• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

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    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Deutsche „Friedens“-aktivisten

Liebe Friedensaktivisten,

wir finden es toll, dass Ihr Euch für Gerechtigkeit und Frieden einsetzt.

  • Ihr kauft zu Recht keine israelischen Produkte, wegen der Lage in der Westbank.
  • Ihr verzichtet zu Recht auf das russische Gas wegen der Lage in Tschetschenien und friert stattdessen in Euren Häusern.
  • Ihr boykottiert zu Recht die Tankstellen und fahrt Fahrrad, um nicht Massenmörder wie Gadaffi zu unterstützen,
  • Ihr kauft zu Recht keine Elektroprodukte aus China, um gegen die Lage in Tibet zu demonstrieren,
  • Ihr trinkt zu Recht keinen französischen Rotwein, weil Frankreich nicht einfach Roma und Sinti abschieben kann,
  • Ihr verzichtet auf den Urlaub in der Toscana wegen Berlusconi,
  • Ihr kauft auch keine deutschen Agrarprodukte mehr, wegen den ausländerfreien Zonen in Ostdeutschland.

Ihr seid einfach nur konsequent und ehrlich.
Hättet Ihr nämlich nur israelische Produkte boykottiert, so hätten wir mit unserer jüdischen Paranoia tatsächlich noch glauben müssen, Ihr seid Antisemiten.

via gad

Bezug genommen wird hier auf eine Boykottaktion der Partei Die LINKE, die sich in ihrem Aufruf ausdrücklich auf das Apartheidsregime in Südafrika beruft.

So problematisch es ist, einen einzigen Staat, den demokratischen Rechtsstaat Israel, herauszunehmen und andere zu übergehen (s.o.), so problematisch ist es genauso, Israel mit Südafrikas Apartheidsregime zu vergleichen.

Dazu ein Kommentar aus dem Israel-Report der letzte Woche:

Diese Woche findet die jährliche „Israel Apartheid-Woche“ an fünfzig Universitäten auf der ganzen Welt statt. Während der Woche organisieren Studenten antiisraelische Kundgebungen, Aufführungen, die Israel als einen brutaler Besetzer darstellen, Vorlesungen und „Pizza und Film“-Veranstaltungen. Indem sie sich an Persönlichkeiten wie Desmond Tutu, Nelson Mandela, Jimmy Carter und John Mearsheimer orientieren, behaupten die Dozenten, dass Israel in Bezug zu seinen Arabern ein Apartheidsstaat sei. Ein beliebtes Thema, das angeblich ihre Behauptungen beweist, ist Israels Sicherheitszaun, den sie „die Apartheidsmauer“ nennen. Laut der Internetseite der Israel Apartheit-Woche ist es ihr Ziel, „die Menschen über die Natur Israels als ein Apartheidssystem aufzuklären und ‚Boykott, Ausgrenzung und Sanktionen‘ (BDS)-Kampagnen als einen Teil der wachsenden globalen BDS-Bewegung durchzuführen“.

Die Idee hinter der Apartheid-Politik ist: „apart“ (=abgesondert, abseits).Eine Gruppe von Menschen wird ausgesondert, um abseits der anderen zu leben und zu wirken. In einem Apartheitsregime ist die antreibende Ideologie der Rassismus. Eine Gruppe, die bestimmende, erachtet die anderen als rassisch minderwertig. Aus diesem Grund werden der angeblich minderwertigen Gruppe viele Rechte verweigert, die sie sonst in einem demokratischen Staat hätten, die allerelementarsten Stimmrechte. Das Apartheitsregime in Südafrika erzwang auch unterschiedliche Wohnbereiche, Schulsysteme, Busse, Strände, Krankenhäuser und verbat Mischehen. All dies ist elementares Wissen.

Aber dies ist weit entfernt von dem, was in Israel passiert. In Israel leben die Juden und Araber nicht voneinander getrennt. Sie fahren mit den gleichen Bussen, gehen zu den gleichen Universitäten, werden in den gleichen Krankenhäusern behandelt, arbeiten in den gleichen Fabriken und essen in denselben Restaurants. Israelische Araber haben die vollen Stimmrechte und Araber sitzen als Mitglieder im israelischen Parlament.

Wenn wir uns mit Judäa und Samarien (das Westjordanland) beschäftigen, muss betont werden, dass mehr als 95% der arabischen Bevölkerung unter dem Regiment der Palästinensischen Autonomiebehörde leben. Israel kontrolliert die täglichen Geschäfte dieser Leute nicht. Es ist wahr, dass Teile der Straßen nur für Siedler zu benutzen sind, aber Befürworter der Apartheid-Behauptung müssen erklären, warum diese separaten Umgehungsstraßen erst gebaut wurden, nachdem der Terrorismus anfing. Vorher fuhren Juden durch die arabischen Städte und viele Juden erinnern sich mit Freude daran, welch gute Beziehungen sie hatten, als sie die arabischen Läden und Cafés in Bethlehem und Jericho aufsuchten. Die ergriffenen Maßnahmen, um Juden und Araber in den Gebieten zu trennen, haben nichts mit Rassismus zu tun, sondern allein mit Sicherheit.

Desmond Tutu, Nelson Mandela und Jimmy Carter sind keine Ignoranten. Zwei davon haben Apartheit am eigenen Leibe erfahren und sie sind gut ausgebildete Leute, die auch über die Situation in Israel und der PA Bescheid wissen sollten. Egal, was sie dazu motiviert, so zu reden, wie sie es tun; das Ergebnis ist, dass eine fürchterliche Lüge verbreitet wird. Eine objektive und aufrechte Person kann nicht anders als die Apartheid-Behauptung zurückzuweisen, wenn sie gegen Israel erhoben wird. Sie ist offensichtlich falsch.

Die Israel Apartheid-Woche findet hauptsächlich in Universitäten statt. Zusammen mit der BDS-Kampagne hat sie meistens in akademischen Kreisen Anklang gefunden, aber auch in beunruhigender Weise unter vielen Pastoren. Aber das heißt nicht, dass es nur von akademischem Interesse ist: Die Studenten, die diesen verdrehten Informationen ausgesetzt sind, werden morgen Direktoren, Journalisten, Redakteure, Politiker und Professoren sein. Und dann besteht die Chance, dass Worte zu Taten werden.

Israel ist mit Südafrika nicht zu vergleichen. Trotzdem nehmen diese Leute dieses Argument als Grundlage und Rechtfertigung ihres Tuns. Dies ist ein weiterer Schritt in die Richtung, Israel und sein Handeln nicht nach Fakten zu beurteilen, sondern nach Emotionen, Gerüchten, Lügen, Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien.

Das nennt man Antisemitismus. Aber unter dem Label „Frieden“ lässt sich wohl einiges verkaufen.

 

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3 Antworten

  1. Hier der Link auf eine vom David Horowitz Freedom Center veranstaltete Gegenkampagne, die „Wall of Lies“, die mit den durch unsere Medien verbreiteten Propagandalügen aufräumt:

    http://walloflies.org/

    Es ist schon erstaunlich: Gerade die Intellektuellen, die sich so besonders gescheit und sich über das dumme, durch „Populisten“ angeblich so leicht manipulierbare Volk erhaben fühlen, fallen selber auf die plumpsten und dreistesten Lügen herein.

  2. Nun, die DDR redete auch viel vom Frieden und dass diejenigen, die an der Grenze auf Flüchtlinge schießen, den Frieden sichern.

    • Viele reden vom Frieden und meinen doch etwas ganz anderes.
      Viele hören „Frieden“ und denken sich „Das muss gut sein“.

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