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Peres: Zeit reif für Frieden

Israels Präsident Shimon Peres hat heute in einem Artikel für die Londoner Times zu einem umfassenden Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt aufgerufen. Die Zeit sei reif für ein Ende des arabisch-israelischen Konflikts.

„Präsident Obamas Reise nach Saudi-Arabien und Ägypten könnte eine Gelegenheit darstellen. Sie spiegelt sowohl die Notwendigkeit eines historischen Wandels im Nahen Osten wider, als auch eine einzigartige Chance, ihn zu erreichen.“

„Um dieses historische Ziel zu erreichen, bedarf es eines zweigleisigen Ansatzes. Es bedarf bilateraler Verhandlungen zwischen Israel und jedem seiner Nachbarn – den Palästinensern, Syrien und dem Libanon. Und im Zusammenhang damit eines regionalen Prozesses der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Staaten.“

„Viele arabische Führer empfinden den nach Hegemonie strebenden Iran als Bedrohung ihrer Existenz und Identität. Für sie ist die primäre Herausforderung nicht Israel, sondern die iranischen Ayatollahs, die den Nahen Osten beherrschen wollen, wobei sie sich auf Terror und Drohungen mit unkonventionellen Waffen stützen. Israel wird zunehmend als Teil eines neuen Weges zu einer regionalen Lösung betrachtet. Ein regionaler Sicherheitsrahmen wird auch Israel helfen, sein vorrangiges Sicherheitsinteresse zu wahren.

Ein regionaler Frieden wird auch existentielle Herausforderungen wie Wassermangel, Umweltverschmutzung und Armut ansprechen. Diese Probleme erscheinen national, aber sie sind regional – und so auch ihre Lösungen. Ihre Lösung hängt von Wissenschaft und Technologie ab, die keine Grenzen kennen. Europa hat seine politischen Grenzen behalten, sie aber für den Fortschritt geöffnet. Dies können auch die Nationen des Nahen Ostens tun.

Um den Wind des Wandels am Wehen zu halten, müssen wir die bilateralen Verhandlungen mit den Palästinensern wieder aufnehmen, unterstützt von wirtschaftlichen und ökologischen Anreizen. Der „wirtschaftliche Frieden“ ist kein Ersatz für „politischen Frieden“, sondern vielmehr ein Katalysator für Fortschritt.

Die regionalen Führer müssen diese Optionen ernst nehmen – nicht als noch eine Fotogelegenheit, sondern in Form einer substantiellen Diskussion, die darauf abzielt, das Tor zu einem umfassenden Frieden und regionaler wirtschaftlicher Entwicklung zu öffnen.

Der positive Geist der arabischen Friedensinitiative bietet gemeinsam mit der Road Map eine klare Gelegenheit. Israel war an der Formulierung der arabischen Friedensinitiative nicht beteiligt, weswegen man von ihm nicht erwarten sollte, jedes einzelne Wort zu akzeptieren. Aber Israel wird seine eigenen Formulierungen nicht anderen Parteien aufzwingen und ist bereit, über Gemeinsamkeiten zu verhandeln. Regionale Verhandlungen sollten ohne Vorbedingungen beginnen.“

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/guest_contributors/article6426591.ece

(The Times, 04.06.09)

Ob es jemand hört …? Oder sind es für die „Israel-Kritiker“ nur die leeren Worte eines bösen Regimes?

Wenn doch einige Leute endlich begreifen würde, wie sehr sie belogen werden, wenn behauptet wird, Israel sei an allem Schuld. Aber wenn das Weltbild schon feststeht, stören Fakten wohl nur. Und manche Leute wollen wohl belogen werden. 😦


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