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    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
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    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Der größte Konflikt im Nahen Osten

… ist – wenn man den Medien glaubt – der Israelisch-Arabische. Nicht ganz:

Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon sagte am Montag in London, dass der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nicht der zentrale Konflikt im Nahen Osten sei.

Er wies auf den Irak, den Jemen, Afghanistan, Pakistan und Sudan als andere Konfliktgebiete hin. Aber seine stärkste Kritik zielte auf den Iran, der seiner Ansicht nach die meisten der terroristischen Kräfte in dieser Gegend unterstützt.

Ayalon präsentierte dafür Statistiken, um seine Behauptungen zu unterlegen und führte aus, dass von den 11 Millionen Moslems, die seit 1948 in Konflikten im Nahen Osten getötet wurden, weniger als ein halbes Prozent im Umfeld des israelisch-arabischen Konfliktes getötet wurden. Neunzig Prozent wurden durch andere Moslems getötet.

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Eine Antwort

  1. Daß Israels stellvertretender Außenminister in London diese Auffassung vertritt, eröffnet England eine breiter angelgte Möglichkeit sich im sogenannten „Nahostkonflikt zu engagieren, was nicht zuletzt auch Israel nützte.In diesem Sinn greift dieses diplomatische Argument die Tatsache auf, daß in der innerislamischen Auseinandersetzung mehr Muslime getötet werden sind , als in dem arabischen Vernichtungskampf gegen die Juden.

    Geschickt ist diese Argumentation deshalb, da sie eine eindeutige Stellungnahme für Israel nicht voraussetzt, sondern sich beide Staaten im Kampf gegen „Terrorismus“ als Verbündete begreifen können.

    Diplomatie war noch nie der „Wahrheit“ – was immer diese definieren mag – verpflichtet, sondern dem eigenen Staat. Anders geht es nicht. Warum sollte ein Staat auch Interessen eines anderen mit vertreten, wenn er nicht selbst auch Vorteile sich verspricht.

    Es gibt keine stärkere Macht, der sich die Staaten beugen müsse, weder eine geistige noch eine weltliche.

    Du fragtest nach anderen Maßstäben. Ich erlaube mir ein Zitat von Theodor W. Adorno:
    Wahrheit haben nur solche Reflexionen über den Fortschritt, die in ihn sich versenken und doch Distanz halten, zurücktreten von lähmenden Fakten und Spezialbedeutungen. Heute spitzen derlei Reflexionen sich zu in der Besinnung darüber, ob die Menschheit die Katastrophe zu verhindern vermag. Ans Leben gehen ihr die Formen ihrer eigenen gesellschaftlichen Gesamtverfassung, wofern nicht ein seiner selbst bewußtes Gesamtsubjekt sich bildet und eingreift. An es allein ist die Möglichkeit von Fortschritt übergegangen, die der Abwendung des äußersten, totalen Unheils. Alles andere am Fortschritt müßte daran sich auskristallisieren. Der physische Mangel, der lange seiner zu spotten schien, ist potentiell beseitigt: nach dem Stand der technischen Produktivkräfte brauchte keiner auf der Erde mehr zu darben. Ob weiter Mangel und Unterdrückung sei – beides ist eines –, darüber entscheidet einzig die Vermeidung der Katastrophe durch eine vernünftige Einrichtung der Gesamtgesellschaft als Menschheit.
    [Band 10: Kulturkritik und Gesellschaft I/II: Fortschritt. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, GS 10.2, S. 617 ff.)

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