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Der Vertrag des Omar

Dieser „Vertrag des Omar“ – auf den in Wikipedia z.B. nur indirekt Bezug genommen und auf einen englischen Text verwiesen wird – ist gültiges Vorbild der gesamten islamischen Welt. Wer sich – so unglaublich es sein mag – wundert, weshalb in Staaten wie Saudi-Arabien keinerlei Kirchen oder Synagogen existieren, der findet hier eine der wichtigsten Antworten.
Dank an „Kopten ohne Grenzen“, bei denen ich das abgekupfert habe, dass sie es (inklusive Zusammenhang) einstellten! Dort wird übrigens so kommentiert:

Ein Jahrtausend später hatte sich nicht viel verändert. 1888 schrieb ein tunesischer Jude: „Dem Juden ist es in diesem Land verboten, dieselbe Kleidung wie ein Muslim zu tragen. Er darf keinen roten Fes tragen. Man sieht ihn, wie er seinen ganzen Körper vor einem muslimischen Kind auf den Boden beugt, um dem Kind das traditionelle muslimische Recht zu gewähren, ihn (den Nicht-Muslim) ins Gesicht zu schlagen – eine Geste, die für den Geschlagenen schlimme Folgen haben kann. Auch der Verfasser dieser Zeilen hat solche Schläge erlitten. Die Verletzungen kümmern die Schlagenden überhaupt nicht, denn dies ist ihre Sitte seit undenklichen Zeiten“.

Die Perfidie des Paktes: Er war so formuliert, als ob Christen Omar darum bitten, sich ihm zu unterwerfen. Das ganze hatte die Form eines Vordrucks, von Christen jederzeit zu unterschreiben, sowie die Minderheit der Mohammedaner wieder eine Mehrheit der Christen unterworfen hatte.

Der Pakt aus dem Jahr 637:

Als Omar Ibn Alkhattab, möge Allah ihn segnen, den Christen von Syrien Frieden anbot, schrieben wir ihm:

Im Namen Allahs, des Gnädigen und Allerbarmers. Dies ist ein Brief an den Diener Allahs Omar, Befehlshaber der Gläubigen, von den Christen der Stadt. Als du gegen uns zogest, baten wir dich um Schutz für uns, unsere Nachkommen, unseren Besitz und die Mitglieder unserer Gemeinschaft. Im Gegenzug verpflichteten wir uns zu folgendem:

  1. Wir werden (von Muslimen heute stets als „sie sollen“ übersetzt) in unseren Städten und Nachbarschaften keine neuen Klöster, Kirchen, Konvente oder Mönchsklausen bauen.
  2. Wir werden weder tagsüber noch nachts diejenigen reparieren, die verfallen oder die in den Vierteln der Muslime liegen.
  3. Wir werden stets unsere Tore für Passanten und Reisende geöffnet halten.
  4. Wir werden allen Muslimen, die unseren Weg kreuzen, für drei Tage Kost und Logis gewähren.
  5. Wir werden in unseren Kirchen oder Häusern keine Spione (Gegner des Islam) beherbergen oder sie vor den Muslimen verstecken.
  6. Wir werden unseren Kindern nicht den Koran beibringen.
  7. Wir werden unsere Religion nicht öffentlich bezeugen und niemanden zu ihr bekehren.
  8. Wir werden niemanden von uns daran hindern, zum Islam überzutreten, so er es möchte.
  9. Wir werden Muslimen Respekt erweisen, und wir werden uns von unseren Stühlen erheben, wann immer sie wünschen, darauf zu sitzen.
  10. Wir werden nicht versuchen, Muslimen zu ähneln, indem wir uns ihrer Kleidung anpassen, etwa der Kappe, dem Kopftuch, den Schuhen oder der Haartracht.
  11. Wir werden nicht so reden wie sie („Salam Alaikum“) und wir werden nicht ihre (arabischen) Vornamen übernehmen.
  12. Wir werden nicht auf Sätteln reiten, keine Schwerter gürten und keine einzige Waffe mit uns führen.
  13. Wir werden keine arabischen Inschriften auf unseren Siegeln verwenden.
  14. Wir werden keine vergorenen Getränke verkaufen.
  15. Wir werden uns die vordere Kopfhälfte rasieren.
  16. Wir werden unsere eigenen Kleider tragen, egal wo wir sind. Als Zeichen werden wir uns den Gürtel (Zunar) umbinden.
  17. Wir werden keine Kreuze auf unseren Kirchen zeigen oder Kreuze und unsere heiligen Bücher in den Straßen der Muslims oder auf ihren Märkten.
  18. Wir werden die Klappern (statt Glocken benutzte Geräusche) in unseren Kirchen fast lautlos schlagen, um die Menschen zum Gebet zu versammeln.
  19. Wir werden unsere Predigten nicht laut halten, wenn ein Muslim anwesend ist.
  20. Bei den Begräbnissen unserer Toten werden wir nicht laut singen und keine brennenden Kerzen durch die Straßen oder Marktplätze der Muslime tragen.
  21. Wir werden unsere Toten nicht in der Nähe der Muslime begraben.
  22. Wir werden keine Häuser bauen, die höher als die der Muslime sind.

