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Obamas Rede in Kairo

Obama spricht:

Sowohl Amerika als auch der Islam seien „nicht einzigartig. Und müssen nicht in einen Wettbewerb miteinander treten. Stattdessen überlappen sie sich und teilen gemeinsame Prinzipien – Prinzipien der Gerechtigkeit und des Fortschritts, Toleranz und die Menschenwürde.“

… [Es] sei es seine

„Verantwortung als Präsident der USA, negative Stereotypen über den Islam zu bekämpfen“.

… Obama warnte die islamische Welt aber auch vor „groben Stereotypen“ über die USA. Die USA seien keineswegs eine „eigennützige Imperialmacht“. Amerika sei eine der „großartigsten Quellen des Fortschritts in der Welt“, die es je gegeben habe.

Der Extremismus in der Welt müsse weiter bekämpft werden, forderte Obama. Es dürfe keinen Zweifel daran geben, dass die USA sich überall gegen ihre Feinde wehren würden.

… Niemand sollte jedoch Extremismus tolerieren.

„Der Islam ist nicht Teil des Problems im Kampf gegen den gewaltsamen Extremismus, er ist ein wichtiger Teil, um den Frieden voranzubringen“, betonte der Präsident.

… Er wolle die islamistische Palästinenserorganisation Hamas in eine Lösung für den Nahost-Konflikt einbeziehen, kündigte Obama an.

„Damit sie eine Rolle spielen kann bei der Erfüllung der Hoffnungen der Palästinenser, und damit das palästinensische Volk wieder geeint wird, muss die Hamas die Gewalt beenden, frühere Vereinbarung respektieren
und das Existenzrecht Israels anerkennen.“

Gleichzeitig müsse Israel das Existenzrecht „Palästinas“ anerkennen. Die USA seien nicht bereit, den Ausbau jüdischer Siedlungen in den besetzten Gebieten zu akzeptieren. Dennoch betonte er, das Band, das Amerika mit Israel verbinde, werde nie zerreißen.

Den Palästinensern riet er, mit friedlichen Mittel für ihre Rechte zu kämpfen. Er verglich ihre Situation mit der Lage der schwarzen Bevölkerung in Südafrika unter dem Apartheidsregime.

„Es ist kein Zeichen von Mut oder Macht, wenn man Raketen auf schlafende Kinder abschießt oder wenn man alte Frauen in einem Bus in die Luft sprengt“, sagte Obama.

via SPIEGEL ONLINE

Obama versucht die Gratwanderung. Ich finde den Ansatz, einen Dialog zu etablieren, im Grunde gut. Verhärtete Fronten führen nicht weiter. Aber da wäre er nicht der erste, der dabei abstürzt.
Aber dem Islam pauschal zu bescheinigen, er sei kein Teil des Problems im Kampf gegen den gewaltsamen Extremismus, ist schon ein heftiger Kotau. Worauf berufen sich denn die Extremisten? Und wie viele islamische Gelehrte predigen den (gewaltsamen) Dschihad?

Zu viele, um das Problem einfach mit einer solchen Bemerkung vom Tisch zu fegen.

Noch schlimmer als die bemerkenswerte Unbefangenheit, mit der Obama die Geschichte der Region verfälscht, ist der Umstand, dass ihm ein moralischer Kompaß fehlt. Er feiert(e) den moralischen Relativismus. Alle sind schuld und keiner ist schuld.

Die iranische Revolution war schlecht, aber das gelte auch für den Sturz von Mossadeq mit Hilfe der Amerikaner. Man hätte es aus einem von Khomeni herausgegebenen Geschichtsbuch nicht besser abschreiben können. Der Holocaust war schlimm, aber das gelte auch für die Besetzung Palästinas durch Israel. Dem Präsidenten fehlen jegliche moralischen Kategorien. Kein Wort über die Kriege, die die Araber gegen Israel begonnen haben, kein Wort darüber, dass die Palästinenser 2000 das Angebot eines eigenen Staates ausgeschlagen und mit Terror (der Intifadah) auf die ausgestreckte Hand der Israelis geantwortet haben. Die Palästinenser stellt Obama in der Rede als Opfer mit den schwarzen Sklaven in Amerika gleich. Als wären sie Sklaven Israels und die Juden die Unterdrücker. Die Palästinenser müssen der Gewalt abschwören und Israel anerkennen, Israel müsse mit dem Siedlungsbau aufhören. Es ist alles gleich schlimm und alles das Gleiche. Es gibt keine moralischen Unterschiede, egal ob man ein Haus auf umstrittenen Grund und Boden baut oder Zivilisten mordet und die Anhänger einer Religion vernichten will.

„Die Israelis müssen anerkennen, dass ebenso wenig wie Israel Palästina das Existenzrecht aberkannt werden kann“.

