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Evangelikale von linker Pastorin unter Beschuss

„Die Evangelikalen betreiben eine massive Einschüchterung Andersdenkender.“

Das hat Kathinka Kaden, Vorsitzende der liberalen „Vereinigung Offene Kirche in Württemberg“, in einem Interview mit der Zeitung „taz“ erklärt, das am 1. März veröffentlicht wurde. Besonders kritisierte sie die Deutsche Evangelische Allianz (DEA).

„Inzwischen hat der schleichende Machtanspruch der Evangelikalen ein unerträgliches Ausmaß angenommen“, sagte Kaden gegenüber der „taz“. Sie bildeten aufgrund ihrer finanziellen Stärke, ihrem Einfluss und ihrer Intransparenz fast schon eine „zweite evangelische Kirche“ in Deutschland.

In einem „Brandbrief“, so schreibt die „taz“, habe sich die „Offene Kirche“ nun gegen den Einfluss der Evangelikalen gewandt. Kaden selbst sagte:

„Ich hoffe, dass sich die Kirchenleitung nicht beeindrucken lässt von den Evangelikalen. Dass die evangelikalen Brüder und Schwestern anfangen, zu reflektieren, und zur Vernunft kommen.“

Die Auffassungen der DEA, dem „Dachverband der Evangelikalen“, seien mittlerweile zur Mehrheitsmeinung in der Württembergischen Synode geworden. Die Ideen der DEA aber seien aufgrund des wortwörtlichen Bibelverständnisses, einer theologischen Enge und des Ausschaltens der kritischen Vernunft, als fundamentalistisch zu bezeichnen.
Die Evangelikalen, so ist sie sicher, betrieben eine „massive Einschüchterung Andersdenkender“.

„Für die Evangelikalen ist Feminismus fast schon ein Schimpfwort, genauso wie homosexuell, auch wenn das nicht alle immer offen sagen. Man wird heute schon in Briefen beschimpft, wenn man nur Eva Herman kritisiert“,

erklärte Kaden weiter und vermutet eine „Evangelikalisierung“ Deutschlands:

„Oder wie erklären Sie sich, dass ein evangelikales Projekt namens ‚Wachsende Kirche‘ trotz Finanzknappheit unbedingt in der Kirche durchgesetzt werden soll? Oder dass manche Kirchengemeinden ihr Opfer an Weihnachten nicht mehr an Brot für die Welt weiterleiten, sondern an evangelikale Missionswerke?“

Kadens Hoffnung für die Zukunft fällt knapp aus: Sie wünsche sich, dass der Umgang miteinander wieder menschlicher werde.

Die „Offene Kirche“ Württemberg ist eine linksliberale Vereinigung innerhalb der Landeskirche. Sie ist in Landeskirche und Synode mit über 1.000 Mitgliedern vertreten und setzt sich unter anderem für die Rechte von Frauen und Homosexuellen ein.

Interessant, wie hier eine Gruppe auf einer anderen Gruppe herumhackt und dann zum Schluß sagt: „Der Umgang solle wieder menschlicher werden“.

Vorher hat sie den Evangelikalen vorgeworfen, sie
  • seien fundamentalistisch
  • seien finanzstark, einflussreich und intransparent
  • schaffen sich eigene Parallelstrukturen
  • haben ein wortwörtliches Bibelverständnis
  • haben eine theologische Enge
  • schalten die kritische Vernunft aus
  • sind für den historischen Kontext nicht offen
  • beschimpfen Frau Kaden
  • geben Geld in evangelikale Missionswerke
  • betreiben eine massive Einschüchterung Andersdenkender.

Das sind massive Vorwürfe und ich frage mich, wie Frau Kaden eigentlich Kirche und Christsein definiert.
Ist es ein Glaube, der sich an einen Gott wendet, der mit Liebe, Gerechtigkeit und Stärke agiert und unveränderliche Werte hat oder …
ist für sie die Kirche und das christliche Leben nur noch ein Teil des gesellschaftlichen Lebens, dass ständiger Veränderung und Anpassung unterliegt?

Absolute Werte sind ja sowieso „out“. Daher fürchte ich, sie bevorzugt die 2. Variante. Und dann ist ihr Protest auch nachvollziehbar.