Sollen wir (Christen) diese Versprechen, für die wir einstehen, in irgendeiner Weise verletzen, verlieren wir den vertraglich vereinbarten Schutz (dhimma) und dürfen für den Vertrauensbruch und den Verrat bestraft werden.

Omar Ibn Alkhattab entgegnete: Unterzeichnet, was sie versprechen, aber fügt zwei Klauseln hinzu und sorgt dafür, dass sie zusätzlich befolgt werden. Sie lauten:

  1. Sie (die Christen) werden niemanden kaufen, der Sklave eines Muslims ist.
  2. Wer absichtlich seine Hand gegen einen Muslim erhebt, verliert den Schutz dieses Paktes.

Kalif Almutawakil bestimmte 850 und 854, dass Christen und Juden hölzerne Teufelsbilder an ihren Häusern befestigen müssen, ihre Gräber einebnen müssen, gelbe Kleidung tragen, ihre Bediensteten mit zwei gelben Flicken an der Kleidung kennzeichnen müssen und lediglich Maultiere und Esel mit Holzsätteln reiten dürfen, an deren Sätteln zwei granatapfelgroße rote Bälle hängen mussten.

von heplev

Dieser Vertrag scheint auch heute noch in großen Teilen gültig zu sein. Hier wird auch die politische Seite des Islams deutlich, da hier ein Zusammenleben reguliert, Gesellschaftsregeln aufgestellt werden.

Dies ist es, was ich mit vielen anderen ablehne. Nicht die Moslems selber – sie sind Menschen, von unserem Gott geschaffen und geliebt – , sondern den Allmachtsanspruch des Islam und seine Unfähigkeit, sich 1. zu reformieren und 2. mit anderen Religionen in Frieden und Respekt zusammenzuleben.

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5 Antworten

  1. Nun, ein wichtiger Vertragsbestandteil fehlt – die Kopfsteuer für Dhimmi „Dschizya“ und die Sondersteuer Kharaj … letztlich werden die Verträge mit den „Ungläubigen“ ja nur deshalb geschlossen 😉

  2. Tja das ist keine Überraschung…

    • Wie wäre es denn, wenn Du – statt kleineren Pöbeleien und Andeutungen – mal Tacheles redest und Butter bei de Fische bringst?

  3. Ich lerne immer gerne dazu und habe den hagalil-Artikel gelesen, aber Deine Anmerkung mit dem gefährlichen Halbwissen verstehe ich nicht.

  4. Kann dir diesen Artikel nur empfehlen, da es mir scheint, dass du dir lediglich mit Halbwissen eine Meinung gebildet hast und sowas ist immer sehr gefährlich.
    http://www.hagalil.com/archiv/2003/11/cohen.htm

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