• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Fatwa zur Strafe für Beschimpfungen Muhammads

Selbst Reue wendet nicht das Todesurteil ab
Vom muslimischen Geistlichen und Propagandisten Abu Bakr al-Hanbaly

Frage: Welche Bestrafung sieht das islamische Gesetz für die Beleidigung Muhammads vor?

Antwort: In einem Videointerview mit dem ägyptischen Geistlichen Abu Bakr al-Hanbaly erklärt dieser die Strafe für die Beschimpfung oder Beleidigung Muhammads. Er sagte etwa:

„Die [muslimischen] Schriftgelehrten sind sich immer darüber einig gewesen, dass jemand, der den Propheten [Muhammad] beschimpft, beleidigt, degradiert oder seine Religion in irgendeiner Weise schlecht macht, getötet werden muss … Wenn er Buße tut und Reue zeigt, wird zwar seine Reue von Allah angenommen, er wird jedoch trotzdem getötet. Ihm darf keine Besinnungszeit [arab. Istitaba] verliehen werden: er wird getötet, ganz unabhängig davon, ob er seine Tat bereut und Buße tut oder nicht.“

Quelle:

حكم من سب النبي ؟

(Institut für Islamfragen, dh, 17.04.2009)
via Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz

Demokratie? Menschenrechte? Toleranter, aufgeklärter Euro-Islam? Nada. Gibt es den?
Alle Welt verkündet, dass der Islam an sich so friedlich sei. Und das solche Aussprüche wie oben mit Vermischungen des Islams mit regional-traditionellen Stammesriten zu erklären seien.
Seltsam nur, dass diese Art, den Islam zu leben, weltweit so eine große Anhängerschaft und eine große Verbreitung findet.

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23 Antworten

  1. Irgendwo habe ich hier gelesen der islam ist der Staat der sich der islamischen Gesetze am ehesten annimmt und das eben die Leute dort dieses demokratisch gewählt !
    Hm ja du hast recht und eben diese sagen auch niemand hätte das damals für möglich gehalten , die Mullahs haben sich noch freundlich im Hintergrund gehalten und plötzlich war es soweit .
    Eine reislamisation fing immer an wenn Kriege bevorstanden !
    Dann werden Leute in der Nacht zum Gebet aufgerufen usw.
    Die Muslime die sich von den Glauben abwenden müssen ja sogar in deutsschland einen neuen Pass geantragen !
    Nicht immer aber oft !
    Viele Leute sind hier gestorben um eben den Einfluss der Kirche Herrr zu werden und eben diese erkämpfte freiheit gibt man dann nicht so gerne wieder her !
    für mich ist es eine rassistische Religion nicht nach der Rasse sondern nach Gesinnung ,
    Ja , und christen können friedlich leben solange sie sich untertan bewegen , und eine Sondersteuer entrichten soviel ich weiss .
    Aber von den 2besten oder 3besten Idenn abgesehen von der hier gesprochen wurde
    Naja
    Können die Muslime dann verstehen wenn man hier nach ein Regime irgendwann ruft das eben nach unserer Meinung etwas mehr darauf achtet euch ein wenig mehr einzuschränken weil wir solche Gesetztgebung nach den Islam als ekelhaft empfinden ?

  2. Muhammad hat am Anfang so reagiert das ist war aber später als er Macht hatte hatte er auf solche Zufälle anders reagiert ,
    So auch die Belagerung Mekkas die nach Aussagen eurer Leute ( wer darf den die geschichte des Islam in Frage stellen ohne das er hingerichtet wird )
    jedenfalls habe ich sowas von ein Aposthaten aus Angst zum Glauben übergewechselt haben weil sonst das Überleben der ganzen Stadt davon abhing .
    Wer wagt sich den inmitten einer muslimischen Gesellschaft offen sowas auszusprechen selbst wenn es wahr ist , diese Gesellschaft hat akzeptiert das Jesus nach Indien abgerauscht ist und mit Magdalena Kinder hatte so wie man es unter Zigeunern hört .
    aber wenn man davon spricht das muhammed von einer Krankheit befallen war und damit es tabu ist von ihn Bilder zu zeichnen eben aus Rücksicht dann ist das schon sehr interessant zu hören zumal es Aufzeichnungen geben soll die sein Arzt gemacht hat !
    Soll ein Grieche gewesen sein !
    so hat man mir das eben erzählt !
    Das sind keine Geschichten von Rechten , nein das haben mir Exmuslime erzählt !
    fand ich sehr interessant !
    Sollte man mal nachgehen aber dann würde ein Aufschrei durch die Muslimische Welt gehen die sich eher in den Krieg stürzen würde als sich das anzuhören selbst wenn man es wissenschaftlich belegen würde !
    diese Abwehr gegen alles wissenschaftlich empirisch belegte , also Wahrheiten sind dem Islam ein Greuel , hier hat man akzeptiert das der Mensch vom affen abstammt .
    Der Islam hat immer solche schrecklichen Regime hervorgebracht und die islamisch Gelehrten sind es die solche schrecklichen strafen erlassen .
    Ausserdem erschreckt uns Nichtislame die Takkija , die man dann schnell mit der islamischen Gastfreuntlich keit verbindet !
    Wir wollen eben eine freie Welt , und akzeptieren Individuen selbst euch die unsere Gesellschaft mit eurer Religion beschimpft !
    so auch Nigeria wo Christen das Angebot der schleimigen Missionare angenommen haben und sich ausbilden liessen und dann zu grösseren Reichtum gekommen sind , wegen der schulbildung
    und dann kam der islamische Hass auf die christen
    das hat mit so ein Exmuslima aus diesen Land erzählt !

  3. […] tolerant und menschlich der Islam ist, hat Markus ebenfalls […]

  4. Ich hab das Buch in meiner Lektüre-Ecke erwähnt:
    „Streit um Abraham“. Ich kaue noch immer dran, sowas lese ich nicht in einem Rutsch.
    Das neueste (und sehr dicke) Buch von ihm heißt:“Juden, Christen und Muslime-was sie trennt, was sie eint“ und zu dem Thema hab ich vor ein paar Monaten ein Seminar bei ihm besucht, allein unter Katholiken, lol. Das Buch muss noch warten, bis es gebraucht zu haben ist.
    Er ist Prof. in Tübingen und hat natürlich auch viel über christliche Themen geschrieben. Sehr netter Mann.

