozusagen Gott (im jüdisch-christlichen Sinn) setzt einen Nachfolger von Ihm ein auf Erden und das ist ein Mensch, das ist Adam.

      31 „Und er lehrte Adam alle Namen. Hierauf legte er sie den Engeln vor und sagte: „“Tut mir ihre Namen kund, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt!“““
      32 „Sie sagten: „“Gepriesen seist du! Wir haben kein Wissen außer dem, was du uns (vorher) vermittelt hast. Du bist der, der Bescheid weiß und Weisheit besitzt“““
      33 „Er sagte: „“Adam! Nenne ihnen ihre Namen!““ Als er sie ihnen kundgetan hatte, sagte Allah: „“Habe ich euch nicht gesagt, daß ich die Geheimnisse von Himmel und Erde kenne? Ich weiß (gleichermaßen), was ihr kundgebt, und was ihr (in euch) verborgen haltet.“““

      Das bedeutet die Engel wissen weniger als der Mensch Adam, Adam wird von Gott gelehrt. Adam steht höher als die Engel und weiss mehr als die Engel.
      Und steht ganz im Gegensatz zur biblischen Genesis in der der Mensch Adam unter den Engeln steht, die Engel helfen von Zeit zu Zeit den Menschen, wie auch in der Bibel vermerkt. Jesus Christus sagt auch zu den Menschen sie sollen zu Engeln werden, dann sind sie erlöst.

      34 „Und (damals) als wir zu den Engeln sagten: „“Werft euch vor Adam nieder!““ Da warfen sie sich (alle) nieder, außer lblies. Der weigerte sich und war hochmütig. Er gehörte nämlich zu den Ungläubigen.“

      Das bedeutet die Engel werfen vor Adam nieder, Adam steht höher als die Engel, die Engel beten Adam an. Adam ist der Herr der Engel und wird von den Engeln angebetet.
      Und das ist ein Blasphemie und so steht das nirgendwo in der Thora geschrieben.
      Und ein Engel ist ungläubig, der glaubt nicht an Adam und wirft sich nicht vor Adam nieder?

      Das ist die nächste Blasphemie, denn die gefallenen Engel haben direkt die Majestät Gottes verleugnet und sind daher aus den Himmel ausgestossen worden. Die erscheinen als roter Drache in der Offenbarung oder heiraten die Erdenfrauen. Die gefallenen Engel geben sich selbst als Gott aus und verführen dank ihren magischen Fähigkeiten die unbegabten Menschen und führen sie in die Hölle.

      35 „Und wir sagten: „“Adam! Verweile du und deine Gattin im Paradies, und eßt uneingeschränkt von seinen Früchten, wo ihr wollt! Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Frevlern!“““

      Um das zu verstehen muss man die Thora kennen, welcher der verbotene Baum ist. Das ist der Baum der Erkenntnis.

      36 „Da veranlaßte sie der Satan, einen Fehltritt zu tun, wodurch sie des Paradieses verlustig gingen, und brachte sie so aus dem (paradiesischen) Zustand heraus, in dem sie sich befunden hatten. Und wir sagten: „“Geht (vom Paradies) hinunter (auf die Erde)! Ihr seid (künftig) einander feind. Und ihr sollt auf der Erde (euren) Aufenthalt haben, und Nutznießung auf eine (beschränkte) Zeit.“““

      Dies ist eine schlechte Nacherzählung aus der Genesis und daher kann kein aufrechter Jude und Christ diesen Unsinn glauben, wenn schon im 2.Kapitel des Korans soviel falsches steht. Kein Wunder das es solange verboten war den Koran zu übersetzen, denn dann wären diese irrtümer, Irrlehren sofort offenbar geworden.

      Ihr solltet mal lieber die Heilige Schrift lesen und dann wird euch ein Licht aufgehen.
      Wie schon Jesus Christus vor den Schriftgelehrten und Pharisäern warnte, die gibt es auch heute noch und die wüten noch schlimmer denn je, noch schrecklicher sind Priester und sonstige Gelehrte die meinen der Koran würde irgendeine Wahrheit enthalten, indem sie einige Textstellen zitieren, ohne die entsprechenden Stellen aus der Heiligen Schrift zu zitieren oder gar zu kennen.

  6. Antisemitismus im Islam? Sind doch die Muslime selber ein semitisches Volk, die Araber sprechen eine semitische Sprache.

  7. Was der Koran WIRKLICH zum Judentum sagt…

    Halima Krausen beschreibt, wie der Islam und der Qur’an das Judentum tatsächlich sehen. Ein Beitrag zur Verständigung und Versachlichung von Diskussionen

    von Halima Krausen

    Bevor wir Einzelheiten dessen betrachten, was der Qur’an zum Judentum und zu den Juden sagt, möchte ich einige Vorbemerkungen vorwegschicken:

    Der Qur’an entstand im 7. Jhdt., als die beiden anderen abrahamitischen Religionen schon etabliert waren. Er versteht sich als Niederschlag der religiösen Erfahrung des Propheten Muhammad, die gesondert von Überlieferungen von seinen übrigen Handlungen und Aussagen sowie biographischen Darstellungen schriftlich festgehalten wurde. Der Prophet sah sich selbst in einer Linie u.a. mit den biblischen Propheten, in ähnlicher Weise sollte seine Botschaft auf religiöse Missstände (Götzendienst) und soziale Ungerechtigkeit korrigierend einwirken, darüber hinaus gibt es hier auch einen Ausblick auf die Beziehungen zwischen den monotheistischen Religionen. Zu den Werkzeugen, die für die Bearbeitung des Textes erforderlich sind, gehören:

    Sprache:

    Arabisch ist eine lebendige Sprache, bei der sich in den vergangenen 1400 Jahren naturgemäß Veränderungen ergeben haben, so dass es auch für Muttersprachler notwendig ist, der ursprünglichen Bedeutung nachzuspüren. Schon seit sehr früher Zeit sind daher Wörterbücher und Grammatiken geschrieben worden, und Kommentatoren wie Zamakhshari (12. Jhdt.) und Baidawi (13. Jhdt.) haben großes Gewicht auf sprachliche Aspekte gelegt.

