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Berührung – nein danke!

Die palästinensischen Behörden lösten eine Jugendorchester aus einem Flüchtlingslager in der Westbank auf, nachdem es für eine Gruppe Holocaust-Überlebende gespielt hatte, sagte ein örtlicher Beamter am Sonntag. Adnan Hindi vom Lager in Jenin nannte den Holocaust eine „politische Frage“ und warf der Dirigentin Wafa Younis vor, sie zöge die Kinder unwissentlich in eine politische Auseinandersetzung. Er fügte hinzu, dass Younis keinen Zutritt ins Lager mehr habe und die Wohnung, in der sie das 13 Mitglieder starke Orchester Friedenssaiten unterrichtete, mit Brettern vernagelt wurde.

Am Samstag fand die Jerusalem Post heraus, dass die Führer und Repräsentanten des Flüchtlingslagers Jenin die Teilnahme palästinensischer Teenager aus dem Lager an einem Konzert zu Ehren von Holocaust-Überlebenden in Holon in der letzten Woche verurteilten. Die 13 palästinensischen Musiker im Alter von 11 bis 18 Jahre sind Mitglieder des Orchesters „Friedenssaiten“, das seine Heimat in dem Flüchtlingslager hat.

Das Konzert wurde im Zentrum für Holocaust-Überlebende als Teil des „Tages der guten Taten“ gespielt, einer Veranstaltung, die eine Organisation der israelischen Milliardärin Shari Arison jedes Jahr ausrichtet.

Die Veranstaltung wurde von Führern des Flüchtlingslagers und politischen Aktivisten heftig verurteilt, die die Organisatoren beschuldigten, sie nutzten die Kinder aus „politischen Gründen“ aus. Adnan al-Hinda, Direktor des Volkskomitees für Dienste im Flüchtlingslager in Jenin sagte, dass die Teilnahme der Kinder an dem Konzert eine „gefährliche Sache“ sei, weil es sich gegen die kulturelle und nationale Identität der Palästinenser richte. Er warf „verdächtigen Elementen“ vor, sie stünden hinter der Veranstaltung in Holon und sagte, sie versuchten „die nationale Kultur der jungen Generation zu beeinflussen und Zweifel am Heldentum und am Widerstand der Einwohner des Lagers während der Invasion im April 2002 säen.“ Hindi behauptete, die Organisatoren würden die Kinder „in die Irre führen“, indem sie ihnen versprächen sie auf eine Freifahrt nach Israel mitzunehmen und ihnen Musik beizubringen.

Ramzi Fayad, Sprecher verschiedener politischer Fraktionen im Flüchtlingslager Jenin, verurteilte ebenfalls die Teilnahme der Teenager an der Holocaust-Verer sagte, alle Gruppen stünden entscheiden jeder Form der Normalisierung mit Israel entgegen.

„Es kann keine Normalisierung geben, während Israel weiterhin Massaker an unserem Volk begeht“, sagte er.

In der Gegend von Jenin über das Wochenende verteilte Flugblätter griffen ebenfalls das Ereignis an und beschuldigten die Organisatoren die Kinder auszunutzen. Die Flugblätter warnten die Palästinenser auch davor in der Zukunft an ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Quellen im Lager sagten, dass die politischen Parteien in Jenin sich außerdem entschlossen haben einer israelische Araberin den Zugang zur Stadt zu verbieten, die geholfen hatte die Veranstaltung zu organisieren.

Fatah-Aktivisten in der Stadt reichten zudem Beschwerte bei der palästinensischen Polizei gegen die Frau ein; es wird behauptet, sie habe die Kinder irre geführt, indem sie sie zu dem Holocaust-Ereignis mitgenommen hat. Die Aktivisten versiegelten außerdem eine Wohnung, die der Frau in dem Flüchtlingslager vermietet worden war.

Die Jugendlichen sagten, ihre Dirigentin Wafa Younis (50) aus dem arabische Dorf Ara im Arabischen Dreieck versuchte ihnen zu erklären, wer die alten Leute bei der Veranstaltung waren, aber das Chaos im Bus habe sie davon abgehalten zuzuhören. Rund 30 alte Überlebende versammelten sich in der Halle des Zentrums, als die männlichen und weiblichen Jugendlichen mit 30 Minuten Verspätung eintrafen – sie waren von einer IDF-Straßensperre außerhalb ihrer Stadt aufgehalten worden, erklärten sie später.

Die Begegnung begann mit dem arabischen Lied „Wir singen für den Frieden“; dem folgten zwei Musikstücke mit Violinen und arabischen Trommeln sowie ein improvisiertes Lied in Hebräisch durch zwei Personen aus dem Publikum.

Die Begegnung lief nicht ganz ohne Politik ab. Younis widmete ein Lied dem entführten IDF-Soldaten Gilad Shalit.

Kommentar [von Heplev]: Als ich die Nachricht von dem Konzert las, dachte ich zuerst, dass ich das im Wochenend-Schaschlik als erfreuliches Zeichen bringen sollte – es gibt auf der pal-arabischen Seite Leute, die positive Zeichen setzen wollen. Die gibt es wirklich. Aber dann kam dieser Artikel dazwischen, der zeigt, wie jede Anstrengung, jedes Bemühen, jeder kleinste Versuch der Vermittlung von palästinensischen Offiziellen zunichte gemacht wird – sie wollen mit allen Mitteln verhindern, dass ihre Kinder etwas anderes lernen als Judenhass und die Sucht nach der Vernichtung Israels. Es ist zum Kotzen!

Khaled Abu Toameh und AP, Jerusalem Post, 29. März 2009 via heplev

Logisch. Israel begeht Massaker, deshalb kann und darf es keine Annäherung geben. Hauptsache man hat den Schuldigen, dann kann man sich alles erlauben.

Traurig, dass auch die kleinsten Berührungsflächen williger Menschen kaputt gemacht und bestraft werden.
Leben hier – Tod da.

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