  5. Ich trau Herrn Avnery mal zu, die politischen Verhältnisse in seinem Land einzuschätzen.

    Würdest Du hier in Deutschland jedem, der was über Deutschland sagt, zutrauen, die pol. Verhältnisse richtig einzuschätzen?

    Also ich nicht. Das hängt doch von vielen Faktoren ab, vor allem aber von seiner Ideologie. Und da Avnery den Zionismus ablehnt – und damit im Prinzip einen jüdischen Staat -, sind seine Aussagen in diesem Lichte zu betrachten.
    Er steht für eine Meinung, die es in Israel gibt. Aber das ist bestimmt nicht die einzige und auch längst nicht die größte.

    Erzähl mal mehr von Prof. Kuschel 🙂 oder gib eine Quelle an.

  6. Oh sorry, ich dachte ich hätte den Marja schon erläutert, bei den Fatwa-Fragen: also Shiiten wählen sich unter Gelehrten die dafür qualifiziert sind (ganz wenige) den aus, den sie als meistwissend einschätzen und folgen seine Fatwas. Das hat den Vorteil, dass wir nicht so überschüttet werden mit Fatwas von diesem und jenem, wie es sich an der o.g. zeigt.
    Die Fatwas beziehen sich nicht auf Grundlagen des Glaubens, sondern eher auf alltägliche Fragen. Entweder findet man etwas Passendes in den Risalah-Büchern, oder man kann seinen Marja direkt anschreiben und befragen (wobei der natürlich noch Gelehrte bei sich hat, die das in seinem Sinne entscheiden, der Arme käme ja sonst zu nichts mehr).
    Also eine beispielhafte Frage: Darf ich das Verbot, an Veranstaltungen teilzunehmen bei denen Alkohol ausgeschenkt wird, übertreten und an der Feier der Goldenen Hochzeit meiner Eltern teilnehmen, im Interesse des Gebotes, die Familienbande zu pflegen.
    *****************
    Das mit dem Volk Gottes ist nicht von mir, sondern vom katholischen Prof. Kuschel, der das natürlich theologisch belegt.
    *******************
    Ich trau Herrn Avnery mal zu, die politischen Verhältnisse in seinem Land einzuschätzen.

    Schönen Tach, Meryem

  7. @Meryem: Wer ist Marja?
    Den Avnery-Artikel habe ich gelesen. Er lässt nicht viel Gutes an A’jad.

    Sein Problem allerdings: Nicht nur Israel glaubt an die Bombe des Iran. Viele andere – auch arabische – Staaten fürchten sie.
    Israel daher zu unterstellen, die Bombe sei nur ein Fantasiegebilde, um den Militärhaushalt zu rechtfertigen, ist daher ziemlicher Unsinn.

    Zum „Volk Gottes“: Da unterscheiden sich unsere Ansichten.

  8. Du sagst, ich guck nicht hin, ich sag, Du guckst nicht hin und beide finden ihre Argumente überzeugend. Kommt nix bei raus.

    Nein, so ist das nicht ganz. Wer behauptet, Israel habe seine Nachbarn angegriffen und dabei unterschlägt, dass Israel von seinen Nachbarn mehrere Male angegriffen wurde, der ist einäugig.

    Nicht zu reden von den Motiven, warum wer angegriffen hat:
    Israel wurde angegriffen, weil es vernichtet werden sollte. Israel selber hat präventiv angegriffen, um Schlimmeres zu verhindern.

    1948: Israel wurde von 5 Staaten angegriffen.

    1956: Israel griff mit Frankreich + Großbritannien zusammen Ägypten an, nachdem Ägypten unter der Führung von Präsident Gamal Abdel Nasser den Golf von Akaba blockierte und den Sueskanal für israelische Schiffe sperrte und somit Internationales Recht verletzte. Außerdem wurde Israel aus dem damals ägyptisch besetzten Gazastreifen mehrfach durch Fedajin angegriffen.

    1967: Der Krieg mit den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien. Dem Krieg unmittelbar voraus ging die Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt, der von Nasser erzwungene Abzug der UNEF-Truppen vom Sinai und ein ägyptischer Aufmarsch von 1000 Panzern und fast 100.000 Soldaten an den Grenzen Israels. Der Krieg begann am 5. Juni mit einem Präventivschlag der israelischen Luftwaffe gegen ägyptische Luftwaffenbasen, der einem befürchteten Angriff der arabischen Staaten zuvorkommen sollte. Jordanien, das am 30. Mai 1967 einen Verteidigungsvertrag mit Ägypten geschlossen hatte, griff daraufhin Westjerusalem und Netanja an.

    1973: Der Jom-Kippur-Krieg begann mit einem Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

    1982: Der 1.Libanon-Krieg: Die Vorgeschichte des Krieges bildeten Kämpfe zwischen der palästinensischen PLO und dem israelischen Militär, seit Israel im Verlauf der Operation Litani 1978 Teile des südlichen Libanon besetzt hatte. Dies wiederum war vor dem Hintergrund von Massakern an israelischen Zivilisten durch PLO-Kämpfer geschehen, die aus dem Libanon in Israel eingesickert waren (siehe auch Avivim-Schulbus-Anschlag, Ma’alot-Massaker, Küstenstraßen-Anschlag).

    Um die im Libanon erstarkte PLO zu schwächen und teilweise zu zerschlagen, begann Israel unter seinem Regierungschef Menachem Begin am 6. Juni 1982 mit einem Angriff auf den Libanon. Militärischer Oberbefehlshaber Israels war der Verteidigungsminister Ariel Scharon. Ziel war die Zerschlagung der militärischen PLO-Organisation durch den Vormarsch bis Beirut, von wo aus die PLO ihre Aktionen koordinierte. In Westbeirut wurden rund 10.000 PLO-Kämpfer von den israelischen Truppen eingeschlossen und zur Kapitulation aufgefordert.

