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Assad will nur Friedensprozess, nicht Frieden

Der stellvertretende, israelische Außenminister Daniel Ayalon sagte am Samstag, dass der syrische Präsident Bashar al-Assad nur an einem Friedensprozesses mit Israel anstatt an einem echten Friedensabkommen interessiert sei.

„Der syrische Präsident realisiert in vollem Umfang, dass der Preis für den Frieden eine Öffnung zum Westen wäre, was wiederum eine Bedrohung für die Stabilität seines Regimes ist“,

sagte Ayalon während eines Vortrags in Be’er Sheva.

„Allerdings glaubt er, dass er durch die Einbindung in einen Friedensprozess in der Lage wäre,  Syrien aus der internationalen Isolation zu befreien, in der es gegenwärtig ist .“

Ayalons Bemerkungen fielen, nachdem Assad  am Freitag gesagt hatte, er könne einen Termin für die Wiederaufnahme der indirekten Friedensgespräche mit Israel nicht festlegen, weil es niemanden auf der anderen Seite zum Verhandeln gäbe.

„Wir können nicht über ein Datum [für die Wiederaufnahme der Gespräche] sprechen, weil wir keinen Partner haben“,

sagte Assad in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül in der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Aber er fügte hinzu:

„Syrien will Frieden genauso wie die Rückkehr der besetzten Gebiete.“

Assad bezog sich auf die Golanhöhen, die Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 eingenommen hatte.

Die syrische Führer sagte auch, dass Israels dreiwöchige Offensive gegen die Hamas im Gaza-Streifen verhindert habe, dass die türkisch-vermittelten Gespräche in eine konkrete Phase gekommen wären. Die Verhandlungen wurden während des Krieges offiziell ausgesetzt, der im Januar endete.

Assads türkischer Amtskollege forderte mittlerweile Israel am Freitag auf, in Richtung einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche hinzuarbeiten und sagte, Ankara sei bereit, ihre Rolle als Vermittler zwischen den beiden Parteien fortzuführen.

„Israel muss deutlich zeigen, dass es ein Partner ist.“,

sagte Gül.

„Wir haben von Syrien gehört, dass es bereit ist, die Friedensgespräche an dem Punkt weiterzuführen, an dem sie mit der früheren [israelischen] Regierung beendet wurden. Wir in der Türkei sind auch bereit,“

fügte Gül mittels eines Übersetzers hinzu.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte einer Gruppe russischer Journalisten letzte Woche, dass Israel sich wegen des strategisch-militärischen Wertes nicht von den Golanhöhen zurückziehen werde.

Syrische Amtsträger haben darauf verzichtet, auf die Bemerkungen von Netanjahu zu antworten. Sie ignorierten auch Aussagen von Außenminister Avigdor Lieberman im vergangenen Monat, dass Israel mit Syrien nur dann über Frieden sprechen würde, wenn sie keine Vorbedingungen oder Ultimaten setzen würden.

Netanjahu war an Gesprächen unter US-Vermittlung zwischen Syrien und Israel während seiner früheren Amtszeit als Ministerpräsident in den 90er Jahren beteiligt.

Die Gespräche, die fast 10 Jahre andauerten, wurden im Jahr 2000 abgebrochen, als Assads Vater, der verstorbene Präsidenten Hafez al-Assad, ein israelisches Angebot ablehnte, sich von den Golanhöhen zurückzuziehen, aber mehrere hundert Meter des nordöstlichen Ufers des See Genezareths zu behalten.

