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Die Wahrheit kommt spät, aber sie kommt

Claudio Casula schreibt auf „Spirit of Entebbe“:

Im Nahen Osten kommt die Wahrheit immer ein wenig später ans Licht als anderswo. Das liegt daran, dass sich die Weltmedien spätestens zu Beginn der 80er-Jahre törichterweise abgewöhnt haben, grundsätzlich bzw. im Zweifel eher israelischen Quellen zu vertrauen als den Angaben von Terrororganisationen, die die Lüge gezielt als Propagandawaffe einsetzten. Mit so durchschlagendem Erfolg, dass dieses Instrument im Dreißigjährigen Medienkrieg bald gewohnheitsmäßig verwendet wurde.

In der Regel nutzen die Terroristen einen Zwischenfall, der sich zur propagandistischen Ausschlachtung anzubieten scheint, unverzüglich zur Verbreitung eines Gerüchts, das meist ein „Massaker“ zum Inhalt hat. Ist der Geist einmal aus der Flasche, bleibt den Israelis nur, eine „Untersuchung“ anzukündigen, für deren Ergebnisse sich Tage, Wochen oder Monate später keine Sau interessiert.

Im kollektiven Gedächtnis haften bleibt das Gerücht (Beispiel: „Massaker von Jenin“ im April 2002). Obwohl sich regelmäßig herausstellt, dass die palästinensischen Darstellungen entweder jeder Grundlage entbehren, die eigene Verantwortung unterschlagen oder schlicht maßlos übertrieben sind, reichen die Medien den notorisch unglaubwürdigen Propagandisten immer wieder gern die hilfreiche Hand, ob es sich um den angeblichen Angriff auf eine UN-Schule handelt oder um ein vermeintliches Massaker an arglosen Friedensaktivisten eines „Hilfskonvois“.

Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte diese unheilige Allianz während der Militäroperation „Gegossenes Blei“ (Ende Dezember 2008 bis Mitte Februar 2009), die allgemein als heimtückischer Überfall auf einen wehrlosen Landstreifen dargestellt wurde, dem hauptsächlich Zivilisten zum Opfer gefallen seien. Dazu ist fast alles gesagt oder geschrieben worden, daher beschränken wir uns an dieser Stelle auf die kursierenden Opferzahlen, wohl wissend, dass uns dies von altbekannter Seite wieder den Vorwurf des Zynismus und der Menschenverachtung einbringen dürfte; da es sich dabei aber genau um diejenigen handelt, die selbst die angeblichen Opferzahlen wie Monstranzen vor sich her zu tragen pflegen, halten wir das aus.

Wie viele Palästinenser kamen nun während der Kämpfe ums Leben? Wikipedia fasst die Darstellungen beider Seiten folgendermaßen zusammen:

Nach Angaben der palästinensischen Menschenrechtsorganisation PCHR beträgt die Anzahl der getöteten Personen 1.417, davon 926 Zivilisten (unter ihnen 313 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren und 116 Frauen). Nach israelischen Angaben kamen 1166 Palästinenser ums Leben, davon 295 Zivilisten (unter ihnen 89 Opfer unter 16 Jahren).

Wir halten fest: Die Palästinenser behaupten, 313 von 1417 Getöteten seien „Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren“ gewesen. Nun ist es im Gazastreifen so, dass die Hälfte (!) der Einwohner unter 14 Jahre alt ist. Die von der PCHR verbreiteten Zahlen sprechen gegen die palästinensischen Behauptungen, Israel habe unterschiedslose Bombardements veranstaltet, denn sonst wäre die Zahl der getöteten Kinder und Jugendlichen um ein Mehrfaches höher gewesen. Dazu passt auch die Tatsache, dass nicht etwa 50 Prozent aller Toten Frauen waren sondern weniger als zehn Prozent – um nur zwei Fakten zu nennen, die ein behauptetes „wahlloses Morden“ und ein „Massaker“ ins Reich der Propagandamythen verweisen.

Gleichwohl glauben die Anhänger der Israelkritikersekte nicht das, was evident ist, sondern das, was sie glauben wollen. Diesen Glaubensbrüdern dürfte das Geständnis des Hamas-Innenministers Fathi Hammad in Al-Hayat kaum ins Konzept passen. Nicht, dass es bei jenen irgendein Umdenken auslösen könnte, das darf man von Strenggläubigen nicht erwarten. Ebenso wenig sollte man sich zu der Annahme verleiten lassen, dass Nahost-Korrespondenten und Agenturmitarbeiter künftig größere Vorsicht walten lassen, wenn es um die spontane Einschätzung der Lage aufgrund von Hisbollah-, Fatah- oder Hamas-„Informationen“ geht. Dennoch ist das Geständnis, dass im Gazakrieg eben nicht „hauptsächlich Zivilisten“ getroffen wurden, ein später Sieg für die Wahrheit. Wir sollten uns bei Gelegenheit daran erinnern. Das nächste „Massaker“ kommt bestimmt.

via Spirit of Entebbe

Fathi Hammad sagt in einem Interview mit der Londoner Zeitung al-Hayat:

On the first day of the war, Israel targeted police stations and 250 martyrs who were part of Hamas and the various factions fell.

… about 200 to 300 were killed from the Qassam Brigades, as well as 150 security personnel.

Wenn man die Zahlen Hammads zusammenzählt, dann kommt man auf die 700 Kämpfer, die Israel angegeben hat, getötet zu haben.

Das Mediengehabe ist wirklich ein Trauerspiel. Verantwortung sieht anders aus.

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