In wessen Charta ist die Vernichtung Israels als grundlegendes Ziel niedergelegt ? Und seit wann verweigert Israel den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat ?

via steinhoefel.de

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7 Antworten

  1. Die Hamas ist sicher genau so schlecht wie Israels Führer.

    Damit schrappst Du doch weit an der Realität vorbei. Wie gesagt: Lies Dir das mal durch: https://wahrheitgraben.wordpress.com/?s=Hamas

    Nur ganz kurz:
    1. Die israelische Regierung ist die Regierung eines demokratischen Rechtsstaates. Die Hamas hat ihre Macht zwar durch Wahlen errungen, danach aber die Fatah gewaltsam vertrieben. Rechtsstaatliche Ansätze lassen sich im Gazastreifen nicht erkennen.

    2. Die Hamas hat in ihrer Charta das Ziel erklärt, Israel zu vernichten und das Land dem Islam zurückzugeben. Dies gilt auch noch heute.
    Israel hat keinerlei Erklärungen dieser Art abgegeben. Im Gegenteil: 20% der israelischen Bevölkerung sind Araber.

    3. Man sollte immer zwischen Angreifer und Verteidiger unterscheiden. Die Palästinenser begründen zwar ihre Aggressionen auf dem Mythos des Landraubes, die Aggressoren mit Terror und Raketenangriffen sind aber sie. Israel verteidigt sich überwiegend und greift präventiv ein.

    Warst Du schon mal im Israel? Es gibt einen Witz: Während einer Busfahrt fordert der Busfahrer die Fahrgäste auf, ihre Hände nicht aus dem Fenster zu halten. „Sie befinden sich sonst im Gebiet des Landes Jordanien“.

    Israel ist ein kleines Land. Jede Aggression gegen Israel ist schnell eine Bedrohung für das gesamte Land.

    Ich bin ein evangelischer Christ und ich höre nicht nur auf mein Herz, sondern auch auf die geschriebenen Aussagen der Bibel.
    Außerdem denke ich schon, dass man jemanden für seine Missetaten verurteilen darf. Das tut die Bibel auch.

    Es gibt auf beiden Seiten gute Menschen. Und die sollten wir nicht alle in einen Topf werfen. Aber es gibt auch genug andere.

  2. Vieleicht solltest du auch versuchen die andere Seite verstehen und warum die Hamas gewählt wurde.
    Die Hamas ist sicher genau so schlecht wie Israels Führer.
    Ich hoffe auf die guten Menschen auf beiden Seiten , die es sowohl auf der einen als auch auf der anderen gibt.
    Ich weiß nicht welcher Religion du angehörst aber ich weiß Gott hat uns seine Gesetze ins Herz geschrieben.
    Hör auf dein Herz und verurteile weder den einen noch den anderen.

  3. Niemand will das *Volk* in Palästina bestrafen. Das tun die Palästinenser selbst.

    Und da gebe ich Dir absolut Recht:
    „Es macht mich glücklich zu sehen das zumindest in meinem Umfeld Moslems,Juden und Christen brüderlich zusammenleben und arbeiten können.
    Das würde ich mir für die ganze Welt wünschen.“

  4. @Jula.
    das stimme ich Ihnen zu.
    die Wahl des Hamas, hat schon die Welt gezeigt welche Demokratie USA bzw Europa für anderen Ländern werben wollen.. und genauso jetzt passiert wegen Iran.

    auf punkt kommen. Demokratie, oder was auch immer man nennt, sobald das im Nahost nicht für Israel ausnutz, wurde vo West total abgelehnt, aus verschiedenen Gründen..

    hier ein Interview. noch mal
    http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?key=standard_document_36244168&jmpage=1&typeTodenh%F6ler=v&rubrik=34850&jm=0&mt=ms&mediakey=fs/sonntagsgespraech/20090307_sonntagsgespraech

    um das Buch warum tötest du Zaid… !

  5. Ich denke nur es sollte das gleiche Recht für jede Seite gelten.
    Es wurde der Bevölkerung auf beiden Seiten sicherlich viel Leid zugefügt.
    Man sollte trotzdem das Volk in Palestina nicht dafür bestrafen weil es sich in demokratischen Wahlen für die Hamas und nicht für pro-amerikanische Politik entschieden hat.

    Es macht mich glücklich zu sehen das zumindest in meinem Umfeld Moslems,Juden und Christen brüderlich zusammenleben und arbeiten können.
    Das würde ich mir für die ganze Welt wünschen.

    ps.werd mich sicherlich weiter informieren und die blogs lesen

  6. Obamas Vorderung an die Hamas die Waffen niederzulegen gefällt mir hierbei am Besten.

    die Hamas soll die Waffen niederlegen ?
    Nur Israel hat das Recht Gewalt anzuwenden ?
    Die Hamas sollte sich an Vereinbarungen halten ?
    ( diese Vereinbarungen sind ein amerikanisch/israelisches Dikdat… )
    Natürlich muss israel/usa sich an nichts halten…..

    • Wo hast Du denn Deine Einsichten her? Beim Lidl um die Ecke geholt?

      Also – entweder denkst Du trotz besseren Wissens wirklich so – oder Du bist nur schrecklich desinformiert. Lass mal die Emotionen für die „ungerecht behandelte Hamas“ aus dem Spiel und lies Dir ein paar Einträge in diesem Blog durch, auch solche, die Dein Weltbild herausfordern. Gib unter Suche „Hamas“ ein.
      Dann können wir weiterreden.

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