Syrien bandelt immer stärker mit dem Iran an. Es tut so, als gäbe es keinen Verhandlungspartner auf der israelischen Seite. Dabei spricht Israel nur aus, unter welchen Bedingungen die Gespräche fortgesetzt werden können.
Die Türkei brüstet sich mit ihrer Vermittlerrolle, steht aber stärker auf Syriens Seite. Ein abgekartetes Spiel?
Nach dem Besuch Netanjahus in Washington und seiner Erklärung der zukünftigen israelischen Außenpolitik wird es sicherlich mehr Klarheit geben
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11 Antworten

  1. Das Völkerrecht ist sehr sinnvoll, weil es verhindert, dass sich Grenzen durch Kriege verschieben. In diesem Fall ist es zwar nicht so, dass der Angreifer Gebiete gewonnen hat, aber solche Gebietsverschiebungen führen eventuell für Vertreibungen und schüren Neid und auch Abneigungen. Deswegen meine ich immer noch, dass Israel 100% des besetzten Gebietes freigeben muss, eben weil es nicht israelisches, sondern syrisches Staatsgebiet ist. Die Syrer werden Israel nicht angreifen, nur weil sie die letzten 0,5 % auch noch haben, wenn sie’s wollten, wär’s eh schon passiert, oder würde auch passieren, wenn man den Großteil zurückgibt. Wie gesagt: Ich halte den Passus im Völkerrecht für äußerst sinnvoll.

    Wenn Israel die Sicherheitsbedenken hat, was ich ja durchaus teilweise nachvollziehen kann, dann denke ich, sollte man entweder über einen Kauf des fraglichen Gebiets verhandeln, da lassen die Syrer ja vielleicht mit sich reden. Wenn nicht, wäre ja vielleicht eine entmilitarisierte Zone zu diskutieren, auf beiden Seiten, damit auch niemand sich benachteiligt fühlt, sprich: In einem gewissen Abstand zur Grenze darf sich auf beiden Seiten kein Militär aufhalten, und das könnte beispielsweise von internationalen UN-Truppen überwacht werden, oder von den staatlichen Polizeitruppen. Ich finde, das wäre ein weitaus besserer Weg als einfach das Land besetzt zu halten, denn das ist keine Lösung.

    Ich will nicht behaupten, dass ich mich völlig in die „kollektive israelische Seele“ einfühlen kann, das kann vermutlich niemand, der nicht schon seit Jahren oder Jahrzehnten da wohnt, und selbst dort sind ja die Meinungen bei weitem nicht homogen. Da haben wir beide sicher nicht die Weisheit gepachtet.

    Wo ich aber widersprechen muss, ist folgendes: Im Koran ist teilweise die Ablehung der Juden verankert. Es gibt aber auch Teile, in denen das genaue Gegenteil propagiert wird (ich glaube, Sure 99, ich bin mir aber nicht sicher), und es gab selbst in den Anfangszeiten des Islam, also in Zeiten, in denen Glaubenskriege noch völlig „normal“ waren, schon diverse Beispiele für muslimische Herrscher, die allen Religionen Schutz boten und insofern höchst modern waren, die hatten teilweise selbst der heutigen Zeit etwas voraus. Das war natürlich nicht immer und nicht überall so, aber es gab diverse Beispiele. Ähnlich ist es heute. Es gibt Zig Tausende und Abertausende an gläubigen Muslimen, die keine Juden hassen. Sind das deswegen keine gläubigen Muslime? Ich bin auch Katholik und müsste der Kirche wegen gegen die Homo-Ehe sein. Bin ich aber nicht. Bin ich deswegen zwangsläufig kein Katholik mehr? Nur weil der Judenhass in Teilen des Korans steht bzw. der Koran so gedeutet werden kann, heißt das noch lange nicht, dass das nur ein Bruchteil der Muslime macht (auch wenn es genügend Muslime gibt, die Juden zumindest distanziert bis ablehnend gegenüberstehen. Der für mich nahezu wichtigste Punkt in dieser Frage ist jedoch, dass man nicht mit dem Koran allein argumentieren kann, weil das Buch schon etwas älter ist, aus einer anderen Zeit stammt und sich dementsprechend etliche Millionen Muslime schon längst von einigen Teilen daraus verabschiedet haben, weil es einfach nicht mehr zeitgemäß ist, die Menschheit sich im Großen und Ganzen schon weiterentwickelt hat. Bei den Stellen, die im Alten Testament, und damit auch in der Thora stehen müsste man ja sonst auch annehmen, dass alle Juden ihre Feinde auf’s Grausamste meucheln wollten. Das würde ich aber nie einem Juden vorwerfen, nur weil’s noch in der Thora steht. Dieser „grundsätzliche Hass“ existiert nicht. Der Hass ist etwas persönliches, kann durch die Religion entstehen, muss aber nicht. Das zeigen Millionen von Christen, Juden und Muslimen gleichermaßen und man täte ihnen allen Unrecht, wenn man sie an Thesen misst, an die sie sich nach den Maßstäben der Konservativsten, der Fundamentalisten, der Scharfmacher messen würde.

