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Too busy to land

Am Mittwochabend sind in den USA die Piloten einer Northwest-Maschine mit 147 Passagieren an Bord rund 250 km über ihr Ziel, den Flughafen Minneapolis, hinausgeflogen. Bereits rund eine Stunde vor der geplanten Landung des A320 um 20 Uhr hatten die Piloten nicht mehr auf Funksprüche reagiert. Erst kurz bevor Kampfflugzeuge der US Air Force starteten, bemerkten sie den Fehler unbestätigten Berichten zufolge, als sich eine Stewardess auf Drängen von Passagieren nach der Dauer der Verspätung erkundigte und kehrten daraufhin um.

Einer der beiden Piloten erklärte, sie hätten so erregt über die Politik ihres Unternehmens diskutiert, dass sie alles andere vergessen hätten. Der andere dementierte dies am Freitagabend. Die NTSB schickte ein dreiköpfiges Ermittlungsteam nach Minneapolis. Die Piloten wurden bis zum Abschluss der Untersuchung vom Dienst suspendiert. Da Experten bezweifeln, dass die Besatzung alle Funksprüche überhören konnte, wird nicht ausgeschlossen, dass die Piloten eingeschlafen waren.

Um die Dienstzeiten von Piloten gibt es weltweit Streit. Diverse Flugunfälle werden auf Übermüdung der Besatzung zurückgeführt. Bei einer Umfrage der Flight Safety Foundation gaben 80 % der befragten Besatzungsmitglieder regionaler Airlines zu, schon einmal während des Fluges eingenickt zu sein. In Europa ist man von einer Verkürzung der Dienstzeiten jedoch weit entfernt. Bisher darf die Schicht der Piloten hier auf bis zu 14 Stunden ausgedehnt werden, bei Nachtflügen bis zu elf Stunden und 45 Minuten. Pilotengewerkschaften haben gerade eine Kampagne für kürzere Dienstzeiten gestartet.

Süddeutsche Zeitung (24.10.)

Die Piloten des 240-Kilometer-Irrfluges Northwest 188 bestreiten, eingeschlafen zu sein. Den Zielflughafen Minneapolis hätten sie übersehen, weil sie auf die Toilette gegangen seien, mit dem Kabinenpersonal geplaudert und sich an ihren Laptops mit Dienstplänen beschäftigt hätten. Dies sei der Grund dafür, dass sie für über eine Stunde nicht per Funk erreichbar waren. Diese Aussagen gegenüber dem NTSB zeigen, wie eine Kombination alltäglicher Verhaltensweisen beim Cockpitpersonal zu schwerwiegendem Fehlverhalten führen kann. Allerdings schließen die Ermittler weiterhin nicht aus, dass die Piloten am letzten Mittwoch eingenickt sein könnten. Inzwischen hat der Vorfall eine landesweite Debatte über Piloten-Dienstzeiten und die Schwierigkeit ausgelöst, die Konzentration bei der Überwachung eines weitgehend automatisierten Flugzeugs insbesondere auf langen Flügen aufrechtzuerhalten.

The Wall Street Journal Europe, S. 5 (27.10.)

Also wer in einem Verkehrsflugzeug über eine Stunde nicht per Funk zu erreichen ist, hat entweder ein technisches Problem mit den Funkgeräten, hat die falsche Frequenz gerastet oder ist eingeschlafen.

Aber „auf Toilette gehen“, über „Dienstpläne diskutieren“ oder „mit der Kabine quatschen“ ist es bestimmt nicht gewesen.
Sieht schlecht aus für die Jungs. Aber es stößt die Debatte über die Flug- und Dienstzeiten an.

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