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Hörerbrief an NDRInfo

Zum Kommentar vom 08.12. um ca. 17:09 von Clemens Verenkotte:

Man muss kein ausgesprochener Freund Israels sein, um den Kommentar des Herrn Verenkotte – auch aus journalistischer Sicht – fürchterlich zu finden.

– Diese Einseitigkeit – *kein* einziges Mal wird die Verantwortung der Palästinenser im Friedensprozess erwähnt,

– dieses alleinige Herumhacken auf Israel und den USA,

– diese absolute Selbstsicherheit im Deuten der Geschehnisse, wo ein Nachfragen angebrachter wäre,

sind einfach nur grausam. Ein Journalist sollte objektiv sein und ausgewogen berichten. In diesem Kommentar des Herrn Verenkotte? Fehlanzeige.

Er spekuliert darüber, warum die USA jetzt keinen Baustopp mehr von Israel erzwingen will. Mal abgesehen davon, dass es schon an sich ein seltsamer Vorgang ist, dass ein Staat von einem anderen souveränen Staat innenpolitische Zugeständnisse erzwingen will, kommt Herr Verenkotte gar nicht auf die Idee, dass das durchaus vernünftige Gründe haben könnte, sondern nimmt es zum Anlass, Obamas Nahostpolitik für völlig gescheitert zu erklären.

Wie bereits erwähnt, die Verantwortung, Fehler und Weigerung der Palästinenser werden mit keiner Silbe erwähnt – dies ist ein ohrenbetäubende Lücke, wenn man über den Nahen Osten ausgewogenen berichten will. Haben sich die Palästinenser durch den 10-monatigen Baustopp zu Verhandlungen bewegen lassen? Eben.

Dass solche Kommentare so stehengelassen werden, verleidet mir ihren Sender sehr. Das ist einfach unsaubere, ideologisch voreingefärbte Arbeit, die nicht informiert, sondern manipuliert.

Wie wäre es, wenn sie in ihrem Sender auch einmal andere zu Wort kommen lassen, die eine andere Darstellung und Einordnung der Fakten vornehmen? Dann könnten Sie immerhin sagen, dass sie beide Seiten zu Wort kommen lassen und der Hörer sich selber ein Bild machen kann.

Dass sie aber genau das unterlassen, spricht Bände über ihre journalistische Einstellung und ihre ideologische Mission: Der Hörer soll nicht frei informiert werden und sich als erwachsener, reifer Mensch ein eigenes Bild machen, sondern sie als Sender müssen den Menschen sagen, wo es langgeht.

Ich werde in Zukunft ihren Sender meiden, obwohl er sonst durchaus brauchbare Beiträge bringt.

Aber diese Schieflage – die ja gestern nicht zum 1. Mal deutlich wurde – möchte ich mir nicht länger zumuten.

P.S. Wer mal lesen möchte, wie gut man die Situation analysieren kann, ohne auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen, der lese Ulrich Sahm – einer der besten Korrespondenten, wenn es um Israel geht.

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6 Antworten

  1. einen Kommentar zu einem Bericht über das deutsch-russische Museum in Berlin 15.58 : da spricht die Dame vom Vernichtungskrieg Hitlers gegen Rußland ! warum sagt sie nicht Hitlers gegen Stalin oder aber gleich richtig: Vernichtungskrieg Deitschlands gegen Rußland !? !

  2. Ich bitte zu beachten, dass Kommentare ein vollkommen anderes Genre als bspw. ein Leitartikel oder eine Reportage sind. Kommentare dürfen einseitig sein, denn sie stellen Meinungsäußerungen dar. Das gute daran: sie lösen Diskussionen, Widersprüche oder Zustimmung aus. Wichtig für eine Zeitung: Ausgewogenheit durch verschiedene Kommentatoren und Standpunkte.

    • Im Prinzip richtig. Nur in diesem Falle schwierig. Denn: Es ist der gleiche Korrespondent, der auch sonst aus Israel berichtet. Wenn jemand anderes – sonst nicht aus Israel berichtend – diesen Kommentar gesprochen hätte, wäre das was anderes gewesen. Und außerdem: Es gibt ja (fast) keine „verschiedenen“ Kommentare, es wird ja nur aus einer Ecke gefeuert.

  3. Nein, S.Engelbrecht muss nicht sein, der folgt seinem Herrn und Meister Verenkotte doch aufs Wort.
    Dachte eher an Sahm oder Broder *grins*

  4. Herr Verenkotte kann nicht anders, ich habe noch nie irgendwelche Kommentare von dem entnommen, die auch nur im entferntesten objektiv und ausgewogen gewesen sind.

  5. Wie wäre es, wenn sie in ihrem Sender auch einmal andere zu Wort kommen lassen…

    Sebastian Engelbrecht?

    … die eine andere Darstellung und Einordnung der Fakten vornehmen?

    Ah, ähm, … ja, hier kriegen wir nun ein Problem. 😉

    Eine dem jüdischen Staat am Ende wohlgesonnene Berichterstattung gilt als mit „kritisch“ leider unvereinbar. Ein unaufführbares Stück, sozusagen. Es muss schließlich irgendwann auch mal Schluss sein, sagt an dieser Stelle auch die Linke, Deutschland einig Vaterland.

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