    2006: 2. Libanonkrieg. Seit dem Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon im Jahre 2000 gab es in fast regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Monaten im israelisch-libanesischen Grenzgebiet bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee. … Am 29. Mai verstärkte die Hisbollah die Raketen- und Mörserangriffe, die Israel wiederum zu größeren Luft- und Artillerieangriffen veranlassten. … Am 25. Juni 2006 hatten Aktivisten der Hamas auf israelischem Gebiet den 19-jährigen israelischen Korporal Gilad Schalit gefangen genommen. Dabei wurden zwei weitere israelische Soldaten getötet, und die Aktion veranlasste Israel zur Auslösung der Operation Sommerregen, in deren Verlauf die israelische Armee erneut in den Gazastreifen eindrang.

    2008: Gazakrieg: Israel begründete die Militäroffensive mit dem jahrelangen Beschuss israelischer Städte mit mehreren tausend Qassam- und Katjuscha-Raketen aus dem Gazastreifen (fast 10.000 seit dem Jahr 2000). Medien bezeichnen die Kämpfe übereinstimmend als Krieg.

    (Quellen: wikipedia.de)

    Du siehst, die Motivation für die Angriffe der Israelis waren jedesmal gezielte Provokationen und Angriffe von arabischer Seite. Dieser Konflikt ist asymmetrisch und dass Israel auf die Angriffe irgendwann reagieren würde, wusste die arabische Seite auch.

    Fazit: Hätten die arabischen Provokationen nicht stattgefunden, hätte auch keine israelische Reaktion stattgefunden.

  9. Ach guck Markus, da sind wir schon wieder am Punkt, wer einäugig oder verblendet oder weiß ich was ist. Du sagst, ich guck nicht hin, ich sag, Du guckst nicht hin und beide finden ihre Argumente überzeugend. Kommt nix bei raus.

    Den Iran verteidige ich deswegen, weil er in seinen Grundzügen, so wie es gemeint war, meine Auffassung vom Islam wiedergibt. Weil dort die Gelehrten ausgebildet werden (im Irak auch, aber das ist ja gerade etwas schwierig). Die ich allesamt als sehr bedachte, vernünftige Leute erlebe, also die, die ich kennengelernt habe – ich habe keinen Eiferer getroffen. Weil der verborgene Imam Mahdi, möge er bald erscheinen, das eigentliche Staatsoberhaupt ist und weil wir ihn sehnsüchtig erwarten, damit er, gemeinsam mit Jesus, a.s., der Welt Frieden und Gerechtigkeit bringt.
    Weil mein Marja dort lebt und auch, weil das Land immer sehr ungerecht dargestellt wird. Es hat im Rahmen der Revolution ganz sicher schlimme Übertreibungen gegeben, aber es ist doch nicht so, dass die Leute da in Angst und Schrecken leben.Auch die Frauen nicht, die genießen dort viel Respekt. Und das mit den Kirchenglocken stimmt auch, 🙂 . Über Präsident Ahmadinedschad kann man streiten, an diplomatischem Geschick fehlt es ihm ganz sicher. Und innenpolitisch hat er es auch schwer, aber seine Bestrebungen gegen Korruption waren sicherlich gut. Nur stellen ihm da auch viele ein Bein.
    Und nicht vergessen: das Staatsoberhaupt ist er nicht und entscheidend ist am Ende die Religion. Imam Chamenei hat mehrfach und deutlich Atomwaffen abgelehnt. Die sind ja auch nicht islamisch, weil man damit blindlings alle tötet und das darf man islamisch nicht.
    Mir gefällt auch nicht alles, aber man muss auch nicht so tun, als sei das ein Unterdrückerstaat. Es wird soviel Falsches verbreitet, auch die Hinrichtungsbilder sind nicht immer authentisch (ich sag nicht: nie), darum glaub ich da nicht so leicht was. Man darf ja nicht vergessen, dass es auch eine starke Exilbewegung von Schahfreunden gibt und die haben es auch nicht so mit der Wahrheit und Demokratie. Nunja, mehr Plädoyer muss auch nicht sein.

    Hast Du den Artikel von Uri Avnery zu Ahmadinedschad und Liebermann gelesen? Das fand ich ja nun mal wieder witzig (er vielleicht nicht so sehr, aber den Zusammenhang herzustellen hat schon was. Mossad-Agent, lol)

    Eigentlich wollt ich doch gar nichts dazu sagen, zum Iran meine ich, na, nun isses passiert.

    Noch abschließend zum „Volk Gottes“ – dazu hab ich bei Prof. Kuschel gelernt, das wir das alle sind, nicht nur Israel, :-). Empfehlenswerte Lektüre.

    Servus, Meryem

  10. Moin,
    ja und-wenn ich links bringen täte, findet Ihr sie unglaubwürdig, genau wie ich nicht allen traue, die Ihr bringt. Wenn Ihr eine andere Sicht lesen wollt, seid Ihr ganz sicher in der Lage, die zu recherchieren, manche Seiten hab ich ja auch im blog verlinkt.

    Ich streite doch gar nicht ab, dass es hier und dort Fehlverhalten gibt, allerdings müssen wir doch nun nicht in jedem Beitrag über das Apostasiegesetz im Iran debattieren, zu dem hab ich mich geäußert und ich bin ziemlich sicher, dass es nie in Kraft treten wird.
    Ansonsten bin ich da sehr kritisch bei den Berichten zu angeblich unterdrückten Christen, schaut Euch ruhig mal um im www, ob´s denen tatsächlich so schlecht geht. Habt Ihr Beweise, dass es nicht um Spione geht oder sonstigen Rechtsbruch? Über Jesus, a.s. zu sprechen ist sicher kein Verbrechen.

    Über Israel werden wir uns nicht einig-der Iran hat noch kein anderes Land angegriffen, Israel alle seine Nachbarn – aber der Iran gedenkt nicht, präventiv tätig zu werden.

    Und was den Koran angeht: Könnt Ihr jederzeit die Bibel interpretieren, habt Ihr Kenntnisse über die geschichtlichen Zusammenhänge, der ursprünglichen Sprache und ihrer Besonderheiten usw. usw. – ich kaue noch immer am Buch über Abraham und bin da in der christlichen Abteilung – höchst verwirrend, wer da wo und wann welche Interpretation dieser Gestalt, dieses Propheten,a.s., sich geschaffen hat. Äußerst widersprüchlich.

