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    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

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Ritualmordlegenden

In einem extrem bösartigen Artikel der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet vom Montag berichtet Donald Bostrom, dass Israel palästinensische Jugendliche getötet haben und ihre inneren Organe für Transplantationen entnommen haben sollen, bevor sie die Leichen an die Familien für die Beerdigung zurückgegeben haben. Der Artikel beruft sich auf Zeugenaussagen vor Ort lebender Araber, die behaupteten, dass sehr viele Jungen für diesen Zweck missbraucht wurden. Die „Zeugen“ beschrieben in perversen Details, wie die Soldaten kaltblütig ihre Aufgabe erfüllt haben sollen, während sie Witze machten und Coca-Cola tranken. Laut dem Artikel hätten die Israelis verlangt, dass die Beerdigungen in der Nacht und unter starkem Militärschutz stattfanden.

Bostrom verbindet diese Geschehnisse, die angeblich schon 1992 stattfanden, mit dem neueren Fall in New York, bei dem – mit anderen zusammen – eine jüdischer Rabbi angeklagt ist, in den Organhandel verwickelt zu sein. Das Resümee des Autors ist, dass das israelische Gesundheitsministerium eine sehr liberale Einstellung bzgl. der Nutzung menschlicher Organe für die Transplantation habe.

Israel reagierte mit Ungläubigkeit und Wut auf diesen Artikel. Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon verlangte von der schwedischen Regierung, „diesen gegenstandslosen Artikel“ zu verurteilen. Ayanlon sagte weiter: „Es ist richtig, dies ist eine nicht-staatliche Publikation, wenn auch eine antisemitische, aber ich kann einen Zusammenhang zwischen in der letzten Zeit in Schweden gemachten Aussagen und diesem Artikel sehen. Dies ist eine unverblümte Ritualmordlegende.“ Schwedens Botschafterin in Israel prangerte in der Tat den Artikel an und betonte, dass „die Pressefreiheit und die Redefreiheit Freiheiten sind, die eine bestimmte Verantwortung mit sich bringen.“ Sie wurde jedoch für ihre Kommentare von Politikern in Schweden heftig kritisiert.

Bostroms Artikel trägt all die Merkmale einer klassischen Ritualmordlegende.

  • Er beruht auf Hörensagen;
  • er enthält eine Menge Behauptungen und Verdächtigungen, aber keine klaren Beweise;
  • er schafft Verbindungen zwischen sorgfältig ausgewählten Dingen, die nichts miteinander zu tun haben, um eine Geschichte zu konstruieren; und
  • er schreibt den Juden einen bösartigen, unmenschlichen Charakter zu.
  • So entstanden auch die mittelalterlichen Ritualmordlegenden, die Juden beschuldigten, Kinder von Christen zu töten, um ihr Blut für die Herstellung des Passahbrots zu nutzen.
  • So wurden die Juden in der Verschwörungstheorie des frühen 20. Jahrhunderts – die Protokolle der Weisen von Zion – beschrieben: Das Böse suchende Ausgestoßene, die die Kontrolle der Welt erlangen wollten.
  • So zeichneten die Nazis das Bild der Juden: Untermenschen, aber ein gefährliche und machthungrige Spezies, die die Gesellschaft zu unterminieren versuchte.
  • So werden die Juden in vielen moslemischen Ländern heutzutage beschrieben: ein korruptes, betrügerisches und heimtückisches Volk, Söhne von Affen und Schweinen, deren alleinige Existenz die Moslems und die ganze Welt bedroht. Und
  • traurigerweise gibt es auch Spuren einer solchen grundlegenden Einstellung in vielen westlichen Medien und – noch schlimmer – auch unter vielen Akademikern, Diplomaten und Politikern.

Bostrom sagte in einem Interview des israelischen Radios, dass er nicht wüsste, ob diese Geschichten wahr wären, aber dass „er das glaube“. Er fügte hinzu: „Ich bin bloß der Nachrichtenüberbringer“. …

Es ist bezeichnend, dass diese Geschichte im Kulturteil des Aftonbladets erscheint Der verantwortliche Redakteur dieses Teils ist Åsa Linderborg, ein sehr bekannter Redner mit einer stark linksausgerichteten politischen Einstellung. Viele der schärfsten Attacken aus Europa – und speziell aus Skandinavien – gegen Israel kamen von den Linken. Der Artikel muss natürlich davon unabhängig beurteilt werden, aber wie bereits erwähnt fällt er durch jeden Glaubwürdigkeitstest. Linderborgs Beteiligung bestätigt nur das bereits existierende Phänomen der anti-israelischen und sogar antisemitischen Attacken seitens der intellektuellen Linken.

via Israel Report 21.08.09

Hinzugefügt sei meinerseits: Lange nicht alle Linken sind antisemitisch. Im Gegenteil: Es gibht viele Linke, die Israel sehr positiv, sogar total freundlich gegenüberstehen.

Aber so wie bei den Extrem-Rechten einen antisemitischen Flügel gibt, gibt es auch bei den Linken einige, die dem Antifaschismus und Antiimperialismus anhängen und im Zuge dessen alles ablehnen, was mit Amerika zusammenhängt, und damit auch Israel.

Diese Leute – oft Intellektuelle und Akademiker – sind oft ideologisch so stark vorbelastet – „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ – , dass sie an der Wirklichkeit vorbei Dinge be- und verurteilen. Leider sind diese Leute oft in den Medien und in der Politik zu finden, so dass sie großen Einfluss ausüben.

Es ist bezeichnend, dass diese Geschichte im Kulturteil des Aftonbladets erscheint Der verantwortliche Redakteur dieses Teils ist Åsa Linderborg, ein sehr bekannter Redner mit einer stark linksausgerichteten politischen Einstellung. Viele der schärfsten Attacken aus Europa – und speziell aus Skandinavien – gegen Israel kamen von den Linken. Der Artikel muss natürlich davon unabhängig beurteilt werden, aber wie bereits erwähnt fällt er durch jeden Glaubwürdigkeitstest. Linderborgs Beteiligung bestätigt nur das bereits existierende Phänomen der ani-israelischen und sogar antisemitischen Attacken seitens der intellektuellen Linken.
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