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Die Piraten und die Gutmenschen

Henryk Broder schreibt:

Nichts illustriert die “Asymmetrie” der Auseinandersetzung [vor der somalischen Küste] besser als der “Stand off” zwischen einem amerikanischen Zerstörter und einem “Lifeboat”, mit dem die Piraten einen US-Kapitän entführt haben. Und wenn es mal gelingt, Piraten festzunehmen, weiß keiner, was mit ihnen geschehen soll. Nach Somalia können sie nicht ausgeliefert neben, denn das Land ist ein “failed state”, in dem die Gerichte so gut funktionieren wie die Müllabfuhr in Mogadischu. Deswegen werden sie nach Kenia überstellt, das zwar nicht zuständig aber nicht ganz so desolat ist wie Somalia. Dort bekommen sie dann ein “faires Verfahren”. Noch fairer wäre es, sie vor ein deutsches Gericht zu stellen, was tatsächlich auch “angedacht” war, aber nicht realisiert wurde. So sind wir um das Spektakel gekommen, H.C. Ströbele als Verteidiger somalischer Piraten erleben zu dürfen, die viel lieber Sozialarbeiter geworden wären, wenn sie dazu die Gelegenheit gehabt hätten.

Was spräche eigentlich dagegen, ein paar Piraten zu einer Bootsfahrt einzuladen und sie dann zu bitten, von Bord zu gehen, möglichst an einer Stelle, an der auch Haie schwimmen, die lange nicht mehr gefüttert worden sind? Human Right Watch würde sich aufregen, PETA gegen den Missbrauch der Tiere protestieren und Norman Paech mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte drohen. Dass so etwas nicht machbar ist, dass die Verbrecher jene Chance bekommen, die sie ihren Opfern nicht gegeben haben, ist auch das Verdienst der Gutmenschen, die immerzu nach rationalen Erklärungen des Übels suchen. Und so kann man jetzt auch Kommentare lesen und hören, in denen davon die Rede ist, die Piraterie sei nur ein Symptom ist, dessen Ursachen bekämpft werden müssen: die Armut! Und als nächstes werden wir erfahren, dass man differenzieren muss und nicht alle Piraten unter Generalverdacht stellen darf. Auch unter den Haien soll es solche und solche geben.

via Die Achse des Guten: Hannibal Tempest: Piraten über Bord

Ein gewohnt bissiger Text, aber: Im Grundsatz stimme ich voll zu!

Dieses Gutmenschengetue und die Vermeidung jeder Gewalt um jeden Preis ist einfach Käse. Man muss schon sehen, dass man Gewalt sinnvoll einsetzt, aber wir – in der westlichen Welt – haben im Moment die Tendenz, die Gewalt von vornherein als schlecht zu verdammen – egal, was hinten dabei rum kommt.

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Eine Antwort

  1. –aber wir – in der westlichen Welt – haben im Moment die Tendenz, die Gewalt von vornherein als schlecht zu verdammen–
    Stimmt so nicht!
    „Wir“ haben die Tendenz Gewalt immer und überall als schlecht und falsch zu bezeichnen – wenn sie von Westlern verübt und/oder von „Rechten“ verübt wird. Terroristen sind gerechtfertigt in ihrer Gewalt; linke „Autonome“ sind gerechtfertigt in ihrer Gewalt – soweit das überhaupt als Gewalt anerkannt wird. Denn „Widerstand“ ist ja keine Gewalt.

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