    Der Koran ist ebenso durch jede Übersetzung schon interpretiert. D.h. ich brauche Lehrer denen ich vertrauen kann, damit sie es mir erläutern. Dann hole ich mir noch andere Auslegungen ein. Dann bilde ich mir eine Meinung unter Einbeziehung dessen, was ich über die islamische Geschichte und Lebensweise des Propheten Muhammed,s.a.s., gelernt habe. Und damit bin ich jedenfalls noch lange nicht in der Lage, den nächsten Vers alleine auszulegen. Mal abgesehen davon, dass sich mit zunehmender religiöser Entwicklung auch das Verständnis für die tieferen Ebenen der Offenbarung entwickelt. So ist das niemals statisch und hört nie auf.

    Schade für Euch, dass Euch dieser Schatz entgeht.

    Warum andere anderes verstehen, habe ich schon öfters versucht zu erläutern, kann das aber natürlich nicht wirklich, ich stecke ja nicht in deren Köpfen und Herzen und bin auch nicht für diese verantwortlich. Wo ich Falsches sehe und höre, sag ich was dazu, aber das wird nie reichen.

    • Über Israel werden wir uns nicht einig-der Iran hat noch kein anderes Land angegriffen, Israel alle seine Nachbarn – aber der Iran gedenkt nicht, präventiv tätig zu werden.

      Stimmt … mit dieser Sichtweise werden wir uns nie einig. Israel hat alle seine Nachbarn angegriffen? Tut mir leid, Meryem, aber das ist einfach nur schlicht und völlig einseitig, mit der Realität hat das absolut nichts mehr zu tun.

      Ich bewundere ehrlich, dass Du den Koran studierst und liest. Tue ich mit der Bibel auch, das ist mein Brot. Und natürlich hast Du Recht mit den Auslegungen. Wir Christen brauchen auch Leute, die uns die Bibel erklären. Bei mir ist das mein Pastor – jeden Sonntag und öfter.
      Ich wende mich auch nicht gegen Deinen Glauben. Den respektiere ich – auch wenn ich einen anderen habe. Ich wende mich gegen die Leute, die ihren Glauben so auslegen und leben, dass andere darunter heftig zu leiden haben. Das gilt übrigens auch für Christen.

      Ich verstehe aber nicht, dass Du den Iran so heftig verteidigst und Israel so einäugig niedermachst. Du könntest jetzt sagen, ich tue doch das Gleiche – nur umgekehrt. Das stimmt aber nicht. Ich wende mich in allererster Linie gegen den Iran, weil er (bisher nur mit Worten) Israel angreift. Und Israel ist das Land der Juden, die wiederum sind das Volk Gottes.
      Lässt der Iran Israel in Ruhe und achtet die Menschenrechte, ist alles gut.
      Lässt Israel die Palästinenser – besonders die Hamas mit Syrien und dem Iran im Rücken – frei gewähren, gibt es Israel wahrscheinlich nicht mehr lange.

  11. Meryem, Du bringst hier Behauptungen, die eben durch nichts – oder sehr wenig belegt sind. Rika und ich stellen jede Menge Links + Infos ein und Du behauptest einfach, dass diese Infos nicht stimmen. So lässt sich schlecht argumentieren.

    Zum Thema Atombombe: Es stimmt, es wird in Israel darüber nachgedacht, den Iran präventiv anzugreifen. Aber man muss sehen, wer der Angreifer und wer derjenige ist, der versucht, etwas zu unternehmen, bevor es zu spät ist.
    Denn wenn der Iran doch eine Atombombe bauen sollte, hat Israel ganz schnell ein Problem und dann ist es vielleicht zu spät.
    Israel hat nie davon schwadroniert, den Iran zu vernichten. A’jad schon häufiger.

    Wir haben sicherlich andere Ansichten über unseren Gott: Jesus ist der Sohn Gottes, der aus Liebe für uns zum Menschen geworden ist und durch seinen Tod die Brücke zwischen seinem Vater und uns Menschen gebaut hat.

    allerdings gehört mehr dazu, als eine (niemals ganz korrekte) Übersetzung, den Koran zu verstehen.

    Was gehört denn dazu?
    Und wieso verstehen den Koran dann doch eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen im Iran so, dass man Ungläubige, Schwule und vergewaltigte Frauen umbringen soll?

  12. weitere links:

    http://www.idea.de/index.php?id=27

    http://www.pro-medienmagazin.de/themen/politik/politik-single/datum/23/04/2009/islaminstitut-zunehmender-antisemitismus-im-zuge-der-islamisierung/

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/un-menschenrechtsrat-der-uno-ignoriert-petitionen-von-mehr-als-180-menschenrechtsorganisationen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=213&cHash=94857e9049

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/philippinen-extremistische-moslems-koepfen-zwei-christen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=213&cHash=bbfa73b99a

    Ein Link zur Strafandrohung bei Apostasie im Iran:

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/iran-drei-konvertiten-zum-unterlassen-christlicher-aktivitaeten-verurteilt.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=443&cHash=64cd5d3511

  13. @ meryemdeutschemuslima
    „Ich habe ganz gegensätzliche Informationen, was christliche Konvertiten angeht, das ist weder mit Strafe belegt, noch wird es sonst verfolgt. Aggressives Missionieren allerdings schon, es handelt sich nun mal um eine islamische Republik, man möchte eben nicht, dass die Bürger das Zweitbeste wählen (das ist keineswegs kränkend gemeint, aber der Iran hat sich nun mal diese Staatsreligion gewählt).“

    Diese Berichte sprechen aber eine andere Sprache – es geht dabei nicht nur um Iran, sondern allgemein um islamische Länder:

    ÄGYPTEN
    HISHAM SAMIR IBRAHIM (33) wird wegen seiner Bekehrung zum Christentum im Jahr 1996 seit dem 7. Mai 2002 im Mazraa Tora Gefängnis festgehalten.

    MALAK und NAGLAA GAWARGIOS FAHMY
    Das christliche Ehepaar ist seit Mitte Februar 2003 in Haft, um Naglaa zu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören und zum Islam zurückzukehren. Sie wurde 1996 getauft. Das Ehepaar hat zwei Kinder, Maria und George.

    ERITREA
    DANIEL HEILEMICHEL ist Pfarrer der Charismatic Word of Power Church und wurde am 23. Februar 2006 in seinem Haus verhaftet und in Asmara inhaftiert. Er war zur Zeit der Verhaftung erst seit einem Monat verheiratet. Seine Frau ist sehr besorgt.