  2. Ich habe nie gesagt geschweige denn gedacht, dass Du Israel hasst und ich freue mich ehrlich, wenn Du schreibst:

    … als ich mal zum letzten Jahrestag Israels die deutsche und die israelische Flagge an einem Mast gesehen habe, habe ich mich gefreut.

    Dass Syrien gerne alle Teile der Golanhöhen wiederhaben möchte, ist klar. Jeder Staat hat gerne Land, vor allem Teile, die entweder Bodenschätze haben, sich gut zum bevölkern eignen oder sicherheitstechnisch wichtig sind.

    Du hast mal weiter oben geschrieben, dass Du Dich in die Lage Israels reindenken kannst.

    Die Juden haben nach Hunderten von Jahren, Pogromen und Verfolgung einen eigenen Staat – aus einem britischem Mandatsgebiet – bekommen und waren glücklich.
    Kaum gegründet, schon wurden sie von arabischen Staaten angegriffen – mit dem Ziel der Vernichtung. Kannst Du Dich da hineindenken, dass ein solcher Staat, ein solches Volk sich das gerade Erreichte nicht so einfach wieder nehmen lässt?

    Zumal Israel 1948 nicht den Syrern, Ägyptern, Libanesen oder anderen Staaten irgendetwas weggenommen hat – höchstens den Palästinensern – und sie trotzdem angegriffen wurden.

    Das hat etwas mit dem grundsätzlich vorhandenen Hass der gläubigen MoslemsJudenhass ist im Koran verankert – zu tun. Und wenn man das nicht berücksichtigt, dann versteht man einen wesentlichen Teil dieses Konfliktes nicht.

    Israel muss sich also gegen diverse islamische Nachbarstaaten und Terrorgruppen wehren. Kannst Du aus dieser Perspektive nachvollziehen, warum Israel die Golanhöhen nicht einfach so wieder hergeben will?
    Und das mit dem Recht ist so eine Sache, das wird immer gerne angeführt. Das Völkerrecht ist nicht so in sich schlüssig und aktuell, als dass es für alle Konflikte hilfreich wäre. Es müsste dringend aktualisiert werden, um auch in asymmetrischen Konflikte richtig angewandt werden zu können.
    Was nützt denn alles Recht, wenn es dazu führt, dass Israel als Staat „von den Seiten der Geschichte verschwinden“ (poetisches Zitat des Herrn A. aus T.) wird?
    Für mich ist das Völkerrecht sowieso nicht das allerhöchste Kriterium, weil es ständig auf dieser Welt gebrochen wird, ohne dass irgendein Hahn danach kräht.
    Es lassen sich eben nicht alle Konflikte durch das Völkerrecht vernünftig lösen. Warum sollte man den Aggressor Syrien dadurch belohnen, dass man ihm seine verlorenen Gebiete wieder zurückgibt? Wenn das Völkerrecht das fordert, ist es in meinen Augen (was diese Sache betrifft) nicht sinnvoll.

  3. Ich lese auch viel über das Thema Islam, nicht speziell auf Syrien bezogen, da halt eher allgemein. Und ich lasse mir auch gern was erzählen, was ich nicht weiß.

