• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

    Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.
    Friedrich Hebbel

  • Stop the bomb

  • Neueste Kommentare

    Beheben Antworten Au… zu Die Juden im Koran
    Monty zu Hass oder Liebe – alle R…
    C.Meyer zu Zitate von Golda Meir
    Wem gehört das Land… zu Israel Ende des 19. Jahrh…
    MOHAMMAD zu Die Juden im Koran
  • alle Artikel

  • Archive

  • Kategorien

  • Twitter Updates

  • Blog Statistik

    • 202,074 Besucher

Selbstaufgabe

Mainz. Das SPD-geführte Rheinland-Pfalz plant laut Medienbericht eine islamfreundliche Unterrichtsgestaltung. So sollen im Sportunterricht die Klassen nach Geschlecht getrennt werden – und Klassenfahrten nicht während des Fastenmonats Ramadan stattfinden.

Das SPD-geführte rheinland-pfälzische Kultusministerium plant eine islamfreundliche Unterrichtsgestaltung an den Schulen des Landes. Das geht dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge aus einem Schreiben hervor, das derzeit an Lehrer verteilt wird. Die Richtlinien empfehlen

  • „die Organisation des Sexualkundeunterrichts in geschlechtshomogenen Gruppen“ und den
  • „Sport- und Schwimmunterricht ab der Pubertät nach Geschlechtern getrennt“ anzubieten.
  • Klassenfahrten sollten „möglichst nicht“ während des Fastenmonats Ramadan stattfinden.
  • Die Befindlichkeiten von Muslimen müssten auch bei der Planung von Praktika und Schulfesten berücksichtigt werden.
  • Fasten könne „zu einer Einschränkung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Schüler“ führen, mahnen die Verfasser.
  • Es sei heikel, wenn während des Ramadan zahlreiche Klassenarbeiten geschrieben werden müssten. Deshalb sollten „flexible Lösungen“ gefunden werden.

Der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Philologenverbandes, Malte Blümke, kritisierte das Vorhaben als

„anti-aufklärerisch und anti-emanzipativ“. „Die Tradition gemeinsamen Lernens wird aufgegeben.“

Ein Schonmonat für Muslime sei nicht praktikabel. Mit Schulen, Lehrerverbänden, Personalräten und Schulträgern sei der Vorstoß nicht diskutiert worden. Der Philologenverband fordert von Kultusministerin Doris Ahnen (SPD), das Faltblatt „sofort zurückzuziehen“. Der Präsident des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nannte den Flyer eine

„Anleitung, wie ich Konflikte an der Schule im Sinne meiner Klientel schüren kann“. Dies sie „kein Integrations-, sondern ein Segregationspapier“.

via der westen.de

Hier wird mit „Befindlichheiten“ argumentiert – und dafür hebeln wir Teile unseres Bildungssystems aus und geben unsere gesellschaftlichen Werte auf? Das ist vorauseilender Gehorsam, das ist Selbstaufgabe, das ist nur traurig.

SPD, Grüne und Linke setzen auf den Islam. Sie werden sich wundern.

Advertisements

13 Antworten

  1. Du hattest mich um eine Einschätzung von „Evangelikalen“ gebeten. Dabei habe ich auf viele verschiedene Ausprägungen und auch auf Randfiguren hingewiesen. Damit schliesse ich doch nicht auf allgemeingültige Aussagen über die gesamte Gruppe? Wenn es unter Fussballfans Hooligans gibt, dann sind doch nicht alle Fussballfans Hooligans.

    Zu Wikipedia: Der „linksliberale Mainstream“ dort ist gerade erst gestern kath.net aufgefallen.
    http://www.kath.net/detail.php?id=29756
    Zur kurzen Einordnung des Begriffes „Christlicher Zionismus“ in den Kontext unserer Kommentare hier sollte der dortige Artikel aber ausreichen.

    Zu Nahost gibt es jetzt nur einen kurzen Hinweis auf die religiöse Bedeutung von Jerusalem für alle beteiligten Parteien. Gerne ergänzt um die Feststellung, dass die Haltung von radikalen Muslimen im Nahost-Konflikt das grösste Problem darstellt.