    ELSA GHERMAY (35), Mitglied der Full Gospel Church, wurde am 5. Juli 2004 verhaftet, als sie in Asmara auf der Strasse über ihren christlichen Glauben sprach. Sie wurde ins Mai Serwa Militärgefängnis gebracht.

    http://www.opendoors-de.org/details.php?id=122&idelement=7803&supp_page=news&supp_lang=

    Aktuelle Gebetsanliegen
    16. April 2009 – Iran
    Zwei Christinnen weiter in Haft

    Bei den im Iran am 5. März verhafteten Christinnen handelt es sich um die 27-jährige Maryam Rostampour und die 30-jährige Marzieh Amirizadeh Esmaeilabad. Open Doors hatte zum Gebet für die beiden Frauen aufgerufen, denen vorgeworfen wird, „der Staatssicherheit entgegenzuhandeln“ und „an illegalen Versammlungen teilzunehmen“. Seit über einem Monat sitzen sie mit 27 weiteren Frauen in einer überfüllten Zelle im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran. Rechtsbeistand wird ihnen nicht erlaubt. Wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) meldete, habe Esmaeilabad in einem Telefonat gesagt, beide hätten eine Infektion und hohes Fieber, seien jedoch nicht angemessen medizinisch versorgt worden. Laut AI sollen die Frauen an kirchlichen Aktivitäten teilgenommen und Bibeln verteilt haben. Sie seien „vielleicht lediglich aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen politische Häftlinge“. Den Frauen wird täglich ein einminütiger Anruf gestattet sowie ein Besuch von Familienangehörigen pro Woche. Es ist nicht bekannt, ob die Frauen vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Im vergangenen September hat das iranische Parlament ein Gesetz gebilligt, das für Apostasie die Todesstrafe vorsieht. Der Wächterrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

    Es hieß, die Frauen würden nach Zahlung einer Kaution von über 203.000 Euro auf freien Fuß gesetzt. Dafür haben ihre Familien die Pfändung ihrer Häuser angeboten; sie warten noch auf die richterliche Genehmigung. Selbst wenn die Frauen gegen Kaution entlassen werden, wird ihnen der Prozess gemacht. Der Abfall vom Islam (Apostasie) gehört zwar nicht zu den Anklagen; doch die Ermittlungen dauern an.

    Zwei Christen droht Todesurteil

    (Open Doors) Mahmud Matin Azad (52) und Arash Basirat (44) sind seit dem 15. Mai im Gefängnis. Sie wurden wegen Abfalls vom Islam in Shiraz im Süden Irans verhaftet. Dies ist umso schlimmer, da das iranische Parlament zurzeit über ein neues Apostasiegesetz berät. Demzufolge müßten Personen, die den Islam verlassen (der Apostasie schuldig werden), unumgänglich zu Tode verurteilt werden.
    Man befürchtet, dass die iranischen Behörden mit diesen zwei Christen aus islamischem Hintergrund ein Exempel statuieren wollen. Sie wurden aufgrund ihrer Aussagen bei den polizeilichen Befragungen angeklagt. Das Verfahren gegen sie soll in den nächsten Wochen eröffnet werden. Die Angehörigen hatten versucht, sie freizukaufen, jedoch ohne Erfolg. Seit einigen Monaten werden im Iran vermehrt Christen aus islamischem Hintergrund verhaftet und gefoltert. Allein im August gab es mindestens fünf andere Verhaftungen in drei iranischen Städten.

    Am 21. August wurde Ramtin Soodmand in Teheran verhaftet, nachdem er sich nach mehreren Vorladungen des Informationsministeriums dort gemeldet hatte. Als seine Frau ihn besuchen ging, wurde ihr mitgeteilt: „Dein Mann wird sehr lange im Gefängnis bleiben.“ Ramtins Vater Hossein Soodmand, Pastor der „Gemeinde Gottes“, wurde 1990 wegen Apostasie zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dies war der letzte bekannte solche Fall.

    Mitte August wurde ein anderer Christ, Iman Rashidi in Mashad, im Osten des Landes verhaftet. In der gleichen Region wurde am 9. August der kurdische Christ Shahin Zanbooni festgenommen, weil er von Jesus gesprochen hatte. Durch Folterungen wurden ihm je ein Arm und Bein gebrochen, bevor er nach einem Monat freigelassen wurde. Ihm droht eine Anklage wegen Spionage für ein fremdes Land. Weiter wurde am 8. August ein christliches Ehepaar, Darioush und Shirin, in Kerman im Südosten Irans verhaftet.
    http://www.opendoors-de.org/details.php?id=122&idelement=7377&supp_page=news&supp_lang=&PHPSESSID=

    Die Liste der verfolgten Christen ist noch viel länger …

  14. Moin,
    also dieses Apostaten-Gesetz wird inscha Allah nie in Kraft treten,ich hab dazu ja recherchiert und auch was geschrieben. Was das Parlament sagt, ist nicht unbedingt Scharia-entsprechend, dafür gibt´s ja den Wächterrat und nach allem was ich weiß, gehe ich davon aus, dass das nicht durchgeht.
    Wo habe ich den Iran vorbildlich genannt? Ich habe gesagt, ich sehe ihn als das Land, dass sich am ehesten auf dem richtigen islamischen Weg befindet.

    Übrigens beleidigen wir Jesus, a.s., nicht. Und ich schrob oben, wie Prophet Muhammed,s.a.s. mit Beleidigungen umging, was soll ich dazu noch sagen?

    Dass wir nun ganz anderer Meinung sind, was die Eigenschaften Gottes angeht – darüber wird ER alleine zu richten haben. Für uns hat ER keinen Sohn.

    Man kann im Internet auch komplette Koran-Übersetzungen finden, nicht nur die Verse, die die Islamophoben so gerne rausnehmen – allerdings gehört mehr dazu, als eine (niemals ganz korrekte) Übersetzung, den Koran zu verstehen.

    Ich habe ganz gegensätzliche Informationen, was christliche Konvertiten angeht, das ist weder mit Strafe belegt, noch wird es sonst verfolgt. Aggressives Missionieren allerdings schon, es handelt sich nun mal um eine islamische Republik, man möchte eben nicht, dass die Bürger das Zweitbeste wählen (das ist keineswegs kränkend gemeint, aber der Iran hat sich nun mal diese Staatsreligion gewählt).

