• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Wie desinformiert man seine Leser?

Wie könnte folgendes Bild wohl passend untertitelt werden?

Die F.A.Z. hat sich jedenfalls nicht für “Antisemitische Demonstration” oder “Kindesmissbrauch in Gaza” entschieden, sondern schreibt:

Der Hass ist bei den Palästinensern tief verwurzelt – im Gaza-Krieg wurden sie von den Israelis auch während Waffenruhen beschossen

Ach so! Na dann ist das ja alles halb so wild, der Hass quasi gerechtfertigt und die Forderung ja nahezu “moderat”. Und mit Judenhass hat das Ganze dann natürlich schon einmal gar nichts zu tun!

via Zeitung für Schland

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19 Antworten

  1. Ich hab mir auch mal den ersten Beitrag durchgelesen… Ich finde, es ist durchaus erstmal eine Bereicherung, danke für den Link… Allerdings hört er sich an wie ein überraschend Verlassener nach einer langen Beziehung – aus Enttäuschung darüber, dass nicht alles so war wie er vermutete, wird im nachhinein alles, was vorher gut gedeutet wurde, schlecht gedeutet, nur weil ein paar Dinge nicht so waren wie erhofft…

    Auch wenn ich einigen Aussagen nicht zustimmen kann, und einigen auch deutlich widersprechen muss, würde ich sagen, es ist durchaus lesenswert… Zuckerman fand ich auch nicht uneingeschränkt unterstützenswert, aber durchaus etwas erhellend…

  2. Ok, ich habe den Vortrag Zuckermanns gelesen. Hat mich nicht besonders überzeugt, manche Dinge sind zu pauschal und ideologisch geprägt (z.B. den Anspruch der Juden auf das Gebiet Israels nur aus der Bibel abzuleiten. Dass die Juden dort ca. 1.500 Jahre gelebt haben, erwähnt er nicht)

    Ich kann Dir einen anderen israelischen, linken Historiker anbieten – Benny Morris:
    https://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/01/29/ich-bin-nur-der-wahrheit-verpflichtet/

    https://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/01/30/nachlese-zum-benny-morris-interview/

    Ist kein Hurra-Schreier, sondern sieht die Dinge differenzierter.

  3. Wenn du mal eine konkrete Quelle von Zuckerman haben willst, kannst du einfach googlen, da findet man schon recht viel, aber von mir aus gibt’s auch hier was zu lesen, was ich lesenswert finde. Leider bezeichnet er sich da selbst als Linksradikaler, was im Bezug auf die israelische Parteienstruktur nur richtig ist.

    Aber was soll das heißen, es gebe linken Patriotismus? Klar gibt’s den, aber was hat Streubombardement auf Siedlungen mit Patriotismus zu tun? Geht’s noch gut? Das ist kein Patriotismus…

    Gegen Lieberman hab ich übrigens, dass er rassistisch ist, dass er meint, man solle Palästinenser an einen Ort bringen „von dem sie nicht zurückkehren“, man könnte das als Deutscher vor dem Hintergrund der hiesigen Geschichte auch als Aufruf zur Deportation verstehen könnte, man solle vielleicht auch palästinensische Häftlinge im Meer ertränken… und natürlich dass er in der Regierung sitzen kann, was für mich auch jegliche Parteien disqualifiziert, die da irgendwie mitarbeiten…

    Im Übrigen bin ich kein Antisemit, lass mal solchen Schwachsinn. In meiner alten Stufe in der Schule war auch ein Jude und mit dem kam ich sehr gut aus… Antiisraelisch würde schon eher passen, aber selbst das nicht, weil ich nicht gegen Israel an sich bin… nur gegen die Art und Weise, wie dieser Staat geführt wird.

  4. Das halte ich in dieser Form für ein Gerücht. Schon mal die “Kill all Arabs”-Plakate gesehen? Solche Leute sitzen mittlerweile in der Regierung…

    Wer? Bitte Quellen angeben! Vage Behauptungen aus dem Bauch heraus helfen niemandem weiter.

    Militärisch einen Guerilla-Feind zu besiegen, ohne dabei unglaublich hohe zivile Verluste zu verursachen, ist nahezu unmöglich

    Genau so meinte ich „platt machen“. Es wäre militärisch sicherlich machbar, auch wenn das natürlich mit enormen menschlichen Verlusten verbunden wäre. Aber nochmal: Das will Israel nicht. Weil es seine Feinde nicht vernichten, sondern Frieden will.

    Es war ein totaler REINFALL!

    War es m.E. nicht. 1. ist der Raketenbeschuss seitdem deutlich zurückgegangen und 2. – was vielleicht noch wichtiger ist – hat die Hamas gesehen, dass man den Israelis nicht ständig auf der Nase herumtanzen kann, ohne dass sie sich irgendwann wehren. Das war ein wichtiges Signal.

    Bezüglich des Geldes: DIeses Geld ist verbrannt, weil’s in den Wiederaufbau geht, der beim nächsten Bombardement als Schwachsinn erscheint. Ist noch jedes mal so gewesen… Die Welt zahlt den Aufbau und Israel schießt mit den Waffen drauf, die die Welt, vor allem Deutschland und die USA ihnen verkauft haben. Und von wegen Transporte: Wenn die UN da Lebensmittel reinkarrt, dann sind da garantiert keine Waffen drin… Aber lass mal…

    Hä? Geld ist verbrannt? Glaubst Du, die brauchen die kompletten 4,5 Milliarden Dollar, um die Häuser wiederaufzubauen?
    Das Geld ist nur deshalb „verbrannt“, weil es für Waffen (wahrscheinlich auch aus dem Iran) ausgegeben wird.
    Das mit dem Waffenschmuggel via UN-Transporte kann ich leider nicht belegen, ich habe da mal was gelesen, aber nicht wiedergefunden. Tatsache ist aber, dass die Hamas jede Menge Waffen in den Gazastreifen schmuggelt.

    Also die Leute, die erzählen, sie wollten irgendwas aufbauen, aber noch viel lieber kloppen… Ist ja auch einfacher… Der gute Herr Lieberman ist nur ein Paradebeispiel und sicherlich ein Extremum, aber ich finde so ein Arschloch, verzeihung für den Ausdruck, in der Regierung bezeichnend.

    Das sind nur Deine Ansichten. Wo gibt es Quellen dafür, woher hast Du diese Infos?
    Ich finde es langsam anstrengend, dass Du hier Behauptungen aufstellst und wenige bis keine Belege bringst. Ich diskutiere gerne mit Dir, aber dann auch substanziell und nicht auf der Basis irgendwelcher Vorurteile und leerer Worthülsen. Du führst des öfteren Zuckerman an. Bring doch mal ein paar Links zu irgendwelchen Aufsätzen oder Interviews.
    Was z.B. hast Du konkret gegen Lieberman in seiner Zeit als Außenminister, außer dass er ein Arschloch sein soll?

    Dann lies mal Zuckerman. Den zitiere ich die ganze Zeit. … Achte mal auf die Quellenangaben, die ich die ganze Zeit gebe.

    Siehe oben. Du hast hier – bis auf den allgemeinen Hinweis auf Zuckerman – keine einzige Quellenangabe – weder im Internet noch als Buch oder Zeitschrift – gemacht. Und auch auf meine Frage nach Deinen antiisraelischen Bemerkungen bleibst Du ohne konkrete Antwort, ohne Quellenangabe.

    … Massenmord …

    Kennst Du den Unterschied zwischen einem von der Hamas begonnenen Krieg und einem Massenmord? Anscheinend nicht. Diese Wortwahl zeigt deutlich, dass Du nicht nur ein Israelkritiker bist, sondern weitaus schärfer agierst.
    Die Linke hat in Israel während des Krieges stillgehalten, weil es – vielleicht für Dich nicht vorstellbar – auch unter den Linken einen Patriotismus, eine Liebe zu ihrem Land gibt. Während eines Krieges steht das Land zusammen. Das sind keine Vaterlandsverräter.

    Klar. Aber mit dem Argument kann man auch jeden Palästinenser zum Terroristen erklären, wenn man will.

    Nein, eben nicht! Terroristen sind Aktive, die anderen sind Unterstützer, vielleicht sogar nicht mal freiwillig. Aber es gibt sie trotzdem.

    Deswegen unterhalten wir uns ja hoffentlich auch hier – um schneller nach der Wahrheit zu graben…

    Ich unterhalte mich gerne. Aber wenn Du nicht anfängst, Deine obskuren und emotional gefärbten Bemerkungen mit Quellen zu belegen, werde ich das nicht mehr lange mitmachen.
    Wir können gerne über Fakten und deren Interpretation reden. Aber nicht über vorurteilbehaftete und antisemitische Aussagen wie
    „Leider hat sich im israelischen Volk kein Mitleid ausgebildet, stattdessen bombt man sich immer mehr und immer härter in einen abstrakten, unpersönlichen Feind hinein, wobei halt vergessen wird, dass die Mehrheit der Palästinenser gar keine Attentäter (sprich: Feinde) sind“

  5. –Nein, ich beschwere mich nicht über das Annehmen der Selbstverständlichkeit, sondern über die Unausgewogenheit der Wahrnehmung und Beurteilung in diesem asymmetrischen Konflikt.
    Kurz gesagt: Für viele hat Israel nur Pflichten, aber keine Rechte.

    Dann habe ich das falsch verstanden und wir sind uns dort einig.