    Ach, und als Ergänzung zum ursprünglichen Thema … 😉
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article12208428/Schulen-sollen-Ruecksicht-auf-Muslime-nehmen.html

  2. Ich weiß nicht, ob Du schon mal selber festgestellt hast, dass wikipedia-Einträge nicht immer das Wahre sind.
    Dieser ist teilweise ein Beispiel dafür.
    Der Satz am Schluß

    Wer der letzteren Auffassung folgt, neigt automatisch zu einer radikalen Ausschließlichkeit, die keine politischen Kompromisse mehr kennt und auf Ausgleich setzende Friedenslösungen kategorisch ablehnt.

    verrät die Gesinnung des Autors.
    Man kann eine Auffassung haben und trotzdem Kompromisse eingehen und Friedenslösungen anstreben.
    Hier sind nicht die christlichen Zionisten radikal, sondern der Autor radikalisiert sie pauschal.

    Wer den 21.5.2011 handelt oder sonst irgendein festes Datum, der steht nicht auf dem Boden der Bibel (Mk.13, 32). So jemanden kann ich in dieser Frage nicht ernst nehmen. Wer solche Leute als problematische Ausprägung bezeichnet, schließt von Randfiguren auf eine Gruppe. Beliebtes Vorgehen (s.o.)
    Landesansprüche kann man durchaus biblisch begründen – es ist bloß die Frage, was man daraus dann macht. Wir leben in erster Linie als Menschen. die nicht nur an Gott glauben, sondern auch das tun, was Er sagt.
    Wenn ich nun hingehe und „meinen theologisch begründeten Anspruch“ mit Gewalt (Wort oder Tat) durchzusetzen versuche, tue ich nicht das, was Gott gesagt hat. Solche Leute missbrauchen Gott und die Bibel für ihre eigenen Wünsche.
    Wenn es irgendwann ein Groß-Israel geben sollte, dann wird es sicherlich nicht von christlichen Zionisten geschaffen – in welcher Weise auch immer.

    Nicht diese religiösen Herleitungen sind eine schwere Last im Nahost-Konflikt, sondern die der Hamas und der Hisbollah. Du hattest deren Manifeste schon mal gelesen, oder?
    Welche Regierung Israels lässt denn den Forderungen irgendwelcher Leute nach einem Groß-Israel wirkliche Schritte folgen?

  3. Es ist doch klar, dass es unter Millionen/Milliarden Christen/Moslems/Atheisten usw. viele verschiedene Ausprägungen gibt und man sich daher in den seltensten Fällen ein „allgemeingültiges“ Bild machen kann.

    Christlicher Zionismus: http://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Zionismus

    Endzeitglaube: Ist doch ok, wenn du „nicht nachhelfen“ musst. Dann ist das Teil deines (privaten) Glaubens. Es gibt aber zwei problematische Ausprägungen: Zum einen sind da diejenigen, die öffentlich irgendwelche Daten für die Rückkehr des Messias (aktuell wird der 21. Mai 2011 hoch gehandelt) oder den Weltuntergang prophezeihen. Sowas kann ich nicht ernst nehmen. Und dann sind da diejenigen, die – in Verbindung mit der Interpretation der Bibel-Figur Moses – Landansprüche religiös begründen. Und diese religiösen Herleitungen – auch der Islam hat da selbstverständlich eigene Interpretationen – sind eine schwere Last im Nahost-Konflikt.

  4. Was das Interview betrifft: Wenn das die Quelle ist, von der Du Dein Bild von Freikirchen prägen lässt, dann wird das vlt. dein Weltbild bestätigen, aber es geht an der Wahrheit vorbei.
    Dieser Mann greift die (immer vorhandenen) Negativbeispiele heraus und zieht daraus Rückschlüsse auf das Ganze. Ein sehr beliebtes Vorgehen, um jemanden / etwas zu diffamieren, aber das hat nichts mit Wahrheitsliebe zu tun.
    Man kann sich kein „allgemeingültiges“ Bild einer Freikirche machen, sondern muss selber sehen.
    Und das Entscheidende ist nicht, wie die Kirche ist – welche Musik, etc. – sondern ob man dort Gott begegnen kann.
    Dieser Mann sieht das viel zu sehr aus der „Was gefällt“-Perspektive.

