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Braucht der Glaube noch die Theologie?

Brauchen wir als Christen heute noch Theologie?
Ja, vielleicht, aber bestimmt nicht die Universitätstheologie, oder??

Wenn man sich die theologische Landschaft heutzutage anschaut, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass uns die Theologie heutzutage mehr schadet als nützt.
Seit den 70’er Jahren haben wir soviel Quatsch und Käse gehört (auf den sich die weltliche Presse natürlich auch mit Begeisterung gestürzt hat) – von feministischer über natürliche und Erfahrungs-Theologie – um nur ein paar Beispiele zu nennen – war ja fast alles dabei, was der Mensch heute bieten kann, um sich den Glauben so hinzubiegen, dass er sich den eigenen Wünschen und Vorstellungen anpasst.
Dabei hat vielleicht mancher Christ aus den Augen verloren, dass die Theologie – auch die wissenschaftlich betriebene – absolut notwendig ist. Nur weil manche die Theologie für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, ist die Theologie an sich nicht schlecht.

Gerade in der heutigen Zeit, in der das Angebot religiöser Inhalte so groß ist wie nie zuvor, wird es immer wichtiger, sich darüber klar zu werden: Woran glaube ich? Was kann ich mit meinem Glauben vereinbaren?
Passen Glaube und Wissenschaft überhaupt zusammen (tun sie!)? Was ist mit Heilung? Evolution und Schöpfung?
Wenn nicht überzeugte Christen wissenschaftlich arbeiten und uns damit helfen, diese Fragen zu klären, dann klären das andere Leute für uns – nämlich das Fernsehen, die Zeitung, das Internet, …

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wir brauchen das, was die Wissenschaftler Apologetik nennen: Die Fähigkeit, unseren Glauben mit Vernunft und Argumenten zu erklären und auch zu verteidigen. Wir dürfen es nicht zu einem „Anti-Intellektualismus“ der Christen kommen lassen.
In 1. Petrus 3,15 steht: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“

Wesentlich weiterführende Gedanken findet man in einem Kommentar des Theologieprofessors Peter Zimmerling (Leipzig) bei IDEA.de Braucht der Glaube wirklich Theologie?

Ein Auszug daraus:
Das Beispiel vieler Pietisten im Dritten Reich zeigt: Selbst ein intensiver Glaube steht in Gefahr, vom Geist der Zeit überrollt zu werden. Es gibt eine Übermacht der Erfahrung, die jede kritische Distanz zu sich selbst auflöst und eine Selbstkorrektur unmöglich macht. Um dem Sog des Faktischen nicht zu erliegen, benötigt der Glaube die Theologie als kritische Instanz.

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3 Antworten

  1. Ja, werde ich machen. Ich habe mich auch mal so mit den Lehrveranstaltungen dort etc. auseinandergesetzt- das klingt sehr gut eigentlich. Und ich glaube auch, dass sie sich sehr viel Mühe geben, wen sie einstellen. Vielleicht ist das ja auch garnicht sooo schlimm 😉 . Wenigstens will ichs mal versucht haben. Ich denke, wir lesen noch voneinander irgendwann…

  2. Um Theologie zu studieren ist man am besten halb Atheist. Weil es eine ziehmliche Zerreißprobe ist, glaube ich.

    Das stimmt, wenn man an der Uni studiert. Meine damalige Freundin hat an der Uni Theologie studiert und ich habe mal ein Seminar besucht. Da wurde der Glaube und die Bibel schlecht geredet.

    Wenn man von gläubigen Lehrern unterrichtet wird, die einen tiefen Glauben haben und den auch einbringen, ist das Studium sicherlich eine große Bereicherung.

    Es kommt daher sehr darauf an, an welchem Institut Du bist und welche Lehrer Du hast. In Neuendettelsau wird es sicher ganz gut – was die Website halt so hergibt. Kannst ja mal berichten in Deinem Blog.

  3. Na, da bin ich ja beruhigt 😉 – ich fange nämlich in einer Woche an. Nun, manchmal denke ich das auch: Um Theologie zu studieren ist man am besten halb Atheist. Weil es eine ziehmliche Zerreißprobe ist, glaube ich. Ich denke, da muss man schon aufpassen, dass man privat wenigstens dann ein „gläubiges“ Leben führt. Man gerät schnell in einen wissenschaftlich falsifizierenden Glauben, der tot ist und nichts mehr mit den Menschen zu tun hat…
    Aber das stimmt: Es ist wichtig, wenn man mit anderen zu tun hat, dass man argumentieren kann. Da sollte man Evangelikale aber auch lieber nicht unterschätzen. Pfarrer aus der Landeskirche können das meist nicht so gut.

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