    Aber mir geht es nicht darum, Israel schlecht zu machen. Wann begreifst du das endlich? Was sollte ich denn auch aktuell Positives da vermelden? Ich hab nicht das Gefühl, als gäbe es da allzu viel. Ich mein, wenn Israel vor einigen Jahren die Rückgabe des größten Teils der Golan-Höhen angeboten haben, dann finde ich das gut. Ich kann es allerdings auch noch ein bisschen verstehen, wenn die Syrer alles haben wollen, was ihnen gehört. Das ist vielleicht stur, aber es ist ihr Recht. Und ich denke, das wussten auch die israelischen Verhandlungspartner. Ich traue da einfach keiner Seite.

    Ich verspreche dir, wenn mir mal eine Meldung zu Augen oder Ohren kommt, die ich für wichtig erachte, und die Israel insofern gut darstellt, dass es meinem Sinn für Gut entspricht, werde ich darüber etwas schreiben. Du musst es mir nicht glauben, aber als ich mal zum letzten Jahrestag Israels die deutsche und die israelische Flagge an einem Mast gesehen habe, habe ich mich gefreut. Das würde ich wohl nicht, wenn ich Israel hassen würde.

  4. Weißt Du, das liegt an unseren unterschiedlichen Zielsetzungen. Dir geht es in erster Linie um Kritik und das Schlechtmachen von Israel. Deine Meinung gegenüber Israel ist so fest, dass Fakten dies kaum noch ändern.
    Ich bin zwar klar für Israel, sehe aber auch die Fehler und schreibe
    darüber.
    Wann hast Du das letzte Mal etwas Positives über Israel berichtet?

    Ich war noch nicht in Syrien, kenne mich aber ganz gut mit dem Islam aus und lese viel O-Ton der Syrer. Dadurch bekommt man ein relativ gutes Bild. Ich lasse mir aber gerne was von Leuten erzählen, die wirklich mehr wissen. Z.B. war ich letztens auf einem Vortrag eines ägyptischen Professors für Koran und dessen Theologie. Das war sehr aufschlussreich.
    Und Du?

  5. Aber du warst wahrscheinlich schon in allen Ländern der Gegend und hast repräsentative Meinungen und Haltungen der Bevölkerung aufgenommen? 😉 Mit solchen Sprüchen hebst du dein Niveau auch nicht gerade…

    Und als ob die Syrer wieder schießen würden, wenn sie die Golanhöhen hätten. Wenn die wirklich schießen wollten, dann würden sie das auch so schaffen, das wär bei der Größe des Landes nicht so schwer, andere Angriffspunkte zu finden, auch wenn die israelische Armee vermutlich immer noch überlegen wäre… Ich mein, es ist irgendwo stur oder störrisch, wie du es nennst, auf 0,5% des Landes zu beharren, aber es ist das Recht Syriens und da macht keine sicherheitspolitische Überlegung aus Unrecht plötzlich Recht. Auch wenn die Frage abgedroschen klingt: Wo kämen wir da hin?

  6. Na dann … ist ja alles gut 🙂

    Schön, dass Du Israel betreffend so klare Vorstellungen hast.
    Aber weißt, ich glaube nicht, dass Israel sich von irgendjemanden abheben will. Die wollen einfach nur ihre Ruhe haben.

    Dass sich Israel von anderen Staaten abheben soll, wird nur von solchen Leuten wie Dir gefordert. Und auch nur für Israel.

    Und kleinkariert bist Du auch. Wer 99,44% aufgeben will, hat schon ziemlich nachgegeben, oder? Im Gegensatz zu den störrischen Syrern und deutschen Kommentatoren.
    Dass Du Dich für Syrien nicht interessierst (ich habe Dir übrigens nie unterstellt, dass Du Syrien magst, sondern es gefragt. Kleiner aber wichtiger Unterschied.), war schon klar.
    Du nutzt jede Situation, die sich gegen Israel richtet und damit ist Dir auch jeder „Schurkenstaat“ recht – Hauptsache, er ist gegen Israel.

    Und jetzt kommt der Spruch des Tages:

    „Außerdem schießt Syrien nicht mehr… „

    JA und WARUM schiessen denn die Syrer nicht mehr??? Weil sie nicht mehr die Golanhöhen haben.
    Und der Gutmensch in Dir sagt:

    Die wollen ihr Land und gut ist.“

    Woher stammt denn soviel Weisheit?