    Christliche Zionisten – was auch immer das ist – Definition? – für Nicht-Lösungen im Nahost-Konflikt mitverantwortlich zu machen, ist ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Man kann nicht eine ganze Gruppe in Sippenhaft nehmen für einzelne Gruppen, die vlt Blödsinn erzählen (siehe oben).
    Und Armageddon müssen nicht wir vorbereiten. Der Endzeitglaube ist ein Teil meines Glaubens, er gehört dazu. Ich glaube, dass Gott souverän ist und ich Ihm nicht nachhelfen muss.
    Man kann im Übrigen genauso andersherum argumentieren: Weil sich Atheisten per se gegen einen Gott sperren, verlieren auch sie den Blick für die „reale“ Welt.
    Sie laufen anderen Ideen nach, die menschlich klug scheinen, aber Gott ablehnen und scheitern damit.
    Und sie versuchen auch oft genug, Christen und andere Gläubige auszurotten, weil sie der Meinung sind, dass für eine perfekte Welt alle Menschen umerzogen werden müssen und der Glaube dabei nur im Wege steht. Es gibt das eben keinen Gott, der dabei hilft. Also müssen es die Menschen selber machen.
    Wie oft habe ich in der heutigen Zeit gehört & gelesen, Religionen (und ihre Anhänger?) gehören abgeschafft, weil sie für soviel Gewalt verantwortlich sind.

    Was bleibt: Der Respekt vor und die Liebe für alle(n) Menschen – egal, was sie glauben. Denn wenn wir anfangen, die Schwächen der Menschen aufzuspießen und damit abzulehnen, endet das meist in Gewalt. Wir können über Systeme oder Religionen diskutieren, aber wie gesagt: immer mit Respekt.

  5. Es kommt auf die Definition an. Wenn man den dunklen Bildschirm auf dem abgeschalteten TV-Gerät als Fernsehprogramm definiert, dann ist auch Atheismus eine Religion.

    Bei den Evangelikalen gibt es viele verschiedene Ausprägungen, so dass man da sicher wenig verallgemeinern kann. Um dich zu beruhigen: Meiner Ansicht nach stehen sie in der Regel mit beiden Beinen fest im Leben, sind aktiv in der Gesellschaft integriert und eher das Gegenteil von Fundamentalisten.
    (Kürzlich habe ich hier ein interessantes Kurz-Interview gelesen: http://www.badische-zeitung.de/basel/theologe-ueber-freikirchen-nicht-auf-jeden-zug-aufspringen–39317850.html )

    Etwas Sorge machen mir jedoch Ausprägungen des christlichen Zionismus und der Endzeitglaube mit dem Festhalten an den Fantasien der Offenbarung des Johannes. Wenn sowas radikal verstanden wird, dann geht der Blick für die reale Welt verloren, weil man sich nur noch auf Armageddon vorbereitet und dadurch werden z. B. auch mögliche Konfliktlösungen in Nahost (mit-)verhindert.
    Aber das hat ja alles mit diesem Blog-Post nichts mehr zu tun …

    • Ich definiere Religion nicht als etwas, was einen Gott nötig hat,sondern als etwas, was Glauben erfordert an etwas, was man nicht 100%-ig beweisen kann. Und da fällt der Atheismus nun mal rein.

      Wenn man als Christ in einer Beziehung zu Gott lebt, dann ist auch das Wort Gottes wichtig. Dann kann ich nicht etwas ausklammmern, was ich nicht verstehe oder was mir missfällt. Was ich daraus mache, ist dann abhängig davon, wie meine Beziehung zu Gott ist. Die Bibel kann ich nur richtig verstehen, wenn ich den Autor frage.

  6. Markus, ich glaube, dass wir uns in der Ablehnung dieses obskuren Schreibens aus dem Kultusministerium Rheinland-Pfalz weitgehend einig sind. Es ist anscheinend auch kein offiziell bestätigtes Papier, sondern bezieht sich in weiten Teilen auf die Deutsche Islam-Konferenz:
    http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_110/nn_1939846/SharedDocs/Anlagen/DE/DIK/Downloads/DokumenteDIK/2008-anhang-zwischenresumee-schulpraktische-fragen,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2008-anhang-zwischenresumee-schulpraktische-fragen.pdf

    Wie du (mit dem Welt-Link) richtig anführst, gibt es im schulischen Bereich eine eher geringe Verweigerungshaltung bei der Teilnahme am Unterricht und durchaus eine positive Entwicklung der Bildungssituation. In diese Richtung gehen auch die Interpretationen der statistischen Zahlen durch Naika Foroutan –
    http://www.echo-online.de/nachrichten/hintergruende/sarrazin110110./Forscherteam-widerlegt-Thilo-Sarrazins-Thesen;art2638,1499088 .

