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Honduras‘ Präsident Zelaya

Die Situation in Honduras ist – mal wieder – eine recht Interessante, da sie so unterschiedlich interpretiert wird – so wie bei anderen Situationen auch. Die Einen sagen, dass dort Ende Juni ein unrechtmäßiger Staatsstreich stattgefunden habe und der rechtmäßige und gewählte Präsident sei Manuel Zelaya, der wiedereingesetzt werden müsse.

Die anderen sagen, da hat einer versucht, sich mit einer Volksbefragung unter Verletzung des Gesetzes und gegen einen Entscheid des obersten Gerichtes auf Lebenszeit wählen zu lassen – wie seine Kollegen in Venezuela und Bolivien. Und dass es das oberste Gericht war – also ein demokratisches Organ -, das diesen Vorgang gestoppt hat.

Aber wenn man sich jetzt durchliest, was er so alles von sich gibt, u.a. dass er sich von „israelischen Söldnern“ verfolgt und bedroht sieht – dann kann man nur denken, dass das der gleiche antisemitische Stuss ist, wie ihn sein venezolanischer Kollege Chavez von sich gibt.

Sie werden mich quälen, sagt Honduras‘ ehemaliger Präsident Manuel Zelaya. Honduras‘ gestürzter Führer erzählte dem „Miami Herald“, er wird bewusstseinsveränderndem Gas und Strahlung ausgesetzt – und das israelische „Söldner“ planen, ihn zu ermorden.

Es ist schon 89 Tage her, seit Manuel Zelaya entmachtet wurde. Er schläft auf Stühlen und behauptet, seine Kehle sei wund von giftigen Gasen und „israelische Söldner“ würden ihn mit hochfrequenter Strahlung quälen.

„Wir werden mit dem Tode bedroht“, sagte er in einem Interview mit dem „Miami Herald“ und fügte hinzu, dass Söldner wahrscheinlich die Botschaft stürmen, wo er sich seit Montag verschanzt, und ihn ermorden werden.

„Ich ziehe es vor, mit meinen Füßen zu marschieren als auf meinen Knien vor einer Militärdiktatur zu leben“,

sagte Zelaya in einer Reihe von Interviews.

Zelaya wurde am 28. Juni mit vorgehaltener Waffe abgesetzt und kehrte am Montag wieder in sein Land zurück, nur zwei Tage, bevor er planmäßig vor den Vereinten Nationen sprechen sollte. Er suchte Zuflucht in der Botschaft Brasiliens, wo er sagte, er sei giftigen Gasen und Strahlung ausgesetzt, die seine physische und psychische Verfassung ändern.

Augenzeugen berichteten, dass am Dienstag Morgen Soldaten für eine kurze Zeit ein Gerät verwendeten, das aussah wie eine große Satellitenschüssel und einen lauten schrillen Lärm erzeugte.
[…]
Israelische Regierungsquellen in Miami sagten, sie könnten das Vorhandensein von „Israelischen Söldnern“ in Honduras nicht bestätigen.
[…]
(De facto Präsident Roberto) Micheletti nahm Zelayas Platz ein, nachdem das Militär in Ausführung eines Haftbefehls des Obersten Gerichtshof in das Haus Zelayas einbrach und ihn ins Exil zwang.
Das Militär, der Kongress, der Oberste Gerichtshof und Wirtschaftsführer aus Honduras haben den Sturz unterstützt und argumentieren, dass Zelaya partout auf die Durchführung einer illegalen Volksabstimmung bestand – von der sie befürchteten, dass sie zu seiner unmittelbaren Wiederwahl [auf Lebenszeit] geführt hätte.

Micheletti sagte, er sei bereit, sich mit Zelaya und einer Delegation aus der Organisation Amerikanischer Staaten zu treffen, aber nur um ein Thema zu diskutieren: Wahlen im November.

Am Mittwoch beendeten die Vereinten Nationen alle technische Hilfe, die diesen Wahlkampf unterstützt und Glaubwürdigkeit gegeben hätte. Es gibt keine Bedingungen für glaubwürdige Wahlen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

„Ich habe einen Dialog vorgeschlagen und sie antworteten mit Kugeln, Bomben, einem Zustand der Belagerung und Schließung des Flughafens,“sagte Zelaya.

Zelaya sagte dem Herald, dass Washington eine entschiedenere Haltung gegen die wirtschaftlichen Interessen der Elite einnehmen sollte, die den Staatsstreich „finanziert und davon profitiert“ haben, der ihn vor drei Monaten entmachtet hatte. Wenn Präsident Barack Obama Honduras mit Wirtschaftssanktionen bestraft oder Freihandelsabkommen ausgesetzt hätte, hätte der Putsch „nur fünf Minuten gedauert“. Die Obama-Regierung setzte Wirtschaftshilfe für Honduras aus und zog die Visa für die Mitglieder der derzeitigen Regierung zurück.

Über 75 Prozent des Handels Honduras‘ hängt von den Vereinigten Staaten ab, sagte Zelaya. Und weil mächtige Wirtschaftskräfte hinter dem Sturz Zelayas stehen, sollte Obama jene Kräfte treffen, wo es am meisten schmerzt, sagte Zelaya.

„Ich habe dies Obama, der Außenministerin Hillary Clinton, der lokalen US-Botschaft und jedem, der es hören will, gesagt“, sagte Zelaya. „Sie wissen, wie sie zu handeln haben.  Bis jetzt waren sie sehr vorsichtig.“

Da Micheletti eine neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der OAS zeige und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Situation der Botschaft zügig zu beraten möchte, ist es nicht der Augenblick für weitere Sanktionen, sagte das US-Außenministerium. „Gerade jetzt, wo es eine Offenheit für den Dialog gibt, ist es nicht die Zeit, um neue Sanktionen anzukündigen“, so ein Beamter des Außenministeriums.

Termine für einen Besuch der OAS, der Abgesandte aus 10 Ländern einschließen könnte, sind in Arbeit, sagte der Funktionär. Sprecher Ian Kelly sagte, das Treffen des UN-Sicherheitsrates kam auf Antrag der brasilianischen Regierung zustande. Es wurde noch kein Datum für die Sitzung festgesetzt.
[…]
Zelaya sagt, er habe keine Pläne, die Botschaft in absehbarer Zeit zu verlassen.

„Ich bin der gewählte Präsident der Bevölkerung von Honduras“, sagte Zelaya.“ Ein Land kann nicht zwei Präsidenten haben – nur einen.“

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Eine Antwort

  1. zu dem Guten kann ich nur auf einen Kommentar bei heplev verweisen.

    Eben gerade verlautet das brasil. Fernsehen, dass dieser Zelaya lt. Gesetz in Kurzfassung gegen seine eigene Verfassung verstossen hat.
    Er wollte Änderungen in der Verfassung vornehmen um wiedergewählt zu werden. Das Gesetz Honduras besagt in diesem Falle des Verstoßes verliert derjenige sogar die Staatsbürgerschaft des Landes.
    So, und nun? Was machen wir mit dem?

    Kommentar von Guerreiro — 25. September 2009 #

    via heplev

    na, ja, ich würde sagen, den Mann in eine amerikanische Botschaft umsiedeln oder ? Der Superpräsi hat bestimmt Lösungen.

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