    –Absolut richtig. Bei diesem Beispiel ging es nicht darum, irgendeinen Fehler zu relativieren, sondern nur darum, auf die verzerrte Wahrnehmung (”Siri Lanka – egal, Israel – jeder Pubs”) aufmerksam zu machen.

    So meinte ich das auch nicht. Entschuldigung, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe. Ich wollte keinen Vorwurf der Relativierung erheben.

    –Welche? Was verbindet Dich mit Israel im Besonderen?

    Mein persönliches Interesse an Musik, aber auch der Kulturen und Religionen, die ja da, bezogen auf die drei monotheistischen Religionen zusammenkommen… Nicht, dass ich Verwandte dort hätte, aber ich habe ein größeres persönliches Interesse an Israel und der Region als beispielsweise an Sri Lanka, ohne damit irgendeine Wertigkeit zu verknüpfen.

    –Fast richtig. Israel ist an einem Frieden interessiert.

    Das halte ich in dieser Form für ein Gerücht. Schon mal die „Kill all Arabs“-Plakate gesehen? Solche Leute sitzen mittlerweile in der Regierung…

    –Dazu Folgendes: Entwicklung der Wirtschaft im Westjordanland und Netanjahus Ziele

    Dann schau dir mal die Besiedlungsprogramme an und frag dich, wie viele Siedler wie viel Land besitzen, wie also die Güter verteilt sind. Kleiner Tipp: Wikipedia, Stichworte Israel, Palästina, Nahostkonflikt

    –Das glaube ich nicht. Ich bin kein Militärexperte, aber es würde Israel – militärisch gesehen – sicherlich nicht schwer fallen, den Gazastreifen “platt” zu machen – wenn das ihr Ziel wäre. Ist es aber nicht.

    Und was heißt „platt machen“? Alle Gebäude einäschern? Alle Menschen umbringen? Definier das mal. Die Amis ham’s in Vietnam auch nicht geschafft und die Situation ist von der militärischen lage sehr ähnlich. Militärisch einen Guerilla-Feind zu besiegen, ohne dabei unglaublich hohe zivile Verluste zu verursachen, ist nahezu unmöglich, weil die ganzen Flächenwaffen, die gegen militärische Einrichtungen große Effekte haben, die gleichen Effekte gegen Zivilisten haben: Riesiges Zerstörungspotential.

    –Das Ziel des Gazakrieges war, der Hamas ein klares Stoppschild zu setzen. Das ist gelungen. Versöhnung kann nicht bedeuten, alles zu erdulden.
    Denk doch mal Deine Argumentation mit dem Beispiel “Neonazis” durch. Würdest Du da auch auf Versöhnung und auf Verzicht von Gewalt bestehen?

    Gegenfrage: Woran sieht man, dass dieses „Stoppschild“ irgendwas gebracht hat? Inwiefern Stoppschild? Die Hamas hetzt immer noch und es ist ihr scheißegal, mit welchen Mitteln sie Israelis umbringen kann. Um nicht zu sagen: Es war ein totaler REINFALL!

    –Und falls Du es vergessen haben solltest: aus berechtigter Angst vor Selbstmordattentätern.
    Rohstoffe gibt es schon im Gazastreifen (3.5 Millionen Quadratmeter umfasste die Fläche der Gewächshäuser, die im Gaza-Streifen nach dem Rückzug Israels zurückgelassen wurden, heute steht davon nichts mehr). Geld auch. 4,5 Milliarden $ waren es – glaube ich – erst letztens.
    Und zur Wiederholung: Die Blockade richtet sich nicht gegen die Bevölkerung, sondern gegen Waffen und Terror. Wiederholt hat die Hamas Hilfs- und Lebensmittel-Lieferungen benutzt bzw. es versucht, Waffen oder Sprengstoffe zu schmuggeln.
    Hört die Hamas damit auf, wird auch der Warenverkehr wieder steigen. Logisch, oder?

    Klar, aber die Hamas wird’s nicht tun. Das ist die andere Seite der Logik. Die Hamas ist doch einfach zu berechnen, warum ist man in der Strategie so blöd? Die Gewächshäuser stehen nicht mehr, richtig (das war auch nicht die Hamas in einer gezielten Aktion, zumindest nicht nur). Bezüglich des Geldes: DIeses Geld ist verbrannt, weil’s in den Wiederaufbau geht, der beim nächsten Bombardement als Schwachsinn erscheint. Ist noch jedes mal so gewesen… Die Welt zahlt den Aufbau und Israel schießt mit den Waffen drauf, die die Welt, vor allem Deutschland und die USA ihnen verkauft haben. Und von wegen Transporte: Wenn die UN da Lebensmittel reinkarrt, dann sind da garantiert keine Waffen drin… Aber lass mal…

    –Dem Sechstagekrieg von 1967 gingen Massendemonstrationen in Ägypten und Drohungen des Präsidenten Gamal Abdel Nasser voraus, die Juden ins Meer zu treiben.
    Auch 1967 kamen aus Khartum von den arabischen Staaten die 3 Neins:”Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.”
    So lange ist das noch nicht her. Und es hat bisher k(aum )einer zurückgenommen.

    Aber seit längerer Zeit gibt es recht stabile diplomatische Beziehungen mit Ägypten und Jordanien. Das find ich in dem Zusammenhang schon ganz gut. Auch wenn eine offizielle Rücknahme und eine Bitte um Verzeihung sicherlich wünschenswert wäre.

    –Deshalb fragte ich nach Deinen Verbindungen zu Israel. Wenn Du die Leute dort hören würdest, wüsstest Du, dass sie viel weniger nach Rache als viel lauter nach Frieden und Ruhe rufen.

    Ich habe mich unklar ausgedrückt: Einen Teil der Leute betrifft das. Dass es auch eine Opposition gegen diese Auffassung gibt, ist mir auch klar. Trotzdem wählt Israel mit einer satten Mehrheit von, ich glaube 60 bis 70% rechts bis nationalistisch… Also die Leute, die erzählen, sie wollten irgendwas aufbauen, aber noch viel lieber kloppen… Ist ja auch einfacher… Der gute Herr Lieberman ist nur ein Paradebeispiel und sicherlich ein Extremum, aber ich finde so ein Arschloch, verzeihung für den Ausdruck, in der Regierung bezeichnend.

    — — Leider hat sich im israelischen Volk kein Mitleid ausgebildet, stattdessen bombt man sich immer mehr und immer härter in einen abstrakten, unpersönlichen Feind hinein, wobei halt vergessen wird, dass die Mehrheit der Palästinenser gar keine Attentäter (sprich: Feinde) sind.

    –Scharfer Protest! Das ist Käse und eine in dem Raum gestellte Behauptung, für die ich Beweise und Belege verlange.
    Es gibt eine Friedensbewegung in Israel, es gibt eine Amira Hass, die für die Haaretz schreibt, deren palästinenserfreundliche und -mitleidige Artikel viele erzürnen (sie kann aber trotzdem weiterschreiben und keiner bringt sie um), es gibt viele Palästinenser, die in israelischen Krankenhäusern – auch nach dem Gazakrieg – operiert wurden und denen dort geholfen wurde.
    Glaubst Du, dass würde man tun, wenn man kein Mitleid hätte? Glaubst Du, die Israelis sind so blöd, nicht den grundsätzlichen Unterschied zwischen einem Menschen und einer Terrororganisation zu erkennen?
    Was Du hier von Dir gibst, sind pure Vorurteile (manche würden es anders benennen) – durch nichts zu belegen und Teil einer Ideologie, die Israels Menschen als herzlos und kalt einstuft.
    Kritik – auch scharfe – an Israel: Ok. Aber das hier von Dir: No way!

    Das hier von mir: No way? Dann lies mal Zuckerman. Den zitiere ich die ganze Zeit. Der ist natürlich Soziologe und geht immer von Mehrheiten aus, die natürlich nicht das gesamte Volk in der ganzen Differenziertheit darstellt, aber unbelegte Thesen? Achte mal auf die Quellenangaben, die ich die ganze Zeit gebe. Durch nichts zu belegen? Naja, ich sagte gerade was dazu. Natürlich werden ein paar Palästinenser in Israel behandelt.

    Thema Friedensbewegung: Die ist ja mal lächerlich schwach. Schau dir mal an, was die israelische Linke zum Gaza-Krieg gesagt hat. Nahezu nichts. Die kümmert’s nichtmal mehr, wenn die Regierung, die sie kritisieren sollen, so einen Massenmord veranstaltet wie Phosphorangriffe oder auch Streubomben auf Wohngebiete (das war im Libanon, die Linke hat trotzdem stillgehalten). Die Linke, also die Seite, die ein bisschen für Entspannung steht, ist schon so schwach, die ist kaum mehr nennenswert.

    –Zum Thema “Mauer”: Siehe hier. Ist ein Zaun. Mauer ist ein Wort, das in Deutschland einen gewissen Hintergrund hat, deshalb wird es von den “Israelkritikern” so gerne benutzt.

    Es ist eine etliche Meter hohe Beton-Mauer. Unterstell mir doch nicht Assoziationen, die ich nicht gar nicht gebracht habe.

    –Zum Thema “Terroristen”: Es gibt die Aktiven und es gibt die stumme Masse, die sie unterstützen. Das solltest Du berücksichtigen – auch wenn ich Dir Recht gebe, dass nicht jeder Pali ein Terrorist oder Unterstützter ist.

    Klar. Aber mit dem Argument kann man auch jeden Palästinenser zum Terroristen erklären, wenn man will. (Soll jetzt kein Vorwurf an dich sein)

    –Zum Thema “Polizei” und Militär”: Was aber, wenn diese Sicherheitskräfte nicht gegen, sondern mit den Terroristen arbeiten?