    Da Arabisch und Hebräisch als semitische Sprachen miteinander verwandt sind, kommt es im jüdisch-muslimischen Dialog oft zu einer schnellen Verständigung über Schlüsselbegriffe (z.B. nabî, salâm, dîn etc.).

    Zu den Besonderheiten gehören

    >der Aufbau auf Verbstämmen, aus denen Wörter hergeleitet werden, die zusammen Wortfelder ergeben, mit deren Hilfe man Bedeutungsnuancen erschließen kann – so hängt z.B. Salâm (Friede) mit Islâm (Hingabe, Versöhnung) zusammen und kommt von einer Wurzel, die einen ganzheitlichen, ausgewogenen Zustand impliziert.

    >Verbformen, die ursprünglich eher auf abgeschlossene oder unabgeschlossene Handlungen oder Prozesse hinweisen als auf „Zeiten“ – so wird z.B. der Ausdruck sadaqAllâhul-azîm, den man nach der Qur’anrezitation ausspricht, oft übersetzt mit „G-tt sprach die Wahrheit“, und auf die Offenbarungszeit bezogen, während es eher die Feststellung ist: „G-tt spricht (grundsätzlich) die Wahrheit“, eine unabhängig von der Zeit abgeschlossene Tatsache.

    >der Gebrauch des bestimmten Artikels: er erscheint im Arabischen sehr viel öfter als in europäischen Sprachen, wird aber oft demonstrativ gebraucht, d.h. wenn im Text „die Juden“, „die Christen“ oder „die Araber“ erwähnt werden, geht es nicht um alle Juden, Christen oder Araber, sondern um diejenigen von ihnen, die aus einem bestimmten Zusammenhang bekannt sind.

    Geschichte:

    Anders als die Bibel entstand der Qur’an in einem relativ übersichtlichen Zeitraum von 23 Jahren. In seiner endgültigen Fassung ist er nach hermeneutischen und didaktischen Gesichtspunkten angeordnet als eine kontinuierliche Lesung, und tatsächlich haben viele Muslime eine bestimmte Routine, nach der sie den Qur’an immer wieder ganz lesen, sei es im Ramadan, zu bestimmten Anlässen oder ganz einfach in Form einer täglichen Lesung. Gleichzeitig ist aber die chronologische Abfolge immer wichtig genug geblieben, um zumindest in groben Umrissen in der Kopfzeile jeder Sura angedeutet zu werden. Darüberhinaus ist die Kenntnis des historischen Hintergrundes jedes einzelnen Abschnittes (auch eine Sura ist nicht immer als Ganzes entstanden) als wesentliche Voraussetzung zur verbindlichen Interpretation. Seit jeher hat man sich daher mit den Offenbarungsanlässen (asbab an-nuzûl) beschäftigt (wenn auch die Überlieferungen, die dabei eine Rolle spielen, selbst der kritischen Untersuchung zu unterziehen sind). Dies wird an den islamischen Hochschulen auch weltweit zumindest formal gelehrt. Der Kommentar von Tabari (10. Jhdt.), der auch für seine Sammlung von Geschichtsüberlieferungen bekannt ist, befaßt sich schwerpunktmäßig vor allem mit historischen Hintergründen. Abgesehen davon setzt der Qur’an die Kenntnis älterer (u.a. biblischer) Traditionen voraus. Wo diese Kenntnis fehlt, bleiben Anspielungen auf deren Inhalte zumindest schwer verständlich.

    Systematik:

    Da ist einmal der Zusammenhang im Text selbst zu beachten, denn wie in jeder anderen Schrift (und das braucht nicht einmal eine heilige Schrift zu sein) kann man aus isolierten Bruchstücken von Versen oder gar Sätzen das Gegenteil dessen herleiten, was intendiert ist (sowohl muslimische Extremisten als auch antiislamische Polemiker benutzen auf diese Weise den Text gern im Steinbruchverfahren).

    Ein weiterer Punkt ist die thematische Arbeit, indem man systematisch ein bestimmtes Thema verfolgt – in unserem Fall Judentum und Juden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die methodischen Grundbegriffe zu kennen und der Frage nachzugehen, ob z.B. eine Aussage allgemeingültig (‚amm) oder speziell (khass), grundsätzlich (mujmal) oder erläuternd (mufassir) ist und auf welcher der verschiedenen äußeren und inneren Bedeutungsebenen wir uns bewegen.

    Darüber hinaus weist der Qur’an selbst wiederholt darauf hin, dass er im Zusammenhang mit anderen „Zeichen G-ttes“ in der Natur, der Geschichte und anderen heiligen Schriften gelesen und verstanden werden will. In Verbindung mit der Sunna (der Praxis des Propheten und der Urgemeinde) und Vernunftmethoden ist der Qur’an schließlich eine Grundlage zum Ijtihâd (wörtl. intensive Bemühung, Rechtsfindung aus islamischen Prinzipien für eine gegebene Problemstellung).

    Zwei Drittel des Qur’an wurden in Mekka offenbart, wo Muhammad geboren wurde, den Kaufmannsberuf erlernte und ausübte und eine Familie gründete. Hier erfahren wir auch von seinem Engagement für soziale Gerechtigkeit und seine religiöse Suche. Mekka lag an der Kreuzung von antiken Handelsstraßen, die vier Kontinente miteinander verbanden. Auf diese Weise war Reichtum zustande gekommen, aber auch eine tiefe Kluft zwischen arm und Reich. Abgesehen davon war Mekka ein Zentrum der Pilgerfahrt zu einem uralten Heiligtum, das allerdings damals mit polytheistischen Kulten verbunden war, während einige Menschen immer noch mit den mündlichen Überlieferungen vertraut waren, die ihre Abstammung von Abraham herleiteten, und sich ihrer Verwandtschaft mit ihren jüdischen Kollegen und Konkurrenten durchaus bewusst waren, manchmal sogar eigene monotheistische Ansätze suchten (Hanifen). Abgesehen von jüdischen Kaufleuten gab es auf der arabischen Halbinsel jüdische oder judaisierte Stämme sowie vereinzelte Christen. Muhammads Kritik richtete sich gegen Polytheismus und soziale Ungerechtigkeit, und seine Zukunftshoffnung war auf den Glauben an den Einen G-tt und die Verantwortung vor Ihm begründet.