    Sodele, das war jetzt etwas zwischen Euren Postings Hin und Her und ich will ja auch gar nicht schon wieder über den Iran argumentieren, aber Markus, nun muss ich mir ja eine Eigenschaft aussuchen, weißte was, ich nehm einfach alle drei, wenn ich solche schlimmen Ideen habe, hab ich´s nicht besser verdient.
    Und Israel bedroht nicht den Iran? Redet nicht ständig öffentlich davon, prophylaktisch mal loszubomben? Während des Irans oberste Autorität Atomwaffen ablehnt?

    Will ja nicht, dass Du kirre wirst, da ich ja in meinem Ursprungsberuf nicht mehr tätig bin und somit nicht hilfreich eingreifen kann. Drum geh ich mal wieder, das hatten wir ja schon – Du musst nicht wegen anderer Leute verrückt werden, jeder steht für sich ein.
    Gruß,Meryem

  15. Hoppla,
    ich habe den Iran nicht ins Spiel gebracht!

    In dem Ausgangsbeitrag geht es um eine Fatwa zur Bestrafung für die Beleidigung des größten aller Propheten …

    DU hast den Iran als vorbildlich in der Umsetzung des Koran genannt.

    Ich kenne im umgekehrten Fall auch solche Diskussionen, da ist es die Bibel oder das Neue Testament, das herhalten muss für alle Anfeindungen gegen die Christen.

    Ich gestehe, dass ich vom Koran so gut wie nichts weiß, sieht man mal von den Suren ab, die immer wieder zitiert werden und die im Internet frei verfügbar sind.

    Wenn ich aber, analog zum Ausgangspost einen Vergleich anstelle zwischen den Folgen, die ein Mohammed-.Beleidiger zu spüren bekommt und denen, die jemand eben nicht zu spüren hat, der Christus verunglimpft, dann liegen allein da Welten zwischen!

    Mohammed war „nur“ ein Prophet nach der Lehre des Islam.
    Jesus Christus ist nach der Lehre des Christentums GOTTES SOHN, GOTT SELBST!

    Wieviel weniger dürfte ER beleidigt, verunglimpft und verleugnet werden.

    Hast Du je gehört oder gelesen, dass man wegen der Beleidigung Jesu zum Tode verurteilt würde?

    Noch immer gelten die Worte, die Jesus in seiner eigenen Todesstunde an seinen GOTT und VATER richtete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“
    Gemeint waren die Leute, die ihn ans Kreuz schlugen und ihn verhöhnten!

    Christen leben von der Vergebung, nicht von der Vergeltung oder Rache.

    Jesus selbst hat es vorgelebt und du wirst nicht einen Satz von ihm lesen, in dem er dazu auffordert, seine Gegner zu morden oder zu töten!

    „Liebet Eure Feinde, segnet, die Euch fluchen, tut wohl denen, die Euch hassen!“
    Das ist das Geheimnis der unerschöpflichen Liebe Gottes, die sich in Jesus offenbart hat.

  16. Und hier ein Bericht über die Situation der Christen im Iran:
    Im Iran gibt es derzeit eine regelrechte Verfolgungswelle mit zahlreichen Verhaftungen von Hausgemeindechristen. Das Jahr 2008 beschreiben iranische Christen als eines der schlimmsten seit der islamischen Revolution 1979. Mehr als 50 Christen wurden aufgrund ihres Glaubens verhaftet. Ein christliches Ehepaar starb nach dem Verhör durch Regierungsbeamte an Folterverletzungen und Stress. Der Islam ist im Iran Staatsreligion. Alle Gesetze und Vorschriften müssen der offiziellen Interpretation der Scharia entsprechen. Nach der Interpretation der Scharia muss jeder Muslim, der den Islam verlässt und etwa Christ wird, mit dem Tod bestraft werden oder zurück zum Islam gebracht werden. Im September 2008 brachte das iranische Parlament ein Gesetz auf den Weg, wonach der „Abfall vom Islam“ auch rechtlich mit dem Tode bestraft werden kann. Bislang konnte das Gericht Gefängnis oder harte Arbeitsstrafen festsetzen. Verschiedene christliche Gruppen, die zum Beispiel christliche Literatur anbieten, um ihren Glauben unter der mehrheitlich schiitischen Muslim-Bevölkerung zu bezeugen, wurden zur Zielscheibe von Sicherheitsbehörden. Der armenischen und der assyrischen Kirche ist es erlaubt, ihre Landsleute in ihrer eigenen Sprache zu unterrichten; der Dienst an Menschen mit muslimischem Hintergrund (die Farsi sprechen) ist jedoch verboten. Armenische und assyrische Christen gehören zu den anerkannten religiösen Minderheiten, denen Religionsfreiheit garantiert wird. Dennoch berichten sie von Inhaftierungen, Repressionen und Diskriminierung wegen ihres christlichen Bekenntnisses. Religionswächter bespitzeln Gottesdienste traditioneller, genehmigter Kirchen auf der Suche nach Konvertiten. Traditionellen Christen ist es zudem verboten, Konvertiten zu unterstützen. Werden sie dennoch aufgenommen, droht die Schließung der Kirche. Auf Christen, die in Gemeinden oder in einer Gebets- und Evangelisationsbewegung aktiv sind, wird Druck ausgeübt. Sie werden verhört, inhaftiert und geschlagen. Einzelne Gläubige werden unter behördlichem Druck gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie finden kaum eine Arbeitsstelle oder verlieren ihren Arbeitsplatz leicht, wenn bekannt wird, dass sie Christen wurden. Konvertiten mit eigenem Gewerbe verlieren ihre Kundschaft.

    Christenverfolgung

    Im Iran gibt es derzeit eine regelrechte Verfolgungswelle mit zahlreichen Verhaftungen von Hausgemeindechristen. Der Islam ist im Iran Staatsreligion und alle Gesetze und Vorschriften müssen der offiziellen Interpretation der Scharia-Gesetze entsprechen. Demnach muss jeder Muslim, der den Islam verlässt und etwa Christ wird, mit dem Tod bestraft werden oder zurück zum Islam gebracht werden. Im September 2008 brachte das iranische Parlament ein Gesetz auf den Weg, wonach der „Abfall vom Islam“ auch rechtlich mit dem Tode bestraft werden kann. Bislang konnte das Gericht Gefängnis oder harte Arbeitsstrafen festsetzen.