    Dann sollte es die Israelische Polizei richten (alternativ militärisch gestützt, gesichert oder wie auch immer miteinander verbandelt). Die Israelis waren so oft da, die sollten sich mittlerweile da auskennen. Ich persönlich habe auch den Abzug für einen Fehler gehalten, weil man nicht mehr parallel zu Aufbauarbeiten (die nicht passiert sind, aber hätten passieren können), selbst für Sicherheit hätte sorgen können.

    — — bei dem ein hohes Mitglied einer der Terrorgruppen mitsamt Frauen und 12 Kindern erschossen wurden

    –Quelle?

    wikipedia, ich glaube es war unter nahost-konflikt, ich bin mir aber nicht ganz sicher, kann auch bei artikeln zu hamas oder verwandten themen gewesen sein.

    — — Das sollte dann jedoch eine unabhängige Stelle machen, da mittlerweile keine Sau der IDF noch irgendetwas glaubt

    –Wer? Die UNO? Die EU? Die USA? Wir beide? Wer ist neutral??

    Die UNO wär schon mal ein guter Anfang. Auch wenn man da mal über einen Umbau nachdenken sollte bezüglich der Besetzung des Sicherheitsrates und des Veto-Rechtes

    — — … wahllos …

    –Man oh man, was für ein Käse. Du schwimmst auf der “Israel ist voll schlecht, ey”-Welle. Merkst Du das?

    Naja, Streubomben töten wahllos… Und in Wohngebieten haben sie durchschlagenden Erfolg, leider den der zweifelhaften Sorte…

    –Man erlebt und beurteilt diesen Konflikt aus der Ideologie heraus, die man hat und mit der man sich füttert. Sage mir, aus welchen Medien Du Deine Informationen her hast und ich sage Dir, was Dein Denken bzgl. Israel prägt.
    Wenn Du Dir ein realistisches Bild über diesen Konflikt machen willst, überprüfe zuerst Deine Vorurteile und Deine Ideologie.

    Das kann ich nur so zurückgeben… Ist sicher was wahres dran, aber der Vorschlag bietet für mich nichts neues, das ist schon länger meine Verfahrensweise, auch wenn Diskussionen wie diese den Prozess beschleunigen können. Deswegen unterhalten wir uns ja hoffentlich auch hier – um schneller nach der Wahrheit zu graben…

  6. Du sagst selbst, Israel hätte eine höhere moralische Verpflichtung, beschwerst dich aber dann, dass es als selbstverständlich angenommen werde

    Nein, ich beschwere mich nicht über das Annehmen der Selbstverständlichkeit, sondern über die Unausgewogenheit der Wahrnehmung und Beurteilung in diesem asymmetrischen Konflikt.
    Kurz gesagt: Für viele hat Israel nur Pflichten, aber keine Rechte.

    nur weil Sri Lankaner (heißt das so?) oder Sudanesen oder Myanmaren genauso menschenverachtend handeln, heißt das ja auch nicht, dass Israel das dürfen sollte

    Absolut richtig. Bei diesem Beispiel ging es nicht darum, irgendeinen Fehler zu relativieren, sondern nur darum, auf die verzerrte Wahrnehmung („Siri Lanka – egal, Israel – jeder Pubs“) aufmerksam zu machen.

    ich hab zu dem Land mehr „Anknüpfungspunkte”

    Welche? Was verbindet Dich mit Israel im Besonderen?

    Israel sollte an einem Frieden interessiert sein. Die Hamas ist es nicht.

    Fast richtig. Israel ist an einem Frieden interessiert.

    Daher ist für mich die einzige Möglichkeit zur Lösung oder zu einer Verbesserung des Konflikts die Verbesserung der Lebensbedingungen der Zivilisten.

    Dazu Folgendes: Entwicklung der Wirtschaft im Westjordanland und Netanjahus Ziele

    dass militärisch kein Sieg möglich ist

    Das glaube ich nicht. Ich bin kein Militärexperte, aber es würde Israel – militärisch gesehen – sicherlich nicht schwer fallen, den Gazastreifen „platt“ zu machen – wenn das ihr Ziel wäre. Ist es aber nicht.

    und daher nur die Versöhnung ein Weg ist

    Das Ziel des Gazakrieges war, der Hamas ein klares Stoppschild zu setzen. Das ist gelungen. Versöhnung kann nicht bedeuten, alles zu erdulden.
    Denk doch mal Deine Argumentation mit dem Beispiel „Neonazis“ durch. Würdest Du da auch auf Versöhnung und auf Verzicht von Gewalt bestehen?

    Die Abhängigkeit Palästinas von Israel ist von letzterem so eingerichtet worden. Wie sollen die Bürger in Gaza arbeiten, wenn keine Rohstoffe da sind, mit denen man etwas herstellen könnte? Die Blockade wurde von Israel verhängt (und teilweise natürlich auch aus begründeter Angst vor der Waffenproduktion).

    Und falls Du es vergessen haben solltest: aus berechtigter Angst vor Selbstmordattentätern.
    Rohstoffe gibt es schon im Gazastreifen (3.5 Millionen Quadratmeter umfasste die Fläche der Gewächshäuser, die im Gaza-Streifen nach dem Rückzug Israels zurückgelassen wurden, heute steht davon nichts mehr). Geld auch. 4,5 Milliarden $ waren es – glaube ich – erst letztens.
    Und zur Wiederholung: Die Blockade richtet sich nicht gegen die Bevölkerung, sondern gegen Waffen und Terror. Wiederholt hat die Hamas Hilfs- und Lebensmittel-Lieferungen benutzt bzw. es versucht, Waffen oder Sprengstoffe zu schmuggeln.
    Hört die Hamas damit auf, wird auch der Warenverkehr wieder steigen. Logisch, oder?

    Das ist eine Aussage, die vor ziemlich langer Zeit gemacht wurde,

    Dem Sechstagekrieg von 1967 gingen Massendemonstrationen in Ägypten und Drohungen des Präsidenten Gamal Abdel Nasser voraus, die Juden ins Meer zu treiben.
    Auch 1967 kamen aus Khartum von den arabischen Staaten die 3 Neins:“Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“
    So lange ist das noch nicht her. Und es hat bisher k(aum )einer zurückgenommen.

    es die israelischen Bürger (v.a. in den Grenzstädten) nach Vergeltung dürstet

    Deshalb fragte ich nach Deinen Verbindungen zu Israel. Wenn Du die Leute dort hören würdest, wüsstest Du, dass sie viel weniger nach Rache als viel lauter nach Frieden und Ruhe rufen.

    Leider hat sich im israelischen Volk kein Mitleid ausgebildet, stattdessen bombt man sich immer mehr und immer härter in einen abstrakten, unpersönlichen Feind hinein, wobei halt vergessen wird, dass die Mehrheit der Palästinenser gar keine Attentäter (sprich: Feinde) sind.

    Scharfer Protest! Das ist Käse und eine in dem Raum gestellte Behauptung, für die ich Beweise und Belege verlange.
    Es gibt eine Friedensbewegung in Israel, es gibt eine Amira Hass, die für die Haaretz schreibt, deren palästinenserfreundliche und -mitleidige Artikel viele erzürnen (sie kann aber trotzdem weiterschreiben und keiner bringt sie um), es gibt viele Palästinenser, die in israelischen Krankenhäusern – auch nach dem Gazakrieg – operiert wurden und denen dort geholfen wurde.
    Glaubst Du, dass würde man tun, wenn man kein Mitleid hätte? Glaubst Du, die Israelis sind so blöd, nicht den grundsätzlichen Unterschied zwischen einem Menschen und einer Terrororganisation zu erkennen?
    Was Du hier von Dir gibst, sind pure Vorurteile (manche würden es anders benennen) – durch nichts zu belegen und Teil einer Ideologie, die Israels Menschen als herzlos und kalt einstuft.
    Kritik – auch scharfe – an Israel: Ok. Aber das hier von Dir: No way!

    Zum Thema „Mauer“: Siehe hier. Ist ein Zaun. Mauer ist ein Wort, das in Deutschland einen gewissen Hintergrund hat, deshalb wird es von den „Israelkritikern“ so gerne benutzt.

    Zum Thema „Terroristen“: Es gibt die Aktiven und es gibt die stumme Masse, die sie unterstützen. Das solltest Du berücksichtigen – auch wenn ich Dir Recht gebe, dass nicht jeder Pali ein Terrorist oder Unterstützter ist.

    Zum Thema „Polizei“ und Militär“: Was aber, wenn diese Sicherheitskräfte nicht gegen, sondern mit den Terroristen arbeiten?

    bei dem ein hohes Mitglied einer der Terrorgruppen mitsamt Frauen und 12 Kindern erschossen wurden

    Quelle?

    Das sollte dann jedoch eine unabhängige Stelle machen, da mittlerweile keine Sau der IDF noch irgendetwas glaubt

    Wer? Die UNO? Die EU? Die USA? Wir beide? Wer ist neutral??

    … wahllos …

    Man oh man, was für ein Käse. Du schwimmst auf der „Israel ist voll schlecht, ey“-Welle. Merkst Du das?

    Man erlebt und beurteilt diesen Konflikt aus der Ideologie heraus, die man hat und mit der man sich füttert. Sage mir, aus welchen Medien Du Deine Informationen her hast und ich sage Dir, was Dein Denken bzgl. Israel prägt.
    Wenn Du Dir ein realistisches Bild über diesen Konflikt machen willst, überprüfe zuerst Deine Vorurteile und Deine Ideologie.

