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Christen in Somalia

Zwei Kinder enthauptet

„Christen werden in Somalia gejagt wie wilde Tiere. Es ist dringend nötig, sie zu schützen, bevor sie ausgelöscht werden“, appelliert Abdi. Wie diese Verfolgungsjagd aussieht, hat der 28-Jährige aus einem Dorf nahe Somalias Hauptstadt Mogadischu am eigenen Leib erfahren.

Sein Vater Salat Mberwa leitete eine Hausgemeinde aus 66 ehemaligen Muslimen. Vorigen Oktober wurde Abdi von Islamisten der Al-Shabab-Miliz, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht, verschleppt. Abdi, gefesselt und mit  verbundenen Augen, musste vor den Männern niederknien. Immer wieder verhörten sie ihn nach dem Aufenthaltsort seines Vaters. Doch Abdi verriet weder ihn noch etwas über Salats christlichen Glauben. Sie schlugen mit einem Gewehr auf ihn ein. Dann feuerten sie einen Schuss ab und ließen Abdi – vermeintlich tot – liegen. Doch er überlebte. Heute lebt die Familie in einem Flüchtlingslager in Kenia. Dort betreute „Ärzte ohne Grenzen“ den verletzten Abdi.

Kinder enthauptet
Auch der Christ Musa Mohammed Yusuf zahlte für seinen Mut, Gemeindeleiter Salat Mberwa nicht ans Messer zu liefern, einen hohen Preis: Al-Shababs verschleppten im Februar seine drei Söhne, weil sich der 55-Jährige weigerte, Informationen über Mberwa zu verraten. Den 7-jährigen Abdulahi ließen die Männer laufen. Schreiend rannte er auf sein Elternhaus zu. „Mir war klar, dass meine Kinder sterben würden“, sagte Arbow, die Mutter der Jungen. Sie sollte Recht behalten. Kurz nach ihrer Verschleppung enthaupteten die Radikalen Rahaman (11) und Hussein (12).

Nach der Gräueltat zog Yusuf mit seiner Familie in ein Flüchtlingslager nach Kenia. Dort leben sie heute in großer Armut. Sie haben keine Schuhe, Kleidung, Matratzen oder eine sichere Bleibe. Yusuf war früher Muslim. Mberwa erzählte ihm vom Evangelium. Bis vor wenigen Monaten leitete er auch in Somalia eine Hausgemeinde in Yonday nahe Kismanyo im Süden des Landes. Seit Jahren gehört das ostafrikanische Scharia-Land zu den zehn schlimmsten Christenverfolgerstaaten auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex. Jeder Bürger muss dort dem Islam folgen. Wenn ein Muslim Christ wird, riskiert er sein Leben.

Quelle: mit Compass Direct, Rundbrief Open doors Juli 2009
siehe auch http://www.reuters.com
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