• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

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Der Islam – schwarz oder weiß?

… In diesem Zusammenhang möchte ich Recep Tayyip Erdogan, den Premierminister der „gemäßigten“ Türkei, die viele ja in die EU regelrecht herbeisehnen, zitieren. Bei zahlreichen Gelegenheiten, so unter anderem auch bei seinem letzten Staatsbesuch in Deutschland, hat Erdogan, sicherlich von vielen als ein „gemäßigter Moslem“ angesehen, öffentlich erklärt, dass „Islamophobie“ ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und der Begriff „gemäßigter Islam“ eine „Beleidigung“ sei, da „es keinen gemäßigten Islam gebe, der sich von einem fundamentalistischen Islam unterscheide“, sondern „es nur einen einzigen Islam gäbe“ und dass die Bestrebungen zur Assimilation der Moslems in die westliche Gesellschaft ebenfalls ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ seien.

Diese Zitate zeigen, dass auch ein „gemäßigter“ Moslem manchmal völlig un-“gemäßigtes“ von sich gibt und unterstreicht die Bedeutung einer zentralen Frage, die zuerst geklärt sein muss, bevor man seine Meinung zum Islam oder zu verschiedenen Formen des Islam vorschnell rausposaunt. Die Frage wäre die folgende:

Gibt es überhaupt einen gemäßigten Islam? Und: Falls ja, was ist dann der Unterschied zwischen dem gemäßigten Islam und dem radikalen Islam?

… Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was „gemäßigter“ Islam in islamischen Ländern bedeutet, reicht es schon aus, auf die oben zitierten Erklärungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan oder
auf die Position der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz) bei der UNO in Fragen zu den Themen Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Menschenrechte hinzuweisen.

Die 57 Mitgliedsstaaten der OIC haben die Universelle Menschenrechtserklärung der UNO nicht unterschrieben, dafür aber im Jahr 1990 ein analoges Schriftstück, die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“, die in den Artikeln 24 und 25 alle zuvor aufgelistete Rechte unter den Vorbehalt der Scharia stellt. Es reicht aus, an die Behandlung der christlichen Minderheiten, und wo es noch
welche gibt, der jüdischen Minderheiten zu denken, von der Pro-Islam-Lobby gar nicht zu sprechen, die mit immensen saudischen Finanzbeträgen ausgestattet, Institutionen westlicher Universitäten und einzelne Pseudo-Intellektuelle finanziert, um so ein geschöntes Islambild zu verbreiten, das dem westlichen Geschmack entspricht und damit politisch vertretbar erscheint.

… Ich kann hierzu keine wissenschaftliche Antwort geben, aber nach meinem Empfinden würde ich alle Moslems als gemäßigt ansehen, die nicht die Forderungen (des Moslemfunktionärs) Dachan teilen bzw. unterstützen:

  • die Schaffung einer moslemischen Gegengesellschaft innerhalb des Landes,
  • Zensur der Schulbücher,
  • islamische Privatschulen,
  • Islamische Feiertage in den öffentlichen Schulen,
  • bezahlte Arbeitspausen für das Freitagsgebet,
  • islamische Banken und Darlehensformen,
  • die anteiligen Zuwendungen aus der Einkommenssteuer für kirchliche Zwecke (0,8% des versteuerten Einkommens) und
  • Halal-Zertifikate für Lebensmittel.

Um den Islam zu bewerten, müssen wir ihn kennen; nur so können wir feststellen, welcher der „gemäßigte“ und welcher der extremistische ist. Der Ausgangspunkt dazu ist der Koran, dem Mohammed übermittelt durch den Erzengel Gabriel in unregelmäßigen Abständen während seiner 23-jährigen Prophetenlaufbahn. Der ganze Koran ist das Wort Gottes, ewig, unerschaffen, vollkommen, unveränderbar, gültig zu jeder Zeit und an jedem Ort für die gesamte Menschheit. Die offensichtlichen Widersprüche in der koranischen Offenbarung fielen allerdings auch Mohammeds Zeitgenossen auf, so wurden seine Kritiker durch die Offenbarung von Sure 2, 106 ruhiggestellt:

Wenn Wir eine Aya (Vers) aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, dass Allah Macht über alle Dinge hat?

… Es ist der Vers, der das Prinzip der „Abrogation“ (an-naskh wa al-manswkh = das Abrogierende und das Abrogierte) begründet, nach dem ein zu einem späteren Zeitpunkt geoffenbarter Vers einen anderen zu einem früheren Zeitpunkt geoffenbarten Vers, der das Gegenteil aussagt, „abrogiert“. Die wesentliche Schwierigkeit dabei ist, dass der Koran anfangs nur mündlich rezitiert und weitergegeben wurde und seine schriftliche Form erst unter der Herrschaft des dritten Kalifen Uthman bin Affan erhielt, wobei die verschiedenen Suren nicht chronologisch, sondern der Länge nach, beginnend mit der längsten bis hin zur kürzesten (mit Ausnahme der ersten Sure), sortiert wurden. Daher ist es, um die chronologische Reihenfolge der koranischen Suren zu entschlüsseln, unbedingt notwendig, die „Sira“, Mohammeds Biografie, von der noch antike Versionen aus der Zeit von etwa zweihundert Jahre nach seinem Tod vorliegen und die tafsir, die Koran-Kommentare aus der Frühzeit des Islams, als dieser sich bis nach Spanien und nach Indien ausbreitete, hinzuzuziehen.