  7. Also zum ersten Punkt: Wir sind uns in der Tat einig, dass Israel, bei allen Macken, einen Rechtsstaat darstellt. Jetzt wird’s aber interessant: Du sagst selbst, Israel hätte eine höhere moralische Verpflichtung, beschwerst dich aber dann, dass es als selbstverständlich angenommen werde. Ja natürlich nehm ich das bei einem Rechtsstaat als Selbstverständlichkeit. Wer ein Rechtsstaat sein will, der darf keinen Orden für ein paar halbwegs gerechte Gesetze erwarten. Damit muss man schon klarkommen. Die Hamas beschäftigt sich mit sowas nicht, aber deswegen verwende ich auch im Bezug auf die Hamas das Wort Rechtsstaat eher selten… 😉

    Ich entschuldige keine Tat der Hamas mit dem Mangel an Rechtstaatlichkeit, aber da sie diese höheren moralischen Verpflichtungen nicht auf sich genommen haben, können sie sie auch nicht verletzen. Nicht, dass ich Plakate wie „Kill the Jews“ oder ähnliche in irgendeiner Weise schön fände. Sind immer noch Mordaufrufe und so muss man sie behandeln.

    Ich muss dir wiederum recht geben, dass die Berichterstattung äußerst unausgewogen ist. In Sachen Israel denke ich, wird viel aufgebauscht, weil man damit eine Stimmung gegen den Iran verstärken kann (da gibt’s ja bekanntlich Öl in der Gegend und missliebig ist die iranische Führung ja sowieso schon länger). Schön, dass du auch das Beispiel Sri Lanka ansprichst, denn da ist ja die hierzulande als Inkarnation des Friedens bekannte Religion, der Buddhismus, die vorherrschende Religion (ich weiß nicht, ob Staatsreligion), und da benimmt sich die buddhistische Regierung wie die Axt im Walde. Gerade heute hab ich wieder die Meldung gelesen, die Armee würde schwere Waffen gegen Menschen einsetzen, teilweise auch ungeachtet der Zivilisten usw.
    Das darf natürlich nicht sein. Wenn es dir hilft: Ich will in Zukunft versuchen, auch mehr von diesen Konflikten zu nennen und in Erinnerung zu rufen, weil mir die mangelnde Medienpräsenz in diesen „vergessenen“ Regionen der Welt auch stinkt. Dennoch sollten wir hier nicht vom Thema abkommen, denn nur weil Sri Lankaner (heißt das so?) oder Sudanesen oder Myanmaren genauso menschenverachtend handeln, heißt das ja auch nicht, dass Israel das dürfen sollte. Daher halte ich meine scharfe Kritik an Israel immer noch für gerechtfertigt. Gewissermaßen habe ich mich auch auf diesen Konflikt im Besonderen „eingeschossen“, weil mich Israel an sich interessiert, ich hab zu dem Land mehr „Anknüpfungspunkte“ als beispielsweise zu Sri Lanka oder Myanmar, daher mag wohl auch meine Fokussierung darauf kommen.

    Aber wieder zurück zum Thema Hamas: Die Hamas, das ist richtig, radikalisiert die Bevölkerung. Problem an der Sache ist: Israel sollte an einem Frieden interessiert sein. Die Hamas ist es nicht. Daher ist für mich die einzige Möglichkeit zur Lösung oder zu einer Verbesserung des Konflikts die Verbesserung der Lebensbedingungen der Zivilisten. Denn beileibe nicht alle Bewohner von Gaza sind Terroristen. Aber gerade weil man weiß, wie gut die Propagandamaschine der Hamas funktioniert, darf man sich, im Sinne des Ziels, noch weniger Fehler erlauben als die Hamas, denn der ist ihre Reputation in Israel wurscht. Aber Israel sollte seine Reputation im Gaza-Streifen nicht egal sein. Das hat erstmal nichts mit Gerechtigkeit zu tun, es hat nur etwas damit zu tun, dass Israel öffentlich proklamiert, Frieden zu wünschen (was ich mir angesichts der Härte einiger Militäroffensiven kaum vorstellen kann, wie auch beispielsweise der Soziologe Zuckerman meinte, der nun näher an den Geschehnissen dort ist). Wenn ich annehme, dass die Mehrheit der Israelis Frieden will, dann kann ich nur immer und immer wiederholen, dass militärisch kein Sieg möglich ist und daher nur die Versöhnung ein Weg ist, was aber mit diesen menschenrechtsverletzenden Fehlschlägen immer schwieriger wird. Davon ab: Die Abhängigkeit Palästinas von Israel ist von letzterem so eingerichtet worden. Wie sollen die Bürger in Gaza arbeiten, wenn keine Rohstoffe da sind, mit denen man etwas herstellen könnte? Die Blockade wurde von Israel verhängt (und teilweise natürlich auch aus begründeter Angst vor der Waffenproduktion).

    Das Tibet-Beispiel ist hier natürlich schön, bringt aber nicht viel, weil wir da zum einen noch weniger Nachrichten herkriegen, aber auch eine ganz andere Struktur des Konflikts haben. Auf der einen Seite sind Mönche die Anführer eines Widerstandes (die sind so gut wie überall friedlich, wenn’s ihnen nicht so an den Kragen geht wie in China), in Nahost haben wir fundamentalistische Hassprediger. Die tibetischen Mönche wollen ihre Unabhängigkeit, die Hamas will Israel vernichten. Wollten die Mönche Israel auch vernichten (was ziemlich diametral ihren Idealen entgegenstehen würde), dann würden sie wohl auch mit Raketen schießen, wenn sie irgendetwas damit treffen könnten (geographisch ist das in Israel natürlich auch einfacher). Also das Beispiel hinkt schon sehr. Die Ziele sind ganz andere, daher auch andere Handlungsweisen.

    Zu Punkt 2: Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass die Hamas Israels Existenz nicht anerkennen will. Und dass sie eine menschenverachtende Guerilla-Taktik, auch mit menschlichen Schutzschilden, vertritt, ist nicht weniger schlimm. Das ist einfach alles menschenverachtend, wie gesagt, ich glaube, da sind wir uns völlig einig. Bezüglich dieses Ausspruches, man wolle „die Juden ins Meer treiben“: Das ist eine Aussage, die vor ziemlich langer Zeit gemacht wurde, und mittlerweile ist diese Aussage (laut Zuckerman) eine Art Mythos in Israel geworden. Sie stammt auch meines Wissens aus Kriegszeiten (sollte ich da falsch informiert sein, bitte ich um Abhilfe), und wird seitdem so interpretiert, als könne man sich immer noch gegen einen Staat wenden, weil der Spruch, so widerwärtig er ist, immer noch gleich geblieben ist. Das ist ein Problem, denn während man in einem symmetrischen Konflikt zwischen zwei Staaten militärische Verluste hat, also gewissermaßen von Leuten, die wissen, worauf sie sich einließen, gibt es in einem derart asymmetrischen Konflikt sehr viele Leute, die eigentlich nichts getan haben, außer gerade da gewohnt, wo irgendeine Rakete abgeschossen wurde, die aber dann durch einen Luftschlag o.ä. trotzdem ums Leben kommen. Was wäre daran gerecht? Ich meine, ich kann verstehen, dass es die israelischen Bürger (v.a. in den Grenzstädten) nach Vergeltung dürstet, aber genauso gut kann ich die palästinensischen Zivilisten verstehen, die sogar noch schlechter irgendwohin wegziehen können.
    Was ich dann aber von einem israelischen Staat verlange, ist ein neutrales Urteil, wie ich es von einem Richter auch erwarten dürfte, denn es gibt ja einen Grund, warum befangene Personen (und Angehörige von Mordopfern wäre ja ganz klar so einzuordnen) nicht Richter sein dürfen. Leider hat sich im israelischen Volk kein Mitleid ausgebildet, stattdessen bombt man sich immer mehr und immer härter in einen abstrakten, unpersönlichen Feind hinein, wobei halt vergessen wird, dass die Mehrheit der Palästinenser gar keine Attentäter (sprich: Feinde) sind.

    Gewissermaßen war ich jetzt schon bei Punkt 3: Meiner Auffassung nach ist die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Gesamtsituation die Verbesserung der Versorgungssituation hinsichtlich Lebensmitteln, Medikamenten, Energie bzw. Energieträgern und auch in gewissem Umfang mit Rohstoffen, um eine Industrie wieder aufzubauen und damit eine wirschaftliche Unabhängigkeit etablieren zu können. Dann kommt für mich dazu, dass die Grenzmauer mal ganz schnell wieder abgebaut werden muss oder zumindest hinter die israelischen Grenzen (nach 1948) verschwinden muss, weil das sonst auch nur Knies gibt. Was die Israelis in ihren Grenzen machen, sei ihnen freigestellt, ich halte diese Mauer für gänzlich schwachsinnig, aber von mir aus sollen sie auch gerne ihr Land verschandeln, wenn es ihnen sinnig erscheint. Und dann sind da natürlich auch Terroristen. Und die findet man nicht mit Luftschlägen in Flüchtlingslagern, sondern mit Ermittlungen. Dafür gibt’s Polizei bzw. Militär. Dann kann man auch irgendwo mit Soldaten hin und gegebenenfalls die Leute einzeln erschießen, wenn sie eine Gefahr darstellen (kann ja durchaus sein). Auf jeden Fall aber besser als ganze Häuserblöcke mit Dutzenden Unschuldigen einzuäschern. Auch da wird es immer noch Streitpunkte geben, ich erinnere mich da noch an einen Fall im letzten Gaza-Krieg, bei dem ein hohes Mitglied einer der Terrorgruppen mitsamt Frauen und 12 Kindern erschossen wurden. Ob man Kinder erschießen muss, weiß ich nicht, kann sein, dass die schon alle älter waren, und eine ernsthafte Gefahr darstellten, aber da kann man immer noch einzeln untersuchen. Das sollte dann jedoch eine unabhängige Stelle machen, da mittlerweile keine Sau der IDF noch irgendetwas glaubt, und das mit gutem Recht, weil dort natürlich die größten Interessenkonflikte bestehen.

