• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
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And again – double standards!

Man stelle sich vor, Israel drohte damit, israelischen Bürgern, die mit Araberinnen verheiratet sind, sowie ihren Kindern die Staatsbürgerschaft zu entziehen (Begründung: durch solche Ehen dürfe keine Generation entstehen, die dem Staat Israel nicht loyal gegenüberstehe) – was wäre da wohl los von Malsburg-Marzell bis Manaus, von Neu-Isenburg bis Nairobi?

Unisono würde dies als

  • Akt des Rassismus gebrandmarkt, als
  • weiterer Beweis für den Unrechtscharakter des jüdischen Schurkenstaates,
  • Melzer würde sich, wie weiland das Rumpelstilzchen, aus lauter Wut mitten entzweireißen,
  • die Arabische Liga träte zu einer Sondersitzung zusammen,
  • der Weltsicherheitsrat sowieso –
  • kurz, ein Schrei der Empörung hallte ums Erdenrund.

Doch Gemach. Derartiges wurde nicht in Jerusalem ausgeheckt, sondern in Kairo. Denn woran nicht einmal ein gern als ultranationalistischer, rassistischer Hardliner titulierter Lieberman denkt, ist in Ägypten, einem Staat, der seit 30 Jahren mit Israel in arschkaltem Frieden lebt, kein Problem.

Wir warten auf die fällige Reaktion aller Menschenrechtsaktivisten und Friedensbewegten und darauf, dass die üblichen Ägyptenkritiker auf den Plan treten, um gegen dieses Verbrechen zu protestieren. Auch die ägyptische Blockade des Gazastreifens muss jetzt endlich zur Sprache kommen. Ja, das Existenzrecht Ägyptens darf kein Tabuthema mehr sein. Es reicht jetzt wirklich! Wir wollen nicht länger schweigen.

via Spirit of Entebbe

Claudio Casula ist für seine feine Ironie bekannt, daher ist es ihm nicht wirklich ernst damit, das Existenzrecht Ägyptens in Frage zu stellen. Aber der Vergleich ist schon interessant: Wer würde auf diese völlig absurde Idee kommen, das zu denken, obwohl in Ägypten Dinge geschehen, die noch nicht einmal die wahnwitzigsten Israelkritiker ihrem Objekt der Begierde vorwerfen?

Wieso schreit alle Welt laut auf – wenn es um Israel geht? Und schweigt lauthals, wenn es um Ägypten, Pakistan oder Syrien geht? Ist das so eine Art verkappter Rassismus – Israel als westlicher, demokratischer Rechtsstaat darf so etwas gar nicht, während die erwähnten Staaten und andere eher als rückständig angesehen werden und man ihnen solch seltsames Verhalten als „fremde Kultur“ durchgehen lässt?

Oder ist es doch ein klarer Antisemitismus, auf den sich die Welt eingeschossen hat – stark gefördert durch den offenen Antisemitismus der arabischen Staaten – und dem inzwischen sogar die westlichen Staatsführer nicht mehr widerstehen können, da sie ja die Wirtschaftsbeziehungen zu den arabischen bzw. moslemischen Staaten nicht gefährden wollen?

Wie sonst ist es zu erklären, dass Bundeskanzlerin Merkel noch am selben Tag der tödlichen Konfrontation sich wie folgt verhielt:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die gegenwärtige Lage im Nahen Osten als „sehr ernst“ charakterisiert. Sie telefonierte nach der Kommandoaktion mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und verlangte „schnellstmögliche Aufklärung„. Wörtlich sagte die Kanzlerin: „Es stellt sich die dringende Frage der Verhältnismäßigkeit.“ Wichtig sei, „dass wir keine Eskalation erleben, sondern dass wir durch Aufklärung und Gespräche zur Beruhigung der Lage beitragen„.

Merkel forderte Israeli und Palästinenser auf, ihre indirekten Gespräche über eine Friedenslösung fortzuführen. Es sei richtig, dass die Hamas das Existenzrecht Israels anerkennen müsse, aber genauso richtig sei, dass Israel die Blockade des Gazastreifens beenden müsse. Die Bundeskanzlerin mahnte eine internationale Untersuchung des Vorfalles an. Es könne „hilfreich sein, wenn dabei auch internationalen Beobachter zugegen sind“.

Wieso kam kein Wort der Kritik an die Organisatoren der Flottenfahrt? Kein Wort der Kritik an die Türkei? Stattdessen wird nur Israel angegangen und sie fordert – wider besseres Wissen – das Ende der Blockade des Gazastreifens. Und das auch nur von Israel – nicht von Ägypten.

Als wäre das so einfach. Sie kennt die Fakten genau. Ihre Forderung ist einfach nur reiner Populismus, ein sich Einreihen in die Reihen der Schreihälse, ein sich Lieb-Kind-machen bei der Türkei und anderen Israelhassenden Staaten.

Welcher Staatsführer ist Israel beigesprungen? Welcher Staatsführer hat gesagt: „Moment, warten wir erst einmal die Fakten ab, bevor wir auf irgendjemanden draufhauen und ihm Unverhältnismäßigkeit vorwerfen“ – wie Frau Merkel es tat?

Kennt irgendjemand einen Staat, der das tat? Wieso begreifen so viele geifernde und zornerfüllte Menschen nicht, dass hier ein Unrecht begangen wird: Den Einen lässt man sonst was (Hunderter Toter) durchgehen, den anderen läuft man mit der Lupe hinterher.

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