    In den mekkanischen Abschnitten des Qur’an finden wir also allgemeine Grundsätze von Glauben und Ethik mit einer Betonung der individuellen Verantwortlichkeit, darunter auch einen konzentrierten Abschnitt in Sura 17:22-38, der klare Parallelen zum biblischen Dekalog aufweist. Darüber hinaus finden wir Warnungen vor Arroganz, Unrecht und Achtlosigkeit, für die Menschen am Tag des göttlichen Gerichts zur Rechenschaft gezogen werden, die Verheißung der Früchte von Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und guten Handlungen, die in einem zukünftigen Garten zu ernten sind (vgl. z.B. Sura 107:1-7; 99:6-8; 95:1-8 usw.) sowie Rückverweise auf die Erfahrungen älterer Gesandter G-ttes und früherer Generationen (z.B. Sura 21:48-93).

    In Medina werden die Texte komplexer. Nach der Auswanderung (Hijra) finden wir als neuen Schwerpunkt die Bezugnahme auf Gemeinschaftsbildung. Um die Wurzeln späterer Konflikte verstehen zu können, ist es erforderlich, die Vorgeschichte zu untersuchen. Allem Anschein nach gab es mehrere Generationen vor der Hijra eine Vorherrschaft der lokalen jüdischen Stämme, von der sich die arabischen Stämme lösten und einen unabhängigen Status, vielleicht sogar eine Umkehrung der Verhältnisse erreichten. Hier ist noch einiges an Forschung notwendig. Jedenfalls gab es unmittelbar vor der Hijra eine generationenlange Fehde mit jüdischen und arabischen Stammesgruppen auf beiden Seiten, die zu einer allgemeinen Erschöpfung führte. Eine friedliche Lösung erhoffte man sich von der Vermittlung Muhammads, der daher zusammen mit den in Mekka verfolgten frühen Muslimen eingeladen wurde. Das Ergebnis war tatsächlich ein Friedensschluss und ein Vertrag, der den Stadtstaat „Madinatun-Nabi“ als Föderation autonomer Stämme mit einer gemeinsamen Außen- und Verteidigungspolitik begründete. Die arabischen Stämme nahmen dabei mehr oder weniger aufrichtig den Islam an, und die jüdischen Stämme behielten ihre gesellschaftliche und religiöse Identität und ihre interne Rechtsautonomie. Ein happy end?

    In Wirklichkeit ist jedoch ein Friedensabkommen immer ein Neuanfang mit neuen Herausforderungen: Welche Hoffnungen und Erwartungen hatten die beteiligten gesellschaftlichen Gruppen damit verbunden, und wie weit sind sie erfüllbar? Wie geht man mit Spannungen um, die schon zur Tradition geworden waren? Wie wirkt sich der Übergang von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft aus? Was wird aus den Ambitionen derer, die vom Krieg Vorteile hatten?

    Im Fall von Medina haben wir verschiedene, oft widersprüchliche Berichte von der Dynamik zwischen den verschiedenen Gesellschaftsgruppe und Individuen. Muslime sind meistens vertraut mit der Art und Weise, wie der Prophet die Muhâjirûn (Auswanderer) und die Ansâr (Helfer in der lokalen Bevölkerung) miteinander integrierte, mit den zahllosen Beispielen von Solidarität und Austausch. Andererseits erfahren wir von der Enttäuschung einiger arabischer Stammesführer darüber, dass die opportunistischen (munâfiq) Motive hinter ihrem Übertritt nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wir fragen uns nach den Folgen von Rückschlägen und materiellen Engpässen auf die jeweiligen Stämme und Sippen. Wir finden Spuren von Dialog und Polemik zwischen Religionsgemeinschaften, und hören von Einzelnen, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechtssystemen für eigene Zwecke zu nutzen versuchten. Dass es nach außen zu Zusammenstößen mit den heidnischen Quraish kam, hat jedenfalls praktische Versuche zu einer tiefergreifenden Versöhnung erheblich behindert.

    In diesem Zusammenhang gab es einige Führer von Munâfiqûn und jüdischen Stämmen, die sich Hintertürchen offen hielten und mit dem Feind paktierten. Es braucht mehr als die traditionellen asbab an-nuzûl, um die soziopolitischen Hintergründe der inneren Konflikte zu klären, die daraus folgen, und die relevanten Qur’antexte von diesem Gesichtspunkt her zu betrachten.

    Wie in Mekka gibt es Rückblicke auf Erfahrungen früherer prophetischer Gestalten und ihrer Gemeinschaften, jetzt aber auch zur Veranschaulichung von praktischen und ethischen Fragen. In unserem Zusammenhang wichtig ist die Bezugnahme auf die „Leute der Schrift“ im Hinblick auf das Zusammenleben mit ihnen, aber auch als kritische Lektion für die junge Gemeinschaft der Muslime, die erst im Entstehen begriffen war und noch keine einschlägigen eigenen Erfahrungen hatte. Wir finden

    Kritik an Lehren und Praktiken in lokalen jüdischen (und christlichen) Gruppierungen

    (Allem Anschein nach gehörten diese Gruppierungen nicht dem „Mainstream“, ihrer jeweiligen religiösen Tradition an, denn sonst wären einige dieser Kritikpunkte unzutreffend.)