    Das sind für mich Hauptpunkte, die erstmal in einer konzertierten Aktion aufgegriffen werden sollten. Ob es funktioniert, oder wann, weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, dass es immer besser ist, so etwas zu versuchen, als einfach nur wahllos Menschen zu töten.

  8. Wir sind uns wohl einig in der Aussage, dass in diesem Konflikt beide Seiten Fehler gemacht haben und es keinen Sinn macht, die Fehler gegeneinander aufzurechnen.
    In diesem Fall ist es schwieriger, Position zu beziehen. Deshalb sollte man noch einmal auf die grundsätzlichen Dinge schauen:

    1. Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat. Mit Fehlern, mit Problemen ja, so wie andere Staaten auch, aber trotz schwieriger Gegebenheiten eindeutig ein Rechtsstaat.
    In dieser geografischen Lage ist dies so ziemlich einmalig.
    Aber anstatt dass wir hier Israel unterstützen, weil es einen Rechtsstaat hat wie wir auch, hauen wir Israel seine Fehler mit der Begründung um die Ohren, es hätte als Rechtsstaat eine höhere moralische Verpflichtung.
    Das stimmt auch und die nimmt Israel auch wahr. Bloß das wird als selbstverständlich angesehen – was es nicht ist – und bei den Fehlern schreien alle.
    Die Staaten drumherum oder auch die nichtstaatlichen Terrorganisationen wie Hamas oder Hisbollah haben keine rechtsstaatlichen Vorgaben und benehmen sich entsprechend. Die werden dann aber entschuldigt mit eben dem Hinweis auf diese fehlende Rechtsstaatlichkeit oder mit der Gewalt Israels. Das ist doch Käse und grenzt an Rassismus bzw. ist Gutmenschentum. Man entschuldigt das Fehlverhalten der Einen mit dem Fehlverhalten der Anderen. Als hätte nicht jeder Mensch die Fähigkeit, sich zu entscheiden, was er tut oder was nicht.
    Wieso beschäftigen sich denn so viele Leute nur mit den Fehlern Israels? Wo bleiben ausführliche Berichte über den Iran, Ägypten oder Syrien und deren Fehler? Wo bleiben die Klagen über Somalia, Darfur und Sri Lanka (6.500 tote Zivilisten in den letzten 3 Monaten)?
    Es ist dieses Ungleichgewicht in der Beurteilung und Verurteilung Israels, dass mich stutzig und wütend macht. Denn dass ist für mich ein Hinweis, dass es nicht um einen x-beliebigen Konflikt geht, den man – wie jeden anderen auch – einschätzt, sondern um mehr.
    Auch bei Dir sehe ich zwar das grundsätzliche Eingeständnis, dass die Hamas eine Terrororganisation ist, aber Klagen über konkrete Ereignisse höre ich nicht. Stattdessen das Mantra, dass die Palästinenser durch die Gewalt der Israelis „radikalisiert“ werden („… schüren den Hass in der Zivilbevölkerung …“).
    Man wird nicht nur durch externe Ereignisse radikalisiert, sondern die Hamas radikalisiert ihre Bevölkerung zum großen Teil selbst (z.B. durch Kinderfernsehen bei Hamas TV).
    Oder hast Du schon einmal davon gehört, dass die Tibeter Raketen auf China schießen? Ich nicht.

    2. Wer will denn wen vernichten? Wer hat denn ausdrücklich erklärt, dass die Menschen der „anderen Seite“ ins Meer getrieben werden müssen, dass der Gegner vernichtet werden muss? Wessen Funktionäre erklären denn ständig den bewaffneten Kampf? Wer sieht es denn als Ehre an, im Kampf gegen den Feind zu sterben? Wer benutzt denn Menschen als Schutzschilde? Wer erkennt die Existenz des Anderen nicht an? Schau Dir doch mal das pal. Fernsehen (Hamas TV, al-Manar) bei memri.org an. Dann wird Dir schnell klar, wer wohin und was will.

    3. Hier handelt es sich um einen asymmetrischen Krieg – wie Du schon richtig sagtest. Da fragt ich mich, ob z.B. das Völkerrecht, das für Konflikte zwischen Staaten geschaffen wurde, für einen solchen Konflikt überhaupt passend ist. Und dann noch die Tatsachen, dass hinter der Hamas und der Hisbollah Staaten wie Syrien und der Iran stehen, die Israel feindlich gegenüberstehen und am liebsten das „zionistische Gebilde“ verschwinden lassen würden. Ok, hinter Israel steht die USA, aber die wollen die Palästinenser nicht vernichten, sondern pampern sie noch gewaltig.
    Wie kann sich denn ein Rechtsstaat, der das Überleben seiner Bevölkerung und seiner selbst garantieren muss, in einem solchen Konflikt verhalten? Wie kann man denn mehrere Terrororganisationen bekämpfen, ohne sich schuldig zu machen? Was sind Deine Vorschläge? Welche Konzepte könnten denn funktionieren?
    Ich glaube, dass – auch – weil wir solange nicht mehr von einem bewaffneten Konflikt betroffen waren, wir so kritisch mit Israels Verhalten umgehen.

  9. Zu der letzten Frage zuerst: Nein. Israel hat auch da seine Mängel, aber grundsätzlich bin ich ja auch der Auffassung, dass Israel eine uneingeschränkte Existenzberechtigung hat, als demokratischer Staat mit ordentlicher Gerichtsbarkeit etc. Ich will aber auch hier wieder ein bisschen den Finger in die Wunde legen und großen Teilen der israelischen Politik (und auch den Gerichten) Rassismus unterstellen, der mittlerweile mühsam reduziert wird. (Es gab Fälle von schwerer Körperverletzung an arabischen Israelis, die systematisch ignoriert wurden) Dass jetzt diverse israelische (und vor allem nicht-jüdische Israelis) Organisationen dies anprangern und auch schon Fortschritte erzielt wurden, ich wertvoll für mehr Mitgefühl mit den palästinensischen Zivilisten, die unter dem Bombardement der Israelischen Armee genauso leiden wie die israelischen Bürger in den Grenzstädten, vielleicht sogar noch mehr Angst leiden, weil sie noch weniger geschützt sind, aber grundsätzlich ist die allgemeine Lage dieser Gruppen ähnlich – ständige Angst vor Beschuss… Und dieser Beschuss kam von Seiten Israels in den letzten Jahren immer schneller und immer brutaler. Das ist auch kein Vorurteil, es ist die nüchterne Wahrheit. Das soll in keiner Weise die Raketenangriffe der Hamas irgendwie relativieren oder gar entschuldigen, aber wie du auch schon sagtest: Israel ist ein anerkannter Staat, ein Rechtsstaat und der muss sich an sein Recht halten. Dass die Hamas das nicht tut, ist schlimm genug, aber nur weil irgendwo auf der Welt keine rechtstaatliche Demokratie herrscht und dort vielleicht der Staat Möglichkeiten hat, die der deutsche oder der israelische Rechtsstaat oder irgendein anderer nicht hat, darf man doch nicht die Rechtstaatlichkeit dafür aufgeben. Israel ist an Regeln gebunden, an die sich die Hamas nicht hält. Deswegen verurteile ich (mit so ziemlich der gesamten westlichen Welt) die Hamas heute als Terrororganisation. Punkt. Aber wenn Israel sich an die gleichen Regeln nicht hält (z.B. Völkerrecht), warum sollte ich dann anders bewerten?

    Dann aber zum Thema Gutmenschentum… Soll das eine Beleidigung sein? Ich mein, da steht ja schon drin, es wäre meist negativ konnotiert. Aber da könnte ich nun auch entgegnen, dass ich meine Werte niemandem zum Fraß vorwerfe, sonst wäre diese Diskussion wohl längst schon vorbei. Der Rest des Fazits im zitierten Artikel ist belanglos bis schwachsinnig, weil man damit in jedem Fall wieder Krieg propagieren könnte (damit nur die Umkehrung des Gutmenschentums ins Gegenteil, was in dem Extrem auch ziemlich dumm wäre), es ignoriert die Tatsache, dass man jeden Menschen zum Gutmenschen stilisieren kann, wenn man nur seine Werte als die eines anderen ausgibt, damit der Gutmensch selbst seine eigenen Werte angeblich schon zugunsten eines anderen aufgegeben haben kann. Mit der Zusammenfassung kann man auch jede Form von Appeasement diffamieren, was ich für genauso schwachsinnig halte, wie die Propagierung von Appeasement in jedem Fall.

