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Durban II

Nach massiven Angriffen auf den UN-Sicherheitsrat kritisierte er am Montag in seiner Rede Israel und dessen Politik in den palästinensischen Gebieten. Dort herrsche eine „völlig rassistische Regierung“, Ahmadinedschad sprach sogar von „barbarischen Rassismus“. Mit den Palästinensern sei eine ganze Nation sei heimatlos geworden. Der Zionismus sei der „personifizierte Rassismus“. „Zionisten“ und ihre Verbündeten hätten den Krieg im Irak geplant.

Vertreter der Europäischen Union verließen während der Rede unter Protest den Saal. Nach der Rede Ahmadinedschads forderte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy in Paris eine „entschiedene Reaktion“ der EU-Länder auf den Vorgang. Frankreich verurteilte die Aussagen Ahmadinedschads als eine „Rede des Hasses“, er habe

„die Ideale und Werte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mit Füßen getreten“.

Deutschland, die USA und Israel nehmen an der Konferenz nicht teil. Auch die Niederlande, Italien, Polen und Luxemburg haben keine Vertreter zu der UN-Veranstaltung geschickt. Hintergrund des Boykotts war die Sorge, dass die Konferenz zu einem Podium für anti-israelische Erklärungen werden könnte.

Überraschung! A. hasstiradet gegen Israel. Na ja, nicht wirklich überraschend.
Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fügte allerdings hinzu, es sei ungewöhnlich, dass ein Staatsoberhaupt eine solche Rede halte.

„Ich habe diese Art von destruktivem Verhalten in einer Versammlung, in einer Konferenz, von einem Mitgliedstaat noch nicht erlebt. Es war eine völlig untragbare Situation“, sagte er.

Aha. So was hat er also noch nicht erlebt. Und letztes Jahr im September? Vor der UN-Vollversammlung? Hat der gute Mann vielleicht Gedächtnisschwund?
Es klingt so, als wolle er sagen: „Das habe man nicht erwarten können.“

Und klar. „Zionisten“ haben den Krieg im Irak geplant. Das ist die typische Argumentationsweise  eines Menschen, der glaubt, die USA seien eine ZOG.

Und die Entscheidung Deutschlands, Durban II zu boykottieren finde ich ich richtig gut. Wenn ich weiß, dass ich bei einer Sache noch etwas bewegen und verändern kann, sollte ich mich einbringen, damit genau das geschieht.
Wenn ich aber weiß, dass die ganze Veranstaltung eine Fassade ist, bei der es in Wirklichkeit um ganz andere Dinge geht und ich sagen kann, was ich will, es ändert sowieso nichts mehr und die UN das alles so laufen lässt und sich nicht wehrt, dann muss ich nicht durch meine Anwesenheit die ganze Veranstaltung auch noch legitimieren und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Es wurde gesagt, dass Deutschland sich durch seine Abwesenheit darum gebracht hat, gegen A. zu protestieren. Ich denke, die Abwesenheit / der Boykott ist der beste Protest an sich.

Und dann noch ein Wort zu den Leuten, die sich darüber aufregen, dass Deutschland die Konferenz boykottiert hat, weil sie die Sorge hatten, dass die Konferenz zu einem Podium für anti-israelische Erklärungen werden könnte.
Wer sich dann in dem Sinne darüber aufregt, „man dürfe ja noch nicht einmal Israel kritisieren, ohne dass gleich ganze Länder eine Konferenz boykottieren“, der hat gar nicht, aber auch rein gar nicht verstanden, was in Durban 2001 – 72 Stunden nach dem 11.September – geschehen ist, was der Iran und A. sagen und tun und worum es eigentlich in diesem Konflikt geht.

Und man muss sich einmal folgendes Ereignis auf der Zunge zergehen lassen:

Bereits vor dem Auftritt Ahmadinedjads hatte sich auf der Antirassismuskonferenz Bemerkenswertes zugetragen: Im Auftrag der NGO UN Watch klagte ein Folteropfer von Muammar al-Gaddafi die Folterungen in Libyen an. Die Vorsitzende des „Durban II“-Komitees, Najjat al-Hajjaji – eine Repräsentantin des libyschen Regimes –, unterbrach den Vortrag jedoch mehrfach und entzog dem Redner schließlich das Wort. Zu nennenswerten Protesten gegen diese Maßnahme kam es offenbar nicht. Es ist bezeichnend, dass solche Geschehnisse den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon augenscheinlich unbeeindruckt lassen, während er und seine Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, gleichzeitig „enttäuscht“ und „schockiert“ sind, dass westliche Staaten die Genfer Veranstaltung boykottieren, die schon jetzt eine Art diplomatischer Pogrom ist.

via Lizas Welt

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5 Antworten

  1. Also mit Rassen und angeblicher Überlegenheit bestimmter Rassen möchte ich mich hier nicht beschäftigen.
    Deine Äußerungen sind m.E. nahe am Rassismus. Dem kann ich absolut nicht zustimmen.