    Es fällt auf, dass im Qur’an die „Kinder Israel“ oft direkt angesprochen werden, im Sinne von „erinnert euch an G-ttes Gnade und haltet euren Bund“, auch im Zusammenhang mit Tadel für die Nichteinhaltung der Gebote, wenn auch sanfter als bei den biblischen Propheten (z.B. 4:40-42). Die Inhalte treffen aber generell auf jede Gemeinschaft zu, die auf einem Bund mit G-tt und ethischen Prinzipien beruht und in Stagnation und Selbstsucht abgleitet, und die erwähnten Werte sind durchaus Teil des islamischen ethisch-rechtlichen Systems wie z.B. der Gedanke in Sura 5:35: „… wenn jemand einen Menschen tötet …, ist es, als ob er die ganze Menschheit getötet hätte, und wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, ist es, als ob er der ganzen Menschheit das Leben gerettet hätte.“ Die Lehren aus diesen exemplarischen Ermahnungen treffen nicht unbedingt auf die Juden in der übrigen Welt zu, wohl aber auf Muslime zukünftiger Generationen wie im folgenden Beispiel:

    Und (denke daran), wie Wir mit den Kindern Israel einen Bund schlossen: Dient keinem außer Mir und (erweist) den Eltern Güte und den Verwandten und den Waisen und den Armen und verwirklicht das Gebet und gebt die Spende. Dann wandtet ihr euch ab und rebelliertet bis auf wenige von euch. (2:83)

    Anfangs wird allgemein der Leser angesprochen (aller Wahrscheinlichkeit ein Muslim) und an den Bund G-ttes mit den Kindern Israel mit allen Implikationen erinnert. Dann folgt eine unerwartete Wendung zur zweiten Person Plural. Ist damit eine direkte Kritik an lokalen Gruppen für die Abwendung von Prinzipien intendiert bzw. eine Kritik an Juden, für die es zutrifft? Oder wendet sich die Anrede an die muslimischen Leser zur präventiven Reflexion oder Selbstkritik? Oder ist es vielleicht beides?

    Wichtig ist jedenfalls, dass es nicht um „alle“ geht und dass es durchaus Angehörige der betreffenden Gemeinschaft gibt, die treu an ihrem Bund festhalten. Auf die „Leute der Schrift“ bezogen wird dies noch stärker in Sura 3:113-115 betont:

    Sie sind nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine Gemeinschaft, die (für das Rechte) einsteht. Sie tragen in der Nacht G-ttes Zeichen vor und werfen sich (vor Ihm) nieder. Sie glauben an G-tt und an den Jüngsten Tag und regen zum Guten an und verwehren Böses und wetteifern miteinander zum Guten. Sie gehören zu den Rechtschaffenen. Was sie an Gutem tun, nichts wird ihnen vorenthalten, und G-tt kennt die Achtsamen.

    Daher ist ein weiterer Punkt die Kritik an Absolutheitsansprüchen.

    Grundsätzlich betont der Qur’an wiederholt, dass es im wesentlichen dieselbe Botschaft war, die die prophetischen Lehrer im Laufe der Menschheitsgeschichte den Völkern und Generationen gebracht haben, und beklagt Haltungen, die religiöse Unterschiede zum Vorwand für Konflikte und Spaltungen nehmen (siehe z.B. Sura 42:13-15). Tatsächliche inter- und intrareligiöse Spannungen, die zur Prophetenzeit bekannt waren, spiegeln sich z.B. in Sura 2:113:

    Die Juden sagen: die Christen fußen auf nichts, und die Christen sagen: die Juden fußen auf nichts, und doch studieren beide die Schrift. Gleicher Art, gerade wie sie, redeten auch diejenigen, die kein Wissen hatten. Aber G-tt entscheidet am Tag der Auferstehung zwischen dem, worin sie uneins waren.

    Trotz gegenseitiger Polemik gab es aber offensichtlich damals auch Juden und Christen, die auf konstruktive Weise zusammenlebten. Somit wäre der bestimmte Artikel irreführend, wenn wir darunter „alle“ verstehen würden, und es ist ein Missbrauch, wenn er absichtlich auf „alle“ bezogen wird, wie es leider immer wieder geschieht. Der bestimmte Artikel verweist, wie zuvor erwähnt, auf als bekannt vorausgesetzte Beispiele, und niemand käme beispielsweise auf den Gedanken, das Wort al-A’râb in Sura 9:97: „Die Wüstenaraber sind am hartnäckigsten in der Ablehnung und der Heuchelei …“ so zu verstehen, als ob es auf alle Wüstenaraber oder gar alle Araber Bezug nähme!

    Statt ihre Lektion zu lernen, sind Muslime jedoch mittlerweile Teil der Kontroverse geworden. Die Diskriminierung der „Leute der Schrift“ in Geschichte und Gegenwart war bei Muslimen vielleicht „nicht so schlimm wie bei anderen“; vielleicht gab es weniger Zwangsmaßnahmen und Vertreibungen und auf weite Strecken ein fruchtbares Zusammenleben (z.B. Andalusien, Palästina, der indische Subkontinent). Aber am Ideal gemessen bleibt immer noch viel zu wünschen übrig.

    Das bringt uns zu dem qur’anischen Vorwurf des Missbrauchs oder der Entstellung von heiligen Schriften.

    Im modernen Diskurs taucht gegenüber den „Leuten der Schrift“ oft der Vorwurf auf, sie hätten die Bibel „verfälscht“, wobei u.a. auf Sura 3:78 verwiesen wird:

    Unter ihnen gibt es eine Gruppe, die mit ihren Zungen die Schrift verdrehen, so dass ihr meint, es ei aus der Schrift, während es nicht in der Schrift ist, und sie sagen: „Es ist von G-tt“, während es nicht von G-tt ist, und sie sprechen bewusst eine Lüge gegen G-tt aus.

    Im Zusammenhang mit unserem Thema möchte ich mich hier auf die Torah beschränken und auf verschiedene Sichtweisen hinweisen, die von Fachleuten vertreten werden. Sie reichen von der Auffassung, die sich zumindest teilweise mit orthodoxen jüdischen Positionen deckt, dass nämlich die gesamte Torah Mose gegeben wurde (z.B. Shah Waliullah, gest. 1763; Muhammad Abduh, gest. 1905) über die Auffassung, sie sei sinngemäß (bil ma’na) offenbart worden, bis hin zu Vorstellungen von einer Integration verbal inspirierter Lehren in eine Rahmenerzählung des Lebens und Wirkens prophetischer Persönlichkeiten und der Schlüsselerfahrungen der Kinder Israel zu einem einzigartigen, die Generationen umspannenden Gefüge – letzteres auch in Verbindung mit Ergebnissen der historisch-kritischen Bibelforschung. Allerdings gibt es unter muslimischen Gelehrten nie die Vorstellung, die ganze Torah sei Menschenwerk.