    Und jetzt nochmal zum 2.Weltkrieg-Vergleich: Diese Analogie ist absolut hirnrissig. Damals hatte man Staaten, die gegeneinander Krieg führen. Heute haben wir seitens der Hamas einen Guerilla-Krieg, der mit militärischen Mitteln so gut wie nicht zu gewinnen ist, weil die Hamas ihre kleinen zersplitterten Zellen überall positionieren kann, mit primitivsten Mitteln arbeitet (mehr geht auch gar nicht, angesichts der Versorgungssituation), diese aber immer noch eine Bedrohung darstellen, was den Israelischen Staat zu Militärschlägen veranlasst. Diese Militärschläge (ich meine damit ausdrücklich nur die Bombardements, nicht die gezielten Sucheinsätze mit Soldaten, z.B. zur Verhaftung von Terroristen oder zur Suche nach Waffenlagern, Werkstätten etc. – Diese halte ich im Gegenteil für extrem sinnvoll und auch angemessen) schüren den Hass in der Zivilbevölkerung, weil kaum ein Terrorist damit getroffen wird. Statistisch kommt vielleicht immer mal wieder ein Terrorist um, die große leidende Gruppe ist aber die Zivilbevölkerung. Wenn ich von israelischen Verantwortlichen dann höre, es sei auch gewollt, dass die palästinensische Zivilbevölkerung instrumentalisiert werde, dann kommt mir die Galle hoch, denn das entspricht in keiner Weise mehr den Regeln, denen sich auch Israel unterworfen hat. Dazu kommt, dass Israel offensichtlich nicht am Frieden interessiert ist, weil man vielleicht aus den besetzten Gebieten abzieht, diese aber derart einkeilt, dass sie abhängig sind von Israel. Aus dem Westjordanland hört man nichts mehr, da gibt’s keine Raketenangriffe, Mahmud Abbas verhandelt ständig mit israelischen Vertretern, aber für die allgemein friedlichen Palästinenser dort ändert sich kaum etwas zum Positiven. Im Gegenteil,der Siedlungsbau wird weiter vorangetrieben und eine Einigung rückt immer weiter in die Ferne. Ich empfehle da mal die Lektüre von Moshe Zuckermann (Soziologe und Professor für Philosphie und Geschichte in Tel Aviv).

    Die Hamas hat übrigens auch mal angeboten, Zivilisten aus dem Konflikt herauszuhalten, Israel hat damals abgelehnt. Das war 94 nach dem Massaker in der Ibrahims-Moschee in Hebron. Solche Dinge, solche unglaublichen Verfehlungen werden heute auch gern unter den Tisch gekehrt, die Aussage, Israel habe so viel ertragen und geduldet, stimmt einfach nicht. Genauso wenig, wie dass die Hamas in irgendeiner Weise besser wäre.

    Um aber auf das ursprüngliche Problem zurückzukommen: Durch Bombardements ist hier nichts zu holen, damit steigert man nur die Wut der Palästinenser in Gaza. Ich glaube, ich sagte es schonmal, die USA sind in Vietnam gescheitert, und das nicht zu knapp, das Thema ist heute noch ein Trauma. Israel muss diesen Fehler nicht unbedingt auch noch machen. Wenn wir hier einen Konflikt wie den 2. Weltkrieg hätten, mit symmetrischen Opponenten, klar, würde ich dir zustimmen, dass dort eine Invasion vielleicht im Gesamten das beste wäre, zumindest besser als jahre- oder jahrzehntelange Scharmützel. Also nicht schön, aber das bestmögliche. Aber das ist nicht der Fall. Und dann ist es absolut bescheuert, immer weiter in den imaginären Gegner (die Zivilbevölkerung) reinzubomben, weil es nur mehr Menschen in den Tod führt, aber kein einziger Israeli dadurch wieder lebendig wird. Die Rache-Politik der ultra-konservativen Kreise in Israel ist so falsch, wie es nur irgendetwas sein kann, und es wird der eigene Tod, wenn irgendwann die Unterstützung für Israel bröckelt. Und ich will nicht, dass Israel fällt. Ich möchte nur ein anderes Israel, ein friedliches. Dass Frieden möglich ist, auch nach Kriegen, sieht man an Ägypten und Jordanien, die ja enorme Streitigkeiten hatten, aber mittlerweile beide diplomatische und stabile Beziehungen mit Israel unterhalten.

  10. Es ist einfach lächerlich, Israel vorzuwerfen, Phosphorbomben eingesetzt zu haben, wenn man gleichzeitig sieht, was Teile der Palästinenser für Taktiken und menschenverachtende Maßnahmen benutzen. Denn die gleichen Menschen, die Israel so etwas vorwerfen, schweigen sich über die Schandtaten der Palis aus oder entschuldigen sie damit, dass Israels Gewalt ihnen keine andere Wahl gelassen habe. Das ist einfach nur Käse.
    Sicher – und das habe ich auch schon geschrieben – Israel macht auch Fehler. Und vielleicht ist beim Einsatz der Bomben etwas schief gegangen oder auch falsch geplant worden. Wir werden das oder das Gegenteil nie erfahren – geschweige denn beweisen können.

    Zum Thema Gutmenschentum: siehe hier.

    Frieden und die Macht die Friedens sind etwas Wunderbares. Und ich kann Deine Sehnsucht absolut verstehen und nachvollziehen – ich habe sie auch.
    Der Fehler ist dann nur, zu glauben, dass alle in diesem Konflikt Beteiligten auch Frieden wollen und die dieselbe Sehnsucht haben. Es gibt bestimmt eine Menge Palästinenser, die sich nach Frieden sehnen und die auch Israel anerkennen würden. Aber leider sind die nicht an der Macht.
    Und solange es al-Manar, Hamas TV und andere TV-Sender dieser Machart gibt, die die Kinder der Palästinenser / Araber systematisch zum Juden-/Israelhass erziehen, wird auch nie so ein Friedenswilliger an die Macht kommen.
    Es gibt – so bitter das ist – leider Konflikte, die lassen sich mit gutem Willen, lieben Worten und dem Hoffen auf die Vernunft nicht lösen.
    Man hat immer einen gewissen Puffer, bis wann man solche Gespräche noch führen kann, man noch hoffen kann, dass der andere mitzieht, aber irgendwann ist der aufgebraucht.

    Israel hat nicht nach 3 Tagen zurückgeschlagen, sondern hat 8 Jahre mit über 8.000 Raketen ertragen, mit Gesprächsangeboten und -versuchen inkl., bevor sie dann – als die Hamas die am 19.12. auslaufende Feuerpause nicht verlängert hat – zurückgeschlagen hat.

    Man kann nicht jeden Konflikt „glücklich“ beenden. Manchmal muss man einfach nur klarstellen, was Sache ist. Natürlich muss man aufpassen, dass man dabei nüchtern und vorsichtig vorgeht und nicht übertreibt. Krieg und Gewalt sind immer nur die letzten Mittel, wenn alles andere versagt oder man sein eigenes Leben/seinen eigenen Staat vor dem Untergang schützen muss.

    Aber stell Dir vor, die Alliierten hätten den 2.WK glücklich beenden wollen. Wie hätte das ausgesehen?
    Ich bin froh und dankbar, dass die Alliierten nicht weiter auf Appeasement gesetzt haben, sondern erkannt haben, was Hitler darstellt und tut und dann diesem Treiben ein brutales Ende gesetzt haben. Wo wären wir hier in Deutschland, wenn das nicht passiert wäre?

    Es kann sein, dass ich keine / zu wenig Ahnung habe. Ich behaupte nicht, alles zu wissen. Ich bin wie Du ein Suchender. Ich wehre mich aber vehement gegen eine Anklage Israels, die auf falschen Fakten, Vorurteilen und Einseitigkeit gegründet ist und dann das brutale Fehlverhalten mancher Araber mit diesen angeblichen Fakten entschuldigt.
    Wenn Israel Fehler macht: Ok. Israel ist eine funktionierender Rechtsstaat, viele Bewohner arabischer Nachbarländer wünschen sich so etwas.
    Kann man sagen, dass die Hamas ein funktionierendes Rechtssystem aufgebaut hat?

  11. Du kaust doch auch nur Thesen wieder und wieder durch, nur weil mal eine Zeitung daran zweifelt, dass Phosphoreinsatz nicht völlig verboten ist. Aber in dem Artikel steht auch, dass Leute durch Phosphor eingesetzt wurde und dass dadurch (nach Human Rights Watch) Leute verletzt wurden. Und nach UN-Konvention ist der Einsatz, eben wegen der Verbrennungen, die Phosphor verursacht, in bevölkerten Gebieten verboten. Was in Gaza der Fall ist. Ich weiß nicht, wie die Leute vom Roten Kreuz auf die Idee kommen, dass es einen Unterschied macht, zu welchem Zweck das Zeug geschmissen wird oder warum das jetzt in Ordnung gewesen sein soll.

    Was mich traurig macht, ist der Vorwurf „Gutmenschentum“. Ist es falsch, an die Macht des Friedens zu glauben? Ghandi wurde geschlagen und getreten, aber er hatte unglaubliche Macht. Israel hat alles versucht? Klar, aber nach 3 Tagen aufgegeben, wenn mal wieder ’ne Rakete rüberkam. So läuft das nicht. Man muss immer weiterreden, wir brauchen noch mehr Dialog. Denn wie man diesen Konflikt glücklich beenden will mit dem Mittel des Krieges, hast du mir auch nicht gesagt, weshalb ich nur annehmen kann, dass du keine Ahnung hast.

