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Die mit gespaltener Zunge

von Khaled Abu Toameh

Khaled Abu Toameh, ein arabischer Moslem, ist ein erfahrener und mit Preisen ausgezeichneter Journalist, der sich bereits seit fast drei Jahrzehnten mit den palästinensischen Belangen befasst. Er studierte an der Hebräischen Universität und begann seine Karriere als  Reporter bei einer der PLO angegliederten Zeitung in Jerusalem. Abu Toameh arbeitet heute für internationale Medien. Er dient als „Augen und Ohren“  für ausländische Journalisten im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Abu Toamehs Artikel sind in zahlreichen Zeitungen in der ganzen Welt erschienen – z.B. im „Wall Street Journal“, im „US News & World Report“ und in der Londoner „Sunday Times“. Seit 2002 schreibt über palästinensische Belange für die „Jerusalem Post“.

Eine Reihe von hochrangigen palästinensischen Politikern, die nicht viel Glaubwürdigkeit unter ihren eigenen Leuten haben, versuchen jetzt, sich den Israelis als „Partner für den Frieden“ zu verkaufen.

Es ist die gleiche Gruppe von Palästinensern, die in der Vergangenheit Jasser Arafat geraten haben, das Angebot des damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak während des verpfuschten Gipfeltreffens von Camp David im Jahr 2000 abzulehnen. Sie gehörten zum engsten Kreis Arafats, als er Camp David-Gipfel verließ und die „Zweite Intifada“ einleitete.

Dies sind auch die gleichen Politiker, die damals den Ausbruch der Intifada als „natürliche Reaktion“ auf Israels Weigerung, zu 100% den palästinensischen Forderungen nachzukommen, rechtfertigten.

Saeb Erekat, Jibril Rajoub und Yasser Abed Rabbo versuchen jetzt, die israelische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Israel Partner für den Frieden auf der palästinensischen Seite hat. Und wer sind diese neu-alten Partner? Erekat, Rajoub und Abed Rabbo – natürlich.

Mit Hilfe der Dollar der US-Steuerzahler , schicken die drei zusammen mit anderen palästinensischen Politikern ihre „Friedens“-Botschaften in englischer Sprache an die Israelis. Die Kampagne wird nach palästinensischen Angaben von der US Agency for International Development [USAID] finanziert.

Die Kampagne richtet sich nur an die israelische Öffentlichkeit. Keine vergleichbaren Botschaften werden an die Palästinenser geschickt – trotz anderer Versprechungen.

Es wäre effektiver gewesen,wenn die Kampagne, die nach einigen Aussagen  ungefähr $ 250.000 kostet, sich auch an die palästinensische Öffentlichkeit richten würde.

Was ist falsch an der Finanzierung einer Kampagne, die sich an die Palästinenser richtet, mit der Botschaft, dass es Gespräche über Frieden, Koexistenz, Kompromisse und Kooperation mit Israel gibt? Gibt es nicht auch einen Bedarf,  mit den Palästinenser n über die Notwendigkeit von Frieden und Kompromissen zu sprechen?

Ironischerweise sind es die gleichen Beamten, die sich den Israelis als „Friedens-Partner“ anbieten, die den Palästinensern zur gleichen Zeit – auf arabisch – sagen, dass Israel keinen Frieden will. Der Ton in den palästinensischen Medien bleibt anti-israelisch wie eh und je.

Gerade erst in der vergangenen Woche haben die Beamten der Palästinensischen Autonomiebehörde ihre Rhetorik sogar verschärft, indem sie täglich  damit drohen, aus den US-geführten Direkt-Gesprächen auszusteigen, die letzte Woche in Washington ins Leben gerufen wurden.

In Arabisch erzählen Mahmoud Abbas und seine höchsten Beamten den Palästinensern, sie würden nie „auch nur ein Zugeständnis“ an Israel während der Friedensgespräche machen. Im Arabischen sagen sie, dass sie Israel als jüdischen Staat nie anerkennen werden; nie das Recht auf Rückkehr von Millionen Flüchtlingen nach Israel aufgeben und keine Kompromisse bzgl. Jerusalem machen werden.

Im Arabischen sagen sie den Palästinensern auch, dass Israel es mit dem Frieden nicht ernst meint und dass es keinen wirklichen Partner für den Frieden in Israel gibt.

In Englisch jedoch sagen die gleichen Beamten den Israelis, dass sie bereit sind,  Flexibilität zu zeigen und „Opfer“  um des Friedens willen zu bringen.

Rajoub, Abed Rabbo und Erekat gehören zu einer Zeit, die viele Palästinenser vergessen möchten. Es sind die gleichen Beamten, die ihr Volk wieder und wieder seit der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens im Jahr 1993 im Stich gelassen haben.

„General“ Rajoub leitete eine notorische Sicherheitsagentur, die nicht zögerte, Palästinenser zu verfolgen, einzuschüchtern und zu foltern. Erekat wurde im Januar 2006 als Parlamentarier für den kleinsten Bezirk im Westjordanland – Jericho – gewählt. Abed Rabbo leitet eine Ein-Mann-Partei, die sich von der leninistischen „Demokratische Front für die Befreiung Palästinas“ abspaltete.

Politiker, die nicht viel Glaubwürdigkeit unter ihren eigenen Leuten haben, wollen jetzt, dass die Israelis an sie glauben. Sie tun das in englischer Sprache und mit Unterstützung von US-Steuergeldern. Bevor sie das Vertrauen der Israelis gewinnen wollen, sollten sie zunächst das Vertrauen ihrer eigenen Mitmenschen gewinnen.

Überraschend finde ich nicht, dass diese Politiker mit gespaltener Zunge sprechen. Sondern nur, dass unsere Politiker sich beharrlich weigern, der arabischen Wiedergabe Gehör zu schenken. Wahrscheinlich tun sie es als „kulturelle Eigenart“ ab oder sie glauben, dass die Jungs nur ihre Leute ruhig stellen wollen.

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