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    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Abtreibung – voll normal

… Der Schutz des menschlichen Lebens ist zweifellos die zentrale und wichtigste Aufgabe des Staates, die Pflichten wie Rechte begründet. Daraus folgerte das Bundesverfassungsgericht 1993, dass der Staat nie und nimmer aktiv die Beendigung menschlichen Lebens, auch des vorgeburtlichen, betreiben oder auch nur für Recht erklären dürfe.

Während es um diesen Schutz des Lebens während des Lebens in demokratischen Staaten im Vergleich zur Geschichte vorangegangener Jahrhunderte sehr gut steht, versagen dieselben Staaten am Anfang des Lebens in der vorgeburtlichen Phase (und zunehmend auch am Ende des Lebens) fast völlig und verweigern damit den Schwächsten der Gesellschaft den Schutz vor anderen Menschen, die sie töten wollen. Unseres Erachtens rüttelt das an den Grundfesten des Staates und führt durch Gewöhnung dazu, dass der Lebensschutz generell mehr und mehr zu einem Anliegen unter vielen wird, dass man durchaus auch einmal anderen Überlegungen unterordnen kann.

Wenn wir wieder soweit sind, dass der Staat meint, dass er über das Lebens­recht gan­zer Bevölkerungsteile abstimmen kann, verliert der Staat seine wichtig­ste Existenzberechti­gung, nämlich das Leben der Bürger vor ande­ren Menschen zu schüt­zen. Zur gleichen Zeit, als man in Rio de Janeiro ein Artenschutzab­kommen für Tiere und Pflanzen unterschreibt, be­schließtender Deut­sche Bundes­tag, dass man die ‘Art’ Mensch im Mut­terleib töten darf.

Häufigste Todesursache weltweit
Abtreibung ist die häufigste Todesursache auf unserem Planeten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO standen 2007

  • 136 Mio. Geburten und 54 Mio. Todesfällen 42 Mio. gemeldete Abtreibungen gegenüber.

Von den 54 Mio. starben

  • 17,5 Mio. an Herz-Kreislauferkrankungen,
  • 11 Mio. Menschen an einem Krebsleiden.
  • Weniger als ein Fünftel der 54 Mio. waren Kinder.
  • Demnach werden jährlich viermal so viele Kinder im Mutterleib getötet, wie geborene Kinder sterben.

Aus einem in Washington veröf­fentlichten Bericht des For­schungsinstitutes ‚World-Watch’ geht hervor, dass jährlich fast ebenso viele Kin­der abgetrieben werden, wie im 2. Weltkrieg insge­samt an Menschen umkamen. Wäh­rend im Welt­krieg 55 bis 60 Millio­nen Men­schen starben, werden jähr­lich mindestens 50 Millio­nen Kinder im Mutterleib getötet, wobei zusätzlich 200.000 Frauen ihr Leben lassen.

In Japan und Frankreich wird die Hälfte aller Kinder im Mutter­leib getötet, in Deutschland und den Niederlanden ein Viertel.

Betrachtet man allerdings die deutschen Medien, könnte man den Eindruck gewinnen, als ginge es statistisch um ein Randproblem und um eine moralische Bagatelle.

Ein Zitat des Münchner Professors für Nordamerikanische Kulturgeschichte Michael
Hochgeschwender zum Thema gewaltbereiter, evangelikaler Fundamentalisten (Michael Hochgeschwender. Amerikanische Religion: Evangelikalismus,
Pfingstlertum und Fundamentalismus. Frankfurt: Verlag der
Weltreligionen, 2007. S. 199):

Allerdings wird man sich davor hüten müssen, den Anteil von Gewalttätern innerhalb der neofundamentalistischen Szene zu hoch anzusetzen. Auf dem absoluten Höhepunkte der Bombenattentate im Jahre 1994 starben vier Menschen, insgesamt kamen in den neunziger Jahren sieben Menschen bei Angriffen auf Abtreibungskliniken ums Leben.
Verglichen mit dem allgemeinen Gewaltniveau der amerikanischen Gesellschaft oder selbst verglichen mit dem Gewaltpotential der extremen Rechten in den USA fielen die Neofundamentalisten kaum aus dem Rahmen. Darüber hinaus waren die meisten Täter pathologische Persönlichkeiten. Darin wichen sie von ihrem Sympathisantenumfeld nicht ab.
Die absolute Mehrheit der Neofundamentalisten, mehr als 95 Prozent, verhielt sich demgegenüber bei aller verbaler Militanz systemkonform und griff, trotz der Tradition der extralegalen Volksgewalt in den USA, nicht auf terroristische Gewalt zurück. Religiöser Fanatismus allein führte gerade nicht notwendig in den Terrorismus.
Prägnanter formuliert: Es gab gewalttätige Fundamentalisten, aber keinen gewalttätigen Fundamentalismus.

Ja, ich kenne die Gründe der Abtreibungsbefürworter. Und sie sind nicht falsch. Trotzdem: Es gibt Grenzen, die man nicht überschreiten sollte, Grenzen, die Gott uns gesetzt hat. Und die Grenze des Lebens ist eine solche.

Wir regen uns zu Recht fürchterlich über die Experimente an lebenden Menschen und mit Kindern im 3. Reich auf. Das war schrecklich, eine totale Missachtung des Lebensrechtes wehrloser Menschen. Und genau das ist Abtreibung auch.

Wenn man anfängt – und das haben wir schon reichlich -, diese Grenzen aufzuweichen, zu verschieben und zur Disposition zu stellen, wer zieht dann eine neue Grenze? Niemand. Wenn erst einmal die eine Grenze gefallen ist, fallen auch wahrscheinlich weitere Grenzen. Oder wie sieht die Diskussion über die Kosten, die uns alte Menschen verursachen?

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Eine Antwort

  1. Ich mag das Spiel mit den Zahlen nicht, aber sonst stehe ich der derzeitigen Freizügigkeit bei Abtreibung auch äußerst skeptisch gegenüber.
    Vor allem eben weil Grenzen gewahrt werden müssen.

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