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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

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    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
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Wenn der Froschmann zweimal klingelt

Ein Beitrag von Claudio Casula

Ein echtes Schmankerl wie „Israel droht mit Selbstverteidigung“ (FOCUS online) liest man natürlich nicht jeden Tag, doch stößt man bei diesem Thema immer wieder auf erstaunliche Kreativität, wenn es darum geht, Ursache und Wirkung zu vertauschen und Israel den Schwarzen Peter zuzuschieben. Sehr beliebt ist die Methode, eine israelische Reaktion abzuwarten, dann eine Schlagzeile wie „Israel greift Gazastreifen an“ zu verfassen und später irgendwo im Text en passant zu erwähnen, der Militäraktion seien palästinensische Raketenangriffe vorausgegangen. Auch gern genommen: Überschriften, die dem Leser mitteilen, Israel bringe alle Welt gegen sich auf, um den Leser gegen Israel aufzubringen. Champion in dieser Disziplin ist die SZ, die mit Formulierungen wie „Israel droht…“, „Israel verweigert…“, „Israel stößt (bitte einfügen: USA/Europa/UN) vor den Kopf“ einen schier unerschöpflichen Ideenreichtum an den Tag legt. Der Klassiker „Israelische Soldaten erschießen Palästinenser“ pflegt offen zu lassen, welche armen arabischen Teufel es wohl diesmal erwischt haben mag. Terroristen jedenfalls nicht, bestenfalls „Militante“. Es geht aber auch noch ulkiger:

Israels Marine tötet vier Palästinenser im Taucheranzug

verkündet SPIEGEL online heute, und man fragt sich, warum diese Palästinenser sterben mussten. Weil sie einen Taucheranzug trugen? Weil sie Sardinenschwärme beobachten wollen? Weil sie sogar unter Wasser nach einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts suchten?

Ach, nein! Im Artikel heißt es:

Nach palästinensischen Angaben wurden die Leichen der Männer in das al-Aksa-Krankenhaus in der Stadt Deir al-Balah gebracht. Der militärische Fatah-Arm, die al-Aksa-Brigaden, teilte mit, die vier Männer seien auf einer „Trainingsmission“ getötet worden.

Womit sich die Spekulationen erübrigt haben dürften. Die banale Erklärung ist: So wie man aus dem Kopf einer islamistischen Terrorgruppe einen „spirituellen Führer“ macht, werden uns hier Mitglieder der Al-Aqsa-Brigaden (übrigens schwer bewaffnet und unterwegs zu einem Terroranschlag) als „Männer im Taucheranzug“ vorgestellt. Hut ab, meine Damen und Herren in den Nachrichtenagenturen! Darf man einen Vorschlag für den Fall machen, dass der nächste palästinensische Terrorist auf frischer Tat ertappt und getötet werden sollte?

„Israelische Soldaten erschießen Schnurrbartträger“

Stimmt ja auch, irgendwie.

Es ist echt der Hammer, wie sich unsere Medien in diesem Konflikt positionieren. Heute bei NDR-Info:

„Die israelische Marine hat ein Schiff aus dem Hilfskonvoi mit medizinischen Gütern an Bord gestoppt.“

Kein Wort davon, dass das Schiff nach Ashdod gebracht wurde und die Güter in den Gazastreifen weitergeleitet werden. Der normale Hörer denkt sich seinen Teil.

Ich weiß auch nicht, was hier abgeht. Zumal die Zeitungen bei anderen Konflikten auch anders – sprich objektiver – berichten (können).

Manchmal denke ich, das hat nicht nur was mit Ideologie – die meisten Journalisten wählen SPD / Grüne / Linke – zu tun, sondern auch auch mit etwas, was außerhalb der menschlichen Welt liegt. Israel ist immer noch Gottes Volk.

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