    Von daher besteht sowieso wenig Bedarf, auf „muslimische Befindlichkeiten“ einzugehen.
    Wenn man sich dann noch vergegenwärtigt, dass Muslime auf Reisen (also Klassenfahrten) im Ramadan nicht fasten müssen, dann wird das Rheinland-Pfalz-Papier noch obskurer.

    Was uns dann (vielleicht) wieder trennt, das ist die Vorstellung, was das öffentliche Schulsystem leisten soll. Hier legt das Grundgesetz dem Staat weltanschaulich-religiöse Neutralität auf. Optimalerweise müssten also getrennte Reli-Klassen durch einen weltanschaulich neutralen Ethikunterricht, der alle relevanten ideengeschichtlichen Entwicklungen aufgreift, ersetzt werden. Insofern halte ich es für sehr bedenklich, wenn der Vatikan den Religionsunterricht bekenntnisorientierter führen will oder der CDU-Chefevangelikale Kauder heute im Spiegel-Interview Kreuze in Klassenzimmern fordert.

    • Dir geht es also mehr um die christlichen (Rest-)Elemente in unseren Schulen als um die Moslems.
      Trotzdem kann ich Deine Argumentation nicht nachvollziehen, da jeder Schüler m.E. sich aussuchen kann, in welchen und ob er in den Reli-Unterricht geht.

      Chefevangelikaler: Feindbilder gibt es bei Dir also auch … 🙂 Möchte zu gerne einmal wissen, was in Deinen Augen ein Evangelikaler ist. Wahrscheinlich jemand, der rückständig und verbohrt an völlig überholten Vorstellungen und Ammenmärchen festhält und den atheistischen Fortschritt unserer Gesellschaft aufhält.
      Nun … wir leben zum Glück in einer demokratischen Gesellschaft, in der verschiedene Systeme / Glaubensrichtungen miteinander wetteifern dürfen. Auch die Moslems dürfen da mitmachen, auch die Evangelikalen und auch die Atheisten / Humanisten – für mich genauso eine Religion.

      Und dass der Vatikan seinen Job macht … wer will ihm das verübeln?

  7. Hier ein paar Zahlen:
    „Es wird auch ein Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und sozialer Integration deutlich. „Je höher der Schulabschluss, desto häufiger treten freundschaftliche Kontakte zu Personen deutscher Herkunft auf“, heißt es in der Erhebung. So geben laut Studie weniger als ein Prozent an, dass sie allein wegen ihres Glaubens auf gemischten Sportunterricht oder Klassenfahrten verzichten. „Insgesamt zeigt sich, dass die Verweigerung von Unterrichtsangeboten kein ,Massenphänomen‘ ist“. “
    aus http://www.welt.de/politik/deutschland/article12187137/Fast-ein-Drittel-der-Muslime-in-NRW-lebt-vom-Staat.html

  8. Ralf,
    wie schon so oft – mir geht es nicht gegen die Moslems. Sie sind Menschen, von Gott geschaffen und liebenswert.
    Mir geht es gegen das politische System (hier mit „Befindlichkeiten“ schön umschrieben) und hier vor allem um den vorauseilenden Gehorsam der deutschen Politik.
    Dass die Moslems diese Vorzüge gerne annehmen, kann man ihnen doch nicht anlasten. Höchstens den Funktionären, die Druck aufbauen.
    Genauso wenig kann man es Christen anlasten, dass die Feiertage so sind. Das ist historisch gewachsen.
    Aber wo gibt es denn noch Gebet und Kreuz in den Schulen – außer in Bayern und ich christlichen Privatschulen?
    Hier werden ohne Not Grundsätze deutscher Schulpolitik aufgegeben.

