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Krieg im Jemen

Stell Dir vor, es ist Krieg und keinen interessiert es (weil keine Israelis beteiligt sind?):

umkämpfte nordjemenitische Stadt Saada

Der letzten Zusammenstoß im fünfjährigen Jemen-Krieg mit den Houthi-Rebellen hat mehr als 2.000 Tote in weniger als einem Monat und bis zu 150.000 Obdachlose zurückgelassen. Jemenitische Regierungstruppen kämpfen gegen rund 15.000, vom Iran bewaffnete und ausgebildete Houthi-Rebellen, die sich in den nördlichen Sadaa-Bergen an der saudi-arabischen Grenze eingegraben haben. Bomber der saudischen Luftwaffe bekämpfen die Rebellen und die ägyptische Luftwaffe und Marine liefern mit Unterstützung und Finanzierung der US-Armee Munition an die jemenitische Armee.

Dies ist der zweite Krieg in weniger als einem Jahr, in dem US-Verbündete vom Iran unterstützten Kräften gegenüberstehen. Der erste war Israels drei-Wochen-Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen, der im Januar endete.

Das strategisch, am Roten Meer gelegene, arme Land – seit Jahren ein entscheidender Ort für den Krieg gegen die islamistischen Extremisten – hat nun eine Schlüsselrolle eingenommen, wo die Vereinigten Staaten und der Iran um die regionale Vorherrschaft kämpfen. In dieser Hinsicht hat der Konflikt im Jemen eine ähnliche Bedeutung wie der Libanon-Krieg 2006 und der Gaza-Konflikt. Das Ergebnis wird in hohem Maße die strategischen Positionen der USA im Persischen Golf und im Roten Meer beeinflussen – ebenso wie die von Saudi-Arabien, Ägypten und indirekt auch Israel – vis-à-vis Iran.

Militärische Quellen weisen auf die acht wichtigsten Merkmale des laufenden Jemen-Konfliktes hin:

  1. Vor zwei Wochen hat Präsident Ali Abdullah Salehs Armee die sechste Runde seit dem Jahr 2000 im Krieg gegen die Houthis eingeläutet. Über 20.000 Soldaten wurden für eine Großoffensive bereitgestellt, um die 15.000 Houthis von ihren Gebirgsfesten (4 – 6.000 Meter hoch) in der nördlichen Provinz Saada zu vertreiben.
  2. Die Houthis sind Zaydis, die behaupten, sie folgen der reinsten Form des schiitischen Islams. Sie kämpfen für den wahren Glauben im Jemen, indem sie das im Jahr 1962 gestürzten Zaydi-Imamat wiederherstellen wollen. Ihr Name leitet sich vom Gründer der Bewegung – Badreddin al-Houthi – ab, der von der jemenitischen Armee im Jahr 2004 getötet wurde. Die Houthi- und die iranischen Schiiten haben nichts gemeinsam außer der Tatsache, dass Teheran die jemenitischen Rebellen als Hilfskräfte (so wie die libanesische Hisbollah) nutzt, um für den Iran einen militärischen Fuß in die Tür an der saudi-arabischen Grenze und auf der südlichen arabischen Halbinsel zu bekommen.
  3. Die schiere Menge an Waffen, die die Iraner an die Houthis innerhalb von zwei Wochen geliefert haben, überraschte Washington, Sanaa, Riad und Kairo, obwohl der Iran schon zuvor gezeigt hatte, mit welcher Geschwindigkeit sie die Verluste der Hisbollah ergänzt und erweitert haben, die nach dem Krieg von 2006 gegen Israel entstanden waren. Die jemenitische Armee hat daher Mühe, die schwer bewaffneten Aufständischen zu bezwingen oder sogar zu verhindern, dass sich die Kämpfe aus der Region Saada in andere Teile des Landes, einschließlich der Hauptstadt, ausweiten.
  4. Aus Angst, dass der Konflikt und der Einfluss der Zaydi über die nördliche Grenze des Jemen in die südlichen Regionen Saudi-Arabiens – Najran und Asir – einsickern könnte, hat Saudi-Arabien seine Luftwaffe der jemenitischen Armee zur Hilfe geschickt, damit diese die Houthi-Hochburgen in den Bergdörfern Saadas bekämpfen.
  5. Der kleinen, 66.000 Mann starken, jemenitischen Armee, der es an organisierten, militärischen Beständen fehlt, ging bald die Munition und die militärische Ausrüstung aus. Die ägyptische Armee versorgt den Jemen mit Lieferungen dieser Dinge durch einen See-und Luft-Korridor.
  6. Die Obama-Regierung unterstützt Ägypten und Saudi-Arabien finanziell für deren Hilfe des Jemens. Dies wurde auf dem Treffen des US-amerikanischen und des ägyptischen Präsidenten am Dienstag, dem 18. August, im Weißen Haus vereinbart. Auf diese Weise stellt sich US-Präsident Barack Obama neben Hosni Mubarak und König Abdullah gegen den Iran.
  7. So wie die USA und Israel von den militärischen Fähigkeiten des iranischen Stellvertreters Hisbollah im Libanon-Krieg 2006 überrascht wurden,  so waren auch die USA und ihre Verbündeten über das Kommando der Houthi-Aufständischen auf dem Schlachtfeld erstaunt. Die erste Panzergrenadierdivision der jemenitischen Armee, unterstützt von jeder der sechs Fallschirmjäger-und Kommando-Brigaden und saudischer Luft-Unterstützung, hat es in zweiwöchigen Kämpfen nicht geschafft, in die Rebellen-Hochburgen einzubrechen.
  8. Ohne diesen Durchbruch droht der Konflikt zu eskalieren und sich auszubreiten und zu einem der größten und gefährlichsten Kriege in den arabischen Ländern in den vergangenen 18 Jahren zu werden – seit Saddam Hussein der irakischen Armee 1991 den Befehl gab, Kuwait zu erobern.

via DEBKAfile

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