    Andererseits kennen Gelehrte aller Schriftreligionen, auch der Muslime, sehr wohl die Versuchungen, denen man bei der Auslegung der Schriften ausgesetzt ist, und die Notwendigkeit der Selbstdisziplin und Aufrichtigkeit bei der Predigt und Lehre. Inzwischen gibt es in allen drei Religionen Beispiele von selektiver Auslegung, absichtlich oder unabsichtlich, zugunsten bestimmter Interessen, die nicht nur dem Ruf der Religion überhaupt Schaden zugefügt, sondern ganz konkret Menschenleben gefordert haben.

    Kritik an Treulosigkeit seitens der „Leute der Schrift“

    Es gibt im Qur’an wenig direkte Bezugnahme auf Konflikte speziell mit den jüdischen Stämmen in Medina. So bezieht sich z.B. Sura 8:48-61 auf die Qainuqah nach dem Kampf von Badr 624 n.C., Sura 49:2-11 auf die Banu Nadir nach dem Kampf von Uhud 625 n.C. und Sura 22:22-27 auf die Banu Quraiza nach dem Grabenkrieg 627 n.C.. In kriegsbezogenen Texten geht es sonst um die Auseinandersetzung mit den heidnischen Quraish in Mekka. Zu wenig erforscht ist bislang noch die Verbindung zwischen den Munâfiqûn und einigen jüdischen Stammesführern. Der Schock, dass es Mitmonotheisten gab, die mit polytheistischen Feinden gemeinsame Sache machten, muss für die Muslime aber ebenso stark gewesen sein wie die ernüchternde Erkenntnis, dass es in den eigenen Reihen verräterische Elemente gab. Während man sich auf den ersten Blick vor „anderen“ durch Abgrenzung schützen kann, wird es bei den Munâfiqûn problematischer, denn „wenn du sie anschaust, bewunderst du ihr Äußeres, und wenn sie sprechen, hörst du ihnen zu … sie sind der Feind, also hüte dich vor ihnen“ (Sura 63:6).

    Da die Munâfiqûn aber formaljuristisch der Umma der Muslime angehörten, wurde bei der Bestrafung von Verratsfällen islamisches Recht angewandt. Für die Juden galt demgegenüber jüdisches Recht, und zwar nach ihrem eigenen Verständnis, das nicht deckungsgleich mit den Rechtsvorstellungen von Juden anderswo in der Welt gewesen sein muss, und nicht einmal der Prophet selbst hatte die Möglichkeit, hier eigenmächtig einzugreifen. Nach dieser Rechtsauffassung wurden im Fall der Banu Quraiza die kampffähigen Männer hingerichtet, andere Stämme wurden ausgewiesen, und die übrigen jüdischen Gruppen wurden unter den Schutz der Muslime gestellt. Hier bleibt für Historiker einiges zu klären, und die Forschung sollte nicht durch Idealisierung oder die grundsätzliche Vorverurteilung der einen oder anderen Seite beeinträchtigt werden.

    Für alle ist jedoch angeraten zu lernen, welche Schritte nach einem „Friedensvertrag“ zur tatsächlichen Aussöhnung und Vertrauensbildung notwendig sind.

    Und schließlich gibt es Aussagen der Wertschätzung der „Leute der Schrift“ und die Einladung, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, wie sie auch in einer Kalligraphie über dem Haupteingang unseres Zentrums enthalten ist:

    „Sprich: Ihr Leute der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, das zwischen uns und euch gleich ist: dass wir niemandem dienen außer G-tt und Ihm nichts zur Seite setzen und dass nicht die einen von uns die anderen als Herren neben G-tt annehmen …“ (Sura 3:64).

    Chronologisch verlaufen parallel zu den Kritik aussprechenden und auf den Konflikt bezogenen speziellen Texten allgemeine Aussagen zur Koexistenz zumindest der drei abrahamitischen Religionen und münden ein in den Ausblick in Sura 5:47-51

    Wir hatten die Torah niedergesandt mit Führung und Licht darin. Danach haben die Propheten, die sich (G-tt) hingegeben hatten, den Juden (alladhîna hâdû – kann auch übersetzt werden: „denen, die Rechtleitung empfangen haben“) Recht gesprochen, und desgleichen die Rabbiner und Gelehrten, denn ihnen war befohlen, an G-ttes Schrift festzuhalten, und sie waren Zeugen dafür. Also fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Zeichen um einen geringfügigen Preis. Und wer nicht nach dem richtet, was G-tt niedergesandt hat – sie sind die Leugner (kâfirûn). … Und Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging, und Wir gaben ihm das Evangelium mit Führung und Licht darin, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging … Und Wir haben dir die Schrift in Wahrheit niedergesandt, das bestätigend, was ihr an Schrift voranging und zur Bewahrung dessen. Richte also zwischen ihnen nach dem, was G-tt niedergesandt hat, und folge nicht ihren Wünschen gegen die Wahrheit, die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben Wir ein ethisch-rechtliches System (shir’ah) und einen Weg (minhaj) gegeben. Wenn G-tt gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Er will euch jedoch prüfen durch das, was Er euch gegeben hat. Wetteifert also miteinander zum Guten. Zu G-tt ist euer aller Heimkehr, dann wird Er euch über das aufklären, worin ihr uneinig gewesen seid.

    Die Entwicklung in Medina lässt uns mit ernsthaften Fragen, die uns bis heute beschäftigen: Wie können verschiedene gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Gruppen miteinander in einer Stadt, in einem Staat, in einer Welt leben? Ist Einheit nur als Uniformität denkbar? Geht es um ein System mit einer herrschenden Gruppe und Minderheiten, um Kultur und Subkulturen? Wie wäre eine echte multikulturelle Gesellschaft zu gestalten? Die muslimischen Reiche waren immer multiethnische und multireligiöse Gebilde, und es gab immer wieder die Herausforderung, mit Konflikten umzugehen, die durch materielle Versorgungsengpässe, interne Machtkämpfe und dergleichen zustandekamen. Die Welt wird immer komplexer, und es ist an der Zeit, sich gemeinsam Gedanken zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft zu machen.

    In diesem Zusammenhang sehe ich einige „Hausaufgaben“. Zunächst die für die Muslime:

    Es ist wichtig, dass wir auf breiter Basis den Qur’an gewissenhaft lesen, also nicht nur im rituellen Zusammenhang rezitieren und schon gar nicht als Steinbruch für irgendwelche Ideologien benutzen. Offenbarung bringt keine einfachen Instant-Lösungen für Probleme, sondern Denkanstöße für verantwortliche menschliche Entscheidungen.