  2. „Durch Nicht-Teilnahme mehr bewirken“?

    Nun, lieber Markus, das ist zwar nicht ganz auszuschließen, jedoch bin ich noch lange nicht von diesem Ignoranten-Konzept überzeugt! Denn durch die Nicht-Teilnahme Deutschlands vergab sich Außenminister FrankSteinmeier selbst die Chance, gegen die anti-semitischen Hasstiraden des A. vor internationalem Publikum ein positives Bild der reinen jüdischen Rasse zu zeichnen!

    Meiner Ansicht nach hätte der deutsche Außenminister dazu nur einmal eine der überzeugenden Darstellungen aus einer reichhaltigen Literatur des wissenschaftlichen Zionismus zitieren müssen, wonach sich, wie in Persien, eine moralisch „ungünstige Wirkung der [Rassen]Kreuzung in Ländern mit Mischlingsbevölkerung“ zeigt:

    „Dagegen haben einzelne kleinere Völker, die seit Jahrtausenden sich [rassen]rein erhielten, wie Armenier und Juden, ihre Kulturfähigkeit bewahrt und vermehrt“

    Wenn der deutsche Außenminister diese wunderbare Kulturvermehrung, welche die rassereinen Juden bereits erreicht haben, einmal vor großem Publikum mit der nachweislichen Herkunft des Taugenichts A. verglichen hätte, wäre der Hitler des Nahen Osten ganz schnell mal in der Versenkung verschwunden:

    „Man denke an all die blühenden Nationen des alten Orients, von den Indern und Persern bis zu den Aegyptern und Hellenen, und vergleiche ihr früheres Schaffen und Wirken mit demjenigen von der Zeit angefangen, wo die Fluten der Völkerwanderung über sie hereinbrachen!“

    Ein überzeugender jüdischer Adelsbeweis aus dem Programm der zionistischen Partei!

    Und weiter:

    „Bei den Eingeborenen Südafrikas gibt es ein Sprichwort: Gott hat den weissen Menschen gemacht, Gott hat den schwarzen Menschen gemacht, aber der Teufel hat den Mischling gemacht!

    Als Analogon ergeben die Experimente der Tierzüchter, dass grosse Unähnlichkeit der Rasse und des Charackters zur Bildung unharmonischer, schwankender Characktere führt, und dass viele Generationen verstreichen müssen, ehe ein neuer, einheitlicher und stabiler Charackter sich ausbildet“

    Diese Generation haben der A. und seinesgleichen Mischlinge ganz klar noch nicht erreicht!

    „Geistes- und Charackterhöhe, in ihrer höchsten Stufe Genialität, kann nur dem reichen Fonds von Instinkten entquellen, der in einer reinen Rasse vorhanden ist. Wenn also ein Volk für sich und die Menschheit Grosses und Mächtiges bedeuten will, dann kann seine, im Hinblick auf die Zukunft handelnde Politik nur ein Ziel haben: Von der Rassenlosigkeit zur Rassenreinheit durchzudringen!“

    Damit fällt der kleine Hitler für alle Zeiten flach! Der A. wird als Antisemit der Menschheit niemals Großes und Mächtiges bedeuten.

    Steinmeier hat die einmalige Chance vergeben, durch positive Präsentation der jüdischen Rasse, all die Antisemiten zu Judenfreunden zu bekehren, die, wie einst der junge Adolf Hitler, die reinrassigen Juden höchst bewunderten und gegen antisemitische Angreifer vehement verteidigten!

    Liebe Grüße,
    eku

    Quellen:
    Der Rassenadel der Juden
    (Der Schlüssel zur Judenfrage)
    von Dr. Alexander Schueler
    Jüdischer Verlag, Berlin, 1912, S. 24 ff
    http://www.aussenpolitikforum.net/viewtopic.php?p=9373#9373
    (mit weiteren Links zu den Originalscans aus dem programmatischen zionistischen Werk)

    „Hitlers Wien – Lehrjahre eines Diktators“
    Brigitte Hamann, S. 496 ff
    http://www.aussenpolitikforum.net/viewtopic.php?p=7578#7578
    (im ‚Artikel Adolf Hitler, Freund der Juden‘)

  3. Nein, eku, unsere aufklärerische Rolle wäre so sinnvoll gewesen wie die eines Tischtennisspielers bei einem Rugby-Turnier.
    Es war schon richtig und gut, dass Deutschland sich gegen die Teilnahme entschieden hat, das war ein klares Signal.

    Und hat vielleicht mehr bewirkt als teilzunehmen.

  4. Das finde ich auch nicht in Ordnung, daß Deutschland keine Abordnung auf die Konferenz geschickt hat! Wir hätten dort eine aufklärerische Rolle spielen können – aber so?

    LG,
    eku

  5. […] Bei Beer findet sich eine interessante Auflistung,  Lila stellt unbequeme Fragen und einige andere machen sich ebenfalls Gedanken […]

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