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Hamas-Terroristen töten vier Israelis

Anschlag auf den Frieden – Hamas-Terroristen töten vier Israelis
Kurz vor der Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern in Washington sind am Dienstagabend im Westjordanland vier israelische Zivilsten in ihrem Fahrzeug erschossen worden. Die palästinensische Terrororganisation Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

Die vier Opfer aus der Siedlung Beit Hagai – der 47-jährige Yitzhak Imes, seine zwei Jahre jüngere hochschwangere Frau Talya, die 37-jährige Kochava Even Chaim und der 24-jährige Avishai Shindler – waren auf der Route 60 nahe dem östlich von Hebron gelegenen Kiryat Arba unterwegs, als ihr Wagen unter Beschuss geriet.

Das Ehepaar Imes hinterlässt sechs Kinder, Kochava Even Chaim ihren Mann und eine achtjährige Tochter. Avishai Shindler war erst kürzlich mit seiner Ehefrau nach Beit Hagai gezogen.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte nach dem Anschlag:

„Dies war ein schwerer Vorfall. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die Sicherheitskräfte werden alles tun, um die Mörder zu fassen. Israel wird nicht zulassen, dass Terroristen ihr Haupt erheben, und sowohl von den Mördern als auch denen, die sie geschickt haben, einen Preis fordern. Offensichtlich war dies ein Versuch verabscheuungswürdiger Terroristen, dem Versuch, den diplomatischen Prozess in Gang zu bringen, einen Schlag zu versetzen, und den Chancen zu schaden, dass die Gespräche in Washington beginnen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 31.08.10)

Die Hamas, die sich noch am Abend dazu bekannte, dass ihr militärischer Arm, die al-Qassam-Brigaden, den Anschlag verübt hatte, bezeichnete diesen als „heroische Operation“.

„Die Hamas begrüßt den Anschlag und betrachtet ihn als natürliche Antwort auf die Verbrechen der Besatzung“, sagte Sami Abu-Zuhri, ein Sprecher der Terrororganisation in Gaza. Er sei ein Beweis für das „Versagen der Sicherheitskoordination“ zwischen Israel und den Palästinensern.

Dieser letzte Satz – der Beweis für das „Versagen der Sicherheitskoordination“ zwischen Israel und den Palästinensern – ist sehr interessant. Beweist er doch m.E., dass es der Hamas nicht nur um die Besatzung geht, sondern auch darum, die Beziehungen zwischen „den“ Palästinensern – hier ist wohl die Fatah gemeint – zu zerstören.

Und damit lässt sich erkennen, dass die Hamas keinen Frieden will – was hinlänglich bekannt ist, wenn man die Ohren spitzt und die Augen aufmacht. Die augenblicklich laufenden Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis in Washington will die Hamas torpedieren. Sie will ein Klima der Verunsicherung und Angst schaffen. Ihr geht es nicht um Frieden, Verständnis und Ausgleich. Sonst würde sie wohl kaum den Mord an Zivilisten, schwangeren Frauen und Eltern als heroische Tat bezeichnen.

Die Hamas tut Folgendes:

  • Sie feiert den Tod und die Mörder als heroisch.
  • Sie rechtfertigt ihre Terrorangriffe als „natürliche Reaktion“ auf die Besatzung. Und damit ist nicht die Besatzung des Gazastreifens gemeint, sondern die des Landes Israel. Grenzen für Gewalttaten gibt es in dieser Argumentationsweise keine.
  • Sie will keine Verhandlungen, Verständigungen oder Friedensgespräche. Sie will das ganze Land. Sie will den Tod. Aller Juden.
  • Sie bringen lieber ihre eigenen Leute um – nämlich die, die zur Fatah gehören – als ein Jota von ihren Zielen abzuweichen.

Aber alles nicht so schlimm, denn sie ist ja eine demokratisch gewählte Partei. Hat solchen Leuten, die so argumentieren, schon mal jemand gesagt, dass Hitler auch demokratisch gewählt war?? Hallo, Frau Grothe und Herr Paech?