    Ich kenne Syrien als Land nicht, ich war nie da und ich mit verbindet nichts in besonderer Weise damit.

    Aber die wollen nur spielen …. man oh man! Du hast keine Ahnung. Und wer keine Ahnung hat, …

  7. Dass Syrien vielleicht nicht der kompromissfreudigste Verhandlungspartner ist, mag durchaus sein. Ich mag auch Syrien nicht besonders, warum unterstellst du mir so einen Schwachsinn. Ich kenne Syrien als Land nicht, ich war nie da und ich mit verbindet nichts in besonderer Weise damit. Aber ich kenne das Völkerrecht, und wenn Israel sich von solchen „Schurkenstaaten“ abheben will, könnte man das auch einfach mal tun, indem man einfach alles zurückgibt, was einem nicht gehört. Wenn das doch nur 0,56% des Gebietes sind, dann hätte Israel doch auch 100% statt 99,44% zurückgeben können, oder? Wollte man aber nicht, weil’s wohl irgendeinen Vorteil barg, den die Syrer auch für sich haben wollten. Das mag kleinkariert sein, aber wenn Israel nicht genauso kleinkariert sein will wie Syrien, müssen sie schon nachgeben.

    Außerdem schießt Syrien nicht mehr… Die wollen ihr Land und gut ist. Das hätte auch den Vorteil, dass man dem Gegner Wind aus den Segeln nimmt.

    Für meine Begriffe war die Verschiebung Polens ein ziemliches Verbrechen, nicht weil Deutschland dadurch kleiner wurde, sondern weil indirekt Vertreibung damit einherging… Da wurde die Grenze auch einfach von den Sowjets festgesetzt und so ist es noch heute… Streng genommen in meinen Augen nicht rechtens, aber die Grenze wurde mittlerweile beiderseits anerkannt, von daher eine andere Situation…

    Und von wegen Reindenken in Israel… Das tu ich, auch wenn du es nicht für möglich hältst…

  8. Nach Deiner Logik war es auch völkerrechtswidrig, dass Deutschland nach dem verlorenen Krieg seine Ostgebiete verloren hat.
    Es ist nun einmal so, dass wenn man einen Krieg verloren hat, den man selber initiiert hat, man nicht damit rechnen kann, dass alles so ist wie vorher. Das hat rein gar nichts mit Siegerjustiz zu tun.
    Wer angreift und verliert, darf sich nicht beklagen, sondern hätte sich das vorher überlegen sollen.
    Wie wäre denn Dein Vorschlag für 1967? Israel hätte die Golanhöhen wieder zurückgeben sollen, damit die Syrer genauso weitermachen wie vorher? Dann kapierst Du nicht, was für Schlüsse die Syrer daraus gezogen hätten.
    Was weißt Du eigentlich über Syrien? Bist Du für Syrien, weil Du es kennst und magst oder weil es gegen Israel ist? Weißt Du was über syrische Chemiewaffen? Weißt Du was über ihr Atomprogramm?

    Und mit „praktisch“ hat das nichts zu tun, sondern weil „Syrian attacks killed 140 Israelis and injured many more from 1949 to 1967.“
    Polen, Tschechien, usw. bedrohen uns nicht, sondern sind gute Nachbarn.
    Wenn sie aber anfangen würden, Städte in Deutschland mit Raketen zu beschiessen und Terrortrupps zu schicken, die Deutsche umbringen: Was würde die Bundesregierung tun? Zugucken und grinsen? Lies mal das hier, das hilft Dir vielleicht.

    Vielleicht befindet sich Israel mit den Golanhöhen im Unrecht. Da magst Du vom Völkerrecht her sogar Recht haben. Aber jetzt versuche doch mal, das zu tun, was ich schon früher gesagt habe: Denke Dich doch mal in Israels Situation hinein. Kannst Du das??

