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Das Leid der palästinensische Frauen – Schuld hat … Israel

Kaum habe ich meinen Post über Radikalität fertig, finde ich einen von heplev übersetzten Artikel von Elder of Zyon, der genau das veranschaulicht, was ich geschrieben habe.

Der Missbrauch von Frauen und ihrer Rechte im Gazastreifen und im Westjordanland ist nicht die Schuld der dort handelnden Männer, sondern Israels Schuld, weil die Männer sich auf die Beendigung der israelischen Besetzung konzentrieren müssen und dann keine Reserven mehr haben, ihren Frauen Respekt zu zeigen.
Was für verquerer Gedanke! Damit entlässt man die Schuldigen aus ihrer Verantwortung und schiebt sie jemandem zu, bei dem es bequemer ist, die Schuld zu suchen.

Amnesty International brachte gerade einen Bericht heraus, der Challenging Repression (Unterdrückung herausfordern) heißt; darin geht es um Menschenrechtler im Nahen Osten und Nordafrika. Während der Bericht detailliert über Missbräuche an Menschenrechtsaktivisten in allen Ländern der Region anführt, zeigt einmal mehr das, was er über Israel sagt, dass Amnesty zutiefst einseitig ist.

Das krasseste Beispiel ist in diesem Abschnitt zu finden:

In den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) bekommen besonders die Verfechter der Frauenrechte die Einflüsse der Besatzung zu spüren. Ihre Langzeit-Anstrengungen zu Geschlechter-Diskriminierung wurden von einem Gefühl hintertrieben, dass das vorrangige Bedürfnis die Herbeiführung des Endes der israelischen Besatzung ist. Der Sonderberichterstatterin zur Gewalt gegen Frauen, ihre Ursachen und Folgen erklärte nach ihrem Besuch in den OPT: „Die Vertiefung des Konflikts in den OPT und die Expansion der Mittel der Besatzung hat die Verhandlungskraft der palästinensischen Frauen geschwächt, dem patriarchalen Geschlechtervertrag entgegenzutreten, der zum Teil ein Verteidigungsmechanismus dafür geworden ist die Gesellschaft intakt zu halten.“

An einem Ort, wie er von der Sonderberichterstatterin beschrieben wird, haben die

„zunehmenden Vergehen gegen [palästinensisches] Land die Ehre als einzige lebensfähige Grundlage für den Erhalt der gesellschaftlichen Identität übrig gelassen – zum Nachteil der Frauen“; für Verteidiger der Frauenrechte ist es zunehmend problematisch geworden für das Prinzip der Gleichheit der Geschlechter zu werben. In der Tat sind Verfechter der Frauenrechte, die für Gesetzesänderungen eintraten und Opfer von häuslicher Gewalt unterstützten, zunehmend von staatlichen Akteuren und anderen angegriffen worden. Die Folge ist, dass diese Aktivisten allmählich kalt gestellt wurden.

Das ist ein erstaunlicher Abschnitt. Amnesty behauptet ohne jeglichen Beweis, dass palästinensisch-arabische Männer Frauen missbrauchen, weil sie nicht die Energie für gleiche Rechte übrig haben – wegen der „Besatzung“.

Sehen Sie, der Grund, dass palästinensisch-arabische Frauen nicht gleich behandelt werden können, liegt darin, dass die „Besatzung“ es für frauenfeindliche palästinensisch-arabische Männer schwierig macht, sich deren Seite der Geschichte anzuhören. Diese Männer müssen Frauen missbrauchen, als „Verteidigungsmechanismus“ – sie sind durch die „Besatzung“ so verweichlicht worden, dass sie keine andere Wahl haben, als sich an ihren Frauen und Schwestern auszutoben!

Die armen palästinensischen Männer tun nach Ansicht von Amnesty und der Sonderberichterstatterin mit dem Missbrauch von Frauen etwas Ehrenhaftes – so behalten sie ihre „soziale Identität“. Würden sie anfangen Frauen mit Respekt zu behandeln, bliebe ihnen nichts – erst verloren sie ihr Land und dann verlieren sie ihre Identität als Frauenfeinde!

Der logische nächste Schritt sind Ehrenmorde.

Offensichtlich ist das alles der Fehler Israels. Wenn Israel nur das richtige tun und ihnen einen Staat geben würde, dann würden die palästinensischen Araber Frauen genauso gut behandeln wie es ihre Brüder in Ägypten und Saudi-Arabien tun.

Und natürlich wird Israel dunkel beschuldigt, Frauenrechtler „ins Ziel zu nehmen“. Keine Namen, keine Einzelheiten, keine Vorstellung, was genau gemeint ist – aber eindeutig ist Israel bezüglich der Menschenrechte nicht besser als jeder seiner Nachbarn, was ihre „Ziele“ angeht.

Darüber hinaus ist dies der einzige Teil des Abschnitts über Frauenrechtler, in dem vom Missbrauch von Frauen die Rede ist – etwas, das außerhalb des Rahmens des Berichts liegt. Es gibt in dem Bericht nichts von „Ehrenmord“ oder irgendetwas gleichem, im Rest des Abschnitts ist vom Missbrauch von Menschenrechtlern die Rede, nicht von Frauen. Nur bei der Erwähnung von Israel wird der Missbrauch von Frauen erwähnt.

Es ist ein langer Bericht und Amnesty spart nicht mit Kritik an anderen Ländern. Aber dieser Abschnitt, wie in andere des Berichts, zeigt, dass Amnesty kaum objektiv ist, wenn es um Israel und die palästinensischen Araber geht.

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