Denn es geht ihr anscheinend gewaltig gegen den Strich, dass sich jemand anmaßt, ihren eigenen Lebensstil und den ihrer Leute vor Gott für falsch zu erklären. Da hat man dann schon mal einen Tunnelblick.
Daher will ich ein paar ihrer Vorwürfe einmal übersetzen:

  • fundamentalistisch = Festhalten an Werten, nicht dem Zeitgeist hinterher laufen. Und fundamentalistisch sind wohl eher die Moslems.
  • finanzstark, einflussreich = (Hier spricht wohl eher der blanke Neid)
  • Intransparent = Was die tun, kapier‘ ich einfach nicht.
  • Parallelstrukturen = Ein beliebtes – und negativ vorbesetztes – Schlagwort. Soll hier heißen: Die machen das nicht so, wie ich das will. Und – ja gibt’s das denn? Da wollen einige Christen doch anders handeln als die evangelische Landeskirche! Wenn man das zu Ende denkt, dann haben wir bald katholische Verhältnisse: Nur eine Kirche zählt. Oder was?
  • wortwörtliches Bibelverständnis = die sind mir zu genau und das bringt meine Weltsicht in Gefahr. Die Bibel ernst nehmen, sie als Gottes Wort betrachten und entsprechend handeln: Grundvoraussetzung eines Christen. Jeder Christ, der es ernst meint, weiß aber auch, dass es nicht um ein totalitäres, wortwörtliches Verständnis geht.
  • Theologische Enge = Ich fühl‘ mich zu sehr eingeschränkt. So genau darf man die Bibel nicht nehmen.
  • Ausschalten der kritischen Vernunft = Evangelikale lassen sich den Glauben nicht zerreden. Denn die kritische Vernunft geht soweit, einen Gott wegzudenken.
  • Geld für evangelikale Missionswerke = Mission ist out. Moslems, Christen und alle Naturvölker glauben eh alle an den gleichen Gott. Mission ist ein elementarer Bestandteil des christlichen Lebens und ein klares Anliegen Gottes. Nur wird Mission heute negativ gesehen – als ein „Ich haue Dir den Schädel ein, willst Du nicht mein Bruder sein“. Dabei ist Mission ein Angebot. Dass einige das falsch gelebt haben, steht auf einem anderen Blatt.
  • Einschüchterung Andersdenkender = Das passiert hier wohl gerade andersherum. Oder?
feedback dazu auch unter http://www.idea.de/
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4 Antworten

  1. „Wer heute zu sehr davon abweicht, wird gleich mit “Fundamentalist” belegt. Abweichende Meinungen und Glaubensrichtungen darf es kaum geben. Wobei “Links” immer geht…“

    … und evangelikal oder biblisch fundiertes Christ sein fast automatisch „rechts“ zugeordnet wird …

    Mich wundert, dass man hier in Deutschland den regiden Auslegungen des Korans (siehe den eher „harmlosen“ Kopftuchstreit z.B.) den Wert einer ernst zu nehmenden Kultur zubilligt und dies auch ausdrücklich fördert, aber bei Christen, die ihren Glauben ernst nehmen, gleich das große Geschrei anstellt – siehe z.B. Christival in Bremen!

    Das Scharia-Prinzip in Arabien oder dem Sudan kommt uns zwar (noch) suspekt vor, wir sind aber auf dem besten Weg, gesellschaftliche Strukturen in Europa so zu ändern, dass Scharia auch hier zur Anwendung kommt, wenn auch nicht gleich in Form Steinigungen oder ähnlichen drastischen Strafen, aber doch in vielen, vielen kleinen Schritten, und sei es nur, dass türkische Mädchen nicht am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen dürfen oder keine Klassenfahrten mitmachen usw. usw. usw.

  2. Ja, es ist interessant, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Es kommt eine der Islam immer stärker in den Vordergrund und ihm und seine Anhängern wird große Aufmerksamkeit gewidmet. Von unseren (christlichen) Wurzeln entfernen wir uns mit einem Genuss …

    Im Gegensatz dazu ist es auffällig, dass wir immer stärker eine Gesellschaft der Mitte werden. Wer heute zu sehr davon abweicht, wird gleich mit „Fundamentalist“ belegt. Abweichende Meinungen und Glaubensrichtungen darf es kaum geben. Wobei „Links“ immer geht…

  3. Das Gebot Jesu Christi gilt auch heute noch an seine Jünger: „Umsonst habt ihr es empfangen,
    Umsonst sollt ihr es geben,
    was ihr von mir gehört habt“! Matthäus 10,8
    Judas,
    der Christus verraten hat um des lieben Mammon,
    den Christus einen Dieb und Teufel nannte,
    trug einen Beutel, mit Spenden,Opfer und Kollekte.

  4. Das ist doch immer wieder dasselbe Bild: Es wird auf Evangelikale eingeprügelt und denen dann (zu Unrecht) vorgeworfen, was diese Leute selbst veranstalten!
    Da unterscheiden sich die Typen wie Frau Kaden nicht von anderen Linken. Oder auch von Muslimen, die gegen den Westen, Israel, Juden, Amerikaner, Andersgläubige hetzen. Das „Interessante“ (und Erschreckende) ist doch aber, dass die immer wieder damit durchkommen!

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