    Dass die Syrer 2000 das Angebot – das gezeigt hat, dass die Israelis willig waren, das Gebiert zurückzugeben – abgelehnt haben, ist ein Witz. Das Gebiet ist 1.800 qkm groß. Israel wollte am nordöstlichen Ufer ein paar hundert Meter behalten.
    Nehmen wir an, es seien 1.000m gewesen und laut dieser Karte schätze ich die Länge des nordöstlichen Ufers auf max. 10 km, dann reden wir von 10 qkm, also 0,56%.
    Wären es den Syrern wirklich nur um das Gebiet gegangen, hätten sie sicherlich eine Lösung finden können.

  9. Ja, Syrien sagt, es gäbe keinen Verhandlungspartner… Und du sagst, Syrien täte so, suggerierst also, diese Aussage sei falsch… Und dafür gibt’s keinen Beleg…

    Aus dem letzten Haaretz-Absatz habe ich entnommen, dass Israel sich aus einem Teil des besetzten Gebietes um die Golan-Höhen zurückziehen wollte, jedoch nicht insgesamt die Besetzung aufgeben wollte. Das hab ich schon verstanden. UND DAS IST VÖLKERRECHTSWIDRIG!

    Da macht’s keinen Unterschied, ob Israel den Krieg aufgezwungen bekam oder nicht. Du propagierst hier die übelste Siegerjustiz… Im Prinzip genau das, was nach dem 2. Weltkrieg auch passierte, als Polen ein bisschen verschoben wurde, indem Russland bzw. damals die Sowjetunion sich Ost-Polen einverleibte und als Ersatz dafür ehemals deutsche Gebiete an Polen gingen.

    Was soll das denn geben, wenn jeder ein bisschen hier annektiert, ein bisschen da besetzt, weil’s strategisch günstig wäre… Sollen wir, überspitzt gesagt, vielleicht wieder ein paar Brückenköpfe jenseits von Oder und Neiße-besetzen, nur weil’s vielleicht praktisch ist?

    Das hat nichts mit Gutmenschentum zu tun, wie du mir mal vorwarfst, sondern mit Recht und Unrecht. Und dass sich Israel hier im Unrecht befindet, haben sogar diverse Leute aus sehr israelfreundlichen Ländern sowie die UN festgestellt…

  10. Kein Verhandlungspartner: Das sagen die Syrer selbst (s.o.)

    Besetztes Gebiet: Den Krieg 67 hat Israel nicht den anderen aufgezwungen, sondern umgekehrt. Vorher hat Syrien die Golanhöhen benutzt, um Israel anzugreifen und zu terrorisieren.
    Also hat Israel das Gebiet nicht aggressiv annektiert, sondern einen Krieg gewonnen, der gegen Israel geführt wurde.

    Und lies mal den letzten Absatz in dem haaretz-Artikel, bevor Du weiter rumphilosophierst …

    Deiner Ansicht nach kann Israel ja sowieso nichts richtig machen. Du scheinst auch nicht bereit zu sein, Dich einmal in die Lage Israels und seiner Sicherheitsinteressen hineinzudenken,

  11. Komisch… Für die Behauptung, Syrien täte, als gäbe es keinen Verhandlungspartner führst du keine Beweise an, und im gleichen Satz sagst du, Israel stelle nur fest, unter welchen Bedingungen Gespräche geführt werden könnten. Naja, das machen die anderen auch, und solange sich Israel nicht von dem gesamten besetzten Gebiet zurückzieht habe ich ein gewisses Verständnis für einen Ansatz von Verschnupftheit auf syrischer Seite.

    Dass die Besetzung und Annexion von fremdem Staatsgebiet durch Krieg illegal ist, ist in der Genfer Konvention festgesetzt… Dass sich Israel weigert, dieser Konvention Folge zu leisten, wirft kein gutes Licht… Dazu sagst du mal grade kein Wort, aber beschwerst dich, dass die Syrer nicht verhandeln wollen, wenn ein essentieller Punkt ausgeschlossen wird…

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