    Die nicht-religiösen Kinder haben es hier wohl nicht schwer im „christlichen Abendland“. Sie sehen den Sonntag doch nur als freien Tag, es könnte genauso gut jeder andere sein.
    Die SPD macht diese Maßnahmen in 1. Linie nur, um Wähler zu gewinnen und weil sie den politischen Islam aus einem falschen Multikulti-Verständnis heraus nicht verstehen (wollen).
    Die Moslems leben hier in Deutschland. Sie müssen sich anpassen. Wenn Du anfängst, hier etwas aufzugeben und da noch etwas – wo hörst Du auf? Die Moslems wollen die Scharia einführen. Sollen wir das auch tun?
    Wir können ihnen entgegenkommen, um ihr Leben hier zu erleichtern – dass ist sicherlich auch das, was Du meintest – aber nicht um den Preis, dass wir uns selber und unsere Werte aufgeben. Das reicht man den kleinen Finger und endet mit dem Arm.
    Es heißt z.B.:
    „Die Befindlichkeiten von Muslimen müssten auch bei der Planung von Praktika und Schulfesten berücksichtigt werden.“
    Anderswo werden Weihnachts- und Adventsfeiern abgesagt, weil man evtl. Moslems damit stören könnte. Das ganze funktioniert doch nur mit gegenseitigem Respekt. Und den haben (politische) Moslems vor uns nicht.
    Das mit dem Vertrag von Omar in Verbindung zu bringen, ist … ähem … leicht daneben.

  9. Zustimmung dazu, dass Schule zur Integration beitragen und nicht „anti-aufklärerisch und anti-emanzipativ“ wirken soll. Es gibt einige „moslemische Befindlichkeiten,“ die nicht zu unserer offenen Gesellschaft passen.

    Es sollte jedoch beachtet werden, dass wir möglichst gute Ergebnisse im Interesse der Kinder erzielen, bei denen die Religionszugehörigkeit bzw. das Weltbild in der Regel von den Eltern vorgegeben ist. Es kann z. B. sein, dass Eltern ihrer Tochter die Teilnahme am Sexual- oder Schwimmunterricht nur in getrennten Gruppen erlauben und eine Teilnahme an nicht nach Geschlechtern getrennten Gruppen verweigern. Ist es dann für das Mädchen vorteilhafter, wenigstens am getrennten Unterricht teilzunehmen?

    Man könnte auch mal die Perspektive wechseln und neben „moslemischen Befindlichkeiten“ die „christlichen Befindlichkeiten“ betrachten: Wer hier der letzteren Religion anhängt, hat es bedeutend einfacher. So sind z. B. Ferien zu grossen christlichen Feiertagen selbstverständlich und Sonntage sowieso frei. Dazu gibt es staatlich finanzierten Religionsunterricht und gelegentlich sogar noch christliche Symbolik (Kreuze, Gebete) in öffentlichen Schulen. Niemand würde hierzulande über eine Klassenfahrt zu Weihnachten nachdenken – zu Ramadan oder Chanukka eventuell schon.
    Insofern sollte die Mehrheitsreligion im Rahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung schon etwas Verständis für Anhänger von anderen Glaubensrichtungen oder für nicht-religiöse Menschen (und alle Kinder sind wie oben erwähnt nicht aus eigener Entscheidung religiös) aufbringen. Damit könnte man (etwas überspitzt formuliert) auch zeigen, dass man sich hier eben gerade nicht wie die anderswo zurecht kritisierte Mehrheitsreligion (siehe Vertrag von Omar) verhält.

  10. Ich gebe Dir Recht, Lila, das ist eine sinnvolle Maßnahme. Aber der Auslöser dafür – moslemische Befindlichkeiten – ist nicht akzeptabel.
    Wenn man *diese* Maßnahme allgemein in Deinem Sinne eingeführt hätte, wäre wohl kaum jemand dagegen gewesen.
    Ich glaube nicht, dass die Kinder von heute abgebrühter sind – jedenfalls meine 4 nicht. Aber auch bei den anderen sehe ich da keine allgemeine Tendenz.

  11. Ich muß ehrlich sagen, daß ich die Idee mit dem Sexualkundeunterricht in geschlechtshomogenen Gruppen nicht schlecht finde. Vielleicht sind die Kinder heutzutage cooler als wir damals, aber ich fand das mit den Jungens in einer Klasse eher peinlich. Selbst wenn ich eine Frage gehabt hätte, hätte ich sie bestimmt nicht gestellt.

    Wir Mädchen wußten voneinander, wer wann die Periode das erste Mal gekriegt hat (ich habe bis heute ziemlich genau die ersten fünf Mädchen in Reihenfolge in Erinnerung), aber das ging die Jungens nichts an und die hätten uns nur ausgelacht, wenn sie es gewußt hätten.

    Diese ganze Pubertät ist einem so schon unheimlich genug, wenn man drinsteckt, warum sich noch mit Klassenkameraden vom anderen Geschlecht rumärgern, die einen in dem Alter sowieso nicht verstehen?

    Aber wie gesagt, vielleicht sind die Kinder heutzutage abgebrühter…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: