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Obamas Maßstäbe

Ich habe mich schon Ende Juni über Barack Obamas Kommentare bzgl. Honduras gewundert, in denen er sich über die Krise des mittelamerikanischen Staates „tief besorgt“ zeigte, den neuen Präsidenten nicht anerkennen wollte und die Konfliktparteien dazu aufrief, zu „demokratischen Normen“ und rechtstaatlichen Prinzipien zurückzukehren.

Nun kann man den Konflikt in Honduras auch durchaus anders beurteilen als es Barack Obama tut. Dass er das nicht tut, ist seltsam genug. Aber was das ganze auf die Spitze treibt, sind die gleichzeitigen Ereignisse im Iran. Denn hier wird deutlich, dass er mit zweierlei Maß misst. Die Ereignisse im Iran beunruhigen ihn tief, aber er respektiert die Souveränität des Irans und mischt sich nicht in deren innere Angelegenheiten. Bei Honduras scheint das nicht zu gelten. Liegt das daran, dass Honduras nicht islamisch ist?

Die Zeitung für Schland hat das sehr gut zusammengefasst:

Was tut der mächtigste Mann der Welt, wenn im Iran eine Präsidentschafts“wahl“ gefälscht wird (deren Ausrichtung für sich genommen bereits eine Farce war) und bei den nachfolgenden Demonstrationen zahllose Menschen ermordet, inhaftiert oder gefoltert werden (was freilich ebenfalls kein gänzlich neuer Umgang im Iran ist)?
Die Antwort: er zeigt sich „tief beunruhigt“ und macht weiter wie bisher.

Was tut der mächtigste Mann der Welt hingegen, wenn sich die israelische Regierung dazu entschließt, Juden Baugenehmigungen im Westjordanland zu erteilen? Er lässt Folgendes verkünden:

United States does not accept the legitimacy of continued settlement expansion and we urge that it stop.

Zusammenfassend: US-Präsident Barack  Hussein Obama ist „beunruhigt“, wenn im Iran Menschen ermordet, gefoltert oder vergewaltigt werden. Etwas weniger verklausuliert ausgedrückt: es ist ihm gleichgültig.

Wenn jedoch Juden im Westjordanland siedeln, „beunruhigt“ das Obama nicht nur, sondern bereitet ihm offenbar derart schlaflose Nächte, dass er es „nicht akzeptieren“ kann.

Eine Welt, in der ein Mensch mit Obamas kruden Moralvorstellungen die weltweiten Massen hinter sich versammelt und den Beifall internationaler Medien erntet, ist nicht nur „beunruhigend“, sondern schlichtweg und ergreifend: „nicht zu akzeptieren“.

via Zeitung für Schland

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4 Antworten

  1. In Honduras hat das Militär eingegriffen – das sollte in einer guten Demokratie nicht passieren. Richtig.
    Aber es ist passiert und es wurde damit Schlimmeres verhindert. Nämlich das, was Sie bisher verschwiegen haben: Dass Zelaya seine Position ausnutzen wollte und sich absolut undemokratisch, entgegen dem Entscheid des höchsten Gerichts, auf Lebenszeit wählen lassen wollte.
    Ein durchgeknallter Linker mit dem Anspruch, ein Idol und el presidente auf Lebenszeit zu werden … sie sollten mich lachen hören!

    Und im Übrigen: Ich rege mich – wie die Überschrift schon sagt – nicht über Obamas Meinung über Honduras auf. Die kann er haben. Was mich aufregt, ist seine Doppelzüngigkeit.

  2. „Ob Steinhöfel mit Obama auf einer Linie liegt, ist doch völlig egal. Der Inhalt zählt.
    Und warum darf man den Konflikt nicht anders sehen? Wer verbietet mir das?“

    Sie haben meine Ironie nicht verstanden. SIE waren es, der mit Verweis auf Neocon Steinhöfel schrieb, dass man die Vorgänge in Honduras eben auch anders sehen kann. Gleichzeitig gestehen Sie Obama aber nicht zu, sich eine eigene, von Steinhöfel abweichende Sichtweise anzueignen.

    „Welches Zitat meinen Sie und welche angeblich hanebüchenen Aussagen?“

    Mit „Zitat“ meinte ich lediglich Ihren von mir angeführten Textausschnitt. Er steht zu Beginn meines Kommentars.

    „Was dort in Honduras gelaufen ist, war bei weitem legaler und demokratischer als was im Iran war.
    Aber Obama sagt beim Iran „Schnauze halten“ und bei Honduras macht er den Lauten.“

    Aber es war trotzdem nicht legal. Was in Honduras gelaufen ist, läuft dem Gedanken der Demokratie genauso zuwider, wie die Vorgänge im Iran. Wenn es um den Iran geht, ist zudem bereits einiges Leid gewohnt (was es nicht besser macht).

    Ich bin kein Freund von Zelaya, aber ich kann an Putsch-Versuchen auch nichts demokratisches entdecken. Das Militär als Hüter der demokratischen Rechte des Volkes. Sie sollten mich lachen hören!

    Gruß
    Critic

  3. Ob Steinhöfel mit Obama auf einer Linie liegt, ist doch völlig egal. Der Inhalt zählt.
    Und warum darf man den Konflikt nicht anders sehen? Wer verbietet mir das?

    Welches Zitat meinen Sie und welche angeblich hanebüchenen Aussagen?

    Was dort in Honduras gelaufen ist, war bei weitem legaler und demokratischer als was im Iran war.
    Aber Obama sagt beim Iran „Schnauze halten“ und bei Honduras macht er den Lauten.

  4. „Nun kann man den Konflikt in Honduras auch durchaus anders beurteilen als es Barack Obama tut. Dass er das nicht tut, ist seltsam genug.“

    Dass Obama mit dem hochgeschätzten Abmahnanwalt Steinhöfel nicht auf einer Linie liegt, irritiert mich nun wirklich über alle Maßen! Auch wenn man „den Konflikt [..] durchaus anders beurteilen“ kann, man darf es nicht!

    Hat der Autor des oben stehenden Zitats überhaupt nachgedacht, als er es niederschrieb? Wie kommt man zu dererlei hanebüchenen Aussagen?

    Gruß
    Critic

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