Dieses umfangreiche Werk aus Analyse und Kommentierung war für die Rekonstruktion der Offenbarungsgeschichte und die korrekte Auslegung der Offenbarung notwendig, weil nur so daraus das Regelwerk, das die rechtlichen und praktischen Vorschriften und Regeln (die Scharia) beinhaltet, herausgefiltert werden konnte, das es einem Moslem ermöglicht, sich strikt an die Gebote Gottes zu halten, der einzige Weg, seine “Seele“ zu retten und um ins „Paradies“ zu kommen.

Wenn auch einerseits das Prinzip der Abrogation die These der Vollkommenheit des Korans dahingehend stützt, dass alles Offenbarte auch tatsächlich überliefert worden sei und dass alles, was nicht überliefert oder nicht schriftlich niedergelegt wurde, es eben der Wille „Allah’s“ sei, dass es weggelassen wurde und damit auch die offensichtlichen Widersprüche im Koran wegerklärt werden konnten, so ergibt sich hieraus andererseits ein völlig neues Problem: Hatte Allah sich möglicherweise geirrt und musste er deshalb vorherige Offenbarungen korrigieren oder hat er, in seiner unbegrenzten Allmacht, seine Meinung einfach geändert und deshalb dann neue Regeln erlassen, die die alten ersetzen sollten? Das „ewige Wort Gottes“ kann ja nicht irren, daher sind also alle Koranverse wahr, aber manche sind eben wahrer als andere oder werden eben nur unter besonderen Umständen entsprechend angewendet.

Deshalb kann im Umgang mit „Ungläubigen“ einerseits zwar Versöhnung und Toleranz an den Tag gelegt werden, andererseits aber auch ein völlig konträres Gebaren, gewaltbereiter Widerstand, ohne Aussicht auf Verständnis und Kompromissbereitschaft. Beides ist islamisch korrekt, wenn auch letzteres korrekter ist. Für einen westlich orientierten Menschen ist es unmöglich, zwei entgegengesetzte Standpunkte gleichzeitig für richtig zu halten; wenn wir eine Verhaltensweise als richtig erachten, muss das Gegenteil zwangsläufig falsch sein und umgekehrt. Nicht so für den Moslem: Wenn beide Verhaltensweisen im Koran vorgesehen sind, müssen sie auch beide richtig sein, auch wenn das später geoffenbarte Prinzip richtiger sein mag als die ältere Offenbarung. Für einen westlich orientierten Menschen ist das ein Paradoxon, für einen Moslem nicht. …

Mohammed, der perfekte Moslem

Der Koran, für sich allein, reicht für einen Moslem nicht aus, um die Errettung zu garantieren. Zu vage sind seine Lehren und zu vielfältig sind die Lebenssituationen, mit denen der Moslem konfrontiert wird und die er in Übereinstimmung mit den Gesetzen Allah’s meistern muss. Der Koran beschreibt zwar eine Reihe von gültigen Prinzipien, mit präzisen und detaillierten Bestimmungen, die jedoch nicht alle möglichen Eventualitäten abdecken. Die Lösung dieses Problems gibt der Koran jedoch selbst vor, wie Bill Warner im oben genannten Artikel deutlich formuliert, weil der Koran über siebzigmal die Moslems dazu auffordert, Mohammed in allen Aspekten des Lebens als Vorbild nachzuahmen. Nur die absolute Abhängigkeit sowohl vom Koran als auch vom Vorbild Mohammed, wswa hasana (herausragendes Vorbild), al insan al kamil (der vollkommene Mensch), gibt die Gewähr dafür, die Gebote Allah’s wirklich zu befolgen und somit Zutritt zum Paradies zu erhalten.

Daher rührt die enorme Bedeutung der Sira, welche die frühe Biografie Mohammeds beinhaltet (die wohl älteste und klassische von Ibn Ishaq, in englischer Übersetzung durch A. Guillaume, Oxford University Press) und der Ahadith (Plural von Hadith), der gesammelten Geschichten über Taten und Aussprüche des Propheten. Sira und Ahadith bilden zusammen die Sunna, die Tradition, gemeinsam mit dem Koran ergeben sie die Trilogie islamischer kanonischer Texte, auf deren Grundlage das islamische Rechtssystem basiert, welches in Form der Scharia angewandt wird, dem heiligen Gesetz. Die Berufung auf den Koran ist zwar unverzichtbar, aber nicht ausreichend, weil es tatsächlich so ist, dass über 80% der islamischen Regeln direkt aus der Sunna abgeleitet sind.