    In diesem Zusammenhang dürfen wir es nicht dabei bewenden lassen, früheren Propheten und heiligen Schriften verbale Anerkennung zu zollen. Es ist an der Zeit, das aufzuholen, was wir in den letzten 1400 Jahren versäumt haben, und uns inhaltlich damit auseinandersetzen – zum besseren Verständnis anderer religiöser Traditionen und unserer eigenen Grundlagen.

    Und schließlich ist es notwendig, die Geschichte kritisch aufzuarbeiten. Es ist sicher wichtig, vorbildliche Persönlichkeiten zur Orientierung für unsere jüngere Generation hervorzuheben. Aber Geschichte ist mehr als ein Epos, wenn wir wirklich davon lernen wollen.

    Insgesamt ist viel Forschungs- und Erziehungsarbeit zu leisten, denn ähnliche Aufgaben gibt es in jeder religiösen Tradition, abgesehen davon, dass wir einander besser kennenlernen und eine gegenseitige Vertrauensbasis schaffen müssen. Das bringt uns gleichzeitig näher an unsere gemeinsame Verantwortung, „den Garten zu bebauen und zu bewahren“ (Gen. 2:15) bzw. „G-ttes Statthalter auf Erden“ (2:30) zu sein, denn im Zeitalter der globalen Kommunikation und Interaktion kann dies nicht mehr so verstanden werden, als ob es einer Nation oder Glaubensgemeinschaft vorbehalten wäre.

    Halima Krausen ist am Islamischen Zentrum Hamburg tätig und bei der Initiative für Islamische Studien.

    • Nachträglich kann alles mögliche hineininterpretiert werden, dann kann auch noch jedes Wort verdeht oder Sätze anders verstanden werden etc.aber es ist alles eine männlich-menschliche Vorstellung von einem Gott

  8. m Quran nennt Gott die Juden und Christen „Leute der Schrift“, und Er unterrichtet die Muslime sehr detailliert über ihre den Juden und Christen gegenüber bestehende Verantwortung. Die Völker der Schrift sind sich bewusst über das Geheiligte und das Weltliche, und sie gründen ihre moralischen Prinzipien auf die göttliche Inspiration. Entsprechend der im Quran gepredigten Moral und entsprechend der praktizierten Moral unseres Propheten – möge Gott ihn segnen und Frieden auf ihm sein lassen – müssen Muslime das jüdische Volk und die Christen mit Liebe, Fürsorge, Toleranz und Respekt behandeln. Der Aufruf der Muslime an die Juden und Christen steht im Quran so geschrieben:

    …“Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist ein und derselbe. Und Ihm sind wir ergeben.“ (Quran, 29:46)

    Dieser Aufruf macht die Ansicht der Muslime über die Völker der Schrift unmissverständlich klar: Wir leben nach den moralischen Prinzipien, die in unseren heiligen Büchern niedergelegt sind, und wir respektieren die von Gott gesetzten Grenzen, indem wir die von unserem Herrn gesandten Botschafter lieben und respektieren und indem wir an den einen Gott glauben. Dies verpflichtet uns, einander fürsorglich, verständnisvoll, respektvoll und liebevoll zu behandeln.

    Wir alle lieben und respektieren dieselben Propheten.

    Muslime glauben an alle Propheten, die gesandt worden sind. Sie glauben an die heiligen Bücher, die die Propheten den Völkern in vergangenen Zeiten gebracht haben. Ein Quranvers erklärt dies:

    Sprich: „Wir glauben an Allah und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was auf Abraham und Ismail und Isaak und Jakob und die Stämme herabgesandt worden war, und was Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen, und Ihm sind wir ergeben.“ (Quran, 3:84)

    Die Propheten Adam, Noah, Abraham, Isaak, Joseph, Aaron, David, Salomon, Johannes, Jesus und Moses – Friede sei mit ihnen allen – sind von großer Bedeutung sowohl für Muslime als auch für Juden und Christen.

    Der Respekt der Juden für Moses, der auch einer unserer Propheten ist und ihre enge Verbundenheit mit ihm über tausende Jahre hinweg, sind sehr wichtig für aufrichtige Muslime. Die große Liebe der Christen für Jesus und ihre tief empfundene Bindung an ihn sind ebenso wichtig für Muslime, und natürlich sind die, die Liebe und Respekt für die Propheten Jakob, Isaak, Ismail, Abraham, Lot, Hiob, Moses, Jesus, Johannes und andere Propheten empfinden, hochgeachtete Menschen, für die die Muslime eine natürliche Zuneigung empfinden und denen sie mit Verständnis und Mitgefühl begegnen. Ein anderes Verhalten ist undenkbar.

    Die Islamwissenschaften in Europa und Amerika wurden nur erschaffen um gegen Muslime zu gehen. Deshalb werdet ihr leser lediglich negative Intepretationen des Koran´s im Net finden. Ihr solltet bitte aufpassen von wem die Intepretationen stammen.
    Diese Seite hier ist sicherlich keine geeignete Seite um sich mit Islam zu beschäftigen. Wer sich wirklich mit Islam und der Wahrheit beschäftigen möchte und die Wunder des Koran´s kennen lernen möchte, dann kann ich nur diese Seite http://www.harunyahya.de/ empfehlen. Wer sich diese Seite öffnet und ohne Vorurteile ließt, diser Mensch wird die Wahrheit kennen lernen und zur Islam wechseln!!

    • Schöne sandstreuende Werbe-Botschaft.
      Ich verweise nur auf meinen letzten Kommentar

  9. […] […]

  10. In Sure 2: 62 heißt es:

    „Diejenigen, die glauben (d.h. die Muslime) und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Sabier, – (alle) die, die an Gott und den jüngsten Tag glauben und tun, was recht ist, denen steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein.“

    Zitiert nach Paret, S. 17.

    Man sieht, es gibt auch solche Aussagen über Juden im Koran. Ganz so einfach und eindeutig, wie es gerne dargestellt wird, ist es dann doch nicht.