    Die Verschlechterung der Religionsfreiheit für Christen begann 2004 mit dem Sieg konservativer Parteien. Im Juni 2005 folgte auf die Wahl des konservativen Hardliners Mahmud Ahmadinedschad zum Präsidenten eine neue Welle der Christenverfolgung. Präsident Ahmadinedschad bejubelte seinen Wahlsieg als neue islamische Revolution, die sich weltweit verbreiten könnte, und versprach feierlich die Wiederherstellung einer „islamischen Regierung“ im Iran.

    Ethnische Christen

    Armenische und assyrische Christen gehören zu den anerkannten religiösen Minderheiten, denen Religionsfreiheit garantiert wird. Dennoch berichten sie von Inhaftierungen, Repressionen und Diskriminierung wegen ihres christlichen Bekenntnisses. Religionswächter bespitzeln Gottesdienste traditioneller, genehmigter Kirchen auf der Suche nach Konvertiten. Traditionellen Christen ist es zudem verboten, Konvertiten zu unterstützen. Werden sie dennoch aufgenommen, droht die Schließung der Kirche. Verschiedene Gruppen, die zum Beispiel christliche Literatur anbieten, kamen ins Visier der Sicherheitsbehörden. Auf Christen, die in Gemeinden oder in einer Gebets- und Evangelisationsbewegung aktiv sind, wird Druck ausgeübt. Sie werden verhört, inhaftiert und nicht selten gefangenen genommen und geschlagen.

    Konvertiten aus dem Islam

    Bislang konnte lediglich nach dem islamischen Recht im Iran ein Muslim, der den Islam verlässt, um eine andere Religion anzunehmen, zum Tode verurteilt werden. Mit großer Mehrheit wurde nun bei einer ersten Lesung am 9. September 2008 im iranischen Parlament ein Gesetzentwurf gebilligt, wonach der Abfall vom Islam mit dem Tod bestraft werden soll. Rechtskräftig kann das Gesetz werden, wenn der islamische Wächterrat zugestimmt hat.

    Der Regierung ist das Wachstum der Kirche bewusst und will es aufhalten. Ehemalige Muslime, die Christen wurden, werden gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie finden kaum eine Arbeitsstelle oder verlieren ihren Arbeitsplatz, wenn bekannt wird, dass sie Christen wurden. Konvertiten mit eigenem Gewerbe mangelt es an Kundschaft. Gefordert wird die Rückkehr zum Islam. Weil es den anerkannten Kirchen verboten ist, einem Gläubigen mit muslimischem Hintergrund beizustehen, zogen viele ethnische Gemeinden ihre Unterstützung für Glaubensgeschwister muslimischer Herkunft zurück. Konvertiten treffen sich daher in Hausgemeinden und gehen ein hohes Risiko ein, von den Beamten oder Religionswächtern entdeckt zu werden. Es heißt, die örtlichen Behörden im ganzen Land seien angewiesen worden, gegen alle Hausgemeinden hart vorzugehen. Diese radikale Politik bedroht die Bemühungen, das Evangelium weiterzusagen und Christen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten. Oft mangelt es den verstreuten Hausgemeinden an guter theologischer Begleitung und an Studienmaterialien.

    Die Kirche im Iran

    Zur Zeit des Alten Testaments lebten viele Völker in Elam, einer Provinz des heutigen Irans oder stammen von dort. Unter anderem lebten biblische Personen wie Daniel, Esther und Nehemia im Iran. Auch die Kirche war schon früh präsent, wurde aber nach der Islamisierung unterdrückt.

    Nach der islamischen Revolution (1979) veränderte sich die Lage der Kirche dramatisch. Viele Menschen emigrierten in andere Länder, darunter viele Christen der offiziellen Kirchen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden etliche Gläubige ermordet, verhaftet, bedroht oder aus dem Land gewiesen. Einige bekannte Kirchen- und Hausgemeindeleiter wurden getötet.

    Trotz allem hat die Zahl der Christen, die einst Muslime waren, zugenommen. Bemerkenswert ist auch eine deutliche Bewegung von Christen aus offiziellen Kirchen hin zu Hausgemeinden und kleinen Gruppen. Ehemalige Muslime erzählen, sie wären in Träumen und Visionen Jesus begegnet und hätten sich daraufhin bekehrt.

    Die meisten ethnischen Christen sind armenisch-orthodox, außerdem gibt es auch einige Tausend Protestanten und Katholiken. Die meisten stammen aus christlichen Familien. Die Zahl der Konvertiten vom Islam zum christlichen Glauben kann nur geschätzt werden. Doch werden immer mehr Menschen Christen, von denen viele durch Medien wie das Satelliten-Fernsehen vom Evangelium hörten. Die meisten Konvertiten sind in Hausgemeinden und Zellgruppen (Gebets- und Evangelisationsgruppen) organisiert.

    Die Regierung beobachtet bekannte Hausgemeinden und kleine Gruppen und übt Druck auf sie aus, der mehr und mehr zunimmt.
    _______________________________________________________________________
    Und mit diesem Hintergrund die Situation mit den Muslimen in Deutschland zu vergleichen („wir würden uns auch mal einen Gebetsruf wünschen“) ist entweder zynisch, taktierend oder dumm.

  17. Hallo,
    über die Fakten kann man streiten: Steinigungen sind seit Jahren ausgesetzt, Christen werden nicht grundsätzlich verfolgt (da dürfen sogar die Kirchenglocken läuten, wir würden uns auch mal einen Gebetsruf wünschen), im Gegenteil, zu Weihnachten wird explizit gratuliert und der Weihnachtsbaum hat auch schon längst Einzug gehalten (na,ist nicht wirklich christlich) und ob Schwule nur wegen Schwulseins aufgehängt werden – keine Ahnung, als ich mich das letzte Mal mit einem Fall beschäftigt habe, ging es um Vergewaltigung, der Aufschrei hier war aber riesengroß.