  12. Ach … ein tiefer Seufzer ob des Gutmenschentums in Deinen Aussagen. Als wäre der Konflikt erst 3 Jahre alt und als ob Israel nicht schon alles Mögliche versucht hätte.
    Du kaust hier nur das allgemeine Gefasel der Zeitungen wieder. Aber anscheinend willst Du das, anscheinend reicht es Dir, macht es Dich glücklich.
    Denn wenn Du auch mal die anderen Zeitungsartikel lesen würdest, wüsstest Du, dass nicht jede Meldung, die Deine Weltsicht bestätigt, auch der Wahrheit entspricht.

    Dann möchte ich aber auch nicht mehr mit Dir diskutieren, denn es macht keinen Sinn.

  13. Zu Punkt 1: Guck einfach in die Nachrichten? Meinst du, die Palis mögen es, in FLÜCHTLINGSLAGERN von Helikoptern beschossen zu werden? Das ist die beste Werbung, die die Hamas kriegen kann, weil das einfach den Sinn von Flüchtlngslagern konterkariert. Dann soll man einfach die Dinger nicht anerkennen und mit Soldaten reingehen und Terroristen und Bombenwerkstätten suchen, anstatt pauschal auch völlig unschuldige Zivilisten zu beschießen. Menschenrechtsverbrechen von Israel sind doch zuhauf bekannt. Die letzten waren beispielsweise der Phosphor-Einsatz in Gaza (verboten in bewohntem Gebiet, weil das ungefähr so wirkt wie Agent Orange), der auch Streubomben auf libanesische Wohnviertel. Da sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass sich da keine Sympathie aufbaut…
    Dass Israel sich bemüht, Zivilisten zu schützen, ist der größte Schmarrn. Klar, man schmeißt vorher Zettel rum, auf denen steht:“Verpisst euch solange es geht!“ Aber wohin denn? Sag mir bitte nach dem gründlichen Überdenken dieser Tatsache nochmal, dass Israel sich um die Zivilbevölkerung sorgt. Wenn dir das nicht reicht, dann sag mir mal, warum lebenswichtige Güter, wie Nahrung und Medikamente an der Grenze aufgehalten werden. Da wird die Zivilbevölkerung instrumentalisiert, nur funktioniert das nicht so, wie Israel sich das vorstellt.

    Zu Punkt 3: Also ist Gewalt für dich eine Lösung? Herrgott, überleg doch mal, was du da sagst. Sind die Amis in Vietnam mit massivem Einsatz von Chemiewaffen gegen alles, was sich bewegt, durchgekommen? Nein. Und die Hamas fährt genau die Guerilla-Taktik. Und was soll das heißen “ 2. Die Bürger des Staates – stell Dir vor, Du wärst einer davon, dessen Haus im Einschlagsgebiet liegt – würden sich zu Recht über einen Staat aufregen, der sich nicht wehrt. Oder was würdest Du an ihrer Stelle sagen?“ Mit der gleichen Logik könntest du auch Angehörige von Mordopfern zu Richtern machen. Überleg nochmal, bevor du so einen Schwachfug äußerst. Ein Staat muss praktikable und zielführende Lösungen bieten, und die sehen nie für alle Leute gerecht aus. Und was hat es gebracht, dass Israel mittlerweile auch hunderte und aberhunderte Opfer zu verantworten hat? Ist die Hamas geschwächt? Nein. Die Lösung ist hier nicht die Gewalt. Die Lösung ist in erster Linie, die Lebensverhältnisse der Palästinenser zu verbessern und das in Verbindung mit der gezielten Fahndung nach Terroristen. Israel ist auch beileibe nicht so gefährdet wie es die Palästinenser sind, denn merke: Israel hat einen Schutzwall und Warnsysteme, die dafür sorgen, dass es nur relativ wenige Opfer gibt. Damit könnte sich Israel ziemlich gut schützen. Seit wann ist Vergeltung ein Schutz? Ghandi hatte Recht, als er sagte: „Auge um Auge macht die ganze Welt blind.“

    Dass Israel nur Leute aufnehmen soll, die den Terrorismus ablehnen, ist ja nun klar. Die Einhaltung von Gesetzen ist überall Pflicht und wenn Israel da meinetwegen noch einen Eid auf die Verfassung haben will, dann sei’s drum. Aber lass doch bitte diese Holocaust-Behauptung. Die bringt die Hamas und die bringt auch Herr Ahmadineschdad immer wieder und entsprechend ist doch so eine Äußerung zu bewerten. Die große Mehrheit der Palästinenser ist nicht terroristischer Natur, sondern besteht aus normalen Leuten. Es ist doch nicht so, als würden alle Leute hinter dieser Darstellung stünden.

    Und das Problem besteht ja nicht darin, dass die Flüchtlinge nicht irgendwo unterkommen könnten, sondern darin, dass sie zurückwollen. Aber um da zu einem Kompromiss zu kommen, müssten die Parteien miteinander reden. Da die Hamas nur von Ferne schreit, dass Israel vernichtet werden müsse und im Gegenzug keiner sich auch nur mit irgendwem von der Hamas an einen Tisch setzen will, passiert da auch nichts. Daher: Versorgungs- und allgemeine Lebenssituation der Palästinenser verbessern und gezielt Terroristen fangen. Das ist schwierig und gefährlich, aber der Ansatz, der jetzt verfolgt wird, birgt keinen Nutzen, er führt nicht zum Frieden.

  14. Mein Zitat ist nicht nur eine Behauptung, es ist die schlichte Wahrheit. Zumindest ein Teil der großen Wahrheit, die klarerweise auch Menschenrechtsverbrechen noch und nöcher auf Seiten von Fatah und Hamas enthält.

    Das ist großer Käse. Wie kannst Du Dich hier hinstellen und einfach sagen, dass „Israel ganz lange [daran] gearbeitet [hat], mit völkerrechtswidrigen Annexionen, Besatzungen, Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen…“ und dann behaupten!, dass es die schlichte Wahrheit ist?!?
    Dann möchte ich dafür Belege sehen – und zwar nicht nur für die Fehler, die Israel gemacht hat, sondern auch für den Rückschluss, dass der Hass und das Misstrauen der Palis dadurch begründet ist. Das dürfte Dir angesichts der offensichtlich todeslastigen Ideologie der Palis schwer fallen.

    Israel gegen die Palästinenser (Fokus Zivilbevölkerung)

    Da hast Du endlich mal Recht. Die Palis konzentrieren sich tatsächlich bei ihren Anschlägen auf die Zivilbevölkerung. Während die Israelis sich bemühen, die Zivilen zu schützen.

    hat der Staat für mich die moralische Pflicht, die Vergeltungstaktik aufzugeben.

    Hallo? Entschuldige, aber das ist großer Schwachsinn. Nach dem Motto: „Gewalt ist keine Lösung“, oder wie? Dann können wir auch gleich die Polizei abschaffen.
    Ich kann Deine Motive nachvollziehen, Du siehst es wahrscheinlich wie bei 2 Brüdern, wo der Kleine den Großen haut und der Große durch Deeskalation und durch Ignorieren die Situation entschärfen kann.
    Schöner Ansatz. Bloß die Wirklichkeit ist anders. Was würde denn passieren, wenn Israel alle Gegenwehr aufgibt und nichts mehr tut?
    1. Die Palis würde dies als Schwäche deuten und ihre Bemühungen verstärken. Dadurch würde das Leben der Bürger Israels in Gefahr gebracht werden. Der Iran liefert eine Menge Waffen, die Reichweite der Raketen wird immer größer.
    2. Die Bürger des Staates – stell Dir vor, Du wärst einer davon, dessen Haus im Einschlagsgebiet liegt – würden sich zu Recht über einen Staat aufregen, der sich nicht wehrt. Oder was würdest Du an ihrer Stelle sagen?
    3. Hast Du schon mal von einem Staat gehört, der es sich gefallen lässt, dass sein Gebiet mit Raketen beschossen wird und Selbstmordattentäter sich an öffentlichen Plätzen in die Luft sprengen?

    Was Du vielleicht meinst, ist die „unverhältnismäßige“ Vergeltung – so zumindest wird sie manchmal gesehen. Wenn man sich mit einem Stärkeren anlegt, muss man mit einer entsprechenden Gegenwehr rechnen.
    Und mit der Moral ist das so eine Sache. Moral heißt ganz bestimmt nicht, dass man sich – auch präventiv – nicht wehren darf. Zumal wenn es ums Überleben geht.
    Denk doch mal über folgenden Satz nach:

    „Die Moslems können kämpfen und verlieren und dann wiederkommen und erneut kämpfen. Aber Israel kann nur einmal verlieren.“
    Golda Meir, israelische Außen- und Ministerpräsidentin

    Und ja – ich bleibe dabei, Israel wehrt sich. Damit ist nicht jede einzelne Handlung gemeint, sondern der grundsätzliche Status des Konflikts.

    Das Flüchtlingsproblem – ja schon ein absolutes Kernproblem. Denn wie ich schon geschrieben habe: welches Volk bzw. welche Volksgruppe hat ihren Flüchtlingsstatus über 60 Jahre aufrechterhalten? Keine andere Gruppe – außer den pal. Arabern. Jede andere Flüchtlingsgruppe hat sich in die neue Umgebung eingelebt. Für diese Flüchtlinge wurde extra eine eigene Organisation gegründet, das UNRWA. Um die restlichen Flüchtlinge kümmert sich eine andere Organisation.
    Aber das Flüchtlingsproblem ist doch letztendlich vorgeschoben. Folgende Fakten:
    1. 1948 waren es ca. 800.000 Flüchtlinge. Heute sind es nach pal. Angaben 7,5 Millionen – übrigens ein seltsamer „Holocaust“, bei dem sich die Menschen vermehren.
    2. Auch im Libanon und in Jordanien leben pal. Flüchtlinge – in Lagern. Sie werden teilweise schlechter behandelt als im Westjordanland. Wieso nehmen diese Staaten, oder auch Ägypten, die Palis nicht in ihre Gesellschaften auf?
    3. Die Rückkehr der Flüchtlinge soll nicht in einen existierenden Staat Israel erfolgen, sondern Israel soll verschwinden, die Flüchtlinge wollen an alle alten Stätten zurück.
    4. Selbst wenn die Palis das Existenzrecht anerkennen würden, würde die Rückkehr von 7,5 Mill. Palis nach Israel das Ende eines jüdischen Staates (bei heute ca. 5,6 Mill. Juden in Israel von ca. 7 Mill. Einwohnern) bedeuten.