    • @Mustermann

      Es gibt auch freundliche Aussagen über Juden und Christen im Koran. Und es gibt auch eine Menge Moslems, die Juden und Christen freundlich gesinnt sind.

      Aber: 1. Überwiegen die judenfeindlichen Aussagen im Koran und müssen 2. geschichtlich verstanden werden. Die judenfreundlichen Aussagen kamen in einer Zeit, als Mohammed noch versuchte, die Juden aus Bündnisgenossen zu gewinnen (es gab in Mekka jüdische Stämme). Als diese sich dann weigerten, schlug auch die Stimmung im Koran entsprechend um.
      Und dieser Passus in der von Ihnen zitierten Sure „und tun, was recht ist“ – was glauben Sie wohl, was das bedeutet? Ein Leben nach der Scharia. Wenn also Juden und Christen ihrem Glauben abschwören und nach dem leben, was „recht ist“ – also, was der Koran und die Scharia sagen – dann müssen sie auch nicht traurig sein.

      Und: Entscheidend ist doch auch, wie der Koran heute gelebt wird. Und viele Moslems, gerade die in arabischen Ländern, begründen ihre Feindschaft und ihre Abscheu gegen Juden mit dem Koran. Lesen Sie z.B. die Charta der Hamas.

  11. Aus dem Sinn gerissen? Hmm.
    Wenn Ihr Imam Ihnen Dinge wie Toleranz predigt – gut. Da freut man sich.
    Aber abzustreiten, dass es im Koran und in den Hadithen Juden- und Christenfeindliche Teile gibt, die heute von Extremisten benutzt werden, um ihre Terroranschläge zu rechtfertigen … so weit wollen Sie nicht gehen, oder?

  12. wie war das der islam eine friedliche religion ist?
    sieht für mich auch ein wenig aus dem sinn gerissen aus
    zb das mit den götzendienern töten is ja klar das die leser damit jetzt die juden und christen in verbindung bringen obwohl es so nicht ist
    in der moschee predigt uns der imam das der islam von uns eine toleranz gegen die anderen religionen und glaubensrichtungen verlangt.

    und für alle mit ihren ich bin sunite oder shiite oder sonstwas..

    In der Khutbatul Wada‘ (auch bekannt als die Abschiedspredigt des Propheten Muhammad, Allahs Frieden und Segen auf ihm) heißt es:

    „Die Muslime werden sich in 73 Gruppen spalten. Alle gehen in die Hölle, bis auf eine. Es ist die, in der ich und meine Gefährten sich heute befinden.

    mfg

  13. ähh-so ganz kann ich doch noch nicht schweigen, muss aber loswerden, dass aus meiner Sicht als Angehörige der shiitischen Rechtsschule, bald nach Muhammeds Tod der Islam sich in eine Richtung entwickelt hat, die nicht der Lehre entsprach. Wir Shiiten sind ja überzeugt, dass eine ganz andere Nachfolgeregelung bestand. D.h. nicht nur Andersgläubige, sondern auch Kritiker der Herrschenden wurden übelst unterdrückt. Was sich also entwickelt hat an eigenartigen Umgangsweisen mit „Dhimmis“ ist auf die eigentliche Lehre nicht zurückzuführen (ebenso wenig wie die Eroberungskriege sog. islamischer Herrscher).

    Nunja-jeder Angehörige jeder Religion weiß wohl, dass die Lehre und deren Praxis oft genug zwei verschiedene Dinge sind.

    Es gibt jedenfalls islamisch gesehen keine grundsätzliche Feindschaft zu Juden oder Christen, wie denn auch, wir gründen auf die selben Wurzeln.

    So, nun ist aber gut.

  14. Guten Abend Markus,
    puh, das ist hier sehr umfangreich und es wird mir nicht gelingen, dass alles zu kommentieren und die entsprechenden Ereignisse zu datieren. Kann ich auf Wunsch gerne versuchen, aber das dauert.
    Relativ spontan: Du beschreibst Ibn Kathir als wichtigsten Korankommentatoren-ich kenne den ehrlich gesagt gar nicht. Da Du die wahabitische Richtung erwähnst, wirst Du vielleicht auch wissen, dass die Saudis da einen Sonderweg gehen. Für sie sind selbst die meisten anderen Muslime schon ungläubig, wenn sie nicht die in ihren Augen einzig richtige Auslegung befolgen. Sie treten zwar massiv auf (ist ja auch genug Geld da), repräsentieren aber nicht die Angehörigen der vier sunnitischen und der shiitischen Rechtsschulen.

    Ich habe jetzt mal bei Amir Zaidan nachgelesen, das ist ein sunnitischer Tafsir (einen shiitischen habe ich nicht in Deutsch), der sich aber um möglichst sprachliche Genauigkeit bemüht.

    Ob der Offenbarungszeitpunkt der Sure At-Tauba vor oder nach dem Grabenkrieg liegt, kann ich wie gesagt nicht so schnell herausfinden. Es handelt sich aber jedenfalls um eine in Medina geoffenbarte Sure.
    In Deinen Erläuterungen klingt es so, als hätten die Muslime Medina gegen den Willen der Bewohner in Besitz genommen. So war es aber nicht, im Gegenteil, Muhammed wurde dorthin gerufen, weil er einen Ruf als Friedensstifter hatte und die Bewohner dort hoffnungslos zerstritten waren.
    So wurde also die erste muslimische Regierung eingerichtet und Verträge mit den dort lebenden Stämmen geschlossen. Einige, durchaus nicht alle, jüdischen Stämme wurden vertragsbrüchig und verbündeten sich mit den Feinden der Muslime aus Mekka. Muhammed und seine Gemeinde wurden aber beileibe nicht von „Christen und Juden“ aus Mekka vertrieben, sondern von den polytheistischen Mitgliedern ihrer eigenen Stämme. Und zwar deswegen, weil diese um die Einnahmen durch die jährliche Pilgerfahrt fürchteten und weil der Islam eine Religion der Unterdrückten und Entrechteten ist, d.h. es ging an ihre Privilegien und Geldbeutel.