    Außerdem ging es bei meiner obigen Bemerkung um eine ganz spezielle Diskussion die Du gar nicht mitbekommen hast, nicht darum dass es grundsätzlich keine Übereinstimmung zwischen Religionsgelehrten und Regierung gibt. Das Parlament kann aber durchaus Gesetze beschließen, die der Wächterrat dann nicht durchlässt .

    Im Übrigen: Dass die Iraner weder der USA, die ihnen seit vielen Jahrzehnten Schwierigkeiten machen und sie bedrohen und Israel, dass auch dauernd Atombomben auf sie werfen will nicht wohlgesonnen sind, das braucht keinen zu wundern.

    Herr Ahmadinedschad ist auch nicht so, wie er in hiesigen Medien gerne dargestellt wird. Da kann er sich mit Tayyip Erdogan die Hand reichen, beide werden ja gerne entweder verteufelt oder veralbert. Vielleicht Zeit, die mal ernst zunehmen.

    Etwas mehr Beschäftigung mit dem Leben im Iran kann den Horizont ungemein erweitern. Es ist durchaus nicht so, dass dort alle verschüchtert durch die Gegend schleichen.

    Aber ich werd mich hier wie gesagt nicht in eine erneute Iran-Diskussion verwickeln lassen, kenne aber kein anderes Land, dass den Islam so wie er gemeint war, versucht umzusetzen. Die Terroristen und und Taliban kommen nicht von dort, sondern von USAs besten Freunden und wurden von denen unterstützt. Wer hat denn die Taliban stark gemacht?

    Naja, wenn mir der Ton schon so entgegenbläst, lohnt die Mühe nicht.

    • Vielleicht Zeit, die mal ernst zunehmen

      Glaub mir Meryem, es gibt genügend Leute, die den Iran und Herrn A’jad mit seinen Aussagen sehr ernst nehmen. Bloß werden sie dann von Leuten wie u.a. von Dir als „Schwarzmaler“ bezeichnet …
      Israel will eine A’bombe auf den Iran werfen? Interessanter Ansatz, aber klar, wird man angeklagt, beschuldigt man einfach den Ankläger mit dem gleichen Vorwurf … Das ist das alte Kinderspiel.

      Und es macht mich echt kirre, dass Leute wie Du die Tatsachen so verdrehen. „Was interessieren mich die Fakten, sie bringen nur mein Weltbild durcheinander“.

  18. Ist es nicht ein bisschen zu einfach zu sagen: das eine sind die Weisen und Gelehrten des Islam und das andere sind die Mitglieder der Regierung.
    Fakt ist, im Iran werden Ehebrecherinnen gesteinigt, Schwule an Baukränen aufgehängt, Christen verfolgt.

    Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass die Regierung das ohne Zustimmung der Islamgelehrten macht?
    Und wenn sie so handelt, warum gibt es nicht einen tausendfachen Aufschrei der vielen Islamgelehrten GEGEN die Regierung?

    Davon habe ich aber noch nichts gehört.
    Wohl aber viel davon, dass die frommen Muslime ihrem Herrn A. mit Begeisterung zujubeln und dass hunderttausende bei Aufmärschen brüllen: Tod Amerika, Tod Israel!

    Natürlich ganz und gar nicht im Sinne der Mullahs und weisen Männer des Islam, stimmts?

  19. Es gibt kein perfektes Land in dieser Hinsicht, aber ich behaupte mal (nicht aufschreien), dass sich der Iran in dieser Hinsicht von allen auf dem besten Weg befindet.
    Wir müssen jetzt nicht diskutieren, dass dort auch viel Mist passiert, aber wie ich ja neulich beschrieben habe, nach dem Gespräch mit dem Behördenmitarbeiter über die Apostasiefrage, sehen die Religionsgelehrten da viele Dinge anders, als die Politik es gerne handhaben würde.

    Wie gesagt, das müssen wir nicht zerpflücken, das Land ist lange nicht perfekt.

    Und die asiatischen islamisch dominierte Staaten – ich meine Indonesien, Malaysia – da gibt, bzw. gab es doch Jahrzehnte ein friedliches Miteinander, wobei man wohl nicht sagen kann, dass die islamisch regiert sind oder waren? Bin ich nicht auf dem Laufenden. Auch dort wird aber ja wohl inzwischen nach Taliban-Stil agitiert.

    Die Unbildung, auch und vor allem die islamische, ist das größte Problem. Wer nur Koranrezitation lernt (eine wunderbare Sache, aber nicht alles), ohne Erläuterungen dazu, der hat doch nicht die geringste Ahnung von den Glaubensinhalten. Aber wenn die Eltern ihre Kinder dahinschicken, damit sie nicht verhungern, dann kann man da wunderbar Terroristen erziehen.

    Deshalb finde ich ja, es kann nicht zuviel islamische Bildung geben, während hier ja immer aufgeschrien wird bei dem Thema. Unsere Jugendlichen lernen jedenfalls keinen solchen Sch…..also die, die unsere Gruppe unterrichtet. Aber wir können ja nicht überall sein. Und es gibt eben genug andere Interessen. Hab auch keine Antwort.

  20. Das Problem, Meryem, ist:
    Es wird in vielen – wahrscheinlich in meisten – moslemischen Ländern so gelebt. Sehr viele Menschen – gerade Moslems, die Christen werden wollen – werden ausgegrenzt, verfolgt, ins Gefängnis geworfen, gefoltert oder getötet.

    Nehmen wir mal an, Du hättest Recht mit Deiner Behauptung, der Koran sei gar nicht grausam:
    Wer lebt schon den puren Koran? Welches Land mit angewandter Scharia hat einen Vorbildcharakter im Sinne Deines Korans?

  21. Nun, auch hier bestreite ich die Einigkeit der islamischen Gelehrten – wieder bezugnehmend auf den Koran – der dazu meines Wissens gar nichts sagt, also bleibt die Sunna des Propheten Muhammed, s.a.s. und der hat auf Beleidigungen wirklich ekelhafter Art (die Gesichte wo er im Gebet mit Schlachtabfällen überschüttet wird), absolut gelassen reagiert, bzw. gar nicht. Wodurch soll sich das also begründen, das sind die einzigen Quellen, die Sunniten akzeptieren?
    Sollte man also mal nachfragen, wie sie zu diesem Urteil kommen, das tut aber anscheinend keiner, der ihren Rechtsschulen folgt. Oder man hört nix davon.

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