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Hisbollah rüstet auf – keiner schaut hin

Montagnacht explodierte ein weiteres Waffenlager der Hisbollah im südlichen Libanon. Die Waffen waren im Haus des ranghohen Hisbollah Funktionärs Saed Nasser in dem Dorf Tayr Felsay deponiert. Laut israelischen Quellen kamen bei der Explosion sowohl er selbst als auch sein Sohn ums Leben. Eine unbemannte israelische Drone (UAV) fotografierte das Gelände kurz nach der Explosion. Die Bilder wurden später im Fernsehen ausgestrahlt und zeigen, wie Hisbollah-Mitglieder Raketen aus dem Waffenlager auf Lastwagen verladen und davonfahren. Bevor das Areal für die UNIFIL (Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon) und für die libanesischen Armee zugänglich gemacht wurde, hatte die Hisbollah es für 3 Stunden abgesperrt.

Die Hisbollah, mit Unterstützung der libanesischen Armee, wies Israels Vorwurf, es habe sich um ein Waffenlager gehandelt, zurück und erwiderte, dass die Explosion durch einen israelischen Blindgänger aus dem Krieg von 2006 verursacht worden sei. Führende Mitglieder der Terrororganisation hatten zudem behauptet, dass die Explosion in einem Gebiet nördlich des Flusses Litani stattgefunden hätte, und somit nicht unter die UN-Resolution 1701 fallen würde. Dies ist durch die israelischen Aufnahmen klar widerlegt.

Die israelische UN-Botschafterin, Gabriela Shalev, reichte eine Beschwerde ein und sagte, dass der Vorfall eine ernste Verletzung der UN-Resolution 1701 bedeute und die Hisbollah „zivile Infrastruktur zur Verschleierung militärischer Infrastruktur missbrauche“. Israelische Experten schätzen, dass die Hisbollah zurzeit über ca. 40.000 Raketen mit unterschiedlichen Reichweiten von 40km bis zu weit über 200km verfügt. Die Waffen werden vom Iran bezahlt und über Syrien eingeschmuggelt. Die UNIFIL-Truppe hat zwar das Mandat, diese Aufrüstung zu unterbinden, laut einer hochrangigen IDF Quelle jedoch werden alle ernsthaften Anstrengungen der UNIFIL jedes Mal von der Hisbollah verhindert. Folglich ist die UNIFIL entweder unfähig oder unwillig, diese Aufrüstung zu unterbinden, auf jeden Fall aber ist sie wirkungslos.

Kommentar:
Die israelischen Aufnahmen belegen klar, dass die Hisbollah die UN-Resolution 1701 verletzt hat. Trotzdem erhielt der Vorfall nahezu keine Aufmerksamkeit in den internationalen Medien. Die Hisbollah nutzt die sensible politische Situation im Libanon, an der sie selbst ursächlich beteiligt ist, maximal aus und benutzt diese zur Vorbereitung einer weiteren Auseinandersetzung mit Israel. Innerhalb des Libanons existiert zwischen den verschiedenen Moslemfraktionen, den verschiedenen christlichen Gruppen und den Drusen ein hochzerbrechliches Kräftegleichgewicht. Zusätzlich gibt es noch die palästinensisch-arabischen Flüchtlinge, die, obwohl keine maßgebliche politische Kraft, im Kampf um die Macht instrumentalisiert und als moralische Rechtfertigung vorgeschoben werden. Zudem unterstützen Syrien und Iran die Hisbollah von außen, um so ihren Einfluss zu vergrößern. Niemand will in dieser angespannten Lage die Bombe zum Platzen bringen, insbesondere nicht die schwachen Organisationen wie die UNIFIL oder die ethnisch und religiös gespaltene libanesische Armee. Dies erlaubt der Hisbollah, nahezu ungestört ihre Interessen zu verfolgen.

Die UNIFIL kommt offensichtlich nicht ihrem Auftrag nach. Dies führt zum unvermeidbaren Schluss, dass Israel sich dieser Aufgaben früher oder später annehmen muss. Eine Situation, die der Hisbollah die Möglichkeit verschafft, ihre offen kommunizierte Zielsetzung der Zerstörung des „Zionistischen Gebildes“ in die Tat umzusetzen, ist für Israel nicht akzeptabel. Seit dem Ende des Krieges 2006 wurden bereits 15 Raketen aus den von der Hisbollah kontrollierten Gebieten auf Israel abgefeuert. Israel kann nicht akzeptieren, dass seine Bevölkerung wieder in Luftschutzkellern leben muss.

Hier jedoch liegt die Wurzel des Problems:

Da sich einerseits die Weltgemeinschaft, inklusive der UN, mehr oder weniger indifferent zu den klaren Verletzungen der UN-Resolution 1701 durch die Hisbollah verhält, andererseits diese Tatsachen in den internationalen Medien kaum Beachtung finden, wird jedwede israelische Aktion wie ein Blitz aus heiterem Himmel erscheinen; unerwartet und ungerechtfertigt. Wie gesagt, der wichtigste Teil der Geschichte wird einfach nicht erzählt. Und sobald eine israelische Antwort zu diesem Vorfall kommt, wird es der westlichen Medien- und Propagandamaschinerie leicht fallen, Israel erneut zu diffamieren.

via Israel Report vom 16.10.09

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