    Deshalb ist es auch völlig falsch zu behaupten, wer sich nicht bekehrt habe, sei verfolgt worden. Hierbei ging es wie gesagt um diejenigen, die Hochverrat begingen und damit alle anderen Bewohner Medinas, egal welcher Religion, in Gefahr brachten. Die Behauptung, es habe die Stadt „judenrein“ gemacht werden sollen, ist eine böse Unterstellung. Diese große Hinrichtung der Banu Qureiza ist in der Tat ein trauriges Ereignis, dem aber wie gesagt ein nicht nur einmaliger Verrat vorausgegangen ist.

    Also Amir Zaidan übersetzt At-Tauba Vers 5-6 folgendermaßen:

    „Wenn jedoch die Haram Monate vergangen sind, dann tötet die vertragsbrüchigen Muschrik, überall wo ihr sie antrefft, nehmt sie gefangen, belagert sie und überwacht sie überall. Wenn sie jedoch bereut, das rituelle Gebet ordnungsgemäß verrichtet und die Zakat gezahlt haben, dann lasst von ihnen ab. Gewiss, Allah ist allvergebend, gnädig“
    – soweit Vers 5, zur Erklärung: mit Muschrik sind die Menschen gemeint, die Shirk begehen, also Gottesdienst der nicht ausschließlich an Allah gerichtet ist. Die Haram-Monate sind diejenigen im islamischen Kalender, in denen keine Krieg geführt werden darf. Das Wort „belagert“ kann laut Zaidan auch „den Zugang zur Kaaba verwehren“ bedeuten.

    weiter mit Vers6:
    „Und sollte einer von den (vertragsbrüchigen) Muschrik dich um Asyl bitten, dann gewähre ihm Asyl, bis er die Worte von Allah vernommen hat, dann geleite ihn zum Ort seiner Sicherheit. Dies ist so, weil sie Menschen sind, die nicht wissen“

    Eigentlich gehört zum Verständnis der vorangehende Vers 4, in dem (jenseitige) Strafen für die Mushrik angekündigt werden und für dieses Leben gesagt wird, dass Allah und sein Gesandter sich von ihnen abgewandt haben (bitte beachten, dass damit alle Götzenanbeter gemeint sind und sich das nicht auf Juden oder Christen gezielt bezieht).
    Also, Vers 4:

    „Ausgenommen davon sind diejenigen Mushrik, mit denen ihr ein Abkommen geschlossen habt, und die dann euch gegenüber in keiner Weise vertragsbrüchig wurden.und niemanden (von euren Feinden) gegen euch unterstützt haben, für diese erfüllt ihren Vertrag bis zu dem mit ihnen vereinbarten Ende. Gewiss, Allah liebt die Muttaqi.“

    In Vers 7 folgt dann nochmals eine Aufforderung vertragstreu zu sein.

    Soweit dazu.
    Deine Kritik an der Unwissenheit vieler Muslime kann ich zum Teil bestätigen, jedenfalls in der Vergangenheit wurden die Leute von wirklich religiöser Bildung ferngehalten (ähnlich wie es ja auch die katholische Kirche getan hat).
    Deshalb ist es aber nicht grundsätzlich angebracht zu kritisieren, dass der Koran mit Hilfe von Gelehrten gelesen und ausgelegt wird. Ohne entsprechenden Hintergrund ist er sonst viel zu schwer zu verstehen. Dass dadurch auch, gerade in totalistischen Staaten, eine Auslegung gelehrt werden kann, die die meisten anderen Gelehrten nicht vertreten, ist eine traurige Tatsache.
    Das Übersetzungsproblem ist eben auch vorhanden, ich behelfe mich damit, möglichst viele Übersetzungen/Erläuterungen hinzuzuziehen, damit ich ein einigermaßen umfassendes Verständnis bekomme. Aber natürlich haben viele Muslime nicht Zugang zu soviel Material, Unterricht, Internet usw.

    Ich kann aber mal aus ganz persönlicher Erfahrung sagen, dass z.B. das was in der Türkei gelehrt wird, absolut nicht juden- oder christenfeindlich ist. Ich besuche die Familie meines Mannes in Südostanatolien, dort sind wirklich viele sehr ungebildet, Analphabeten – aber alle haben gelernt, der Islam, Christen- und Judentum, seien unterschiedliche Wege zum Heil.

    So, das muss erstmal reichen.
    Grüße, Meryem

    • Es hat keinen Sinn zum Islam zu konvertieren denn dann ist es doch am Besten, doch gleich bei der ursprünglichen Heiligen Schrift zu bleiben. Die Heilige Schrift, die Bibel ist wohlgeordnet, bringt Klarheit und Klugheit, daher kommen die besten Wissenschaftler von den Juden, wie das Genie Einstein, der Koran ist das reinste Chaos und bietet keinen roten Faden an, daher brauchen sie so viele Kommentare um dieses unverdauliche Buch verständlich zu machen.
      Die Heilige Schrift versteht sich von selbst, der verständige Mensch wird die Botschaft der Bibel wohl verstehen können, ausser der gesunde Menschenverstand hat ihn oder sie verlassen.
      Hier gelten die Regeln der Logik.
      Mir scheint das Frauen besonders gern zum Islam konvertieren, weil viele Frauen sich gegen die Logik sperren und anstattdessen den schwülstigen Emotionen anhängen, da bietet der islam genug davon.

    • Ach Du liebe Güte, da willst Du mit Verstand und Logik argumentieren und erklärst gleichzeitig die Frauen zu gefühlsduseligen, unvernünftigen Personen? Das ist dann verständig?
      Der Koran ist weder widersprüchlich noch zusammenhanglos – das könnte man eher von der Bibel behaupten, jedenfalls von Teilen, sie ist nun einmal zusammengesammelt aus vielen verschiedenen Schriften und von unterschiedlichen Personen überliefert. Aber wir respektieren ja die anderen heiligen Schriften und glauben im Übrigen, dass man zum Islam nicht konvertieren muss, weil der reine Monotheismus sowieso in den Menschen angelegt ist. Der wird uns nur aberzogen. Deswegen sagen so manche auch „revertieren“. In diesem Sinne sehen wir auch alle Propheten als Muslime an, also als Gottergebene und Überbringer göttlicher Botschaften.

  15. sehr aufschlussreich!

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