Ein anderer Sprecher der Organisation verkündete gegenüber Reuters:

„Dieser Anschlag ist ein Glied in einer Reihe von Anschlägen; einige sind bereits verübt worden, anderen werden folgen.“

Der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Salam Fayyad, erklärte:

„Wir verurteilen diese Operation, die palästinensischen Interessen zuwiderläuft.“

Die Sprecher von Hamas und Islamischem Jihad zögerten gestern Abend nicht, die Täter des Anschlags und vor allem sein Ergebnis zu preisen. Diese Gruppierungen haben eine lange Tradition von Drive-by Shootings dieser Art, am Vorabend von wichtigen Friedensgipfeln. So geschah es auch zur Zeit der Madrider Konferenz, der Osler Verträge und sogar im Umfeld des Annapolis-Gipfels von 2007. Erst Anfang der Woche bereiste der Generalstabschef, Generalleutnant Gabi Ashkenazi, das Zentralkommando und ermahnte seine Brigadekommandanten, die Wachsamkeit ihrer Truppen zu erhöhen, aus der Sorge heraus, jemand könnte versuchen, die Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu stören.

Der militärische Flügel der Hamas übernahm am Abend die Verantwortung für den Anschlag. Der Sprecher der Hamas in Gaza, Sami Abu-Zuhri, sagte, die Organisation lobe die Attacke. … Die Hamas-Führung in Gaza und Damaskus hatte in den vergangenen Monaten Druck auf die Banden im Westjordanland ausgeübt, wieder mit Anschlägen zu beginnen, um es der Palästinensischen Autonomiebehörde schwerer zu machen und neue Spannungen zwischen ihr und Israel zu erzeugen.

Erst vor zwei Monaten wurde eine großes Netzwerk der Hamas südlich von Har Hebron offengelegt, eine wiederbelebte „Schläferzelle“, deren Mitglieder des Mordes an einem israelischen Polizisten verdächtigt werden, bei einem Anschlag auf derselben Straße, nur wenige Kilometer von dem Schauplatz des gestrigen Anschlags entfernt. Parallel dazu wurde ein Versuch der Hamas verzeichnet, die Stimmung im Westjordanland gegen die PA aufzubringen, in erster Linie wegen der Frage der Kontrolle über die Moscheen und der Entscheidung der PA-Regierung, hochrangige Hamas-Leute an Freitagspredigten in Moscheen zu hindern.

Die Israelis bleiben ruhig. Sie brechen die Verhandlungen nicht ab. Sie lieben das Leben und auch das ihrer Feinde. Wie drückte es tapferimnirgendwo aus:

Dennoch hält Israel an der Absicht fest, mit den Palästinensern in Friedensverhandlungen zu treten, so sehr glaubt Israel an die Macht der Verständigung. So sehr sehnt sich das israelische Volk nach Frieden, dass es bereit ist, menschliche Opfer für den Frieden in Kauf zu nehmen. Die israelischen Behörden hatten schon im Vorfeld befürchtet, dass militante Palästinenser versuchen könnten, mit Angriffen auf Israelis die neuen Gespräche zu sabotieren.

Wenn schon die bloße Absicht des Eintritts in eine Verhandlung, die die Möglichkeit des Erreichens eines Friedens lediglich in Aussicht stellt, das israelische Volk in Gefahr bringt, dann kann ich nur schaudernd erahnen, was Israel noch alles während den Friedensverhandlungen ertragen werden muss. Israel allerdings scheint bereit zu sein, die Last zu tragen. Mir fehlen die Worte in Anbetracht solch menschlicher Größe.

In der christlichen Welt werden Menschen, die sich so benehmen zu Heiligen erklärt. Im Judentum spricht man von קדוש. In der Heiligkeit zeigt sich die Verbindung zu G’tt. In diesem Sinne: In tiefem Respekt verneige ich mich vor Israel.

Dem schließe ich mich an.


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