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Wie Journalisten ticken (können)

So langsam regen mich manche Journalisten ziemlich auf. Nicht nur, dass sie mit der Wahrheit oft einen sehr laxen Umgang haben – nicht dass sie lügen, sie verschweigen nur ein paar Dinge, die nicht in ihr Weltbild passen – und oft ideologisch getrieben agieren, dass sie manipulieren und unverschämt sind – sie wollen auch die Welt retten, koste es, was es wolle.

Und wenn dabei alle journalistische Ethik über Bord geschmissen wird. Denn die Politiker schaffen das ja nicht. Also müssen sie selber ran – sie, die Guten und Weisen, die alles besser machen und wissen.

„Wenn wir den Klimawandel nicht verhindern“, so Brayne, „droht ein Untergang unserer Zivilisation.“

Mit seinen Thesen wird der Wissenschaftler und frühere Journalist Mark Brayne auf dem Deutsche Welle Global Media Forum für reichlich Zündstoff sorgen.

[…] Brayne kommt es vor allem auf eine eindeutige Haltung an:

„Journalisten sind letztlich nichts anderes als Geschäftsleute oder Politiker, wenn es um unser aller Unfähigkeit geht, Antworten zu finden auf die existenzielle Bedrohung, die der Klimawandel und die Ausbeutung unserer Ressourcen darstellen. Wir kümmern uns um die kurzfristigen Bedürfnisse und geben unseren schnellen Begierden nach. Darüber vergessen wir, unser langfristiges Überleben zu sichern“,

so Brayne im DW-Interview. Solange Politiker, Wirtschaftsführer und Wähler nicht wirklich verstünden, wie ernst die Lage sei, gebe es aus seiner Sicht keine Hoffnung auf einen Wandel.

„Und was ist unser mächtigstes Werkzeug, wenn es darum geht, zu verändern, was Menschen denken? Die Medien! Wir müssen den Kollaps in unseren Berichten als unvermeidlich darstellen. Paradoxerweise könnte das die Chance sein, ihn doch noch zu verhindern – vielleicht.”

via Deutsche Welle

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