Die immensen koranexegetischen Probleme, verursacht durch die Ambivalenz des mekkanischen und des medinesischen Teils, verstärken sich noch, wenn man die Sunna (Sira und Ahadith) mit in die Bewertung einbezieht. Hier finden wir Aussprüche und Handlungen Mohammeds, die einem modernen Menschenbild diametral zuwider laufen und dennoch dem herausragenden Vorbild, dem vollkommenen Menschen, den es in allen Lebensbereichen zu imitieren gilt, zugeordnet werden.

… An diese Tatsachen zu erinnern, die kein Moslem wirklich bestreitet, für die sie aber immer ausreichend beschönigende Erläuterungen parat haben, lösten oftmals gewalttätige Reaktionen sogar bei den im Westen lebenden Islam-Vertretern aus. Sofort prasseln dann die üblichen Anschuldigungen wie „Islamophobie“, „Diskriminierung der Religion“ und „Rassismus“ hernieder, begleitet vom Vorwurf, man würde Lügen verbreiten und den Islam schmählich beleidigen. Diese Vorgehensweise im Leugnen von Tatsachen, der billige Versuch Fakten durch Verdrehung und Täuschung aus der Welt zu schaffen, findet seine Grundlage in der taqiyya, einem islamischen Prinzip, das direkt aus dem Koran (3,28; 16,106) abgeleitet wird, nachdem Lügen dann gestattet und gerechtfertigt ist, wenn man dadurch sein Leben rettet, wenn es dem Schutz des Islam dient sowie wenn man sich in einer unterlegenen Position befindet. Schließlich stammt von Mohammed selbst der Spruch: „Der Krieg ist Täuschung“.

Edogan hat Recht, wenn er sagt, es gäbe nur einen Islam; der wahre Moslem ist nämlich immer derjenige, der Mohammed in allen seinen Handlungsweisen nachzuahmen versucht, weshalb man ja auch bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts ausnahmslos von Mohammedanern sprach und nicht von Moslems oder Muslimen, Wortschöpfungen welche die wahre Bedeutung des Islam verschleiern, nämlich die völlige Unterwerfung unter die Scharia sowie die skrupellose Nachahmung Mohammeds.

Überall wo es Menschen gibt, auch unter Moslems, gibt es Moderate und Extremisten, Gewalttätige und Friedliche, aber die Suche nach einem „gemäßigten Moslem“, das Gegenpart zu einem radikalen Moslem, macht keinen Sinn. Das was zählt, ist die Figur des Propheten des Islam, Mohammed, wie sie durch die Sunna überliefert ist und so als Vorbild für alle Moslems zu gelten hat um ihm nachzueifern. Lassen sie sich vom mekkanischen Mohammed inspirieren, der sie beten gelehrt hat und ihnen den Monotheismus und die Toleranz verkündete oder vom medinesischen Mohammed, der die arabische Halbinsel mit Krieg überzog und eroberte, jede Opposition im Keim erstickte und den jihad zur Unterwerfung der Ungläubigen und zur Errichtung der Weltherrschaft predigte?

Leider ist beides richtig; ein guter Moslem kann der fleißige Arbeiter von Nebenan sein, der sich immer hilfsbereit zeigt oder auch der fanatische Student, der zwar nach außen ein makelloses Leben führt, aber gerade eine Flugzeugentführung vorbereitet um damit in einen Wolkenkratzer voller Ungläubiger zu fliegen. Wir können es nie genau wissen, auch weil der nette freundliche Nachbar von nebenan sich jederzeit in einen Jihadisten verwandeln kann, der im Namen Allah’s tötet und getötet werden kann (Koran 9,111) oder hinter der freundlichen Maske des ehrlichen, vertrauenswürdigen, netten und hilfsbereiten Nachbarn sich auch ein überzeugter Jihadist verbergen kann, wie es ihm durch taqiyya moralisch erlaubt ist (Koran 3,28; 16,106)

Nun denn, ist der wahre Mohammed ein Engel oder ein Teufel? Nach meiner Überzeugung gibt es darauf keine abschließende Antwort, oder besser noch, wenn es schon sein muss: Er ist beides.

Prof. Paolo Mantellini (Mai 2009)

Ein tendenziell  negatives Bild des Islam, das sich aber m.E. in vielem mit der Wirklichkeit deckt. Gebetsmühlenartig zu behaupten, der Islam wäre eine friedliche Religion, längt nur vom wirklichen Charakter des Islam ab: Ein Wirrwarr von Widersprüchen, aus dem sich jeder das herauspickt, was er möchte.
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