    Das Flüchtlingsproblem ist nicht deshalb so schrecklich, weil man den Flüchtlingen nicht helfen könnte, sondern weil es für politische Zwecke missbraucht wird. Die Flüchtlinge sind letztendlich ein Faustpfand in der Hand arabischer Politiker, um Druck auf Israel – durch die Weltöffentlichkeit und Bilder leidender Menschen – ausüben zu können.

    Das Konzept sähe m.E. so aus, dass die arabischen Brüder- und Nachbarstaaten die Flüchtlinge in ihre Gesellschaften integrieren. Wer nach Israel will, wird sicherlich aufgenommen, wenn er auf Grundstücksansprüche verzichtet und dem Terror absagt.

  15. Mein Zitat ist nicht nur eine Behauptung, es ist die schlichte Wahrheit. Zumindest ein Teil der großen Wahrheit, die klarerweise auch Menschenrechtsverbrechen noch und nöcher auf Seiten von Fatah und Hamas enthält.

    Die Flüchtlingsrückkehr ist in der Tat eine Kernfrage in diesem Konflikt. Problematisch ist es aber auch deshalb, weil gerade die aktuelle Regierung israel wieder speziell als jüdischen Staat ansieht und daher das Rückkehrrecht von Flüchtlingen nicht einräumt, was mittlerweile vielen Betroffenen genügen würden, wenn es auch vorher vielleicht – aber das ist nur eine unbelegte Vermutung – weniger waren, die sich mit dem Teilungsplan von 48 anfreunden konnten. Dass Israel in dieser Form also in den heutigen Grenzen und ohne das Flüchtlingsrückkehrrecht nicht anerkannt wird, kann ich insofern also auch verstehen, dass der Plan ursprünglich anders aussah. Die Hamas verkriecht sich mittlerweile nur noch hinter blindem Hass (und wird durch israelische kurzsichtige Militärpolitik auch noch tatkräftig unterstützt), und will Israel komplett von der Karte haben. Naja, was davon zu halten ist, brauchen wir hier nicht diskutieren.

    Wo ich aber widersprechen muss, ist die Auffassung, Israel wehre sich nur. Zum Wehren gehört nicht das Streubombardement von Wohngebieten und Flüchtlingslagern. Das ist auch nur noch blinder Hass und hat mit Selbstverteidigung wenig zu tun, zumal der Konflikt Israel gegen die Palästinenser (Fokus Zivilbevölkerung) in der Tat asymmetrisch ist – die Palis haben keine Chance. Und da sich Israel für moralisch überlegen hält und dazu auch international anerkannt ist, hat der Staat für mich die moralische Pflicht, die Vergeltungstaktik aufzugeben. Von der Hamas ist es nicht zu erwarten, sie lebt davon, und ist auch nicht am dauerhaften Frieden interessiert. Aber Israel ist daran interessiert (und die Mehrzahl ver palästinensischen Zivilisten auch). Daher besteht für mich ein Lösungsansatz in der Verbesserung der palästinensischen Lebensverhältnisse, vor allem auch in Gaza (vielleicht organisiert durch die UN) und, vor allem, in der Aufgabe der Vergeltung. Die israelischen Städte sind verhältnismäßig gut gerüstet (auch wenn der Status quo natürlich unhaltbar ist), um die Bürger recht gut zu schützen (zu sehen an den relativ zur palästinensischen Seite geringen Opferzahlen), und mit den Gewehren der israelischen Armee wurde noch nie eine Qassam-Rakete vom Himmel geholt…

    Ein Kernproblem liegt auch in der komplexen (und in meinen Augen ziemlich hinterhältigen) Rhetorik der Mächtigen. Wenn Versprechungen gemacht werden, die aber in Art und Weise von Winkeladvokaten wieder eingeschränkt werden (siehe Siedlungsbau), dann schafft das kein Vertrauen, weil solche Details nie in den Medien genannt werden und sich auch die anfängliche Freude über ein Versprechen in noch mehr Ablehung verkehrt, als hätte es das Versprechen nie gegeben. Genauso wie sich die israelische Regierung manchmal mit dem Siedlungsbau verhält und zitiert wird, so kommt es bei der palästinensischen Seite auch häufig zu Verkürzungen, die verfälschende Suggestionen hervorrufen. Hier sind es wirklich Detailfragen, die entscheiden, und die Frage nach der Flüchtlingsrückkehr ist eine dieser Kernfragen.

    Hast du da, ganz neutral gefragt, eine konkrete Ansicht oder ein definiertes Konzept? (Ich weiß, das ist nicht das ursprüngliche Thema, aber eine Diskussion dazu wäre denke ich vielleicht interessant und sicherlich konstruktiv)

  16. Dass der Hass und das Misstrauen der Palästinenser tief verwurzelt ist, daran hat Israel ganz lange gearbeitet, mit völkerrechtswidrigen Annexionen, Besatzungen, Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen…

    Na ja, nette Behauptung. Ist immer die Frage von Ursache und Wirkung. Wie gesagt, Israel hat sicherlich Fehler gemacht. Aber die ursächliche Problematik liegt nicht in Israel, sondern bei den Arabern.

    Überleg‘ doch nur mal, welches Volk bzw. welche Volksgruppe ihren Flüchtlingsstatus über 60 Jahre aufrechterhalten haben? Keine andere Gruppe – außer den pal. Arabern. Jede andere Flüchtlingsgruppe hat sich in die neue Umgebung eingelebt.

    Der Grund, warum sie nicht schon längst mit Israel Frieden geschlossen haben – und das wäre des öfteren möglich gewesen! -, ist die Frage der Rückkehr der Flüchtlinge. Und das sich diese wiederum nicht so einfach lösen lässt, liegt daran, dass die pal. Araber ihr Rückkehrrecht so definieren: Sie wollen das ganze Land wiederhaben.
    Entweder bedeutet das: Israel verschwindet als Staat ganz oder das Land als Land der Juden wird durch die dann entstehende Bevölkerungsentwicklung ad absurdum geführt.

    Und noch ein Wort: Dies ist kein Konflikt zwischen Gegnern auf Augenhöhe. Die Israelis wehren sich gegen die Angriffe. Die Araber haben letztendlich das Ziel, Israel zu vernichten.
    Und das haben sie auch offen gesagt. Siehe auch hier

  17. Das ist so nicht richtig… Dass der Hass und das Misstrauen der Palästinenser tief verwurzelt ist, daran hat Israel ganz lange gearbeitet, mit völkerrechtswidrigen Annexionen, Besatzungen, Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen… Dass die Hamas es zu ihrer Ideologie gemacht haben, liegt teilweise auch darin bedingt, dass man damit den Urnenpöbel ködern konnte…

    Ich weiß, dass die Hamas ein Terroristenhaufen ist. Und der israelische Staat hat dem ganz gut in die Hände gespielt…

  18. Man könnte auch sagen, die FAZ nimmt von ihren Lesern an, die Botschaft auf dem Schild selbst lesen zu können… Dann wäre der Zusatz „Kindsmissbrauch in Gaza“ durchaus ein passender Zusatz, während die israelkritischen Töne… naja, man kann nicht sagen, dass es nicht auch Teil der Wahrheit sei… Vor allem, wenn die Parolen der Lieberman-Fans auch „Tod allen Arabern“ schreien, und ihr Idol, der moldawische Türsteher, hockt sogar in der Regierung…

    Irgendwie hat da unten jede Seite Dreck am Stecken und es wird nichts bringen, immer beim Anderen nach noch mehr Dreck zu suchen…

    • Dass bei einem solchen Konflikt jede Seite Fehler macht – und auch Israel – ist unbestritten.
      Aber mit einem „und es wird nichts bringen, immer beim Anderen nach noch mehr Dreck zu suchen…“ kann man diesen Konflikt nicht abtun.

      In diesem Beitrag geht es auch weniger um den Konflikt an sich, als um die Sichtweise und Beurteilung des Konfliktes durch deutsche Medien. Und da lässt sich festhalten, dass es eine oft sehr einseitige Sichtweise gibt, die die wahren Motive der Araber verschweigt. Man führe sich dazu einmal die Charta der Hamas zu Gemüte.

      Ein Schild, auf dem steht: „Tötet die Juden“ zu unterschreiben mit: „Die Israelis haben die Palästinenser auch während der Waffenruhe beschossen“ ist der Hohn und ein Gipfel des Gutmenschentums, der alles Schlechte der einen Seite mit den angeblichen Gräueltaten der anderen Seite erklärt.
      Der tief verwurzelte Hass der Palästinenser existiert – das hat die F.A.Z. schon richtig erkannt – aber nicht deshalb, weil die Israelis Fehler gemacht haben – das will uns diese Bildunterschrift sagen -, sondern weil es Teil ihrer Ideologie ist.

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