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Bericht aus Israel

Gestern Abend war auf einer Veranstaltung mit Doron Schneider, einem gebürtigen Deutschen, der mit 10 mit seiner Familie nach Israel auswanderte und seitdem dort lebt. Er leitet eine jüdisch-messianische Gemeinde in Israel.

Er arbeitet bei der ICEJ und ist regelmäßig in Deutschland, um aus Israel zu berichten. Neben der Aktualität und Authentizität seiner Berichte ist es auch interessant, dass er Soldat der IDF (Marine) war und an diversen Einsätzen (u.a. Libanon 2006) teilgenommen hat.

Sein Bericht über das Vorgehen der IDF, sein persönliches Erleben als Jude und Christ in einer Armee war eindrucksvoll. Er beschrieb seine Erlebnisse mit seinen Kameraden, die verletzt oder getötet wurden und ihre Vorgehensweise gegen Terroristen. Dabei wurden militärische Nachteile in Kauf genommen, nur um die Zivilisten in der Nähe der Terroristen zu schonen.

Er ging natürlich auf die allgemeinen Entwicklungen nach den Wahlen in Israel ein, auf die Rede des Herrn A. aus T. in Genf („dort versammelte sich die Welt und gab einem der größten lebenden Antisemiten eine Plattform; die westlichen Staaten lassen andere die Drecksarbeit machen“) und auf das Lebensgefühl der Israels:
Umgeben von – im Prinzip – lauter feindlich gesinnten Staaten, die mehr oder weniger die Vernichtung Israels wünschen. Den Frieden mit Jordanien und Ägypten bezeichnete er als „kalten Frieden“.

Er ordnete auch das Geschehen aus der Sicht der Bibel ein und zitierte Sach.12,2-3:

Ich mache Jerusalem für die Völker ringsum zu einer Schale voller Wein: Wenn sie daraus trinken, werden sie taumeln wie Betrunkene. Sie wollen Jerusalem und ganz Juda erobern.
Doch an jenem Tag wird Jerusalem für sie wie ein viel zu schwerer Stein sein: Wer ihn hochhebt, verletzt sich dabei. Alle Völker der Erde werden sich gegen Jerusalem verbünden.

Seiner Einschätzung nach braucht Israel ein geistliches Erwachen, dann wären auch viele Konflikte zu Ende. Gott wird mit seinen Plänen aber ans Ziel kommen, auch wenn der Weg dahin nicht immer ein gerader ist.

Die israelische Parteien-Landschaft beschrieb er als paradox: die sogenannten rechten Parteien wie Likud un Kadima waren immer gegen eine Landabgabe, die (linke) Arbeitspartei (Awoda) war immer dafür. Die Landabgabe geschah aber immer nur unter den rechten Parteien (Sinai, Gazastreifen). Was erwartet also Israel unter dem PM Netanjahu?

In Europa beobachten die Israels mit großer Sorge einen stark ansteigenden Antisemitismus (oder eher Anti-Israelismus), haben aber der Entscheidung Deutschlands, Durban II abzusagen, großen Respekt gezollt.

Am eindrucksvollsten waren für mich aber 2 Dinge:
Ganz am Anfang sagte er, er selber – und auch wir sollen das – sehe die Araber nicht als seine Feinde. Die Systeme und die Regierungen sind teilweise Israels Feinde, aber nicht die Menschen. Sein bester Freund ist ein Araber.

Zum Schluss sagte er, dass natürlich auch Israelis nur Menschen sind und deshalb Fehler machen/gemacht haben. Er erzählte, dass seine Gemeinde Kontakte zu arabischen Gemeinden eher gemieden habe. Aber seit einiger Zeit hat sich das geändert und sie treffen sich mit arabischen Christen zum gemeinsamen Gebet.

Am stärksten war die Tatsache, dass in diesem Kreis eine arabische Frau ist, die noch vor 4 Monaten von der Hamas dazu aufgefordert wurde, in Haifa einen Selbstmordanschlag zu begehen, dies auch vorhatte, sich dann aber zu Jesus bekehrte und davon abließ. Heute beten Doron und sie zu dem gleichen Gott und da ist keine Bitterkeit, sondern Vergebung.

Das war und ist für mich gelebter Glaube. Nur so kann nach jahrelangem gegenseitigem Hass, Morden und Ablehnung Versöhnung stattfinden.

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